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Inhalt
I. Einführung 3
II. Teil I §47 - §63: 4
Über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis
1. Beschaffenheit der Substanz Beweisführung für Gottes 4
Existenz
2. Zustand, Eigenschaft, Attribut 5
3. Universalien 5
III. Teil II §1 - §52: 7
Über die Prinzipien der körperlichen Dinge
1. Materie, Körper, Raum, Ort 7
2. Erkenntnisse 9
3. Bewegung 10
4. Naturgesetze 12
A - Die Ursachen der Bewegung 12
B - Die Kraftregeln 13
Anhang S. 16
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I.
Mit seinem Denkvermögen zweifelt der Mensch, stellt Dinge in Frage und gelangt schließlich zur Erkenntnis über Wahrheiten. Das Fundament jeglicher Erkenntnis ist die Selbsterkenntnis, das Selbst-Bewußt-Werden der Seele.
Im Kindesalter sind Geist und Körper zu sehr miteinander verschmolzen, so daß das Kind nichts deutlich erkennt. So bilden sich Vorurteile im Geiste des Kindes, die es auch im Erwachsenenalter behält. Diese Vorurteile aber müssen bekämpft und außer Kraft gesetzt werden, damit die wahre Erkenntnis sich bilden und ihre Wirkung zeigen kann. Was erkennt der Mensch? Wie erkennt der Mensch? Im folgenden werden die Begriffe wie Substanz, Zustand, Eigenschaft, Attribut, Gemeinbegriffe (Axiome) erörtert, die unsere Gedanken bestimmen.
Das tatsächliche Dasein der körperlichen Dinge ist zu bestimmen und zu hinterfragen, wie der Mensch darüber Gewißheit erlangt. Wie können wir uns auf unsere sinnliche Wahrnehmung verlassen? Besteht nicht auch die Möglichkeit, daß unsere Sinne uns täuschen? Denn alles Wahrnehmen und Denken hängt letzlich von biologischen Strukturen (Sinnesorganen, Gehirnen) ab. Erst die entsprechenden Funktionen dieser Organe lassen dem Menschen das Denken und Zweifeln zu. Ein Betrunkener könnte durchaus in seiner sinnlichen Wahrnehmung getäuscht werden, und zwar durch die Beeinträchtigung seiner Gehirntätigkeit durch eine bestimmte Menge alkoholischer Getränke. Können nur Dinge erkannt werden, die wir sehen, fühlen oder riechen können? Oder ist eine Erkenntnis über Dinge, die wir uns nur vorstellen können, auch möglich?
Ferner wird die Bewegung der Dinge untersucht und erörtert. Wie findet eine Bewegung statt und was bewirkt sie? Schließlich werden die Kraftregeln bestimmt, welche den Bewegungsvorgang ausmachen.
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II.
1.
Alles von uns Vorgestellte wird unterteilt in Ding und Eigenschaft eines Dinges sowie in ewige Wahrheiten. Die Dinge sind Substanz, Dauer, Ordnung, Zahl etc.; der Mensch erkennt jedoch nur zwei oberste Gattungen von Dingen an: die der geistigen oder denkenden Dinge und die der körperlichen oder der zum Körper gehörenden Dinge. A) die denkende Substanz: Vorstellung, Wollen
B) die körperliche Substanz: Größe; Ausdehnung nach Länge, Breite, Tiefe; Gestalt; Bewegung; Länge und Teilbarkeit
Neben diesen beiden Gattungen von Dingen gibt es in uns Dinge, die sich nicht nur zum Geiste oder nur zum Körper beziehen: z. B. die Eigenschaften oder Zustände der Dinge, d. h. z. B. das Gefühl des Hungers, des Durstes, die Erregungen oder Leidenschaften der Seele (Fröhlichkeit, Zorn, Trauer, Liebe) und alle Empfindungen des Schmerzes, des Lichtes, der Farben, der Töne, der Gerüche, der Geschmäcke, der Wärme u.s.w. (§ 49).
Als ewige Wahrheiten sind Gemeinbegriffe oder Axiome zu nennen. Diese sind in unserem Geiste und von allen zu erkennen möglich. Sätze wie z. B.: „Wer denkt, muß, während er denkt, existieren.“ oder „Es ist unmöglich, daß dasselbe zugleich ist und nicht ist.“ (§ 49) sind Axiome.
Die Substanz können wir als ein Ding begreifen, das so existiert, daß es zu seiner Existenz keines anderen Dinges bedarf. Nur Gott kann diese unabhängige unumschränkte Substanz sein, da nur Gott frei und allmächtig ist. Alle anderen Substanzen, die geistigen sowie körperlichen, bedürfen der Führung Gottes. So können wir die körperliche und denkende Substanz als von Gott geschaffen sehen und unter einem Begriff fassen, weil es Dinge sind, die nur mit Hilfe Gottes existent sind. Auch Gott gehört zu einem Gemeinbegriff bei Menschen, da Gott in jeden von uns existiert (§ 54). Das heißt, daß die Substanz kein daseiendes sinnlich wahrnehmbares Ding sein muß, um erkannt zu werden. Es sind die Attribute, die uns zu der Erkenntnis führen, daß irgendein existierendes Ding oder eine Substanz, der das Attribut zugeteilt
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Arbeit zitieren:
Zehra Sentürk, 1999, Descartes: Prinzipien der Philosophie, München, GRIN Verlag GmbH
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