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Chancen und Risiken der Denationalisierung und der Europäischen Union nach Habermas

Titel: Chancen und Risiken der Denationalisierung und der Europäischen Union nach Habermas

Hausarbeit , 2004 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Johan Fröhberg (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Zukunftschancen und Risiken, mit denen sich die Europäische Union umso intensiver auseinander setzen muss,seit sie die ersten Schritte von einer reinen Wirtschafts- und Handelsunion hin zu einem tiefgreifenden Staatenbund gemacht hat. In der Arbeit werden insbesondere die Argumente Habermas´einbezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Globalisierung als Ursache für Denationalisierung

III. Die Folgen der Denationalisierung

IV. Die Überwindung der Denationalisierung durch die Europäische Union als internationalisierter demokratischer Prozess

4.1. Die Sicht Habermas´

4.2. Die Sicht der EU

4.3. Die politische Realität: Die Defizite der EU

V. Abschlussbemerkungen

VI. Quellennachweis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen der Denationalisierung im Kontext der Globalisierung kritisch zu hinterfragen und zu analysieren, ob die Europäische Union geeignete Mechanismen bietet, um den daraus resultierenden demokratischen Herausforderungen zu begegnen. Dabei dient der theoretische Rahmen von Jürgen Habermas dazu, die Zukunftsfähigkeit demokratischer Selbststeuerung außerhalb des klassischen Nationalstaates zu erörtern.

  • Grundlagen des Nationen- und Gesellschaftsbegriffs
  • Die Auswirkungen der Globalisierung auf staatliche Souveränität
  • Demokratische Defizite und Legitimationsprobleme supranationaler Organisationen
  • Die Perspektive der Europäischen Union auf "gutes Regieren"
  • Notwendigkeit einer europäischen Identität und Bürgergesellschaft

Auszug aus dem Buch

Die Sicht Habermas´

Laut Habermas gibt es vier Gruppierungen, die sich im Grad der Zustimmung zu einer «postnationalen Demokratie» unterscheiden: Euroskeptiker, Markteuropäer, Euroföderalisten und Anhänger einer «Global Governance». Während die ersten der Einführung des Euro ablehnend gegenüber stehen und die zweiten es bei ebendieser belassen wollen, möchten die dritten mit Hilfe einer europäischen Verfassung den EU-Organen zu einer eigenen Legitimationsgrundlage verhelfen, die letzten wiederum sehen die EU als Basis und Sprungbrett für eine Weltumfassende Politik.

Diese Positionen ergeben sich nach Habermas aus Folgendem: Zwar wachsen die Märkte in den meisten westlichen Nationen weiter, dieses geht allerdings nicht notwendigerweise einher mit einem Plus an Arbeitsplätzen. Die Bewältigung dieses Problems der steigenden Arbeitslosigkeit macht ein Vorgehen auf supranationaler Ebene unumgänglich, da die Nationalstaaten alleine dazu nicht in der Lage sind.

Durch eine liberale Lösung dieses Problems wird sicherlich das Gleichgewicht zwischen sozialer Gerechtigkeit und Markteffizienz zerstört, unter anderem dadurch, dass durch eine Abnahme von Regulierungsmechanismen und sozialen Sicherungssystemen nach Auffassung Habermas´ «armselige Milieus am Rande des Existenzminimums» entstehen würden. Der Staat würde dann die bloße Aufgabe der Bündelung der Einzelinteressen übernehmen.

Aus dem zweiten Punkt ergibt sich die Frage nach der Tätigkeitsfülle der EU: Euroskeptiker setzen weiterhin auf den sozial agierenden Staat, während die Markteuropäer eher eine neoliberale Auffassung haben.

Die entscheidende Frage ist also: Ist die EU in der Lage, Aufgaben der Nationalstaaten zu übernehmen? Über welchen politischen Spielraum verfügen nationale Regierungen dann noch?

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Klärung der Grundbegriffe Nation und Gesellschaft sowie Einführung in die Fragestellung nach der Möglichkeit demokratischer Steuerung in einer postnationalen Konstellation.

