Inhaltsverzeichnis Seite
1 Einleitung 1
1.1 Gesundheitsdefinition 1
2 Lehrplan Sport/Sachunterricht: Grundschule Rheinland-Pfalz 2
2.1 Sport in der 1. und 2. Klassenstufe 3
2.2 Sport in der 3. und 4. Klassenstufe 3
2.3 Klassenstufe 1 - 4
3 Schulzeit: Ausgangspunkt für spätere sportliche Aktivitäten 6
3.1 Definition von Zivilisationsschäden 7
4 Medizinischer Aspekt der körperlichen Bewegung 8
5 Ernährungsaspekt als fester Bestandteil der Gesundheitserziehung 10
6 Ziel der Gesundheitserziehung: Gesundheit erhalten bzw. wiederher-
stellen und Zivilisationsschäden vermeiden 12
7 Zusammenfassung 14
8 Literaturangaben 15
1
1 Einleitung
Mit dieser Arbeit soll auf die Problematik der allgemeinen Entwicklung der abnehmenden Fähigkeit, Sport zu treiben, von Schülern der Sekundarstufe I hingewiesen werden, die im Zusammenhang mit akutem Bewegungsmangel steht, der sowohl auslösender als auch begünstigender Faktor von Zivilisationskrankheiten darstellt.
Es wird sich mit der Frage beschäftigt, ob der Lehrplan der Grundschulen in Rheinland-Pfalz ausreichende Grundlagen und Ansätze beinhaltet, um den Schülern später für die Sekundarstufe I eine ausreichende Basis der Gesundheitserziehung durch Sportunterricht zu bieten.
Nach einer umfassenden Darstellung der Bedeutung der Schulzeit, medizinischer und Ernährungsaspekte auf sportliche Aktivitäten, werden durch Herausarbeitung der Ziele der Gesundheitserziehung durch die sportliche Sichtweise verdeutlicht, wie unentbehrlich der Sportunterricht, speziell in der heutigen Zeit, geworden ist.
Es wird darauf hingewiesen, dass sich der Autor in dieser Arbeit hauptsächlich auf den Aspekt der Bewegungsnotwendigkeit in der Gesundheitserziehung konzentriert. Deshalb werden psychische und soziale Aspekte der Gesundheit in den Hintergrund treten.
1.1 Definition Gesundheit:
„Das „normale“ Befinden, Aussehen und Verhalten sowie das Fehlen von der Norm abweichender ärztlicher und laboratoriumsmedizininscher Befunde. Nach dem Postulat der Weltgesundheitsorganisation ist Gesundheit ein „Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialem Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheiten und Gebrechen“ (Meyers Großes Taschenlexikon, 1990, S. 171, Bd. 8).
Dieser, in der Definition dargelegte Zustand, soll nun mit den Möglichkeiten des Sportunterrichts verfolgt werden.
2
2 Lehrplan Sport: Grundschule Rheinland-Pfalz
Der ,,Lehrplan Sport Grundschule" wurde im Jahre 1984 vom Kultusministerium Rheinland-Pfalz herausgegeben. „Der Sportunterricht leistet im Rahmen des pädagogischen Auftrags der Grundschule einen (...) Beitrag zur individuellen und sozialen Erziehung des Kindes“ (Kultusministerium Rheinland-Pfalz, 1984, S. 5). Dabei sollen an die Erfahrungen des Kindes durch natürlich erlernte Bewegungen angeknüpft werden. Das Bewegungsbedürfnis der Schüler soll angenommen werden sowie „die Freude an der Bewegung“ (Kultusministerium Rheinland -Pfalz, 1984, S. 5) erhöht werden. „Die besondere Lernfähigkeit dieser Altersstufe für Bewegungsbildung durch vielseitige sportliche und spielerische Bewegungsreize“ (Kultusministerium Rheinland -Pfalz, 1984, S. 5) sollten gefördert werden. „Die Aufgaben des Sportunterrichts in der Grundschule sind Bewegungs-, Spiel-, Sport-, Gesundheits- und Freizeiterziehung“ (Kultusministerium Rheinland-Pfalz, 1984, S. 5). „Gezielte Bewegungsreize tragen mit dazu bei, Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit des Grundschulkindes zu fördern und möglichen Körper-schwächen vorzubeugen“ (Kultusministerium Rheinland-Pfalz, 1984, S. 5).
Im Sportunterricht der Grundschule sind besonders folgende allgemeine Ziele anzustreben:
Freude an Bewegung, Spiel und Sport wecken und erhalten - Unlustgefühleüberwinden und die Bereitschaft zur Anstrengung fördern - Demnatürlichen Bewegungsverlangen der Kinder entsprechen - VielfältigeBewegungs- und Körpererfahrungen sammeln - Grundlegendesportliche und spielerische Fähigkeiten und Fertigkeiten - vermitteln
Neue Bewegungs- und Spielmöglichkeiten erfinden - KörperlicheSchwächen und motorische Defizite ausgleichen - Konditionund Koordination steigern - SportbezogeneBegriffe und Zusammenhänge kennenlernen, z.B. -
Bezeichnung von Bewegungsformen und Geräten, einfache Regeln
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Hygienische Verhaltensweisen beachten, z.B. Tragen von Sportkleidung, - Waschennach dem Sportunterricht
Interesse am Sport wecken und im Hinblick auf Gesunderhaltung, - Freizeitgestaltungund Leistungssteigerung stabilisieren Selbsteinschätzungsfähigkeit im Bereich sportlichen Handelns erhöhen - SozialeVerhaltensweisen ausprägen - vor allem das Anerkennen von Regeln, - dasgegenseitige Helfen und die Entwicklung von Einstellungen zum Mitschüler als Partner und Mitspieler (Fair play) (Kultusministerium Rheinland-Pfalz, 1984, S. 5-6).
2.1 Sport in der 1. und 2. Klassenstufe
„In der 1. und 2. Klassenstufe geht es um eine vielseitige Bewegungserziehung, die von der Bewegungsfreude, den Bewegungsbedürfnissen und von den Bewegungserfahrungen der Kinder ausgeht und bemüht ist, Körperschwächen gezielt auszugleichen“ (Kultusministerium Rheinland-Pfalz, 1984, S. 7). Wichtig ist, „daß jedes Kind sich oft und intensiv bewegt, (...) und daß den Kindern die Freude an der Bewegung und am Spiel erhalten bleibt und der Unterricht Spaß macht“ (Kultusministerium Rheinland-Pfalz, 1984, S. 7).
2.2 Sport in der 3. und 4. Klassenstufe
In diesen Klassenstufen liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Geschicklichkeit/Gewandtheit und Gelenkigkeit. „Dabei ist zu beachten, daß die Freude der Kinder an Bewegung, Spiel und Sport erhalten bleibt und vertieft wird“ (Kultusministerium Rheinland-Pfalz, 1984, S. 7).
Nun eine fächerübergreifende Querverbindung zur Gesundheit auf den Lehrplan Sachunterricht. Das Thema Gesundheit wird im Erfahrungsbereich 8 (Der Mensch: Mensch - Körperlichkeit) des Lehrplanes behandelt:
Arbeit zitieren:
Joern Grosselfinger, 2002, Die Bedeutung der Gesundheitserziehung im Sportunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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