- II -
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
1 Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit. 1
2 Analyse des Einsatzes von Portalservern in IT-Infrastrukturen 2
2.1 Entwicklung einer Arbeitsdefinition von Portalservern 2
2.2 Aufgaben von Informations- und Kommunikationssystemen. 5
2.3 Möglichkeiten des Beitrages von Portalservern zu den Aufgaben von
Informations- und Kommunikationssystemen. 13
3 Analyse des Einsatzes von Portalservern in IT-Infrastrukturen öffentlicher
Verwaltungen. 18
3.1 Aufgaben von Informations- und Kommunikationssystemen in öffentlichen
Verwaltungen. 21
3.2 Möglichkeiten des Beitrages von Portalservern zu den Aufgaben von
Informations- und Kommunikationssystemen in öffentlichen Verwaltungen. 29
4 Funktionsumfang gängiger Portalserver-Produkte 33
5 Fazit und Ausblick 42
Literaturverzeichnis 43
- III -
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2.1: Beispiel für einen typischen Zugriff auf ein IKS
Abb. 2.2: Zugriff auf ein IKS über einen Portalserver
Abb. 3.1: Segmentiertes Front-Office
Abb. 3.2: Integriertes Front-Office.
Abb 4 1: Gartner Magic Quadrant for Horizontal Portal Products
- IV -
Tabellenverzeichnis
Tab. 2.1: Basisfunktionalitäten von Portalservern. 4
Tab. 2.2: Erweiterte Funktionalitäten von Portalservern 4
Tab. 3.1: Interaktionsbeziehung öffentlicher Verwaltungen 19
Tab. 3.2: Aufgaben eines IKS in öffentlichen Verwaltungen. 28
Tab. 4.1: Produkteigenschaften BEA WebLogic Portal 35
Tab. 4.2: Produkteigenschaften IBM WebSphere Portal. 36
Tab. 4.3: Produkteigenschaften Microsoft Solution for Internet Business 37
Tab. 4.4: Produkteigenschaften Oracle 9i AS Portal 39
Tab. 4.5: Produkteigenschaften SAP Enterprise Portal 40
Tab 4 6: Produkteigenschaften Sun ONE Portal Server 41
- V - Abkürzungsverzeichnis
ASP
BGG
BITV COM
CORBA
CRM
CSCW
CSS
DB
DMS
DMS
DWH
E-Government Electronic Government
E-Mail Electronic Mail
ERP
ETL
FIS
G2B
G2G
HTML
IKS
IKT
IR
IT
JAAS
J2EE
JSP
KM
LAN
LDAP
MRP
MRP II
NKF
OLAP
PDA
PIM
PPS
PS
RFID
RSS
1 Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
„Electronic Government“ oder kurz E-Government dieses Schlagwort hat sich in den letzten Jahren zu einem immer häufiger gefallenen Begriff in der politischen Diskussion in Deutschland entwickelt. Verschiedenste Faktoren lassen den Ruf nach E-Government immer lauter werden. Zum einen ist die Nutzung von Dienstleistungen über das Internet im Alltag für viele Bürger und Unternehmen selbstverständlich geworden. Bankgeschäfte, Warenbestellungen, Briefverkehr und vieles mehr können schnell, bequem, kostengünstig und ortsunabhängig online abgewickelt werden. Aus dieser Selbstverständlichkeit der Nutzung von Online-Diensten entwickelte sich der Anspruch, auch Interaktionen mit öffentlichen Verwaltungen über das Internet abwickeln zu können, um diese einfacher, schneller und flexibler zu gestalten. Des Weiteren lastet auf Grund leerer öffentlicher Kassen ein immer höherer Kostendruck auf den Behörden, hinzu kommen gesetzlich auferlegte Strategieveränderungen wie das Neue Kommunale Finanzmanagement, welche Strukturveränderungen in den Kommunen notwendig machen. Aus diesen Rahmenbedingungen entstanden etliche Initiativen zur Einführung von E-Government-Aktivitäten, z. B. die Initiative BundOnline2005 der Bundesregierung oder der Städtewettbewerb media@KomM. Trotz dieser Initiativen und der inzwischen auch öffentlich geführten Diskussion schreitet der Prozess der Einführung von Online-Diensten und virtuellen Rathäusern nur sehr langsam voran. Das liegt unter anderem daran, dass bei den politischen Verantwortungsträgern erhebliche Unsicherheit und Unwissenheit über das Vorgehen und die technologischen Möglichkeiten besteht. Diese Arbeit soll die Portalservertechnologie als einen diskutierten Ansatz für die Realisierung von E-Government-Aktivitäten genauer analysieren. Portalserverarchitekturen werden bisher hauptsächlich von mittleren und großen Unternehmen zur Realisierung von Onlineportalen für Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner eingesetzt. