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Inhaltsverzeichnis Seite
VORWORT 1
1 EINLEITUNG 3
1.1 METHODIK 4
1.2 EIN GESELLSCHAFTLICHER ZUSTAND UND STANDPUNKT 6
2 URSACHEN DES RAUCHENS 8
2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG „GENUSSMITTEL“ 8
2.2 ZIELGRUPPE: DAS JUGENDALTER 9
2.2.1 Begriffsbestimmung Jugendalter 9
2.3 RAUCHBEGINN 10
2.4 RAUCHMOTIVE 11
2.5 DAS SOZIALE UMFELD 11
2.6 FAKTOR DER GENETISCHEN DETERMINATION 12
2.7 PERSÖNLICHKEITSMERKMALE BEI RAUCHERN 14
2.7.1 Beschreibung des „Extravertierten“ (Eysenck, 1968, zit. nach
Stäcker Bartmann, 1974, S. 33f ) 14
2.7.2 Beschreibung des „Introvertierten“ (Eysenck, 1968, zit. nach
Stäcker Bartmann, 1974, S. 35) 14
2.8 MODELLLERNEN NACH BANDURA 15
2.8.1 Haupteffekte der Modelltheorie 15
2.8.2 Teilprozesse des Beobachtungslernens (vgl. Lopez, 1983, S
36ff.) 16
2.8.3 Ziel der sozialen Lerntheorie (vgl. Lopez, 1983, S. 37) 17
2.9 EINFLÜSSE VON RAUCHENDEN ELTERN - STUDIE BIENER (VGL. BIENER,
1981, S. 90FF ) 18
2.9.1 Bestand der Raucher 18
2.9.1.1Rauchgewohnheiten der Väter 18
2.9.1.2Rauchgewohnheiten der Mütter 18
ii
2.10 EINFLÜSSE VON RAUCHENDEN ELTERN - STUDIE WALTER (VGL
NIEDERBERGER 1987, S. 78) 19
2.11 DAS VORBILD - ZEITGEMÄß ODER EIN RELIKT? 19
2.12 RAUCHERTYPEN 20
2.12.1 Der Genussraucher 20
2.12.2 Der Konflikt- oder Stressraucher 21
2.12.2.1 Der Aspekt „Stress“ beim Rauchen 21
2.12.3 Süchtiges Rauchen 23
2.12.3.1 Psychische Abhängigkeit im Rauchen 23
2.12.3.2 Physische Abhängigkeit bzw. Sucht im Rauchen 23
3 SPORT - EIN GESUNDHEITSFÖRDERNDES KULTURGUT 25
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 25
3.2 GESCHICHTLICHE DARSTELLUNG DER GESUNDHEITLICHEN BEDEUTUNG
VON BEWEGUNG 26
3.3 AKTUELLE ERKENNTNISSE DER GESUNDERHALTUNG DURCH SPORT UND
BEWEGUNG 27
3.3.1 Physische Aktivität in Alltagssituationen 27
3.3.2 Der organleistungsstarke Kreislauf (vgl. Hartung, 1977, S. 26)
28
3.3.3 Die organleistungsstarke Lunge (vgl. Hartung, 1977, S. 26) 28
3.3.3.1Anatomie der Lunge 28
3.3.3.1.1 Nasenhöhlen: Funktion der Atemwege 29
3.3.3.1.2 Luftröhre 29
3.3.3.1.3 Bronchien 29
3.3.3.2..... Physiologie der Lunge: Atmungsfunktion (vgl. de Marées,
1992, S. 196f ) 30
3.3.3.2.1 Funktionsprinzip des Gastransportes 30
3.3.3.2.2 Funktion von Thorax, Atemmuskulatur und Lunge 30
3.3.4 Sportliche Betätigung und Gesundheit 31
3.4 DIE STUNDE NULL DES DEUTSCHEN SPORTBUNDES (DSB) (VGL. HÖFER,
2000, S. 20) 32
3.5 BEGRIFFSBESTIMMUNG „KULTUR“ 32
iii
3.5.1 Zusammenhang von Sport und Kultur 33
4 TABAK: KONSUM, FOLGEN, PHARMAKOLOGIE UND WERBUNG
35
4.1 TABAK - HISTORISCHER ABRISS EINES „MASSENMÖRDERS“ 35
4.2 UMFANG DES RAUCHVERHALTENS IN DEUTSCHLAND 38
4.3 TABAKBEDINGTE KRANKHEITEN 38
4.3.1 Koronare Herzkrankheit 39
4.3.1.1Arteriosklerose 39
4.3.1.2Angina pectoris (Enge der Brust) 39
4.3.1.3Herzinfarkt (Myokardinfarkt) 39
4.3.2 Risikofaktoren der koronaren Herzkrankheit 40
4.3.3 Krebs 41
4.3.3.1LungenNNNNNNN oder Bronchialkrebs 41
4.3.3.2Krebsformen oberhalb/bis einschließlich Kehlkopfkrebs 42
4.3.3.3Harnblasenkrebs und Nierenkrebs 42
4 3 3 4Bauchspeicheldrüsenkrebs 43
4.3.3.5Speiseröhrenkrebs 43
4.3.4 Bronchitis und Lungenblähung 43
4.3.5 Magenschleimhautentzündung, Magendarmgeschwür 43
4.3.6 Raucherbein 43
4.3.7 Gehirnschlag und Schlagadererweiterung 44
4.3.8 Mortalität durch Rauchen 44
