Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis. III
Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Einleitung. 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG. 1
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG 1
2. Begriffliche Abgrenzungen 2
2.1 MIGRATION 2
2.2 SOZIALE MOBILITÄT 3
3. Typologisierung der Migranten. 5
4. Indikatoren der sozialen Mobilität 6
4.1 BILDUNG DER IMMIGRANTEN. 7
4.2 BERUFSLAGE DER IMMIGRANTEN. 7
4.3 ERWERBSLAGE DER IMMIGRANTEN 7
4.4 WOHNVERHÄLTNISSE DER IMMIGRANTEN 8
4.5 KULTURELLE UND FAMILIÄRE EINFLÜSSE. 8
4.6 ZUSAMMENHANG DER INDIKATOREN 9
5. Empirische Evidenz in Deutschland 10
5.1 BERUFLICHE, ÖKONOMISCHE UND SOZIALE MOBILITÄT VON ARBEITSMIGRANTEN
(UNTERSUCHUNG VON SEIFERT 1995) 11
5.2 BERUFLICHE MOBILITÄT ETHNISCHER MIGRANTEN (UNTERSUCHUNG VON
BAUER /ZIMMERMANN 1999) 14
Inhaltsverzeichnis II
5.3 DER BILDUNGSERFOLG VON AUSLÄNDERN DER ZWEITEN GENERATION IM VERGLEICH ZU
DEUTSCHEN ALTERSGENOSSEN (STUDIE VON RIPHAHN 2001) 18
5.3.1 Entwicklung bei den Bildungsabschlüssen. 19
5.3.2 Entwicklung bei den Schultypen. 20
5.4 DIE RELATIVE EINKOMMENSPOSITION VON IMMIGRANTEN IN DEUTSCHLAND (STUDIE
VON BIEWEN/SCHMIDT 1999) 21
6. Schlussbetrachtung 22
Literaturverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Zusammenhang der Indikatoren der sozialen Mobilität ……………………S. 10 Abb. 2: Wahrscheinlichkeit des beruflichen Statuswechsels abhängig vom Bildungsabschluss………………………………………..………………...S. 17
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Deutsche und ausländische Erwerbstätige nach Stellung im Beruf und Sektoren……………………………………………………………………...S. 12 Tab. 2: Haushaltsausstattung (Angaben in %) ……………………………………...S. 13 Tab. 3: Wohnfläche (in qm) und Räume pro Kopf …………………………………S. 14 Tab. 4: Berufliche Mobilität der Immigranten in Deutschland ……………………..S. 16 Tab. 5: Betroffene der Abwärtsmobilität ………………………………………...…S. 17 Tab. 6: Verteilung der Schulabschlüsse (%) ……………………………………..…S. 19 Tab. 7: Gymnasiasten pro Kohorte nach Beobachtungsjahren (%) ……………...…S. 20
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung f. folgende ff. fortfolgende GSOEP German Socio-Economic Panel Hrsg. Herausgeber OECD Organization of Economic Cooperation and Development Tab. Tabelle vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Ungeachtet zahlreicher Diskussionen, die darüber geführt wurden, ob Deutschland ein Einwanderungsland sei oder nicht, sind Migranten unterschiedlicher Herkunft objektiv zu einem wachsenden Teil der Bevölkerung geworden. Lebten 1974 bereits über 4 Millionen ausländische Staatsangehörige im Bundesgebiet, stieg ihre Zahl zu Beginn des Jahres 1999 auf über 7,4 Millionen an (vgl. Beger 2000, S. 42). Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht stellt sich nun die Frage, ob sich die Zuwanderer zu unintegrierten Minderheiten entwickeln oder ob sich ein sozialer Annährungsprozess zwischen einheimischer und zugewanderter Bevölkerung vollzieht. In diesem Zusammenhang werden zum einen von familialen, in der ethnischen Herkunftsgruppe liegenden Voraussetzungen und zum anderen von außerfamilialen, in der Gesellschaft liegenden Einflussfaktoren die Weichen gestellt. Zur letztgenannten Gruppe zählen die sozialen Aufstiegschancen in einer Gesellschaft, die für Immigranten und Einheimische gleich sein müssen, um von einer erfolgreichen Sozialisation bzw. Integration sprechen zu können. Diese Arbeit beschäftigt sich nun damit, wie es um die soziale Mobilität der Immigranten in Deutschland bestellt ist. Anders ausgedrückt: Von Interesse ist, wie sich der soziale Status im Einwanderungsland im Vergleich zum Herkunftsland entwickelt und ob Zugewanderte vergleichbar sozial mobil sind wie Einheimische, und wenn nicht, ob sich Mobilitätsunterschiede im Zeitablauf verringert haben.
