Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 2
2. Was ist Geschlecht und wie wird man zu Mann oder Frau ? Seite 3
3. Verhältnis von Körpergeschlecht und Geschlechterrollen Seite 4
4. Die Triade Geschlecht-Sexualität Lebensform Seite 6
5. Queer Seite 7
6. Ausblick Seite 9
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Einleitung
Ein Mann ist und bleibt ein Mann, so wie eine Frau immer Frau bleiben wird. Mann und Frau gehören zusammen und werden irgendwann heiraten und Kinder haben. So ist die traditionelle Meinung über das Leben in einer zweigeschlechtlichen Beziehung. Abweichungen von der zweigeschlechtlichen Norm werden belächelt und nicht ernst genommen, oder aber als Gefahr für die Gesellschaft betrachtet und verteufelt. Lesben und Schwule wurden und werden häufig als unnatürlich und anormal bezeichnet. Doch es gibt nicht nur Lesben und Schwule und sowieso führt diese Thematik heute nicht mehr das ursprüngliche Schattendasein, denn Schwule, Lesben usw. werden in der Öffentlichkeit immer mehr toleriert und als Menschen wie Du und ich betrachtet. Wie ist es aber dazu gekommen? Was gibt es noch außer Schwulen, Lesben und Bisexuellen? Dies soll in meiner Arbeit ein wenig deutlicher werden.
Schwule, Lesben, Cross-Dresser, Intersexuelle, Transgenders, SadomasochistenInnen und andere die der traditionellen Zweigeschlechtlichen Norm entsagen, werden heutzutage oft unter dem Begriff „Queer“ zusammengefasst. Doch was genau hat es mit diesem Begriff auf sich? Und warum entsagen immer mehr Menschen der zweigeschlechtlichen Norm? Diese Norm ist es, die immer öfter hinterfragt wird und langsam ins Wanken gerät. Abweichungen von dieser Norm werden zunehmend toleriert und nicht mehr unwissend verdammt. Natürlich erfahren Schwule und Lesben auch heute noch Diskriminierung und Intoleranz von einigen gesellschaftlichen Gruppen, aber man beschäftigt sich intensiver mit Homo-und Bisexualität und viele Veröffentlichungen und Forschungsgruppen tragen zu einer besseren Aufklärung bei. Doch wie ist es dazu gekommen? Wodurch ist der Begriff „Queer“ geprägt worden und welche Rolle spielt diesbezüglich die Frauenbewegung. Ich werde im Folgenden, mit Hilfe von ausgewählten Texten zu dieser Thematik, versuchen einen groben Überblick über die Entwicklung auf dem Gebiet der Geschlechterforschung darzustellen. Zunächst einmal sollen der Begriff Geschlecht erklärt werden und Missverständnisse aus der Welt geschaffen werden, die den „kleinen Unterschied“ betreffen. Man wird sehen, dass selbst die Biologie interessante Ansätze zu diesem Thema aufbringen kann. Danach werde ich mich dem Verhältnis von Körpergeschlecht und Geschlechterrollen zuwenden. In diesem Abschnitt wird es konkret darum gehen, was Menschen dazu bewegt sich der
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traditionellen Zweigeschlechtlichkeit zu entsagen und welche Normen und Werte die traditionelle Zweigeschlechtlichkeit beinhaltet und was sie den einzelnen Geschlechterrollen abverlangt und auferlegt. Abschließend befasse ich mich dann mit dem Begriff „Queer“ und seiner Entstehung, sowie einer kurzen Darstellung des aktuellen Forschungsstandes auf dem Gebiet der Geschlechterforschung.
Was ist Geschlecht und wie wird man zum Mann oder zur Frau ?
Karla Etschenberg (Professorin für die Didaktik der Biologie) hat sich aus biologischer Sicht mit dem „kleinen Unterschied“, der ihrer Meinung nach insbesondere im schulischen Aufklärungsunterricht, durch falsche Vermittlungsmethoden, zu großen Missverständnissen führen kann, befasst. Da die männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane in der Regel getrennt voneinander behandelt werden, hat dies oft ungewollt zur Folge, „dass die Kinder Jungen und Mädchen für zwei Sorten Menschen halten“ (Etschenberg: 21). Dies hat Konsequenzen für die Persönlichkeitsentwicklung, Selbstfindung und individuelle Entfaltung der werdenden Männer und Frauen. Menschen, die sich mit ihrer Geschlechterrolle identifizieren können, haben eine gewisse Orientierung bezüglich der gesellschaftlichen Erwartungen und Zuweisungen, jedoch können Abweichungen vom traditionellen Idealbild eines Mannes oder einer Frau zu Konflikten mit sich selbst und dem sozialen Umfeld führen. Nach Etschenberg muß schulische Aufklärung an diesem Punkt ansetzen und den Kindern vermitteln, dass der „kleine Unterschied“ tatsächlich nur minimal ist. Dabei stützt sie sich auf wissenschaftlich belegte Erkenntnisse aus der Embryologie und argumentiert insbesondere vor dem Hintergrund, dass die männlichen und weiblichen Ge-schlechtsorgane einen gemeinsamen Ursprung haben. Bis zur 6. Woche lässt die doppelgeschlechtliche Anlage des Embryos noch keine Geschlechtseinteilung zu. Im folgenden Abschnitt geht Etschenberg auf die anatomischen Einzelheiten ein und erläutert, wie sich die Organe des doppelgeschlechtlichen Embryos weiter zu männlichen oder weiblichen Geschlechtsorganen ausdifferenzieren. Hier stellt sie dar, wie aus gemeinsamen Anlagen auch funktionell ähnliche Organe entstehen und
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Arbeit zitieren:
Jörn Roth, 2003, Geschlechterforschung, München, GRIN Verlag GmbH
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