1.EINL EITUNG 3
2. DEN FILM IM 3.REI CH BEEINFLUSSENDE INSTITUTIONEN 4
2.1 REICHSFILMKAMMER (RFK) 4
2.2 FILMKREDITBANK (FKB) 6
2.3 REICHSMINISTERIUM FÜR VOLKSAUFKLÄRUNG UND PROPAGANDA (RMVP) 6
3. CHARAKTER DES NS-FILMES 7
3.1 DAS FÜHRERPRINZIP 8
3.2 ANTISEMITISMUS 9
3.3 MILITARISMUS 11
4. FAZIT 12
LITERATURVERZEICHNIS 13
2
1.Einleitung
Als am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde und die Nationalsozialisten an die Macht kamen, begannen sie sofort, die Massenmedien unter ihre Kontrolle zu bringen.
Hitler beschloss am 11.03.1933 ein „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ zu errichten. Mit der Leitung des Ministeriums wurde kein geringerer als Dr. Joseph Goebbels beauftragt. Das hatte zur Folge, dass von nun an der Film sowie die gesamte Kultur im 3.Reich, dem Ministerium und somit Goebbels unterstand. Hitler stellte sich den Film als absolutes Propagandamittel vor, das soll heißen, dass jeder Besucher der ins Kino ging und einen Propagandafilm sah, sich dieser Tatsache auch bewusst war. In diesem Falle jedoch waren Hitler und Goebbels geteilter Meinung, denn Goebbels erkannte sehr früh, dass offensichtliche politische Propaganda zu stark dosiert, das Volk nur abstumpfen und somit ihr Ziel verfehlen würde. Goebbels bevorzugte es die Massen, durch das Medium Film unmerklich zu beeinflussen.
Er war ein großer Verehrer des Regisseurs Eisensteins, denn dessen „Panzerkreuzer Potemkin“ war ein Film, welcher den Vorstellungen Goebbels´ entsprach. So äußerte er sich am 28. März 1933 zu den Vertretern des deutschen Films über Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“:
„Er ist fabelhaft gemacht, er bedeutet eine filmische Kunst ohnegleichen. Das entscheidende -Warum?- ist die Gesinnung. Wer weltanschaulich nicht fest ist, könnte durch diesen Film zum Bolschewisten werden. Dies beweist, daß Tendenz sehr wohl in einem Kunstwerk enthalten sein kann, und auch die schlechteste Tendenz ist zu propagieren, wenn es eben mit den Mitteln eines hervorragenden Kunstwerkes geschieht.“ 1
Dass Goebbels es ablehnte den Film als offensichtliches Propagandamittel auszuschöpfen, offenbarte sich auch in der Tatsache, dass im 3.Reich etwa 1150 Spielfilme hergestellt wurden, davon jedoch nur circa 190 Filme reine Propagandafilme waren. Trotzdem hatte jeder der anderen 960 Filme eine politische Aufgabe, was auch nicht verwunderlich ist,
1 Vgl. S.16 E. Leiser
3
wenn man erfährt, dass jegliche Dienststellen, die einen Film vor Drehbeginn zu genehmigen hatten, Goebbels unterstanden.
2. Den Film im 3.Reich beeinflussende Institutionen
Um ihrer Absicht, der politischen Lenkung und Kontrolle des deutschen Films, nach zu kommen, wurden im Januar 1933 alle Oppositionen in der Filmbranche durch die NS-Führung ausgeschaltet. Diese Gleic hschaltung des deutschen Films bzw. sämtlicher deutschen Filmgesellschaften wurde durch die schwere Wirtschaftskrise in der Mitte der dreißiger Jahre, welche erhöhte Herstellungskosten und sinkende Exporteinnahmen zur Folge hatte, begünstigt. Als Resultat entstanden Kontrollinstanzen wie die Reichsfilmkammer.
2.1 Reichsfilmkammer (RFK)
Am 14.Juli 1933 wurde die Reichsfilmkammer infolge des Inkrafttretens des "Gesetzes über die Errichtung einer vorläufigen Filmkammer" gegründet und am 22.September 1933 als Einzelkammer in die Reichskulturkammer integriert. Da die Reichsfilmkammer eine Unterabteilung der Reichskulturkammer war, unterstand diese indirekt der Leitung Goebbels´. Die Reichsfilmkammer umfasste zehn Abteilung, welche sich wie folgt gliederten:
I. Allgemeine Verwaltung 2
Referate: 1.Recht
II. Politik und Kultur
III. Künstlerische Betreuung des Filmschaffens
2 vgl- S.12 E. Leiser
4
Arbeit zitieren:
Wilfried Köhn, 2005, Das Politische im "unpolitischen" NS-Spielfilm, München, GRIN Verlag GmbH
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