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Hoc volearunt ... Caesars Feldzug in Griechenland im Jahre 48 vor Christus

Title: Hoc volearunt ... Caesars Feldzug in Griechenland im Jahre 48 vor Christus

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patrick Schweitzer (Author)

World History - Early and Ancient History
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„Der Feldzug in Griechenland und die Schlacht bei Pharsalus, der Kampf der Römer untereinander unter der Führung ihrer beiden berühmtesten Feldherren bildet den Höhepunkt der antiken Kriegskunst“, schrieb der berühmte deutsche Historiker Hans Delbrück in seinem großen Werk über die "Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte".

Mit eben jenem Feldzug, welcher den Römischen Bürgerkrieg zwischen Caesar und der Senatsopposition unter Führung des Pompeius maßgeblich entscheiden sollte, wird sich die vorliegende Arbeit beschäftigen. Im Mittelpunkt soll dabei vor allem stehen, wie es Caesar trotz zum Teil widrigster Umstände gelang, seine Gegner zu besiegen. Wie kam es, daß der Feldherr nach einer waghalsigen Landung mit unterlegenen Truppen, nach monatelangem Manövrieren unter dem schwierigen Primat der Versorgungs- und Nachschubfrage, ja selbst nach dem Verlust einer Schlacht, die viele schon für die entscheidende gehalten hatten, dennoch die Oberhand behielt? Noch dazu gegen einen numerisch stark überlegenen Gegner, der von Pompeius geführt wurde, welcher aufgrund seiner militärischen Fähigkeiten und Verdienste den Beinamen Magnus erhalten hatte. Bei der Bearbeitung des Themas habe ich mich stark am chronologischen Ablauf der Ereignisse orientiert. Neben den rein militärischen Gesichtspunkten, die ihren Ausdruck in der Betrachtung der beiden wesentlichen Schlachten, zum einen bei Dyrrhachium und zum anderen bei Pharsalus, finden werden, wird ein weiterer Schwerpunkt auf der für diesen Schauplatz entscheidenden Frage der Organisation von Nachschub und Personalersatz liegen. Dabei gilt es vor allem, aufgrund von quellenkritischen Studien gewisse Ungereimtheiten und Kontroversen in der Überlieferung aufzudecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Quellenlage

2. Literaturlage

II. Prolog: Die Situation zur Jahreswende 49/48 vor Christus

III. Caesars Überfahrt nach Epirus

IV. Das Lager am Apsus

V. Kämpfe um die Stadt Dyrrhachium

VI. Caesars Rückzug nach Thessalien und die Handlungsoptionen des Pompeius

VII. In der Ebene von Pharsalus

VIII. Die Schlacht von Pharsalus

1. Erste Phase

2. Zweite Phase

3. Dritte Phase

4. Vierte Phase

5. Analyse

IX. Kontroversen

1. Stärke

2. Verluste

X. Epilog: Ausblick und Bewertung

XI. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die militärischen und strategischen Aspekte von Caesars Feldzug in Griechenland während des Römischen Bürgerkriegs. Im Zentrum der Analyse steht die Frage, wie Caesar trotz unterlegener Truppenstärke und schwieriger logistischer Bedingungen die entscheidende Oberhand über Pompeius gewinnen konnte.

  • Chronologischer Ablauf der militärischen Auseinandersetzungen
  • Logistik, Organisation von Nachschub und Personalersatz
  • Quellenkritische Untersuchung antiker Überlieferungen
  • Taktische Analyse der Schlachten von Dyrrhachium und Pharsalus
  • Politischer Kontext und Auswirkungen auf den Untergang der Republik

Auszug aus dem Buch

Caesars Überfahrt nach Epirus

Trotz der Seeherrschaft seines Gegners ließ Caesar wenig Zeit verstreichen und machte sich schnell auf den Weg, um seinen Widersacher zu schlagen. Er begab sich umgehend nach Brundisium, wo in der Zwischenzeit ein Heer von 12 Legionen und seiner gesamten Reiterei versammelt worden war. Obwohl er bereits kurz nach der Flucht des Pompeius vom italienischen Kriegsschauplatz (17. März 49 v. Chr.) befohlen hatte, alle freien Schiffe nach Brundisium bringen zu lassen und selbst aus entfernteren Gegenden wie Gallien, Picenum und der sizilischen Meerenge Boote in die apulische Stadt kommandiert worden waren, standen selbst neun Monate später, zum Jahreswechsel 49/48 v. Chr., nicht genügend Schiffe zur Verfügung, um sämtliche Truppen in einem Zuge nach Epirus übersetzen zu können.