4.4 PHARMAKOLOGIE DES RAUCHENS 45
4.4.1 Wichtige Schadstoffe im Zigarettenrauch 46
4.5 TABAKWERBUNG 47
4.5.1 Strategien der Tabakwerbung 47
4.5.2 Art der Werbung 48
4.5.3 Werbung aus Sicht der Industrie 49
4.5.4 Werbebotschaften 49
4.5.5 Werbeverbot für Tabakwaren 50
4.5.6 Auswirkungen von Werbeverboten 50
iv
5 PASSIVRAUCHEN 52
5.1 PASSIVER RAUCHKONSUM IN DEUTSCHLAND 52
5.2 WIRKUNG DES PASSIVRAUCHES AUF DAS KARDIOPULMONALE SYSTEM BEI
HERZPATIENTEN 53
5.3 RAUCHEN IN DER SCHWANGERSCHAFT 53
5.4 BEEINTRÄCHTIGUNG VON KINDERN DURCH PASSIVRAUCHEN 54
5.5 GESUNDHEITSSCHÄDEN DURCH PASSIVRAUCHEN 54
5.6 PASSIVRAUCHEN AM ARBEITSPLATZ 55
5.7 NICHTRAUCHERSCHUTZ AM ARBEITSPLATZ/ AN DER UNIVERSITÄT 56
5.8 RECHTSGRUNDLAGEN DURCH DAS ARBEITSSCHUTZGESETZ 56
5.8.1 Konfliktbereiche der Universität Landau 57
5.8.1.1....... Aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) vom 7. August
1996 (Bundesgesetzblatt BGBl I S. 1246) 58
5.8.1.2Aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) 58
5.8.1.3............ Aus der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) vom 2
Oktober 2002 (BGBl. I S. 3777) 59
6 LEISTUNGSFÄHIGKEIT UND RAUCHEN 60
6.1 PHYSISCH 60
6.2 PSYCHISCH 62
6.3 SYNTHESE 63
7 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG 64
7.1 METHODE 64
7.2 VORSTELLUNG DES FRAGEBOGENS 65
7.3 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE DES FRAGEBOGENS 73
7.3.1 Soziodemographische Daten: Das Alter 73
7 3 1 1Geschlecht 74
7.3.1.2Wettkampfsport in der Freizeit 74
7.3.1.3Aufteilung in Raucher und Nichtraucher 76
7.3.2 Konsumhöhe 76
v
7.3.2.1Konsumhöhe der regelmäßigen Raucher 77
7.3.3 Rauchbeginn 77
7.3.4 Rauchertypen 78
7.3.4.1Suchtbedingtes Rauchen 79
7.3.5 Einfluss der rauchenden Eltern 79
7.3.6 Appell des Umfeldes und die Reaktion der Raucher 80
7.3.7 Denkart der Raucher zum Sport und zum Sportlehrerberuf 81
7.3.8 Fragen an Nichtraucher 82
7.3.9 Aufforderungen von Nichtrauchern an Raucher 82
7.3.10 Belästigung durch Raucher - eigene Sichtweise 83
7.3.11 Allgemeine Meinung zum Rauchen 84
7.3.12 Der Grund für das Rauchens aus Sicht der Nichtraucher 85
7.3.13 Orte der größten Rauchbelästigung 85
7.3.14 Gründe für das Nichtrauchen 86
7.3.15 Sicht des Rauchverhaltens von Sportlehrern 86
8 ZUSAMMENFASSUNG, AUSWERTUNG DER EMPIRISCHEN
UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE UND FAZIT 87
8.1 ZUSAMMENFASSUNG 87
8.2 AUSWERTUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE 87
8.3 FAZIT 93
9 LITERATURVERZEICHNIS 94
9.1 INTERNETQUELLEN 99
9.2 MÜNDLICH ÜBERLIEFERTE QUELLEN 99
vi
Abbildungsverzeichnis Seite
Abbildung 1: Altersverteilung
Abbildung 2: Geschlechterverteilung
Abbildung 3: Anzahl der Wettkampfsporttreibenden in der Freizeit
Abbildung 4: Wettkampfsport in der Freizeit
Abbildung 5: Kein Wettkampfsport in der Freizeit
Abbildung 6: Raucheranteil
Abbildung 7: Rauchintensität
Abbildung 8: Alter des Rauchbeginns
Abbildung 9: Rauchertypus
Abbildung 10: Fähigkeit, das Rauchen zu unterbrechen
Abbildung 11: Aufforderungen erhalten, weniger/nicht mehr zu rauchen
Abbildung 12: Reaktionen auf die Aufforderungen
Abbildung 13: Einstellung zum Sportlehrerberuf
Abbildung 14: Aufforderungen von Nichtrauchern
Abbildung 15: Belästigung durch Zigarettenrauch
Abbildung 16: Passivrauchen: Stört mich das?
