Studiengang : Tourismus- und Hotelmanagement
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Bearbeiter : Peter Rieber
Abgabe : 06.07.2001, 17.00 Uhr
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In unserem heutigen Zeitalter des Wissens gewinnt das Management des „Wissenskapitals“ auch für Hotelbetriebe zunehmend Bedeutung. In einem Dienstleistungsbetrieb, in dem geschätzte 70%-80% der Gesamtleistung auf die zu erbringende Serviceleistung der Mitarbeiter entfallen 1 , kommt der gezielten Nutzung des Wissens und der Erfahrung der Mitarbeiter wachsendes Gewicht zu, um sich dauerhaft Wettbewerbsvorteile sichern zu können. Darüber hinaus bietet die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie vielfältige Möglichkeiten zur quantitativen und qualitativen Verbesserung von Wissensprozessen.
Es ist zu untersuchen, inwieweit die Methoden des strategischen Wissensmangements Vorteile für Hotelunternehmen bringen können und wo eventuelle Beschränkungen liegen.
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Beim Wissensmanagement überschneiden sich die Disziplinen Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft und Lernpsychologie. 2 Die Argumentationsweise dieser Arbeit erfolgt aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Nach der Erläuterung der Grundbegriffe wird aufgezeigt, in welchen Bereichen des Hotelmanagements Wissensmanagement von Bedeutung sein kann, gleichzeitig werden aber auch mögliche limitierende Faktoren genannt. Im folgenden Teil soll anhand der Vorgehensweise bei der Implementierung von Wissensmanagementsystemen Schritt für Schritt geprüft werden, inwiefern die Maßnahme Vorteile für das Unternehmen bringen kann und wo sich eventuelle Barrieren für ein erfolgreiches Wissensmanagement befinden. Im Schlußwort soll noch einmal verdeutlicht werden, inwieweit es nötig ist, Wissensmanagement in das ganzheitliche Führungskonzept des Unternehmens zu integrieren.
1 Vgl. Buehr, 1997, S.78
2 Vgl. Thiesse, 2001, S. 12-18
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Die in der Literatur zum Wissensmanagement existierenden Definitionen für Wissen beziehen teilweise unterschiedliche Aspekte mit ein, welche wiederum verschiedene Vorgehensweisen im Wissensmanagement bedingen. 3
Nach Davenport/ Prusak ist Wissen „eine fließende Mischung aus strukturierten Erfahrungen, Wertvorstellungen, individuellem Kontext und Fachkenntnissen.“ 4 Es entsteht durch das Vernetzen von relevanten Informationen und Daten.
Etwas weiter gefasst ist nach Probst/ Raub/ Romhardt Wissen „die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen.“ 5 Diese Definition bezieht die Anwendung von Wissen zur Problemlösung mit ein, welches eine der zentralen Aufgaben des Wissensmanagements darstellt.
Wissen kann anhand der Dimensionen Explikationsgrad (explizit - implizit ) und personelle Bindung ( individuell - gruppenbezogen ) typisiert werden. 6 Während ein Teil des Wissens explizit, d,h, systematisierbar und dokumentierbar ist und eine Speicherung, Verarbeitung und Übertragung durch Informations- und Kommunikationstechnik möglich ist, handelt es sich beim impliziten Wissen um nicht- materielles, personengebundenes Wissen, daß mitunter nur schwer dokumentiert werden kann. 7 Eine weitere Aufgabe von Wissensmanagement ist es deshalb, wo
3 Vgl. Schmidt, M. P., 2000, S. 15
4 Davenport/ Prusak,
5 Probst/ Raub/ Romhardt, Wissen managen
6 Vgl. Hasenkamp, U. /Roßbach, P., 1998, S. 957
7 Vgl. Herbst, D., 2000, S. 14-15
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nötig und sinnvoll, implizites Wissen bewußt zu machen und zu dokumentieren, um es somit für jeden Mitarbeiter verfügbar zu machen. 8
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„Wissensmanagement ist ein strategisches Führungskonzept, mit dem ein Unternehmen sein relevantes Wissen ganzheitlich, ziel- und zukunftsorientiert als wertsteigernde Ressource gestaltet.“ 9 Im Rahmen des strategischen Managements dient der Aufbau einer Wissensmanagements-Organisation dazu, Innovationsfähigkeit, Reaktionsvermögen,
Produktivität und Kompetenz des Unternehmens zu optimieren und somit dessen Wettbewerbsvorteile am Markt zu sichern. 10 Es soll also der Wert der Ressource Wissen dahingehend optimiert werden, daß er zum Erfolg der Unternehmung beiträgt. 11
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Auf dem Tourismusmarkt bestehen die unterschiedlichsten Hotelbetriebs- und Kooperationsformen. Diese können sowohl vertikal, beispielsweise in Form von Franchising-Unternehmen als auch horizontal, etwa in Form von Hotelketten organisiert sein. 12 Strategisches Wissensmangement wird dabei auf verschiedenen Unternehmensebenen betrieben.
8 Vgl. Wuppertaler Kreis, 2000, S. 15
9 Herbst,D., 2000, S. 23
10 Vgl. Schütt, 2000, S. 115
11 Vgl. Schmidt, M.P., 2000, S.110
12 Vgl. Henselek, 1999, S. 104-108
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Arbeit zitieren:
Peter Rieber, 2001, Strategisches Wissensmanagement in Hotelbetrieben - Nutzen und Grenzen, München, GRIN Verlag GmbH
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