Dennoch beleuchtet diese enorme maritime Aufrüstung eindeutig, daß das alte Argument, Caesar hätte die Bedeutung des Seekrieges für die Auseinandersetzung nicht erkannt, unhaltbar geworden ist. Trotz mangelnder Transportkapazitäten wartete Caesar nicht länger ab, sondern setzte wieder einmal auf das Moment der Dynamik und Überraschung. Dies entsprach auch seinem Charakter, da er neben großen planerischen Fähigkeiten auch ein Mann war, der wußte, welchen Einfluß die Tatkraft auf das Gelingen eines Unternehmens hat.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Fragestellung und kritische Würdigung der antiken Quellenlage sowie moderner Forschungsliteratur.

II. Prolog: Die Situation zur Jahreswende 49/48 vor Christus: Analyse der Ausgangslage beider Kontrahenten und der strategischen Überlegungen von Pompeius.

III. Caesars Überfahrt nach Epirus: Untersuchung von Caesars riskantem Übersetzen über die Adria trotz gegnerischer Seeherrschaft.

IV. Das Lager am Apsus: Betrachtung der militärischen Patt-Situation und der gegenseitigen Manöver an der Apsus-Linie.

V. Kämpfe um die Stadt Dyrrhachium: Darstellung der Belagerungsversuche und des Scheiterns von Caesars ursprünglichem Plan.

VI. Caesars Rückzug nach Thessalien und die Handlungsoptionen des Pompeius: Analyse von Caesars Rückzug und der strategischen Fehlentscheidungen der Senatspartei.

VII. In der Ebene von Pharsalus: Schilderung der Vorbereitungen und der psychologischen Ausgangslage vor der finalen Konfrontation.

VIII. Die Schlacht von Pharsalus: Detaillierte Analyse des Schlachtverlaufs in vier Phasen und die entscheidende Rolle der taktischen Reserve.

IX. Kontroversen: Diskussion der Glaubwürdigkeit von Stärke- und Verlustangaben in Caesars Berichten.

X. Epilog: Ausblick und Bewertung: Einordnung des Sieges als Wendepunkt des Bürgerkrieges und Caesars propagandistische Nachbereitung.

XI. Zusammenfassung: Synthese der Kernergebnisse zur militärischen und strukturellen Krise der Römischen Republik.

Schlüsselwörter

Caesar, Pompeius, Römischer Bürgerkrieg, Pharsalus, Dyrrhachium, Militärgeschichte, Antike Kriegskunst, Logistik, Senatsopposition, Römische Republik, Strategie, Feldzug, Commentarii bellum civili, Heer, Taktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Caesars Feldzug in Griechenland (49/48 v. Chr.) und untersucht, wie es ihm trotz anfänglicher Unterlegenheit gelang, Pompeius und die Senatsopposition zu besiegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die militärische Strategie, logistische Versorgungsfragen, die Rolle der Flotte und der politische Kontext des Untergangs der Römischen Republik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den militärischen Erfolg Caesars kritisch zu hinterfragen, die Handlungsspielräume der Protagonisten zu identifizieren und die Rolle von Logistik und taktischer Führung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine chronologische Analyse der historischen Ereignisse mit einer quellenkritischen Untersuchung antiker Berichte (wie Caesar, Appian, Plutarch) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die militärischen Etappen: den Übergang nach Epirus, das Lager am Apsus, die Kämpfe bei Dyrrhachium, den Rückzug nach Thessalien und die entscheidende Schlacht bei Pharsalus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Caesar, Pompeius, Römischer Bürgerkrieg, Pharsalus, Strategie und Logistik.

Welche Rolle spielte der "Nachschub" für Caesars Erfolg?

Die Versorgungssituation war ein kritischer Faktor. Da Caesar vom Seeweg abgeschnitten war, zwang ihn der Mangel an Ressourcen zu ständiger Bewegung und riskanten Manövern, was die Dynamik des Feldzuges maßgeblich prägte.

Warum wird die Glaubwürdigkeit der Berichte von Caesar kritisch betrachtet?

Historiker wie Hans Delbrück weisen darauf hin, dass Caesar als Akteur seine eigenen Verluste minimierte und gegnerische Stärken möglicherweise übertrieb, um den Glanz seines Erfolges propagandistisch zu steigern.

Welche Bedeutung hatte die taktische Reserve bei Pharsalus?

Caesars Entscheidung, eine vierte Schlachtreihe aus sechs Kohorten hinter der 10. Legion zu verbergen, gilt als sein militärisches Meisterstück, das den entscheidenden Durchbruch gegen die überlegene pompeianische Reiterei erzwang.

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Details

Title
Hoc volearunt ... Caesars Feldzug in Griechenland im Jahre 48 vor Christus
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
HS "Die späte römische Republik"
Grade
1,7
Author
Patrick Schweitzer (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V35329
ISBN (eBook)
9783638352833
ISBN (Book)
9783638653060
Language
German
Tags
Caesars Feldzug Griechenland Jahre Christus Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Schweitzer (Author), 2004, Hoc volearunt ... Caesars Feldzug in Griechenland im Jahre 48 vor Christus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35329
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