1.2 Gang der Untersuchung
Um den oben genannten Fragen nachzugehen, wurde für diese Arbeit der folgende Aufbau gewählt: Kapitel 2 zeigt definitorisch auf, welche Art der Migration und sozialen Mobilität betrachtet werden soll, bevor Kapitel 3 kurz die verschiedenen Migrantentypen vorstellt. Kapitel 4 beschäftigt sich anschließend mit fünf Faktoren, die eine Untersuchung der sozialen Mobilität ermöglichen. In K apitel 5 werden ausgewählte Ergebnisse aus Deutschland zusammengefasst. Kapitel 6 zieht ein Fazit und gibt Hinweise auf zukünftige Entwicklungen.
2. Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Migration
In den Sozialwissenschaften meint der Begriff der Migration allgemein solche Bewegungen von Einzelpersonen und Gruppen, die einen dauerhaften Wohnortwechsel bedingen. In Bezug auf die Dauerhaftigkeit wird seit 1960 ein Wohnortwechsel, der länger als fünf Jahre anhält, als Migrationsbewegung registriert (vgl. Petersen 1972, S. 286). In Deutschland ist das Kriterium der Dauerhaftigkeit dann erfüllt, wenn eine Person ihren Wohnsitz gemeindeübergreifend verlagert, der neue Wohnort also in einer anderen politischen Wohngemeinde liegt. Dabei ist unerheblich, ob die räumliche Bewegung freiwillig oder unfreiwillig erfolgt (vgl. Mälich 1995, S. 875). In B ezug auf die (Un-) Freiwilligkeit muss erwähnt werden, dass die individuelle Migrationsentscheidung von einer Vielzahl zusammenhängender Ursachen und Zwänge kultureller, politischer, wirtschaftlicher, religiöser, demographischer, ökologischer, ethnischer und sozialer Art abhängt. Daher lassen sich die Umstände, die eine Person dazu bewegen, zu emigrieren bzw. immigrieren, in die zwei Gruppen der Push- und Pull-Faktoren einteilen (vgl. Esser 1980, S. 26ff. ). Unter den Push-Faktoren (Druckfaktoren) fasst man alle Bedingungen des Herkunftsortes der Migranten zusammen, die diese zur unfreiwilligen Emigration zwingen. Emigrationszwänge bestehen beispielsweise dann, wenn sich Menschen durch politische oder religiöse Verfolgungen, wirtschaftliche Krisen, zwischenstaatliche Kriege, Bürgerkriege, Umwelt- und Naturkatastrophen in ihrer Existenz bedroht sehen. Die Pull-Faktoren (Anziehungsfaktoren) gehen vom Einwanderungsland aus und motivieren zur freiwilligen Immigration. Anziehend wirken beispielsweise politische Stabilität, demokratische Sozialstrukturen, religiöse Glaubensfreiheit, wirtschaftliche Prosperität und vor allem bessere Ausbildungs- und Verdienstmöglichkeiten. Oft spielen auch familiäre Gründe eine Rolle, bei denen emotionale Sicherheit und soziale Einbindung im Einwanderungsland im Vordergrund stehen. Rationale, ökonomische Vorteile sind weniger wichtig als die Gemeinschaft mit Verwandten und Bekannten, denen nachgezogen wird. Dieses Phänomen ist unter dem Begriff der Kettenmigration bekannt und verringert durch Netzwerksysteme sämtliche Risiken, die mit der Aus- bzw. Einwanderung verbunden sind (vgl. Pries 2001, S. 34f.).
Das Zusammenspiel der Push- und Pull-Faktoren bedeutet, dass n eben der räumlichen und zeitlichen Dimension des Migrationsprozesses motivationale und soziokulturelle Faktoren eine Rolle spielen, die die eindeutige Differenzierung zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Migration erschweren. Leicht fällt dagegen die Zuordnung zur Art der Migrationsbewegung: Wenn der permanente Wohnsitz innerhalb gleicher nationalstaatlicher Grenzen gewechselt wird, spricht man von Binnenmigration, bei grenzüberschreitendem Wohnortwechsel von internationaler bzw. transnationaler Migration, die zwischen Emigration und Immigration unterscheidet (vgl. Giddens 2001, S. 258). Für diese Arbeit ist nur die transnationale Migration von Bedeutung, da untersucht werden soll, ob sozialer Aufstieg für Migranten im Einwanderungsland möglich ist. Zusammenfassend können Wanderungen also danach typologisiert werden, ob sie kollektiv oder individuell erfolgen, freiwillig oder erzwungen sowie temporär oder dauerhaft beabsichtigt sind. Ferner können sie nach ihrer Reichweite oder danach unterschieden werden, ob sie in Stufen erfolgen oder an Wanderungstraditionen anknüpfen. Schließlich können sie als Kettenmigration auftreten und multifaktorielle Ursachen haben.
