1. Einführung 2. Hintergrund, Geschichte 3. Projektbeteiligte 4. Der breitbandige IVBB: im Wirkbetrieb seit Januar 1999 5. Anbindung über Behörden Network Terminator (BNT) 6. Dienste und Anwendungen im IVBB
6.1. IP-Backbone: Intranet des Bundes und gesicherter Internetzugang
6.2. Elektronischer Dokumentenaustausch (E-Mail)
6.3. Videokonferenzen
6.4. IVBB-Informationsdienst im Intranet
6.5. Parlamentsfernsehen
6.6. SPHINX: Piloterprobung zur Einführung der digitalen Signatur
7. Informationen im IVBB-Intranet 8. Unterstützung für IVBB-Nutzer 9. Öffentlichkeitsarbeit, Veröffentlichungen
10. Ausblick, Informationsverbund der Bundesverwaltung
11. Quellenangabe
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Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB)
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Der Deutsche Bundestag hat am 20. Juni 1991 den Beschluss zur Vollendung der Einheit Deutschlands gefasst. In der Folge sind der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung nach Berlin umgezogen. Die Regierungsfunktionen werden arbeitsteilig in Berlin und Bonn ausgeführt.
Vor diesem Hintergrund kommt der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Zusammenarbeit eine strategische Bedeutung zu. Daher wurde der Informati- onsverbund Berlin-Bonn (IVBB) realisiert. Durch den Einsatz moderner und zukunftssicherer Informations- und Kommunikationstechnologie bleibt die Ar- beitsfähigkeit der Bundesregierung trotz Dislozierung erhalten - in vielen Berei- chen wird sie technisch und organisatorisch nachhaltig verbessert. Damit bietet der IVBB zugleich den Schlüssel zu einer umfassenden Modernisierung der Verwaltung. Im Januar 1999 begann der Wirkbetrieb auf Basis des breitbandi- gen IVBB -Netzes.
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Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB)
Nutzer im IVBB sind Bundestag, Bundesrat, Bundeskanzleramt und Bundesmi- nisterien, Bundesrechnungshof sowie nachgeordnete Bundesbehörden in Berlin und Bonn.
Das Gesamtprojekt IVBB besteht inzwischen aus zahlreichen sich laufend wei- ter entwickelnden Teilprojekten und Aktivitäten. In diesem Papier sind die wichtigsten Fakten zusammengefasst.
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Die Bundesbehörden nutzten seit den 80er Jahren das Bonner Bundesbehörden- netz (BBN), das auf ISDN-Technik basierte. 1994 erfolgte eine Ausschreibung zur Erweiterung dieses Netzes nach Berlin. Als Ergebnis realisierte die Deutsche Bundespost Telekom (die heutige Deutsche Telekom AG) die sogenannte IVBB-Einstiegslösung (auch „IVBB Minimalkonzept“ ), einen Ausbau des BBN um Verbindungen zwischen Berlin und Bonn und
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Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB)
eine Netzinfrastruktur in Berlin.
1995 wurde das Konzept zur mittel- und langfristigen Realisierung des breitban- digen IVBB fertiggestellt. Parallel dazu erarbeitete das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik(BSI) das IT-Sicherheitskonzept für den IVBB. Das Bundeskabinett entschied im März 1996, Ausbau und Betrieb des dauerhaften, breitbandigen IVBB aus dem bestehenden BBN gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG weiterzuentwickeln. Ein unabhängiges Ingenieurbüro sollte den Aufbau begleiten.
Im Oktober 1996 erhielt das Beratungsunternehmen Gora, Hecken & Partner (GHP) mit seiner Partnerfirma TEKO Ingenieurbüro nach einer Ausschreibung den Auftrag zur Erarbeitung des Realisierungskonzepts und zur Überwachung und Betreuung der Arbeiten zu dessen Umsetzung. Das Konzept wurde im Juni 1997 vorgelegt und mit den obersten Bundesbehörden abgestimmt. Am 05. Ja- nuar 1998 unterzeichneten BMI und DeTeSystem Deutsche Telekom Systemlö- sungen GmbH den IVBB-Vertrag. Der Vertrag hat eine Laufzeit von mindestens 10 Jahren (bis Ende 2008) mit einem einmaligen vorzeitigen Kündi- gungsrecht zum Ende 2003.
Zu den im BBN angebotenen ISDN-Diensten (Telefonie, Telefax) kamen im Laufe der Zeit weitere hinzu, insbesondere die elektronische Post (E-Mail). 1997 wurden ein gemeinsames Intranet (IVBB-Intranet) und ein zentraler Internetzu- gang für alle IVBB-Nutzer eingerichtet (IP-Backbone). Eine zentrale Firewall schützt den Übergang zwischen den Net- zen der Nutzer, dem IVBB-Intranet und dem Internet. Der IP-Backbone hat sich zu einem äußerst wichtigen Baustein des gesamten IVBB entwickelt: Die Be- deutung des gemeinsamen Intranet und des Internetzugangs nimmt ständig zu. Heute wird eine Vielzahl weiterer IP basierter Dienste über den IP-Backbone
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Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB)
abgewickelt. Modellvorhaben, insbesondere die vom BMBF geförderten POLI- KOM-Projekte, ermöglichten erste Erfahrungen bei der Einführung und Nut- zung neuer innovativer Technologien. Bei Inbetriebnahme des breitbandigen IVBB-Netzes wurden die Dienste der IVBB-Einstiegslösung überführt (Über- leitdienste) und bilden zusammen mit neuen Diensten die „Startdienste“ ; das
BBN wurde abgeschaltet.
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Die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informations- technik in der Bundesverwaltung im Bundesministerium des Innern (KBSt) lei- tet die Planung und Realisierung des IVBB.
Die Abstimmungen mit den IVBB-Nutzern erfolgen im "Interministeriellen Ko- ordinierungsausschuss für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (IM- KA)". Seit kurzem gibt es zusätzlich den Steuerungsausschuss IVBB. Er nimmt die Aufgaben des gemäß IVBB-Vertrag vorgesehenen Nutzerbeirats wahr, über den die Wünsche der Nutzer bezüglich Betrieb und Diensteangebot einfließen.
Eine vom Bundesinnenminister berufene Expertenkommission IVBB (9 Mit- glieder aus Industrie, Wissenschaft und Verwaltung) begleitete bis zum Wirkbe- triebsbeginn die Arbeiten zum Aufbau des IVBB durch sachverständige Begut- achtung sowie durch Anregungen und Vorschläge.
Das BSI ist zum Thema Sicherheit (im weitesten Sinne) in das Projekt einge- bunden und stellt insbesondere die Umsetzung und laufende Fortschreibung des IT-Sicherheitskonzepts sicher. Das unabhängige Beratungsunternehmen Gora, Hecken & Partner und ihre Partnerfirma TEKO Ingenieurbüro überwachen und
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David Wagner, 2002, IVBB - Informationsverbund Berlin - Bonn, Munich, GRIN Publishing GmbH
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