Wortbildung des Substantivs –
Explizite Derivation – Suffigierung
von: Marcus Hinkel
4. Fachsemester
Gliederung
1. Einleitung 3
2. Begriffserklärung 3
2.1. Explizite Derivation 3
2.2. Suffigierung 4
3. Suffixe 6
3.1. –e 6
3.2. –ei 7
3.3. –el 8
3.4. –er 8
3.5. –ler 9
3.6. –ner 9
3.7. –heit (-keit, -igkeit) 9
4. Literaturverzeichnis 11
1. Einleitung
Die Referatsausarbeitung gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil dient einerseits als Überblick in das dem Referat zugrunde liegende Thema und zum anderen der näheren Erklärung der Begriffe „Explizite Derivation“ und „Suffigierung“.
Der zweite Teil widmet sich den zu untersuchenden Suffixen –e, -ei, -el, -er, -ler, -ner und –heit, mit den kombinatorischen Varianten – keit und –igkeit. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf die Semantik der Substantivableitungen gelegt.
2. Begriffserklärung
2.1. Explizite Derivation
Die explizite Derivation zerfällt in zwei Teile, je nachdem, ob das Affix vor oder nach dem Grundmorphem angeheftet wird. Affigierung vor dem Grundmorphem bezeichnet man als Präfigierung; wird das Affix hinten an das Grundmorphem angeheftet, so spricht man von Suffigierung.
Bei der Präfigierung wird im Deutschen ein frei oder gebunden vorkommendes Morphem vor ein Lexem geheftet. Dabei werden die nur gebunden vorkommenden Präfixe (wie z. B. be- in behalten, un- in unwürdig) als Präfixe im engeren Sinne bezeichnet; die Präfixe, die auch frei vorkommen können (wie z. B. auf- in aufhalten, Aufsatz) bezeichnet man als Präfixoide (vgl. Erben, 1993, S. 26). Die Präfigierung ist zwar bei den meisten Präfixen nicht produktiv, aber reihenbildend, also nicht an ein einzelnes Grundmorphem gekoppelt. Die Wortklasse eines Grundmorphems bleibt durch die Präfigierung unverändert.
Die Suffigierung heftet ein frei oder gebunden vorkommendes Morphem hinten an ein Grundmorphem an. Man spricht von Suffixen im engeren Sinne (wie z. B. –ung in Scheidung) sowie von Suffixoiden (wie z. B. –zeug in Werkzeug, Flugzeug) (vgl. Erben 1993, S. 26). In den meisten Fällen sind die Suffixe wortklassenspezifisch und können, müssen jedoch nicht in einer Wortklassenänderung resultieren. In den meisten Fällen ist die Suffigierung reihenbildend produktiv, wenn auch semantisch restringiert.
Abb.1: Substantivableitung
Quelle Duden: Grammatik der deutschen Gegenwartssprache, 6. Auflage, S. 504, Dudenverlag, Mannheim 1998
2.2. Suffigierung
Zwar existiert im Deutschen eine große Anzahl von Ableitungssuffixen, von diesen ist jedoch nur eine sehr kleine Anzahl in hohem Maße produktiv. Die Produktivität ist semantisch beschränkt. Transitivität und Reflexivität werden bei keinem der deverbalen Suffixe als Wohlgeformtheitskriterium verwendet, da bei allen sowohl transitive, intransitive und reflexive Stämme die Basis bilden können.
Hochproduktive Ableitungssuffixe sind zum Beispiel:
deverbal:
• -er bildet maskuline Substantive. Das Suffix kann an Infinitivstämmen starker und schwacher Verben angehängt werden. (vgl. Fleischer/Barz, 1995, S. 151). Bei semi-regulären Verben mit Infinitiv –eln wird vorzugsweise der um –e- verkürzte Stamm verwendet (z. B. Bettl-er), bei den auf –ern endenden der unverkürzte Stamm (z.B. Ruder-er).
• -erin bildet analog zu –er feminine Substantive.
• -ung bildet feminine Substantive und ist das produktivste deverbale substantivbildende Suffix des Deutschen (vgl. Fleischer/Barz, 1995, S. 172). Es kann an Infinitivstämme starker und schwacher Verben angehängt werden.
• -bar bildet Adjektive und stellt das produktivste deverbale adjektivbildende Suffix des Deutschen dar (vgl. Fleischer/Barz, 1995, S. 252). Es kann an Infinitivstämme starker und schwacher Verben angehängt werden.
[...]
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Marcus Hinkel, 2004, Wortbildung des Substantivs - Explizite Derivation - Suffigierung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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