A. Inhaltsverzeichnis
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I. Vorwort 3
II. Einleitung
2.1. Das deutsche Kanzlersystem im Überblick 4
2.2. Medien-eine kurze Definition 5
2.3. Können Medien Einfluss auf die Polit ik haben? 6
III. Das Portrait
3.1. Eine kurze Biographie Gerhard Schröders 7
3.2. Das Image von Gerhard Schröder: Der Medienkanzler 8
IV. Der Wandel der Zeit
4.1. Die erste Legislaturperiode als deutscher Bundeskanzler 11
4.2. Die zweite Amtszeit ab 2002 13
V. Fazit 15
VI. Quellenangaben 6.1. Textquellen 17 6.2. Sonstige Quellen 18
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I. Vorwort
In der vorliegenden Arbeit geht es um einen bestimmten Aspekt des Politainments. Dabei ist es zunächst wichtig, diesen Begriff zu definieren.
Laut Andreas Dörner bezeichnet „Politainment“ eine „bestimmte Form der öffentlichen, massenmedial vermittelten Kommunikation, in der politische Themen, Akteure, Prozesse, Deutungsmuster, Identitäten und Sinnentwürfe im Modus der Unterhaltung zu einer neuen Realität des Politischen montiert werden“ 1 . Das bedeutet, dass Politik und Medien näher zusammenrücken. Zum einen nutzen Politiker die Medien, zum anderen sind auch die Medien in die Politik involviert, da sie die Politik nutzen, um mit ihr zu unterhalten.
Diese Art der Politik hat sicherlich Vor- und Nachteile, die im Laufe der Arbeit angesprochen werden sollen. In dieser Arbeit soll es dabei vor allem um einen Aspekt des „Politainments“ gehen: Die Beziehungen zwischen den Medien und einem einzelnen Politiker, hier in Person Gerhard Schröders.
Als Einstieg werden dabei zunächst einige kurze Definitionen stehen, die als Basis für die folgenden Untersuchungen unverzichtbar sind. Auf dieser Grundlage werden dann einzelne Punkte näher betrachtet und am Schluss wird unter Beachtung des Seminarthemas ein Fazit abgegeben.
Angesichts der vielen politischen Felder, die notwendigerweise auch angeschnitten werden müssen, ist es schwierig, eine streng wissenschaftliche Hausarbeit zu diesem Thema aufzubauen. Zwar ist die Arbeit frei von jeglichen politischen Vorlieben und somit vorurteilsfrei, dennoch ist es manchmal notwendig, den Gegebenheiten Tribut zu zollen. Sollte die Arbeit daher an mancher Stelle nicht ausnahmslos wissenschaftlich sein, bitte ich dies zu entschuldigen (unter dieser Prämisse sind auch die zahlreichen Fußnoten zu lesen, die manches unterstreichen sollen und zudem als Anmerkungen dienen, die den einen oder anderen Aspekt tiefer ausleuchten).
1 aus: Dörner, Andreas: Politainment. Politik in der medialen Erlebnisgesellschaft, edition suhrkamp Verlag, Frankfurt 2001, Seite 31
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II. Einleitung
2.1. Das deutsche Kanzlersystem im Überblick
Das deutsche Regierungssystem weist dem Bundeskanzler eine besonders herausragende Stellung zu.
Laut Artikel 65, Satz 1 des Grundgesetzes bestimmt der Bundeskanzler die Richtlinien der Politik und trägt hierfür die Verantwortung. Er leitet zudem die Geschäfte der Bundesregierung, dessen Mitglieder (die Minister) auf seinen Vorschlag vom Bundespräsidenten ernannt werden.
Diese kurze Definition des Bundeskanzleramtes macht klar, dass dieser eine der wichtigsten Stellungen im politischen System Deutschlands bekleidet, da er im Grunde die Richtung für das tatsächliche politische Geschehen vorgibt. Verbunden mit dieser Machtfülle ist eine große Verantwortung, die auch hohe Ansprüche an den Amtsinhaber stellen sollte.
Hier ergibt sich wieder die Parallele zum Seminar: Es ist wohl durchaus anders einzuschätzen, ob Politiker, auch Spitzenpolitiker mit entsprechenden Ämtern und Kompetenzen Einfluss auf die Medien nehmen oder gegebenenfalls andersherum oder ob der Bundeskanzler diesen Einfluss hat oder ihm unterliegt.
Somit lässt sich feststellen, dass gerade dieses Amt einer genaueren Betrachtung würdig ist.
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2.2. Medien-eine kurze Definition
Laut Lexikon ist der Terminus „Medien“ eine „Sammelbezeichnung für Mittel und Verfahren zur Verbreitung von Informationen (…)“ 2 .
Dieser knappen Definition entgegenstehend kann angenommen werden, dass Medien mehr sind als nur bloße Mittel zur Informationsverbreitung. Vielmehr können Medien auch zur Verbreitung von Meinungen ge- und missbraucht werden und erfüllen somit auch instrumentalisierte Zwecke 3 .
Abseits aller anderen Gebiete, in denen Medien auch Einfluss haben oder haben können, geht es in der vorliegenden Arbeit vor allem um das Zusammenspiel zwischen den Medien und dem politischen Geschehen. Von Bedeutung ist dabei die Frage, ob Medien hier nur der Information dienen oder auch, angesichts ihres Einflusses auf die Meinung Einzelner, gebraucht werden können, um eigene Ziele zu erreichen.
Als Beispiel für das Gebrauchen von Medien soll hier der derzeitige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder dienen. Da dieser auch als „Medienkanzler“ bezeichnet wird, ist die Interaktion zwischen ihm und den Medien ein beachtenswerter Punkt.
Dabei soll es die Arbeit keinesfalls auf die politischen Kompetenz en, Erfolge oder Misserfolge des Ministerpräsidenten oder Bundeskanzlers Gerhard Schröder eingehen 4 . Dies würde zum einen nicht dem Seminarthema gerecht werden, zum anderen ist es ein sehr subjektiver Punkt, der kaum wirklich objektiv untersucht werden kann.
2 aus: Meyers Neues Lexikon, Meyers Lexikonverlag, Mannheim 1996, Band 6, Seite 315
3 Die Möglichkeit, (Massen-) Medien zur Unterstützung und als Instrument zu gebrauchen, findet sich bereits im Dritten Reich. Dieses soll allerdings nur als Unterstreichung der gewichtigen Rolle der Medien dienen und keinesfalls Parallelen zu Gerhard Schröders politischem Handeln ziehen.
4 Die subjektiv-parteipolitischen Aspekte des Schröder´schen Handelns haben keinen Platz in dieser Arbeit.
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Arbeit zitieren:
Johan Fröhberg, 2003, Gerhard Schröder - Portrait eines Medienkanzlers im Wandel der Zeit, München, GRIN Verlag GmbH
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