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Die Neue Rechte in den USA

Title: Die Neue Rechte in den USA

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: gut (+)

Autor:in: Markus Schubert (Author)

History - America
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Wie gelang es den Neokonservativen und der Christlichen Rechten in den USA ihre Anhängerschaft auf nationaler Ebene zu mobilisieren und schließlich die Macht im Weißen Haus zu erlangen? Heute ist es die Republikanische Partei in den USA, die über breite Mehrheiten im ganzen Land verfügt: „im Senat, im Repräsentantenhaus, beim Obersten Gericht, in den Einzelstaatsregierungen und –parlamenten.“1 Fest steht ebenfalls , dass die amerikanische Bevölkerung gegenwärtig politisch gespalten ist wie niemals zuvor in ihrer Geschichte. Jenseits der Polarisierung ist das Land seit den 1970er Jahren weit nach rechts gerückt.2 Kennzeichnend für amerikanische Politik im beginnenden 21. Jahrhundert ist die Tatsache, dass die Republikanische Partei die zentralen Politikbereiche beherrscht. Welche Bewegungen der Neuen Rechten standen hinter diesen politischen Erfolgen? Welchen Einfluss nahm dabei die Religiöse Rechte wahr? Seit etwa einem Vierteljahrhundert nimmt die Christliche Rechte in unterschiedlichem Maße Einfluss auf die Gesellschaft und das Weiße Haus. Mit der Wahl des älteren George Bush schien das Ende dieser Bewegung gekommen zu sein, da er der so genannten Moral Majority nicht sehr wohl gesonnen war. In Folge der 2. Bush-Administration aber zog mit George W. Bush ein den Fundamentalisten besonders nahe stehender born-again Christ ein. 3 Der endgültige Siegeszug der konservativen Revolution begann aber schon unter der Regierung Reagan. Dieser Rechtsruck erfolgte im Kontext einer Polarisierung der amerikanischen Bevölkerung. 4 „Man kann in den USA ein religiöses von einem säkularen Amerika unterscheiden.“ 5 Insbesondere bei den 39% der Amerikaner, die sich als wiedergeborene Christen bezeichnen, liegt eine Parteienpräferenz für die Republikaner vor. Das Entstehen der Neokonservativen und Neoreligiösen hängt zusammen mit dem Niedergang der alten „New Deal Coalition“. Sie war es, die unter Präsident Roosevelt die Unterstützung bisher ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen gewann: [...] 1 Greven, Thomas: Die Republikaner: Anatomie einer amerikanischen Partei, München 2004, S. 15. 2 Vgl. ebd. 3 Vgl. Minkenberg, Michael: Die Christliche Rechte und die amerikanische Politik von der ersten bis zur zweiten Bush- Administration. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Bd. 46, Bonn 2003, S. 23. 4 Vgl. Greven, S. 13. 5 ebd.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Die demokratische Hegemonie nach dem Zweiten Weltkrieg

1.1. Die „New Deal Politik“ der Demokraten

1.2. Die Präsidentschaft Eisenhowers

2. Die Konservative Revolution

2.1. Die Gründung der National Review 1955

2.2. Eine neue konservative Bewegung unter Barry Goldwater

2.3. Die Basis der Bewegung: Die Young Americans for Freedom (YAF)

2.4. Die Vorwahlen und der Präsidentschaftswahlkampf 1964

2.5. Präsident Nixon und die „Southern Strategy“

3. Die Neue Rechte

3.1. Die Neue Rechte unter Viguerie, Weyrich und Phillips

3.2. Die religiöse Neue Rechte

3.3. Die Vereinigung von „Neuer Rechter“ und der „christlichen Rechten“ unter Ronald Reagan

4. Ausblick: Die Bush-Administrationen

5. Fazit und abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufstieg der Neuen Rechten sowie der Christlichen Rechten in den USA und analysiert deren Strategien zur Mobilisierung ihrer Anhängerschaft und zur Erlangung politischer Macht im Weißen Haus, ausgehend von der Ära nach dem Zweiten Weltkrieg bis in das 21. Jahrhundert.

  • Entwicklung und Transformation konservativer Bewegungen seit 1945
  • Die Rolle der „New Deal Coalition“ und ihr allmählicher Niedergang
  • Methoden der politischen Mobilisierung und Organisation (z.B. Fundraising, Grass-roots)
  • Einfluss der religiösen Rechten und deren Verschmelzung mit der Neuen Rechten
  • Politische Strategien unter verschiedenen republikanischen Regierungen von Goldwater bis George W. Bush

