Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis I
1. Einleitung 1/2
2. Die Europäische Zentralbank 3
2.1 Geldpolitische Ziele und Aufgaben der EZB 3
2.2 Die Zwei-Säulen-Strategie 4
2.2.1 Erste Säule: Die Geldmenge 4/5
2.2.2 Zweite Säule: Weitere volkswirtschaftliche Indikatoren 5
3. Die geldpolitischen Instrumente der EZB 6
3.1 Die Offenmarktgeschäfte 6/7
3.2 Die ständigen Fazilitäten 7/8
3.3 Die Mindestreserven 8/9
4. Die aktuelle Geldpolitik und Einflussnahme der EZB 9
5. Zusammenfassung/Schlussbetrachtung 10/11
Anhang II
Literaturverzeichnis III
I
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Anm. Anmerkung
BIP Bruttoinlandsprodukt
bzw. beziehungsweise
ca. circa
d. h. das heißt
EG Europäische Gemeinschaft
ESZB Europäisches System Zentraler Banken
EU Europäische Union
EWU Europäische Währungsunion
EZB Europäische Zentralbank
HVPI Harmonisierter Verbraucherpreisindex
NZBen Nationale Zentralbanken
S. Seite
u. und
vgl. vergleiche
WWU Wirtschafts- und Währungsunion
z. B. zum Beispiel
1. Einleitung
Der „Maastricht-Vertrag“ wurde im Dezember 1991 im Rahmen der ersten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) von den führenden Staats- und Regierungschefs der EG-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Kerngedanke des „Maastricht-Vertrages“ war die Schaffung der Europäischen Währungsunion und die damit verbundene Einführung einer gemeinsamen Währung, des Euro und die Gründung einer EZB. 1
In der zweiten Stufe erfolgte die Gründung des Europäischen Währungsinstitutes im Januar 1994 und die Entscheidung über die Teilnehmer der Währungsunion im Frühjahr 1998. 2
Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde am 01. Juni 1998 im Rahmen der dritten Stufe der WWU gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Als Kernziele wurden die Fixierung der Wechselkurse zwischen den alten unterschiedlichen Währungen der teilnehmenden Staaten und der neuen Gemeinschaftswährung 3 im Januar 1999, die Errichtung einer EZB im Januar 1999 und die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro im Januar 2002, definiert. 4 Die Gründung der supranationalen Institution EZB gilt als Höhepunkt jahrelanger Bemühungen zur Schaffung einer dauerhaften Währungsstabilität in Europa und als wichtiger Meilenstein der wirtschaftlichen und politischen Integration zwischen europäischen Ländern. 5
Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) wurde zusammen mit der EZB am 1. Juni 1998 errichtet. 6 Das ESZB besteht aus der europäischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken der EU-Mitgliedsstaaten. An der Spitze des ESZB stehen die Beschlussorgane der EZB: Der EZB-Rat und das EZB-Direktorium. Das oberste Beschlussorgan der EZB ist der EZB-Rat. Ihm gehören die Präsidenten aller nationaler Zentralbanken, die den Euro eingeführt haben, sowie die einvernehmlich durch die Regierungen der teilnehmenden Mitgliedstaaten auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs zu ernennenden Mitglieder des Direktoriums der EZB (bestehend aus Präsident, Vizepräsident und bis zu vier weiteren Mitgliedern) an. Der Rat der EZB erlässt die Leitlinien und fasst die notwendigen Beschlüsse, um die Erfüllung der dem ESZB übertragenen Aufgaben zu gewährleisten, und legt die Geldpolitik des Euroraums fest. 7 Für die Umsetzung ist das Direktorium verantwortlich. 8 Der Erweiterte EZB-Rat fungiert ungeachtet der dualen Struktur von EZB-Rat und EZB-Direktorium als drittes Beschlussorgan. Ihm gehören alle Präsidenten der NZBen an. Der Erweiterte Rat beobachtet die Konvergenz-fortschritte der nicht teilnehmenden Mitgliedstaaten und nimmt noch andere, zumeist beratende Funktionen, wahr. 9
1 vgl. Schnelting, G. (1998), S. 26
2 vgl. Schnelting, G. (1998), S. 31
3 Anm.: z. B. Deutschland: 1 Euro = 1,95583 Deutsche Mark
4 vgl. Schnelting, G. (1998), S. 31
5 vgl. EZB (2001), S. 9
6 vgl. EZB (2001), S. 9
7 vgl. EZB Bericht (1999), S. 139
8 vgl. Dallmeyer, J./Deutsch, K./Holtzmann, H. D. (1997), S. 18
9 vgl. EZB Bericht (1999), S. 142 - und Anhang S. 12 Schaubild Aufbau des ESZB
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Die Verantwortung der Währungs- und Geldpolitik ist mit der Gründung der EZB von den nationalen Zentralbanken der WWU-Teilnehmerstaaten 10 auf das Eurosystem 11 übergegangen. 12
Die EZB trägt damit eine große Verantwortung in der Geld- und Währungspolitik.
Sie wurde mit der nötigen Handlungsfähigkeit ausgestattet, um eine wirksame Geld- und Kreditpolitik im europäischen Wirtschaftsraum durchzusetzen. 13
Durch die Gründung der EZB konnte ein großer Teil finanzieller grenzüberschreitender Transaktionen zwischen europäischen Märkten abgeschafft werden. Heute können nur noch Transaktionen mit Ländern außerhalb der EWU die monetäre Politik der EZB negativ beeinflussen. Gemessen am Sozialprodukt der Länder der EWU ist der Anteil internationaler Geld- und Kapitaltransaktionen deutlich zurückgegangen. 14
Diese Hausarbeit hat die Instrumente zur Geldpolitik der EZB als Thema. Zunächst erfolgt ein kurzer Überblick über die Ziele und Strategien der EZB bzw. des Eurosystems. Danach werden die Instrumente zur Durchführung der Geldpolitik der EZB dargestellt. Abschließend wird die aktuelle Geldpolitik der EZB aufgezeigt.
10 Teilnehmer der WWU bis dato: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien und Griechenland
11 Die Nationalen Zentralbanken des Euroraums und die EZB bilden zusammen das Eurosystem
12 vgl. Issing, O. (1999), S. 102
13 vgl. Köhler, C., (1999), S. 22
14 vgl. Köhler, C. (1999), S. 22
Arbeit zitieren:
Annika Pietzsch, 2004, Geldpolitische Instrumente der Europäischen Zentralbank, München, GRIN Verlag GmbH
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