INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 1
2. DAS SYSTEM DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG 2
3. AKTUELLE UND ZUKÜNFTIGE PROBLEME DER GES ETZLICHEN
KRANKENVERSICHERUNG 4
3.1. DIE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG 4
3.2. MEDIZINISCH-TECHNISCHER FORTSCHRITT 5
3.3. DAS BESCHÄFTIGUNGSPROBLEM 6
3.4. WEITERE PROBLEME DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG 6
4. REFORMOPTIONEN DER GESETZLICHEN KRANKENV ERSICHERUNG8
4.1. DIE RÜRUP KOMMISSION 8
4.1.1. „RÜRUP- MODELL“ - DAS KONZEPT DER KOPFPAUSCHALE 8
4.1.2. „LAUTERBACH- MODELL“ - DAS KONZEPT DER BÜRGERVERSICHERUNG 9
4.2. DAS HERZOG- MODELL - DAS MODELL DER PRÄMIENVERSICHERUNG 9
4.3. DAS UNIONS- MODELL - DAS KONZEPT DES PRÄMIENMODELLS 10
5. VERGLEICH UND BEWERTUNG DER VERSCHIEDENEN
REFORMANS ÄTZE 11
5.1. DIE MODELLE UND DIE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG 11
5.2. DIE MODELLE UND DAS BESCHÄFTIGUNGSPROBLEM 12
5.3. DIE MODELLE UND DAS SOLIDARITÄTSPRINZIP 12
5.4. DIE MODELLE UND DAS KOSTEN-VERURSACHUNGS-BEWUSSTSEIN 13
5.5. DIE MODELLE UND IHRE UMSETZBARKEIT 13
6. FAZIT 15
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
bspw. beispielsweise bzgl. bezüglich bzw. beziehungsweise bzw. beziehungsweise GKV Gesetzliche Krankenversicherung PKV Private Krankenversicherung SGB Sozialgesetzbuch u.a. unter anderem z.B. zum Beispiel
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1. EINLEITUNG
In den letzten Monaten präsentierte die Politik eine Menge Reformoptionen und -Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitssystems und hierbei insbesondere die gesetzliche Krankenversicherung ( GKV). In diesem Zusammenhang fielen Schlagworte wie Bürgerversicherung oder Kopfpauschale, Begriffe, von denen in der breiten Bevölkerung nur wenige wissen was sie bedeuten und welche Folgen Sie für die das zukünftige System der GKV hätten.
Diese Arbeit wird sich mit diesem Themengebiet und vor allen Dingen den Reformvorschlägen beschäftigen, sowie mit den damit zusammenhängenden Begrifflichkeiten und Auswirkungen. Im Folgenden werde ich eine k urze Einführung in das System der GKV geben, damit der Leser einen Eindruck gewinnen kann, wie dieses System aufgebaut ist und was dieses leistet. Im dritten Kapitel wird auf die Probleme der heutigen GKV und deren Ursachen eingegangen. Im darauf folgendem Kapitel werden die jeweiligen Reformoptionen auf Ihre Auswirkungen hin vergleichen und analysiert. Abschließend folgt eine persönliche Bewertung der Reformoptionen.
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2. DAS SYSTEM DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG
Bei der GKV handelt es sich um den ältesten Zweig der g esetzlichen Sozialversicherung mit dem Ursprung im Hilfskassengesetzes von 1876. 1883 wurde dieses abgelöst durch das Krankenversicherungsgesetz und „sollte die Arbeiter in jenen Fällen schützen, in denen Krankheit oder Unfall zu vorübergehender Arbeitsunfähigkeit führten“. 1 Anfangs zählten zu dem Pflichtversichertenkreis lediglich Arbeiter, welche den Beitrag zu 2/3 finanzieren mussten. Im Falle einer Erkrankung erhielten die Arbeiter hierfür im Gegenzug freie ärztliche Behandlung sowie freie Arzneimittel. Im Laufe der Jahre haben sich die Leistungen, Beiträge und Versichertenkreise der GKV geändert, jedoch blieb es in seinen Grundzügen erhalten.
Heute besteht die GKV 2 aus 457 unterschiedlichen Krankenkassen 3 , die sich wiederum zu Verbänden auf Landes-und Bundesebene zusammenschließen.
Grundsätzlich sind in der GKV alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Studenten, Rentner, Arbeitslose sowie Landwirte versicherungspflichtig, es sei denn Sie können einen Verdienst über der Beitragsbemessungsgrenze (2005: 3.900 €) aufweisen. Die Beitragszahlung der Krankenkasse erfolgt durch Beitragssätze, die nicht gesetzlich geregelt, „sondern von den Krankenkassen so zu bemessen sind, dass sie einschließlich der anderen Einnahmen ausreichen, um die zulässigen Ausgaben der Kasse abzudecken“ 4 . Die Beiträge bemessen sich anhand des Beitragssatzes, der mit den betragspflichtigen Bruttoeinnahmen bis zur
Beitragsbemessungsgrenze verrechnet wird, daher ist der Beitragssatz lohngebunden. Die Beiträge werden nach der Berechnung zu 50% vom Arbeitnehmer und zu 50% vom Arbeitgeber getragen. Im Gegenzug zu den Beiträgen erhalten die Versicherten gewisse Leistungen. Zu diesen Leistungen der GKV zählen u.a. Leistungen zur Krankheitsverhütung, zur
1 Frerich, J. Frey, M. (1996), S. 97
2 Gesetzliche Grundlage der GKV ist im Wesentlichen das fünfte Buch des
Sozialgesetzbuches (SGB V)
3 Für eine detailliertere Auflistung der unterschiedlichen Kassen der GKV vgl. z.B. Lampert,
2004, S. 249
4 Vgl. Lampert, H. (2004), S. 250
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Früherkennung und Behandlung von Krankheiten aber auch Zahlungen wie Mutterschaftsgeld. 5
„Tragendes Prinzip der GKV ist der Solidarausgleich zwischen Gesunden und Kranken, gut Verdienenden und weniger gut verdienenden, zwischen Jungen und Alten, zwischen Alleinstehenden und Familien.“ 6
5 Für weitergehende Information bzgl. der Leistungen der GKV siehe Soziale Sicherung im
Überblick, S. 60ff sowie SGB V
6 BMGS, (2004), S. 20
Arbeit zitieren:
Alexandra Oberste-Dommes, 2004, Reformoptionen der gesetzlichen Krankenversicherung im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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