Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was ist der Hexenhammer 3
3. Der Autor 4
4. Entstehung des Hexenhammers 4
5. Jakob Sprenger 5
6. Hintergründe zur Entstehung des Hexenhammers 6
7. Inhalt des Hexenhammers 8
8. Die Frauen 11
9. Auswirkungen von Kramers Hexenhammer 12
10. Fazit 13
11. Literatur 14
2 NA
1. Einleitung
An der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit wurde in Deutschland ein Buch veröffentlicht, das sich später als eines der grausamsten Bücher der Weltliteratur herausstellen sollte:
Malleus Maleficarum,
zu deutsch der
Hexenhammer.
Dieses Buch wurde zur Hochzeit der Hexenverfolgung in Europa verfasst, um der kirchlichen Inquisition eine rechtliche Grundlage und einen exakten Leitfaden bei der Suche und Bestrafung von vermeintlichen Hexen, Dämonen und anderen Teufelsanhängern zu bieten.
In dieser Arbeit werden d ie Entstehung, die Inhalte sowie die Auswirkungen dieses Werkes genau unter die Lupe genommen.
2. Was ist der Hexenhammer?
Der
Hexenhammer
ist die deutsche Übersetzung des
Malleus Maleficarum
von Heinrich Kramer (Institoris). Dabei handelt es sich um eine Schrift gegen die Hexen im Sinne der Inquisition. Im
Hexenhammer
wurden aus der älteren Literatur systematisch Argumente zusammengetragen, welche die Hexenjagd legitimieren und rechtliche Hinderungsgründe aus dem Weg räumen sollten.
1
Aus „heutiger Perspektive wird man sagen k önnen, dass der
Hexenhammer
das zentrale Buch in der Geschichte der europäischen Hexenverfolgung gewesen ist.“
2
Mit etwa dreißig Auflagen zwischen 1486 und 1669 hatte er eine lange Wirkungsgeschichte und großen Einfluss: Fast alle Befürworter der Hexenverfolgung beriefen sich auf
1
Behringer, Wolfgang; Jerouschek, Günter (Hrsg.): Der Hexenhammer. Malleus Maleficarum. 4. Auflage, München 2004.
2 Ebenda, S. 11.
3
dieses Buch. Somit kann es f ür den grausamen Tod vieler Unschuldiger mitverantwortlich gemacht werden. 3
3. Der Autor
Der
Hexenhammer
wurde von Heinrich Kramer verfasst. Der spätere Inquisitor wurde um 1430 im elsässischen Schlettstadt (heute Séléstat in Frankreich) geboren. Über seine Kindheit ist so gut wie nichts bekannt. Vermutlich trat er um 1445 als Novize in das angesehene Kloster der Dominikaner in Schlettstadt ein und absolvierte dort ein philosophisches Grundstudium. Seit dieser Zeit bezeichnete er sich als „Bruder Heinrich aus Schlettstadt“. Um 1460 muss er von Schlettstadt nach Rom gereist sein, wo ihm 1473 öffentliche Angriffe auf den regierenden Kaiser Friedrich III. eine Gefängnisstrafe einbrachten. Im Juni 1474 entband ihn das tagende Generalkapitel des Ordens von dieser Strafe – am gleichen Tag noch wurde Kramer die Befugnis der Inquisition erteilt. Außerdem bekam er das Recht, sich einen Beichtvater auszusuchen und alle Vorrechte eines Magisters der Theologie übertragen.
4
Kramer war M önch eines Dominikanerklosters in Schlettstadt und hieß „Frater Henricus“ oder seit 1479 latinisiert „Institoris“.
5
4. Entstehung des Hexenhammers
In der Literatur gibt es viele Unstimmigkeiten bezüglich des Druckorts, Druckdatums und auch des Verfassers. Das hängt unter anderem mit der Geschichte des Buchdrucks zusammen. Heute
3
Ebenda.
