Gliederung:
1. Einleitung
2. Entwicklung der Umwelterziehung
3. Stand
4. Probleme
5. Schlussgedanke
1. Einleitung
Umweltschutz gehört heutzutage zum täglichen Leben, wie das „Amen in der Kirche“. In jedem Haushalt gibt es Mülltrennung, der Katalysator ist für jedes neue Auto schon Pflicht, FCKW ist aus unserem Leben so gut wie verbannt worden und immer mehr Leute setzen auf alternative Energiequellen. Dass die Umwelt in unserem täglichen Leben eine so riesige Bedeutung bekommen hat, liegt eigentlich nur am natürlichen Menschenverstand der Menschen. Sie haben verstanden, dass die Natur zwar ohne den Menschen auskommen kann, der Mensch aber nicht ohne die Natur. Durch dieses Umdenken in bestimmten Situationen ist man auf dem besten Weg, die Natur wenigstens teilweise zu retten. Es könnte aber noch viel mehr gemacht werden, doch leider ist der Umweltschutz nicht überall auf der Welt ein so gefragtes Thema wie bei uns in Deutschland. In Brasilien z.B. interessiert es wenige, warum sie die Wälder nicht abbrennen sollen. Dort denken die Menschen daran wie sie überleben können. Deshalb sind einige Länder sehr zurückgeblieben und andere, wie Deutschland, auf dem richtigen Weg.
Doch diese Situation gab es nicht immer, sondern ist erst seit ein oder zwei Generationen beachtet worden. Vorher konnte und wollte man sich nicht mit dem Thema Umweltschutz befassen, denn den rasanten Fortschritt wollte keiner stoppen. Gerade die Kunststoffe und Chemikalien hatten ihren starken Anteil daran. Heutzutage können wir ohne sie nicht mehr leben und arbeiten.
Auf dieses, sich immer weiter verschlechternde, Situation wurde man erst in den 60er und 70er Jahren. Zwar hatten einzelne Wissenschaftler schon lange die Probleme erkannt, doch sie gewannen in der Gesellschaft kaum an Bedeutung. Erst als immer mehr Stimmen auf die steigenden Probleme hingewiesen haben, hat man sich auch in der normalen Bevölkerung mit dem Thema Umweltverschmutzung befasst. Heute sind wir schon so weit, dass man schon von Umweltzerstörung spricht.
2. Entwicklung der Umwelterziehung
Der Naturschutzgedanke ist eigentlich schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts fester Bestandteil des Unterrichts. 1953 haben die Kultusminister dies ausdrücklich fest geschrieben. Aber erst in den siebziger Jahren hat man angefangen, fachliche Diskussionen zum Thema Umwelterziehung zu führen. Warum erst so spät ist einfach zu erklären: Die Kultusministerien sollen nicht gleich jede „Modeerscheinung“ in ihren Lehrplänen aufnehmen, sondern erst einmal abwarten. Da aber auf diesem Gebiet kein Abklingen des Themas in der Bevölkerung oder gar Desinteresse zu erkennen war, wurde der Begriff „Umwelterziehung“ erstmals 1971 öffentlich formuliert.
Auf internationaler Ebene hat zwischen 1971 und 1983 jedes Jahr eine UNESCO-Umweltkonferenz stattgefunden, aus der man sehr viele Impulse für Deutschland verwenden konnte. Diese haben dann Gremien und Arbeitskreise verwendet um neue Erkenntnisse auf verschiedenen Umweltgebieten zu bekommen. Diese wurden dann im darauffolgenden Jahr den anderen Ländern mitgeteilt, so dass ein reger Austausch von Informationen stattgefunden hat. So konnten auch nicht so weit entwickelte Länder einiges mehr tun, als sie normalerweise möglich gewesen wäre.
Aber nicht nur die Politik hat das Thema Umwelt als äußerst wichtig erachtet, sondern auch viele Institutionen und Vereine. Hier ist an erster Stelle das Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel zu nennen. Dieses wurde zu Beginn der siebziger Jahre auf die Umwelterziehung ausgerichtet. Hier hat man versucht, sowohl die Forschung als auch die Mitteilung der Bevölkerung und Lehre der Schüler gleichermaßen zu beachten. Das IPN hat in seiner Arbeit verschiedene Schwerpunkte in den unterschiedlichsten Gebieten gesetzt, wie z.B. Grundlagenforschung der Umwelterziehung, Mitarbeit bei Projekten der Massenmedien, Erarbeitung von Materialien zur Umwelterziehung, Fachvorträge etc. Das IPN hat darüber hinaus noch sehr enge Kontakte zur Politik und zum Umweltbundesamt geknüpft, und ist deshalb später auch international vertreten gewesen.
Arbeit zitieren:
Christian Hund, 1998, Umwelterziehung in der Schule; Entwicklung, Stand und Probleme in der BRD, München, GRIN Verlag GmbH
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