Universität Stuttgart
Institut für Erziehungswissenschaften und Psychologie
Abteilung für Pädagogik
„Einführung in die Pädagogik“
3. Semester
Erziehung im Dritten Reich
von: Nadja Kammerer
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 4
2. ERZIEHUNGSGRUNDSÄTZE IM DRITTEN REICH 5
2.1. Hitlers erziehungspolitische Grundsätze 5
2.1.1 Der Rassebegriff 5
2.1.2 Erziehungsgrundsätze 6
2.1.2.1 Die Bildung des Körpers 6
2.1.3 Die Wissenschaftliche Bildung 7
2.1.3.1 Kürzung des Unterrichts 7
2.1.3.2 Unterrichtsgrundsätze 7
3. DAS SCHULWESEN UND DER LEHRER IM DRITTEN REICH 8
3.1. Das Schulwesen und die Erziehung 8
3.1.1 Die verschiedenen Schultypen 8
3.1.2 Ausschaltung und Gleichschaltung 9
3.1.3 Ziele der Erziehung 9
3.1.4 Die neue Rolle des Sportunterrichts 10
3.1.5 Der reformierte Geschichtsunterricht 10
3.2. Der Lehrer im Dritten Reich 11
3.2.1 Die Lehrerbildung 11
3.2.1.1 Die Aufgaben des Lehrers in der Volksschule 11
3.2.1.2 Regeln für den Lehrer in der Volksschule 12
3.3. Zusammenfassung 13
4. DIE SCHULE UND DIE ROLLE DES LEHRERS HEUTE 13
4.1. Das heutige Schulsystem 14
4.1.1 Die Grundschule 14
4.1.2 Die Hauptschule 14
4.1.2.1 Ziele der Hauptschule 15
4.1.2.2 Unterrichtsinhalte 15
4.1.2.3 Geschichtsunterricht in der Hauptschule 16
4.1.2.4 Sportunterricht in der Hauptschule 17
4.2. Der Lehrer in der Hauptschule 17
4.2.1 Lehrerausbildung 18
4.2.2 Aufgaben des Lehrers in der Hauptschule 18
4. FAZIT 19
QUELLENNACHWEISE 20
1. EINLEITUNG
„Ein professioneller Pädagoge (benötigt) die Einsicht und den festen Willen, den Menschen, die ihm anvertraut sind, nach ihren Möglichkeiten den für sie besten Lebensweg zu eröffnen, ihnen zu helfen, sich auf diesem Weg zu finden“1 So beschreibt Dieter Lenzen im Einführungskapitel zu seinem Buch „Erziehungswissenschaft“ die seiner Meinung nach nicht immer selbstverständliche, aber wohl wichtigste Aufgabe der Pädagogen. Betont werden hierbei vor allem die Individualität und „das Wohlbefinden des einzelnen“2 In unserer heutigen Gesellschaft wird hierauf auch vermehrt Wert gelegt. Doch das war in Deutschland nicht immer so. Zur Zeit des Nationalsozialismus waren so gut wie alle Bereiche des öffentlichen Lebens auf den Staat ausgelegt, also auch die Erziehung.3
Die Machthaber des Dritten Reiches haben übereinstimmend versichert: „Die nationalsozialistische Revolution ist eine Revolution der Erziehung, die sich auf dem Boden der nationalsozialistischen Weltanschauung vollziehe.“4. Dabei ist gemeint, dass die Erziehung im Vordergrund steht, und es darum geht, die Jugend bestmöglich zu erziehen und zu bilden. Das bedeutet, dass man viel Zeit in die Jugend investiert und die Jugend auch außerhalb der Schule in verschiedenen Vereinen gefördert wird. Mein Interesse besteht nun darin zu klären, welche Erziehungstheorien zu der Reform der Erziehung beigetragen haben und wie die Schule und somit auch Lehrerrolle im dritten Reich sich zu dem Lehrer und der Schule heute unterscheidet.
2. ERZIEHUNGSGRUNDSÄTZE IM DRITTEN REICH
Der Nationalsozialismus hat viele Wissenschaftler, vermehrt Philosophen, dazu veranlasst, Theorien zu der Erziehung aufzustellen.5 Unter ihnen auch Adolf Hitler. Adolf Hitler kam 1933 an die Macht und wollte nun die Erziehung reformieren, so dass die Erziehung an die nationalsozialistische Weltanschauung angepasst wird6. Hitler hatte seine ganz genauen Vorstellungen, wie er das Bildungssystem reformieren wollte und diese führte er in seinem Buch „Mein Kampf“ auf.7
2.1. Hitlers erziehungspolitische Grundsätze
„Mein Kampf“ wurde von Hitler in Gefangenschaft nach einem missglückten Putschversuch verfasst. Nach einem Überblick über sein Leben beschreibt er seine nationalsozialistischen Vorstellungen und Ziele 8. Hierbei kommen auch erzieherische Anschauungen nicht zu kurz; Hitler setzt auf die Jugend als Zukunft eines neuen völkischen Staates.9 Für Hitler ist das Erziehungsideal, dass die Kinder und Jugendlichen in einem ausbruchsicheren Staat aufwachsen, in dem festgelegt wird, dass später auf alle Fälle ein Nationalsozialist entsteht.10
2.1.1 Der Rassebegriff
Der Begriff „Rasse“ taucht in Hitlers Weltanschauungen sehr oft auf, und er unterscheidet zwischen den Ariern, die alleinige Hochkultur, und zwischen dem größten Gegner der Arier, nämlich dem Judentum. Das Judentum ist der größte Feind der Arier, so Hitler, und muss vernichtet werden.11 Auch die „Mischrassen“ 12 sind nach Hitler nicht zu dulden, da das arische Volk mit anderen vermischt wird, und das arische Volk reinrassig bleiben sollte, damit es nicht mit „minderwertigen Rassen“ vermischt wird. Hierbei musste Hitler arische von nicht- arischen Menschen trennen, und das tat er nach dem Prinzip des Sozialdarwinismus. Mit Sozialdarwinismus ist hier gemeint, dass Hitler die Theorie Darwins „survival of the fittest“ vom Reich der Tiere in das Reich der Menschen überträgt.13 Das Ziel für Hitler war eine arische Welt, mit dem germanistischen Volk, das seine Gedanken und Lebensweisen auf andere übertragen sollte, und die anderen zu Sklaven machen sollte 14.
2.1.2 Erziehungsgrundsätze
2.1.2.1 Die Bildung des Körpers
[...]
1 Lenzen, Erziehungswissenschaft, 1994, S. 16
2 Lenzen, Erziehungswissenschaft, 1994, S. 16
3 vgl. Giesecke, H.:, 1999, S.19
4 vgl. Lingelbach, 1987, S. 25
5 vgl. Lingelbach, 1987, S. 32
6 vgl. Giesecke, H.: 1999 S. 20
7 vgl. Hitler, A, 1939, S. 75
8 vgl. Giesecke, H., 1999 S.20
9 Hitler, A, 1939, S. 454
10 vgl. Giesecke, H.:1999 S. 21
11 vgl. Lingelbach, 1987 S. 32
12 vgl. Hitler, A, 1939 S. 75
13 vgl. Lingelbach, 1987, S. 26
14 vgl. Giesecke, 1999, S.22
Arbeit zitieren:
Nadja Kammerer, 2004, Erziehung im Dritten Reich, München, GRIN Verlag GmbH
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