Abbildung 17: Rücksichtnahme der Raucher
Abbildung 18: Allgemeine Aussagen zum Rauchen
Abbildung 19: Rauchgrund: Angabe der Nichtraucher
Abbildung 20: Orte der Belästigung durch das Rauchen
Abbildung 21: Gründe für das Nichtrauchen
Abbildung 22: Rauchende Sportlehrer
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Tabellenverzeichnis Seite
Tabelle 1: Konsumhöhe 77
Tabelle 2: Rauchverhalten Vater 79
Tabelle 3: Rauchverhalten Mutter 80
Tabelle 4: Vergleich Raucher und Nichtraucher 82
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Abkürzungsverzeichnis
ArbSchG
ArbStättV Bd.
BGB Bürgerliches Gesetzbuch BGBl. Bundesgesetzblatt bzw. beziehungsweise ca.
d.h. DSB et al. etc.
e.V. kcal. lat. Mio. SPSS u.a.
usw. vgl. wg. WHO WS
z.B.
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Vorwort
..., weil es eine Belästigung der Nichtraucher darstellt!
Mit dieser sowohl trivialen als auch zeitlos-treffenden Begründung war das Rauchen bis 1848 in Berlin verboten.
Mein erster Biologielehrer, Herr Dr. Heinz Wind, sorgte im Jahre 1986, als ich zehn Jahre alt war, für meine erste heftige Abneigung gegen das Rauchen: Ein ca. einstündiger Diavortrag mit Originalabbildungen von vom Rauchen veränderten Körperteilen und Organen, bei dem einige meiner Mitschüler den Raum wegen drohendem Brechreiz verlassen mussten, trug dazu bei, unbeeinflussbar Nichtraucher zu bleiben und uneingeschränkt gegen das Rauchen zu sein. Nicht aber allein diese visuelle „Schocktherapie“, sondern auch die Bewusstseinsbildung und das Verlangen nach einer rauchfreien Wohnung führten zu meinem persönlich größten Erfolg auf diesem Gebiet: meine Mutter zur permanenten Nichtraucherin zu machen.
Parallel dazu war ich sehr sport- und bewegungsbegeistert. Neben Judo, Basketball, Badminton, Squash und Tennis wurde Hockey zu meiner Hauptsportart, die ich schließlich 20 Jahre lang ausübte. Diese Zeit hat mich zwischenmenschlich geprägt und offensichtlich charakterlich gegenüber anderen so sehr gestärkt, dass ich in meiner gesamten Jugend weder eine Zigarette angeboten bekam noch zum Probieren einer selbigen aufgefordert wurde. Statt dessen forderte ich Freunde und Bekannte immer wieder auf, das Rauchen sein zu lassen. Dessen wurde ich nie müde - bis heute nicht.
Es gibt wohl kaum eine vergleichbare Angewohnheit, die sich im täglichen Leben so ausgebreitet hat wie das Rauchen. Es begleitet nahezu jede Tätigkeit, außer das Schlafen und das Zähneputzen. So selbstverständlich
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ist es dann auch, dass zwangsläufig etliche, viele oder sogar alle (?) Nichtraucher belästigt werden, wenn man Johann Wolfgang von Goethe Recht geben mag, der seinem Freund Karl Ludwig Knebel im Jahre 1776 schrieb: „Die Raucher verpesten die Luft weit und breit und ersticken jeden honetten Menschen, der nicht zu seiner Verteidigung zu rauchen vermag. Wer ist denn imstande, in das Zimmer eines Rauchers zu treten, ohne Übelkeit zu empfinden? Wer kann darin verweilen, ohne umzukommen?“ Es mag ein knapp 200 Jahre altes Zitat sein: seine Aussagekraft jedoch behält es für die Ewigkeit, bzw. solange es Zigaretten gibt.