II. Die Globalisierung als Ursache für Denationalisierung: Analyse der Globalisierung als treibende Kraft, die staatliche Grenzen porös macht und nationale Handlungsspielräume wirtschaftlich wie politisch einschränkt.

III. Die Folgen der Denationalisierung: Erörterung der Konsequenzen für den Nationalstaat, insbesondere im Hinblick auf den Verlust an Integrationskraft und die Herausforderung durch internationale Verflechtungen.

IV. Die Überwindung der Denationalisierung durch die Europäische Union als internationalisierter demokratischer Prozess: Untersuchung der EU als Lösungsansatz unter Berücksichtigung verschiedener theoretischer und politischer Perspektiven.

4.1. Die Sicht Habermas´: Darstellung der vier zentralen Strömungen zur Bewertung der EU und der Notwendigkeit einer europäischen Solidarität und Identität.

4.2. Die Sicht der EU: Erläuterung der von der Kommission definierten Kriterien für ein „gutes Regieren“ sowie die angestrebte stärkere Partizipation.

4.3. Die politische Realität: Die Defizite der EU: Kritische Auseinandersetzung mit dem Demokratiedefizit der EU-Organe und dem Mangel an direkter demokratischer Legitimation.

V. Abschlussbemerkungen: Synthese der Ergebnisse mit einem Plädoyer für den weiteren Ausbau einer europäischen Demokratie unter Überwindung nationalstaatlicher Denkweisen.

VI. Quellennachweis: Zusammenstellung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Denationalisierung, Europäische Union, Globalisierung, Habermas, Demokratiedefizit, postnationale Konstellation, Nationalstaat, politische Partizipation, Identität, europäische Integration, Supranationalität, demokratische Legitimation, Gesellschaft, Souveränität, Verfassungspatriotismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie der Nationalstaat in einer zunehmend globalisierten Welt seine Steuerungsfähigkeit verliert und ob die Europäische Union ein geeignetes Modell zur Etablierung demokratischer Prozesse auf supranationaler Ebene darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Begriffe Denationalisierung, Globalisierung, das Demokratiedefizit der EU sowie die theoretischen Überlegungen von Jürgen Habermas zur Zukunft der Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Chancen und Risiken der Denationalisierung zu bewerten und zu hinterfragen, ob die EU tatsächlich die „postnationale“ Lösung für die demokratischen Herausforderungen unserer Zeit bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, insbesondere unter Heranziehung von Texten von Jürgen Habermas sowie offiziellen EU-Dokumenten wie dem Weißbuch zum europäischen Regieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen der Denationalisierung, die Folgen für den Nationalstaat, die spezifischen Positionen von Habermas zur EU-Integration sowie eine kritische Betrachtung der politischen Realität und der Legitimationsdefizite der EU-Institutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Denationalisierung, Europäische Union, Globalisierung, demokratische Legitimation, postnationale Konstellation und europäische Integration.

Wie bewertet der Autor das Demokratiedefizit der EU?

Der Autor erkennt ein deutliches Demokratiedefizit an, weist jedoch darauf hin, dass die EU eine wichtige Entwicklungschance bietet, sofern es gelingt, ein europäisches Bewusstsein zu schaffen und die direkte Partizipation der Bürger zu stärken.

Welche Rolle spielt der Begriff des „Volkes“ in der Argumentation?

Der Autor greift Habermas auf, der das „Volk“ als ein theoretisches Konstrukt der Moderne bezeichnet, dessen Bedeutung für die Identitätsstiftung auch auf supranationaler Ebene durch neue Formen der Bürgergesellschaft ersetzt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chancen und Risiken der Denationalisierung und der Europäischen Union nach Habermas
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
Nationalisierung und Denationaliserung
Note
1,3
Autor
Johan Fröhberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
22
Katalognummer
V35318
ISBN (eBook)
9783638352727
ISBN (Buch)
9783640393350
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chancen Risiken Denationalisierung Europäischen Union Habermas Nationalisierung Denationaliserung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johan Fröhberg (Autor:in), 2004, Chancen und Risiken der Denationalisierung und der Europäischen Union nach Habermas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35318
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Leseprobe aus  22  Seiten
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