4 Ebenda S. 40.
5 Lateinischer Genitiv von Institor = Kaufmann, Krämer.
4
selbstverständliche Merkmale eines Buches, wie die Bindung oder das Titelblatt, wurden von der zweiten Generation der Buchdrucker (etwa um 1480) noch nicht regelmäßig angefertigt. Daher ist erst die vierte Auflage (März 1494) des Malleus Maleficarum mittels eines Titelblatts einwandfrei identifizierbar. Der Erstdruck hingegen gibt nicht einmal Aufschluss über den Verfasser, Drucker, Druckort und Druckjahr. 6 Erst durch systematische Vergleiche der Drucktypen konnte der Hexenhammer dem Drucker Peter Drach, der Mittlere, 7 aus Speyer zugeordnet werden.
Das Datum des Erstdrucks ist jedoch noch immer nicht ganz sicher festgelegt. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei jedoch um den
19. Mai 1487. Dies konnte aus Unterlagen der Universität Köln und
Aufzeichnungen von Peter Drach errechnet werden. 8
5. Jakob Sprenger
Neben Heinrich Kramer wird in der Literatur h äufig auch Jakob Sprenger die Urheberschaft des
Hexenhammers
zugeschrieben. Der Prior des Kölner Dominikanerklosters (1437 – 1495) soll als Co-Autor an der Entwicklung des Buches beteiligt gewesen sein. Wäre dies nicht der Fall, müsste man davon ausgehen, dass Kramer den Namen des angesehen Ordensbruders ausnutzte, um das Renommee des
Hexenhammers
zu erhöhen. In diesem Fall w äre es jedoch merkwürdig, wenn Sprenger sich nicht gegen diesen Missbrauch öffentlich zur Wehr gesetzt hätte.
9
In der Nürnberger Ausgabe des Druckers Friedrich Peypus von 1519 werden Kramer und Sprenger erstmals gleichberechtigt als Autoren genannt. Allerdings waren beide
6
Vgl. Behringer, Wolfgang; Jerouschek, Günter (Hrsg.): Der Hexenhammer, S. 22.
7
Auch sein Vater und sein Sohn hießen Peter.
8 Ebenda. S. 23 – 25.
9 Ebenda, S. 31.
5
Arbeit zitieren:
Stephanie Traichel, 2005, Der Hexenhammer, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zu: Der Hexenhammer - Malleus Maleficarum
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Seminararbeit, 11 Seiten
Der Hexenhammer - Hexenverfolgung, Inquisition
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Referat / Aufsatz (Schule), 8 Seiten
Die heilige Inquisition: Hexenbulle und Hexenhammer
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit, 15 Seiten
Wieviel Bildung braucht der Mensch in der heutigen Zeit?
Eine Stellungnahme mit Bezug a...
Politik - Didaktik, politische Bildung
Essay, 8 Seiten
Unterrichtsstunde: Australia's wildlife & nature
Ein Gruppenpuzzle für die 9. K...
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 14 Seiten
Kriegsberichterstattung vom Vietnam bis zum Golfkrieg
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Hauptseminararbeit, 22 Seiten
Die Geschichte der Verfassung der römischen Republik
Politik - Politische Systeme - Historisches
Hauptseminararbeit, 23 Seiten
Die Rolle der Kinder im Hexenprozess
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit, 20 Seiten
"Kein Ich ohne Wir" - Individualisierung in Gruppen -
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Studienarbeit, 15 Seiten
Liebe und Gewalt in Heinrich von Kleists "Penthesilea"
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 20 Seiten
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 47 Seiten
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Seminararbeit, 13 Seiten
Ethik der Public Relations am Beispiel der Golfkriegsberichterstattung...
Medien / Kommunikation - Medienethik
Hauptseminararbeit, 39 Seiten
Das Ruhrgebiet von 1945 bis heute
Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie
Seminararbeit, 14 Seiten
Geschlechterstereotype und Rollenklischees in Comics - Umsetzungsmögli...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Seminararbeit, 16 Seiten
Stephanie Traichel hat den Text Der Hexenhammer veröffentlicht
Stephanie Traichel hat einen neuen Text hochgeladen
Malleus maleficarum
Heinrich Kramer, Günter Jerouschek, Wolfgang Behringer, Werner Tschacher
Die fuggerische Herrschaft Wasserburg und die Hexenverfolgungen
Karl Heinz Burmeister, Manfred Tschaikner
0 Kommentare