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1 Einleitung
„Rauchen und Sport“ - zwei Gegensätze. „Rauchen“ kann als ein Synonym für Krankheit gewählt werden, „Sport“ als eines für Gesundheit. Und obwohl ein gravierender Gegensatz nur allzu offensichtlich ist, gibt es viele Beispiele, bei denen Logik und Verstand offenbar ausgeschaltet werden und Sportler¹ ihre Zigaretten rauchen.
„Zigaretten sind die einzigen frei verfügbaren Handelsprodukte, die bei einem Großteil derer, die sie bestimmungsgemäß verwenden, zu Abhängigkeit, schwerwiegenden Gesundheitsschäden und vorzeitigem Tod führen. Dies unterscheidet sie von Alkohol, Medikamenten, Autos und weiteren Produkten, die ebenfalls Schaden anrichten können“ (dkfz, 2002, S. 6).
Jeder erwachsene Mensch ist im Grunde für sich selbst verantwortlich. Wenn jemand rauchen will, darf er es auch tun, wobei es immer mehr Orte gibt, in denen das Rauchen eingeschränkt und verboten wird (z.B. Flugzeug, Restaurant, Bahnhof u.a.).
Nun gibt es jedoch Gefahren, die sowohl aktiv als auch passiv vom Rauchen ausgehen. Ist der Raucher über die schädliche Wirkung des Rauchens aufgeklärt? Ist ihm das Risiko klar, das vom Rauchen ausgeht? Pauschalaussagen wie z.B. „Rauchen ist schädlich!“ sind wohl den allermeisten Rauchern bekannt. Das war auch schon vor dem Etikettieren der Zigarettenpackungen mit unübersehbaren Warnhinweisen, die auf jeder Schachtel seit kurzer Zeit angebracht sein müssen, so. Ist dem Raucher bewusst, welchen Einfluss er mit dem Rauchen auf seine Umwelt ausübt, vor allem dann, wenn es sich in seinem Umfeld um Minderjährige handelt? Besonders Menschen, die durch ihren Beruf eine Vorbildfunktion einnehmen, tragen eine hohe Verantwortung. Ärzte, Pädagogen, Lehrer u.a. müssten eigentlich die Vorbildfunktion aktiv leben und ihre Positionen nutzen, um mit gutem Beispiel voranzugehen. Wenn ___________________________________________________________ ¹ Im gesamten Text wird zur einfacheren Lesbarkeit ausschließlich die männliche Form
gewählt. Die weibliche Form ist hierbei immer mitgemeint.
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dies jedoch nicht möglich ist, sollten sie sehr vorsichtig mit Gewohnheiten wie dem Rauchen umgehen, die einen schlechten Einfluss nach sich ziehen könnten.
Welche Ansicht haben rauchende Sportstudenten, die größtenteils später Lehrer werden, an der Universität Landau über das Rauchen? Welches Rauchverhalten erkennen sie an sich selbst und welche Raucheigenschaften sind sie bereit zu offenbaren? Im Gegensatz dazu: Wie sieht der Nichtraucher die Rauchenden? Inwiefern fühlt er sich vom Rauch und den Rauchgewohnheiten seiner Kommilitonen belästigt? Welche Einstellung vertreten Nichtraucher im Bezug auf die Vorbildfunktion, speziell von rauchenden Lehrern?
Der erste, theoretische, Teil der Arbeit befasst sich mit den Ursachen des Rauchens, mit Grundlegendem über Sport und dessen positiven gesundheitlichen Auswirkungen, mit dem Rauchen, dessen negativen Folgen und der daraus resultierenden Problematik in der Gesellschaft. Der zweite Teil besteht aus einer empirischen Untersuchung an Landauer Sportstudenten. Das Selbstbild der Raucher sowie im Zusammenhang damit die Sicht ihrer nichtrauchenden Kommilitonen werden untersucht.
Zigaretten machen 90% aller konsumierten Tabakwaren aus (dkfz, 2002, S. 6). Daher beziehen sich die Begriffe „Rauchen“ und „Tabakkonsum“ im weiteren Text auf den Zigarettenkonsum.
1.1 Methodik
Nachdem das Thema bestimmt worden war, bestand der erste Schritt darin, einen Fragebogen zu erstellen.