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht, inwiefern sich Portalserver auch für den Einsatz in öffentlichen Verwaltungen eignen, um virtuelle Rathäuser, Bürger und Mitarbeiterportale zu realisieren, und wie diese in die bestehende Systemlandschaft integrierbar sind. Zu diesem Zweck soll zunächst eine allgemeine Einführung über die Möglichkeiten des Einsatzes von Portalservern (PS) in Informations- und Kommunikationssystemen erfolgen. Darauf aufbauend wird dargelegt, ob und wie diese Möglichkeiten für den Einsatz in öffentlichen Verwaltungen genutzt werden können. Abschließend soll anhand eines Kriterienkataloges ein Überblick über die Produkte der derzeit führenden Anbieter von Portal- serversystemen (PSS) gegeben werden.
- 2 - 2 Analyse des Einsatzes von Portalservern in IT-Infrastrukturen
2.1 Entwicklung einer Arbeitsdefinition von Portalservern
Der Begriff „Portalserver“ wird bislang sehr undifferenziert verwendet. Die am Markt unter diesem Oberbegriff angebotenen Produkte unterscheiden sich teilweise erheblich in ihren Funktionalitäten. Daher ist es auch kaum möglich, eine allgemeingültige Definition für Portalserver festzulegen. Während die Bedeutung des Wortes „Server“ noch recht genau definiert werden kann, ist eine eindeutige Definition eines „Portals“ im Kontext der Informations- und Kommunikationstechnologie nur schwer vorzunehmen.
Ein „Server (engl., zu to serve >dienen<) [ist] eine Funktionseinheit, die für andere Dienstleistungen erbringt [...]“. 1 Als Portal wird nach „klassischem Verständnis“ eine Seite im World Wide Web (WWW) bezeichnet, auf der eine Übersicht über ein bestimmtes Leistungsangebot eines Diensteanbieters gegeben wird. 2
Ein Portalserver ist hiernach also zunächst einmal eine Funktionseinheit innerhalb einer IT-Infrastruktur, welche die Zusammenfassung, Bündelung und geordnete Darstellung der Leistungsangebote eines Anbieters auf einer Seite im WWW unterstützt und somit für potenzielle Nutzer komfortabel verfügbar macht.
Die aktuellen Anforderungen an Portalserversysteme gehen allerdings weit über diesen Ansatz hinaus. Ein Portal soll nicht nur die Institution von innen nach außen, also im direkten Kontakt mit außen stehenden Personen und Institutionen präsentieren und zugänglich machen, sondern sämtlichen Interaktionsbeteiligten innerhalb und außerhalb der Institution den Zugang zu Informationen und Diensten ermöglichen. Dazu gehören insbesondere Mitarbeiter, aber auch z. B. Lieferanten, Geschäftspartner sowie andere Unternehmen und Behörden, die jeweils unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an die Leistungen und Angebote eines Portals haben. Während z. B. potenziellen Kunden eines Unternehmens vor allem detaillierte Informationen über Produkte und Dienstleistungen dieses Unternehmens bereitgestellt werden sollen, ist für dessen Mitarbeiter die Prozessunterstützung und damit auch die schnelle, bedarfsgerechte Bereitstellung von prozessrelevanten Daten und Dokumenten durch das System entscheidend.