Auszug aus dem Buch

Die religiöse Neue Rechte

Die religiöse Rechte in den USA hat ihre theologischen und ideologischen Wurzeln in der evangelikalen Bewegung des 18. und 19. Jahrhunderts. Dabei ist ein protestantischer Fundamentalist in den USA immer ein Evangelikaler, wobei innerhalb des evangelikalen Protestantismus etliche Spielarten existieren. Der Evangelikalismus (griechisch für „Botschaft“/Lehre) stand für eine Praxis religiöser Erweckung. Diese stellte die Erfahrung Gottes durch das Individuum und nicht durch eine kirchliche Hierarchie in den Mittelpunkt. „Im Unterschied zu konfessionellen (lat. „bekennenden“ Kirchen) betont die evangelikale Lehre die unabdingbare Notwendigkeit eines persönlichen Bekehrungserlebnisses, d.h. einer individuellen Gotteserfahrung, für die Erlangung der Heilsgewissheit.“ Definiert werden kann die Christliche Rechte als eine politische und soziale Bewegung, die dazu beigetragen hat, diesen amerikanischen protestantischen Fundamentalismus politisch zu mobilisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Arbeit führt in die politische Polarisierung der USA ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Erfolgen der Neuen Rechten und der Christlichen Rechten bei der Mobilisierung und Machterlangung.

1. Die demokratische Hegemonie nach dem Zweiten Weltkrieg: Dieses Kapitel behandelt die Ära des New Deal unter den Demokraten und die anschließende Präsidentschaft Eisenhowers, die versuchte, soziale Aspekte zu integrieren.

2. Die Konservative Revolution: Es wird die Entstehung der organisierten konservativen Bewegung ab 1955 beschrieben, inklusive der Bedeutung von Magazinen wie der National Review und der Kandidatur Barry Goldwaters.

3. Die Neue Rechte: Das Kapitel analysiert die Professionalisierung konservativer Strukturen durch Aktivisten wie Viguerie und Weyrich sowie die Mobilisierung der religiösen Rechten durch Gruppierungen wie die Moral Majority.

4. Ausblick: Die Bush-Administrationen: Hier werden die politischen Entwicklungen unter George H. W. Bush und George W. Bush hinsichtlich ihres Verhältnisses zu den konservativen und religiösen Kräften untersucht.

5. Fazit und abschließende Bemerkungen: Die Arbeit resümiert den Weg der Republikaner vom New Deal zum modernen Konservatismus und die Bedeutung der evangelikalen Mobilisierung für den Wahlerfolg.

Schlüsselwörter

Neue Rechte, Christliche Rechte, Republikanische Partei, Konservatismus, Evangelikalismus, Mobilisierung, Moral Majority, Goldwater, Reagan, Bush-Administration, Polarisierung, Wahlkampf, USA, politische Strategie, Fundamentalismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Aufstieg der Neuen Rechten sowie der Christlichen Rechten in den USA und untersucht, wie diese Gruppierungen erfolgreich politische Macht innerhalb der Republikanischen Partei und im Weißen Haus konsolidieren konnten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Transformation konservativer Bewegungen seit 1945, die methodische Mobilisierung religiöser und wirtschaftsliberaler Wählergruppen sowie der Einfluss soziokultureller Polarisierung auf die US-Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, durch welche Strategien und organisatorischen Maßnahmen es der Neuen Rechten gelang, aus einer anfänglich marginalisierten Bewegung eine gestaltende Kraft der amerikanischen Politik zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse historischer und politikwissenschaftlicher Fachliteratur, um die Entwicklung der konservativen Bewegung und deren Interaktion mit den Regierungen von Eisenhower bis Bush darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Niedergangs der „New Deal Coalition“, die Formierung konservativer Strukturen unter Goldwater, die Institutionalisierung der Neuen Rechten durch Akteure wie Weyrich sowie die politische Einbindung der Christlichen Rechten unter Reagan und Bush.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Neue Rechte, Christliche Rechte, Republikanische Partei, Evangelikalismus, Mobilisierung, Moral Majority, sowie die soziopolitischen Umbrüche der USA in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Wie unterscheidet sich die „Neue Rechte“ von der „Alten Rechten“ gemäß dieser Arbeit?

Ein zentraler Unterschied liegt in der Kommunikation: Während die alte Rechte abstrakt den Untergang des Abendlandes beklagte, spricht die Neue Rechte gezielt die Sprache des einfachen Mannes und nutzt moderne Technologien, um mittelstands-amerikanische Werte aktiv zu fördern.

Welche Rolle spielt George W. Bush in der Bewertung der konservativen Macht?

Die Arbeit sieht in George W. Bush einen Präsidenten, der den soziokulturellen Interessen der Religiösen Rechten besonders nahe steht, warnt jedoch gleichzeitig davor, dass die enge Bindung zur politischen Macht die langfristige Identität und Integrität einer Bewegung gefährden kann.

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Details

Title
Die Neue Rechte in den USA
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Institut für Geschichte)
Course
Hauptseminar: Gespaltene Gesellschaft: Protest in den USA nach 1945
Grade
gut (+)
Author
Markus Schubert (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V34838
ISBN (eBook)
9783638349475
Language
German
Tags
Neue Rechte Hauptseminar Gespaltene Gesellschaft Protest
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Schubert (Author), 2005, Die Neue Rechte in den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34838
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