Als Grundlage des Fragebogens diente der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung herausgegebene Band 1 „Standardisierung von Fragestellungen zum Rauchen“ der Fachheftreihe „Forschung und Praxis der Gesundheitsförderung“, welcher zum Ziel hat, „das Spektrum
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möglicher Fragestellungen sinnvoll zu begrenzen und dort, wo es möglich ist, eindeutige Empfehlungen für Frageformulierungen zu geben. .… Gemeinsamer Anspruch ist es, Instrumente zur Qualitätssicherung empirischer Erhebungen im Bereich der Gesundheitserziehung anzubieten“ (BZgA, 2001b, S. 1). Die Fragen 15-19 stammen vom Autor selbst.
Der Fragebogen besteht neben der Ermittlung der soziodemographischen Daten aus 19 Fragen, die in Kapitel 7.2 vorgestellt werden. Die Zielgruppe bestand ausschließlich aus Sportstudenten der Universität Landau. Die Verteilung der standardisierten Fragebögen erfolgte im Zeitraum zwischen dem 5. und 22. Juli 2004 jeweils vor Beginn verschiedener Sportveranstaltungen. Insgesamt wurden 197 Fragebögen ausgefüllt. Das entspricht einer Quote von knapp über 49% der im Sommersemester 2004 in Landau in Sport eingeschriebenen Studenten.
Die breite Masse der relevanten Literatur ist relativ alt (die für diese Arbeit verwendete fachspezifische Literatur ist durchschnittlich 25 Jahre alt) und meist in englischer Sprache. Dies führt zu vermehrtem Einsatz von Sekundärzitaten.
Die gesichtete Literatur entstammt überwiegend den Fachbereichen Sport, Biologie, Soziologie und Psychologie der Universitätsbibliothek in Landau. Weitere Literatur wurde aus den Universitätsbibliotheken Bielefeld, Bonn, Dortmund, Koblenz, der Zentralbibliothek der Sporthochschule Köln sowie aus neu erworbenem Eigentum und persönlichem Besitz bezogen.
Der Aufbau des theoretischen Teils erfolgt in einer Abhandlung der Themen Ursachen des Rauchens, Tabak, Sport und Gesundheit, Passivrauchen bis hin zur Leistungsfähigkeit im Zusammenhang mit dem Rauchen.
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1.2 Ein gesellschaftlicher Zustand und Standpunkt
„Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!“ (http://msd.twoday.net/stories/106269/ schopenhauer, abgerufen aus dem Internet am 13. September 2004).
Das höchste Gut des einzelnen Menschen ist die Gesundheit. Sie entscheidet über die Lebensqualität des Individuums und, bei entsprechend großer Einschränkung derselben, über die Höhe der Lebenserwartung. Das normale Befinden, das normale Aussehen und Verhalten sowie das Fehlen von der Norm abweichender Befunde beschreiben einen anstrebbaren Zustand bzw. einen, den es aufrecht zu erhalten gelten sollte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fügt einen zu kritisierenden Teil hinzu: den des geistigen und sozialen Wohlbefindens (vgl. Meyers Grosses Taschenlexikon [MGT], 1990, S. 171, Bd. 8). Die Folgerung daraus wäre nämlich, dass zwei Drittel der Menschheit krank sind, weil sie in Armut leben (Vorlesung Hanke, 2004).
Es gibt eine Menge von Faktoren, die nachweisbar die Gesundheit einschränken. Viele können vom Menschen gar nicht beeinflusst werden, z.B. das Ozonloch in Australien, von anderen kennt man die Auswirkungen bzw. die Spätfolgen auf den menschlichen Organismus nicht, z.B. bei genmanipulierten Lebensmitteln.
Wie erklärt man aber das Verhalten im Umgang mit den Faktoren, deren fatale Auswirkungen bekannt sind? Eine Möglichkeit zur Beschreibung dieses soziologischen Problems könnte wie folgt lauten: Soziale Strukturen der Gesellschaft experimentieren mit dem menschlichen Organismus und reizen seine Belastbarkeit aus (vgl. Quell, 1980, S. 14). Die Gesundheit gilt einerseits als höchster Wert, andererseits sind völlig gegensätzliche Handlungsweisen vorzufinden, obwohl besseres Wissen vorhanden ist (Voigt, 1978, S. 27). Der Beweis für das Auseinander-
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weichen von Wissen und Handeln liege in der Existenz von tödlichen Krankheiten, die sich durch entsprechendes Gesundheitsverhalten vermeiden ließen (vgl. Schäfer, 1977, S. 60ff.). In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts ist es zu einer Verschiebung der Krankheitsstatistik gekommen. Es gibt zwar immer weniger Krankheiten, aber immer mehr Menschen sterben daran, so z.B. an koronaren Herzkrankheiten sowie Lungen- und Bronchialkrebs (vgl. Schäfer, 1976, S. 27ff.).