Aus der Heterogenität der heutzutage eingesetzten Systeme ergibt sich eine der größten Herausforderungen an ein Portalserversystem, da viele Schnittstellen existieren, die auf unterschiedlichen Technologien und Standards basieren. Zudem steigen die Anforderungen 1 Brockhaus (1998), Band 20, S.98.
2 Vgl. Brockhaus (2003), S.719f.
- 3 - derNutzer an das Leistungsangebot der Systeme: Daten aus einer Vielzahl von unter-schiedlichen Anwendungen oder auch Datenbanken und Data Warehouses sowie externe Informationsquellen 3 sollen zusammengeführt, unstrukturierte Dokumente wie E-Mails, Excel-Tabellen oder Textdokumente schnell gefunden, komfortabel verwaltet und einfach bearbeitet werden können. Der Zugriff auf unterschiedlichste Anwendungen (z. B. E-Mail-Clients, Workflow Management Systeme, Customer Relationship Management (CRM)-Systeme soll schnell, bequem und möglichst ortsunabhängig (optimalerweise webbasiert) erfolgen können. Die Integration und Zusammenführung dieser heterogenen Systemland-schaft ist ergo eine der Hauptanforderungen an ein Portalserversystem. Nicht alle Nutzer des Portals sollen jedoch auf alle Komponenten und Daten des Unter-nehmenssystems zugreifen können. Eine nutzer-und/oder rollenbasierte Zugriffskontrolle ist erforderlich, um unternehmenskritische und vertrauliche Daten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Außerdem verlangen die regelmäßigen Nutzer von einem System, dessen Arbeitsumgebung möglichst individuell an ihre persönlichen Anforderungen und Vorlieben anpassen zu können. Für verschiedene genutzte Komponenten des Systems soll-te sich der Nutzer nicht bei jedem Zugriff neu, sondern nur ein einziges Mal für das Ge-samtsystem (Single Sign On, SSO) anmelden müssen. Ein Portalserversystem muss also die verfügbaren Daten und Informationen nutzerindividuell aufbereiten, d. h. filtern, ggf. transformieren und darstellen.
Aus dieser Vielzahl von Anforderungen lässt sich eine Arbeitsdefinition für den Begriff ‚Portalserver’ entwickeln: Ein Portalserver ist eine Funktionseinheit innerhalb eines In-formations- und Kommunikationssystems 4 , welche die für einen Nutzer relevanten Daten, Prozesse und Anwendungen des Systems zentral, integriert und webbasiert zur Verfügung stellt und diese nutzerindividuell transformiert und präsentiert.
Die folgende Tabelle zeigt kategorisiert die aus dieser Definition abgeleiteten Basisfunktionalitäten, welche ein Portalserversystem zur Verfügung stellen sollte: 5
3 Becker, Knackstedt, Serries (2001), S. 4 f.
4 In der Literatur wird ein Informations- und Kommunikationssystem (IKS) oftmals als Mensch-Aufgabe-
Technik-System definiert (vgl. u. a. Krcmar (2003), S. 25 f. oder Gabriel u. a. (2002), S.5 ff.) Hier und
im Folgenden wird der Begriff IKS ausschließlich in Bezug auf die software- und hardwaretechnische
Realisierung eines IKS verwendet.
5 In Anlehnung an o. V. (2003a).
Tab. 2.1: Basisfunktionalitäten von Portalservern
Darüber hinaus sind in aktuellen Portalsoftwareprodukten weitere Funktionalitäten enthalten, welche inzwischen zum Standardumfang von Portalservern gehören und daher in einen erweiterten Funktionskatalog aufgenommen werden: 6
Tab. 2.2: Erweiterte Funktionalitäten von Portalservern
6 In Anlehnung an o. V. (2003a).
Arbeit zitieren:
Stefan Heß, 2004, Potenzialanalyse von Portalserver-Technologien zur Unterstützung von E-Government-Architekturen, München, GRIN Verlag GmbH
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