Maria Montessori
von German Hondl
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Hauptteil
1. Biographie
2. Casa dei bambini
3. Die Normalisation
4. Die sensible Periode
5. Die wichtigsten Werke
5.1 Il metodo
5.2 Mein Handbuch
5.3 L′autoeducazione nelle Scuole Elementari
5.4 The Secret of Childhood
5.5 The Absorbent Mind
III. Schlussgedanken
IV. Literaturverzeichnis
I. Einleitung
Wenn man sich einmal einige Bücher, welche die Geschichte und ihre großen Vertreter der Pädagogik zum Thema haben liest, gewinnt man folgende Auffassung: Erziehung ist schon seit der Antike eine Domäne der Männer.
Aber ist dieser Schluss nicht von Grund auf falsch? Hieß es nicht schon seit jeher die Kindererziehung ist die Sache der Frau? Doch die Anzahl von Frauen, die sich da so unscheinbar zwischen die fast endlose Liste von berühmten Pädagogen der Geschichte einreiht ist klein. So scheint es kein Problem darzustellen auf Anhieb ein paar Pädagogen zu nennen, auch ohne erst studiert haben zu müssen. Da ist Pestallozi, der gleich fünfzig arme Kinder bei sich aufnimmt, oder Fröbel, dem Begründer der Spielpädagogik und des Kindergartens, aber auch Rousseau, der mit seinem großen Erziehungsroman "Emile" als Entdecker des Kindes gilt, seine eigenen fünf Kinder aber gleich nach deren Geburt ins Findelhaus steckt. Alles große Pädagogen, die selbst mit ihren einzelnen Werken das gesamte Lebenswerk von mehreren Pädagoginnen aufwiegen. Doch da gibt es eine Frau, die sich mit Recht nicht hinter dieser Welt der Männer zu verstecken braucht. Denn ihr Name steht nicht nur für eine Person, er steht sinnbildlich für eine Idee, eine Methode, eine Erziehung - ja eine Bewegung - die nun etwa vor 90 Jahren in der Welt der Erziehung eingeschlagen hat wie eine Bombe. Und auch heute fast fünfzig Jahre nach ihrem Tod ist ihr Schaffen und ihr Werk über die ganze Welt bekannt und lebendig wie am ersten Tag. Und selbst Menschen, die mit Erziehung und Kindern überhaupt nichts am Hut haben kennen wohl ihren Namen: Maria Montessori.
II. Hauptteil
1. Biographie
Maria Montessori wird am 31. August 1870, dem Jahr der Vereinigung Italiens in Chiaravalle in der Provinz Ancona geboren. Sie ist das Kind von Messandro Montessori (1832 - 1915), von Beruf Finanzbeamter, und Renilde Montessori , geb. Stoppani (1840 - 1912), welche aus einer Gutsbesitzerfamilie stammt. Von 1876 bis 1883 besucht sie die sechsjährige Grundschule. Schon in jungen Jahren beginnt Maria Montessori intensiv zu lesen und beschäftigt sich insbesondere mit Mathematik. Nach Abschluss der Grundschulzeit besucht sie ab Herbst 1883 die naturwissenschaftlich - technische Sekundarschule Regia Scuola Tchnica Michelangelo Buonarotti. Der Abschluss dieser Sekundarschule berechtigt sie zum Hochschulstudium und Maria Montessori beschäftigt sich mit dem Gedanken Ingenieur zu werden. Die Eltern bevorzugen zu dieser Zeit aber für Maria ein Lehrberuf als Ausbildungsziel. Maria M.′s Fächerplan ist modern. Er besteht aus einem Dreijährigen Kurs in Mathematik, Französisch, Buchhaltung, Geschichte, Erdkunde und Einführung in die Naturwissenschaften. Daran schließt dann ein vier Jahre dauernder Kurs mit modernen Sprachen wie Englisch, Französisch und Deutsch, sowie Mathematik, Physik und Chemie an. Insbesondere ihre Leistungen im Fach in Mathematik sind vorzüglich. Gegen Ende der Schulzeit auf der Sekundarschule verändert sich jedoch Maria M.`s Berufsziel. Sie will nun Medizin studieren und Ärztin werden. Dies ist ein recht ungewöhnlicher Berufswunsch für eine Frau, denn in Italien gibt es zu dieser Zeit keine einzige Ärztin. Die Medizin ist eine absolute Domäne der Männer.
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Arbeit zitieren:
German Hondl, 2002, Maria Montessori, München, GRIN Verlag GmbH
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