Die Sportwissenschaft und die Sportmedizin sammelten im letzten Jahrhundert, vergleichbar mit der Entwicklung von Technik und Technologie, bahnbrechende Erkenntnisse, vor allem auf dem Gebiet der Prävention bzw. der Gesunderhaltung. Viele Zivilisationskrankheiten könnten allein durch die Umsetzung weniger Erkenntnisse gelindert oder sogar behoben werden.
Die Gesellschaft ab 1970, auch ökonomische Postmoderne genannt, die in Deutschland mittlerweile auch als die so genannte „Spaßgesellschaft“ bezeichnet wird, hat aber unter anderem Probleme, auf Genussmittel wie z.B. das Rauchen zu verzichten, um dem Ideal eines gesunden Lebensstils auch nur annähernd gerecht zu werden. Meist kommt es erst dann zu einem Umdenken, wenn „das Totenglöckchen zu hören ist“ (Massner, 2004) - wenn es also zu spät ist.
Mit Kapitel 2 „Ursachen des Rauchens“ folgt eine soziologische Übersicht über die Raucher. Es werden Punkte wie z.B. „Rauchbeginn“, „Elterneinflüsse“ und „Rauchtypen“ aufgeführt, die in der empirischen Erhebung durch den Fragebogen eine gewichtige Position einnehmen. Die Ergebnisse werden zeigen, ob die im theoretischen Teil ausgeführten Aspekte auf die Studenten in Landau übertragbar sind.
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2 Ursachen des Rauchens
Als „Nie-Raucher“ ist es sehr schwierig, sich in jemanden hineinzuversetzen, der raucht. Zumal bedarf es nur weniger „harmloser“ Informationen wie beispielsweise, dass ein Raucher im Leben durchschnittlich einen Betrag von ca. € 45.000 für Zigaretten ausgibt oder wenn man sich das Kapitel 21 „Die Vorteile des Rauchens“ in Allen Carrs Buch „Endlich Nichtraucher!“ betrachtet (Kapitel 21 ist eine leere Seite!). Die Fakten lassen ein Rauchverhalten so irrational erscheinen, dass es nicht nur schwierig ist, sondern eigentlich unmöglich, es zu verstehen. Aber die Tatsache ist nun mal die, dass leider sehr viele Menschen diesem „Genussmittel“, treffender wäre eigentlich „Suchtmittel“, verfallen sind.
2.1 Begriffsbestimmung „Genussmittel“
Die Begriffe „angenehm“, „Freude“ und „Wohlbehagen“ können als mögliche Folge von „genießen“ oder „Genuss“ angesehen werden. Das Genussmittel ist ein „Produkt, das nicht wegen seines Nährwertes, sondern wegen seines Geschmacks und/oder seiner anregenden Wirkung genossen wird (Gewürze, Kaffee, Tee, Konfekt usw.)“ (MGT, 1990, S. 99, Bd. 8). Logischerweise sind hier weder Tabak noch Alkohol genannt. Hierfür gibt es einen gesonderten bzw. einen untergeordneten Begriff, und zwar den des „Genussgiftes“. Dieses, in der Umgangssprache eher selten verwendete, Wort ist die „Bezeichnung für einige Genussmittel, deren dauernder Genuss zur Sucht bzw. zur Schädigung des Organismus führen kann (z.B. Tabak, Alkohol)“ (MGT, 1990, S. 99, Bd. 8). Vielleicht wird sich dieser Sprachgebrauch auch ändern, wenn die Gesellschaft in Zukunft das Rauchen als das ansieht, was es eigentlich ist: die Sucht mit der höchsten Mortalitätsrate. „Der Genuss war immer eine Illusion; diese Einstellung zerstört die Illusion, und dem Raucher bleibt nichts mehr“ (Carr, 1998, S. 358).
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2.2 Zielgruppe: das Jugendalter
Ein Zitat der Pan American Health Organisation formuliert sehr treffend, wer die primäre Zielgruppe der Tabakfirmen darstellt.