2.2 Soziale Mobilität
Während Migrationen Formen räumlicher bzw. geographischer Mobilität sind (vgl. Wagner 1989, S. 25), versteht man unter dem Begriff der soziale n Mobilität allgemein die Bewegung von Individuen zwischen sozialen Positionen innerhalb eines sozialen Raumes, also Bewegungen oder Wechsel innerhalb des gesellschaftlichen Schichtungsgefüges, wobei die vertikale Bewegungsrichtung im Vordergrund steht. Bei einer positiven v ertikalen Positions verschiebung spricht man von einem sozialen Aufstieg, im umgekehrten Falle von einem sozialen Abstieg (vgl. Fürstenberg 1969, S. 45). Eine Gesellschaft kann folglich als sozial mobil bezeichnet werden, wenn individuelle oder kollektive Positionsverschiebungen möglich sind. Der Status des Individuums innerhalb einer Gesellschaft wird durch die Gesamtheit seiner Beziehungen zu anderen Menschen bestimmt. Diese vielfältigen Beziehungen lassen sich auf horizontale und vertikale Dimensionen reduzieren. Das bedeutet, dass Menschen auf der vertikalen Ebene auf- und absteigen können, wodurch sie die Möglichkeit haben, ihre sozialen Positionen zu verbessern oder zu
verschlechtern (oben sozialer Aufstieg bzw. Abstieg genannt). Im Gegensatz dazu bringt die horizontale Mobilität nur die (territoriale) Bewegung auf gleichem sozialem Niveau mit sich, so dass keine Veränderung des gesellschaftlichen Status oder Ranges resultiert (vgl. Sorokin 1959, S. 133) 1 . Demnach kann zwar die Migration als Sonderform der horizontalen und damit der sozialen Mobilität bezeichnet werden, dennoch steht der Begriff der sozialen Mobilität eher für die vertikale Veränderung der sozialen Position innerhalb einer Gesellschaft und damit synonym für die vertikale Mobilität.
Die Zuordnung der Menschen zu den hierarchisch organisierten Klassen auf der vertikalen Achse des Sozialraumes wird als Stratifikation bezeichnet, die aus drei Einzelstratifikationen besteht: Aus der politischen, ökonomischen und beruflichen Stratifikation (vgl. Sorokin 1959, S. 11). In der soziologischen Forschung interessiert also besonders die Bewegung im sozio-ökonomischen Bereich, wobei das Hauptaugenmerk der beruflichen Dimension zukommt. Die Konzentration auf diese Dimension wird damit gerechtfertigt, dass in modernen Industriegesellschaften der Beruf die Position in anderen Lebensbereichen determiniert, da er die wichtigste Einkommensquelle darstellt und sich daher auf das Verhalten, die Lebensumstände und -gewohnheiten der Konsumenten auswirken muss. Vor dem Hintergrund dieser Argumentationsweise macht es Sinn, soziale Mobilität auch als berufliche Karrierebzw. Laufbahnmobilität zu definieren.
In diesem Zusammenhang soll darauf hingewiesen werden, dass die Migration eine vertikale Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung der Migranten innerhalb der Sozialstruktur des Einwanderungslandes bewirken kann, weil sie zu einer Neubewertung der beruflichen Qualifikationen und Bildungszertifikate führt. Die Frage lautet nun, wie es um die tatsächliche soziale Mobilität der Immigranten bestellt ist, wobei auch inter- und intragenerationale Veränderungen vo n Interesse sind. Kapitel 5 bemüht sich um eine Antwort auf diese Frage und geht überblicksartig auf ausgewählte, empirische Untersuchungsergebnisse aus Deutschland ein.
1 Zur horizontalen Mobilität zählt man ferner Wechsel der Religion, einer politischen Partei oder der
Familie z.B. durch Heirat oder Scheidung (vgl. Esser 2000, S. 182).
Arbeit zitieren:
Kristina Beisel, 2004, Migration und soziale Mobilität, München, GRIN Verlag GmbH
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