Die Botschaft „Rauchen ist Erwachsenensache“ ist vermutlich die effektivste Strategie, um Kinder dazu zu bewegen, mit dem Rauchen anzufangen, und es ist wahrscheinlich auch kein Zufall, dass Tabakfirmen solche Aussagen billigen. (Pan American Health Organisation, 1999)
Philip Morris spricht im folgenden Auszug ganz offen die Zielrichtung an:
Der Jugendliche von heute ist der potentielle Kunde von morgen, und die überwältigende Mehrheit aller Raucher fängt im Jugendalter an zu rauchen … die erste Markenwahl wird während der Jugendjahre getroffen … die Rauchgewohnheiten jugendlicher Raucher sind besonders wichtig für Philip Morris. (Philip Morris, 1981)
2.2.1 Begriffsbestimmung Jugendalter
Eine sehr begünstigte Phase für den Rauchbeginn stellt das Jugendalter dar. Eine altersgemäße Bestimmung fällt oft unterschiedlich aus, es ist jedoch in der Regel die Zeit zwischen dem 12. und 25. Lebensjahr. Im biologisch-medizinischen Sinn kann man das Jugendalter als die Entwicklung des Menschen zwischen Geburt und Erwachsenenalter bezeichnen. Teilt man jedoch das Jugendalter in Kindheit und Jugend, dann wird die Jugend als die Zeit der Pubertät angesehen, bei der sowohl hormonelle als auch längen- und breitenwachstumsbedingte Veränderungen stattfinden. Parallel zur Entwicklung des Körpers tritt in der Jugendpsychologie die seelisch-geistige Entwicklung ein. In dieser kritischen Phase erwirbt der Heranwachsende sowohl eine Unabhängigkeit von Erwachsenen als auch den Status desselben. Währenddessen treten Schwierigkeiten auf, die sich zum einen in der Veränderung des eigenen Körpers, den von außen einwirkenden gesellschaftlichen
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Erwartungen als auch in den vorgegebenen Normen der Gesellschaft begründen. In dieser neuen Situation hat der Jugendliche häufig Probleme sich zurecht zu finden (vgl. MGT, 1990, S. 100, Bd. 11).
2.3 Rauchbeginn
Das Rauchen beginnt nachweislich schon oft im Kindesalter. In Deutschland hat bereits jedes zehnte Kind seinen ersten Kontakt mit Zigaretten vor dem Erreichen des Jugendalters, also dem 12. Lebensjahr (vgl. BZgA, 2001a, S. 19). „Systematische Erhebungen zeigten, dass ein Drittel der 12jährigen bereits Erfahrungen mit dem Rauchen hat“ (Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e.V. [DHS], 1994, S. 11). Unter ihnen sind aber auch nur Probierer, bei denen es nicht zu einem regelmäßigen Rauchverhalten kommt. Das bundesweite Durchschnittsalter des Rauchbeginns liegt zwischen dem 13. und 14. Lebensjahr, wobei die Jungen etwas früher als die Mädchen mit dem Rauchen beginnen (vgl. DHS, 1994, S. 11). Der Jugendliche festigt zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr seine Gewohnheiten, die das Rauchen betreffen. „Wer mit 15 Jahren regelmäßig raucht, ist auch mit 20 Jahren ausnahmslos noch Raucher. Die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten nimmt in dieser Zeit zu“ (DHS, 1994, S. 11). Statistisch gesehen wird derjenige, der im Jugendalter mit dem täglichen Rauchen von mindestens einer Zigarette beginnt, für durchschnittlich 30 Jahre Raucher (vgl. DHS, 1994, S. 12).
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2.4 Rauchmotive
Häufig werden zunächst „Neugierde“, „Prahlerei“, „Abenteuerlust“ und „Erwachsenwirken“ als Motive genannt. Wenn die Jugendlichen schließlich regelmäßig rauchen, ändern sich die Motive in: „weil es mir Spaß macht“ oder „weil ich es nicht lassen kann“ (DHS, 1994, S. 12). Obwohl die erste Zigarette alles andere als gut schmeckt, stellt sich die Frage, warum dennoch sehr viele Jugendliche weiteren Versuchen nicht widerstehen können. Nachweise aus Untersuchungen zeigten, dass das soziale Umfeld (sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen) eine große Rolle spielt. Das Rauchen ist „in den unteren Sozialschichten und in den einfacheren Schul- und Ausbildungsgängen mehr verbreitet. Wichtiger aber ist die Erkenntnis, dass frühes Rauchen mit unvollständiger Familie, Heimunterbringung und überhaupt mit mangelhafter Zuwendung und familiären Schwierigkeiten zusammenhängt“ (DHS, 1994, S. 12).
2.5 Das soziale Umfeld
Eine wichtige Rolle spielt das Rauchverhalten von Eltern und Geschwistern. In den Jahren 1974 bis 1978 untersuchte Bewley (vgl. Bewley, 1978, zit. nach Lopez, 1983, S. 17) an 6.000 Kindern im Alter von elf und zwölf Jahren in einer Langzeitstudie die hauptsächlichen Einfüsse.
Die wichtigsten drei waren:
• Rauchende Eltern
• Rauchende Geschwister
• Rauchende Freunde
Sowohl Biener (vgl. Biener, 1977, zit. nach Lopez, 1983, S. 18) als auch Borland & Rudolph (vgl. Borland & Rudolph, 1975, zit. nach Lopez, 1983, S. 18) kamen zu dem Ergebnis, dass das Rauchen der Eltern die
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häufigste Voraussetzung für das Rauchen der Kinder sei. Merki (vgl. Merki, 1968, zit. nach Lopez, 1983, S. 18) führte dies sogar als direkte Ursache an.
Das Rauchverhalten der Eltern nimmt geschlechtsspezifisch Einfluss auf die Kinder; Söhne orientieren sich mehr an dem Verhalten der Väter, Töchter vermehrt an dem der Mütter.
Einen noch wichtigeren Einfluss als die Eltern nimmt das Vorbild von älteren Geschwistern, die auch rauchen, ein . Am meisten motiviert das Zigarettenrauchen von gleichgesinnten Freunden, mit denen die Jugendlichen ein enges Verbundenheitsgefühl teilen. „Demgegenüber wird der Einfluss der weiteren Umgebung eher überschätzt“ (DHS, 1994, S. 13). Zusammenfassend lässt sich sagen:
Das soziale Umfeld hat einen wesentlichen Einfluß darauf, ob jemand zu rauchen beginnt oder nicht. In epidemiologischen Untersuchungen wurde festgestellt: Wo alle Bezugspersonen rauchen und das Rauchen allgemein gebilligt wird, rauchen nahezu alle 15jährigen; wo keiner raucht und das Rauchen auch unerwünscht ist, raucht kaum einer der 15jährigen. (DHS, 1994, S. 13)
2.6 Faktor der genetischen Determination
Zunächst klingt es abwegig, das Rauchverhalten ebenso wie die Augen-oder Haarfarbe als genetische Determinante zu sehen. Dafür, dass es aber trotzdem eine genetisch bedingte Vorherbestimmung geben könnte, würden einige Forschungen sprechen, die sich mit dem Verhalten von Zwillingspaaren beschäftigt hatten. Als erster untersuchte Fisher (vgl. Fisher, 1958a, zit. nach Niederberger, 1987, S. 7) im Jahre 1958 sowohl eineiige als auch zweieiige Zwillingspaare. „Von den eineiigen Paaren zeigten nur 24% verschiedenartiges Verhalten, von den zweieiigen dagegen 51%“ (Niederberger, 1987, S. 7).
Weitere Studien wie z.B. die von Shields (vgl. Shields, 1962, zit. nach Niederberger, 1987, S. 7) zeigten ähnliche Resultate. Ein neues wichtiges
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Resultat war jedoch der große Unterschied zwischen den ein- und zweieiigen Paaren, was die Konsummenge betraf. Eine weitere Studie wurde an 1261 Zwillingspaaren von Eysenck & Eaves (vgl. Eysenck, 1980, zit. nach Niederberger, 1987, S. 7) durchgeführt. Das Ergebnis besagte, dass die unterschiedlichen Gesichtspunkte des Rauchens nicht isoliert betrachtet werden können. Bei der Konsum-Intensität gingen sie davon aus, dass sich Raucher und Nichtraucher genetisch differenzierter unterscheiden als Raucher untereinander. Außerdem ergaben sich Hinweise darauf, „dass die beobachtbare Ähnlichkeit zwischen Zwillingen nicht nur auf genetische Übereinstimmung, sondern … auch auf die Übereinstimmung hinsichtlich ihrer Umwelt zurückzuführen ist“ (vgl. Niederberger, 1987, S. 8).
Eysenck & Eaves (vgl. Eysenck, 1980, zit. nach Niederberger, 1987, S. 8) befassten sich außerdem mit dem „Rauch-Eintrittsalter“ und der Konsummenge und setzten diese Werte in Korrelation. Beim Eintrittsalter ergaben die Untersuchungen, dass jeweils bei den ein-und zweieiigen Zwillingspaaren der Umweltfaktor eine größere Rolle spielte als bei der Konsummenge; hier war auf eine stärkere genetische Vorherbestimmung zu schließen.
Es ist zu beachten, dass die genetisch ausgerichtete Raucherforschung nicht darauf abzielt, das Verhalten als „genetisch vorprogrammiert“ anzusehen. „Vielmehr nimmt man das Vorhandensein eines vermittelnden Faktors, bzw. eines Bündels solcher Faktoren an, und diese werden in Persönlichkeitsmerkmalen gesucht“ (Niederberger, 1987, S. 9).
Arbeit zitieren:
Joern Grosselfinger, 2004, Rauchen und Sport, München, GRIN Verlag GmbH
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