Inhaltsverzeichnis
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I. Einleitung 3
II. Historischer Abriß 4
III. Vergleichbarkeit Antike - Moderne 5
IV. Alltagsgeographische Phänomene
1. Wohnkultur 5
2. Verkehr 9
3. Versorgung 10
4. Unterhaltung 12
V. Zusammenfassung 14
VI. Literaturverzeichnis 15
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I. Einleitung:
„Was überlicherweise eine Stadt für ihr Territorium bedeutet, das repräsentiert diese Stadt für die gesamte bewohnte Welt, da sie gleichsam zu ihrer gemeinsamen Hauptstadt erhoben worden ist“, so der aus Kleinasien stammende Rhetor Aelius Aristides im 2. Jahrhundert nach Christus. 1
Daß diese Bezeichnung auf Rom zutrifft, scheint unbestritten, doch wie lebte es sich in dieser Hauptstadt der Welt? Was bestimmte den Alltag der Bewohner und was unterschied ihr Leben von dem eines Menschen in der römischen Provinz? Diese Fragen zu klären, soll der Anspruch dieser Arbeit sein. Dabei wird der Fokus nicht auf der politischen, militärischen oder administrativen Bedeutung der Stadt für das Römische Weltreich, sondern vor allem auf der Herausstellung der alltagsgeographischen Phänomene dieser einzigen Metropole der Antike liegen. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriß, der natürlich nur absolut verkürzt ist, aber mir dennoch notwendig erscheint, wird besonders die Betrachtung der Stadt in der Römischen Kaiserzeit unter den vier Gesichtspunkten Wohnen, Verkehr, Versorgung und Unterhaltung im Mittelpunkt stehen. Neben der Beleuchtung der einzelnen Phänomene soll es ferner Ziel dieser Arbeit sein, mögliche Vergleichsaspekte zwischen Phänomenen und Problemen des antiken Roms und moderner Metropolen aufzuzeigen. Bei der Bearbeitung des Themas habe ich mich für einen interdisziplinären Ansatz entschieden. Neben geographischen Instrumentarien werden vor allem archäologische, historische und philologische Erkenntnisse in die Betrachtung einfließen. Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß diese Arbeit nach den Regeln der alten Rechtschreibung verfaßt wurde.
1 Aelius Aristides zitiert nach: Kolb, Frank: Rom. Die Geschichte der Stadt in der Antike, 2. Auflage, München
2002, S. 13.
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II. Historischer Abriß:
753 v. Chr. Legendäre Gründung (archäologisch um 750 v. Chr. faßbar) ab 600 v. Chr. Herrschaft des etruskischen Geschlechts der Tarquinier Zusammenschluß der Siedlungen auf Kapitol und Quirinal 510/509 v. Chr. Sturz des letzten etruskischen Königs (Tarquinius Superbus) è Beginn der römischen Republik 390 v. Chr. Keltischer Stamm der Semnonen plündert Rom 327 v. Chr. Beginn der Unterwerfung Mittel- und Unteritaliens 264 - 241 v. Chr. 1. Punischer Krieg 218 - 201 v. Chr. 2. Punischer Krieg 146 v. Chr. Zerstörung Karthagos und Korinths è Rom endgültig Vormacht im Mittelmeerraum 58 - 50 v. Chr. Caesar erobert als Prokonsul Gallien 44 v. Chr. Ermordung Caesars 31 v. Chr. -Herrschaft des Octavian 14 n. Chr. -> Beginn des Prinzipats / der Kaiserzeit 96 - 138 n. Chr. Unter der Herrschaft Trajans und Hadrians größte Ausdehnung des Herrschaftsbereichs 148 n. Chr. 900-Jahr-Feier der Stadt è 1 Millionen Bewohner 330 n. Chr. Byzanz wird Hauptstadt è Rom verliert zunehmend an Bedeutung 391 n. Chr. Theodosius I. -> Christentum wird Staatsreligion 395 n. Chr. Trennung der Reichsteile
è Regierungssitz im Westen wird erst Mailand, ab 402 Ravenna 410 n. Chr. Westgoten unter Alarich erobern Rom 455 + 472 n. Chr. Vandalen plündern Rom 476 n. Chr. Letzter römischer Kaiser, Romulus Augustulus, wird abgesetzt
III. Vergleichbarkeit Antike - Moderne:
Grundsätzlich weist Rom als Metropole der Antike durchaus einige Phänomene auf, die zum Vergleich mit der Moderne auffordern. Erstens die enormen staatlichen Investitionen vor allem in die technische Infrastruktur der Stadt, was insgesamt zu einem technischen Standard führte, der in weiten Teilen erst wieder am Ende der Gründerzeit erreicht werden konnte - bei der Betrachtung des luxuriösen Standards der Villen zum Teil bis heute nicht. Zweitens der rentenkapitalistischen Prinzipien folgende Wohnungsbau (Unterteilung in Hausbesitzer / Pächter / Mieter) 2 und drittens die in spätrepublikanischer Zeit einsetzende metropolitan ausgerichtete Binnenwanderung, welche in der Folgezeit zu einer Verdichtung der Wohnfunktion und einer Marginalisierung eines Teils der städtischen Bevölkerung und ihrer Wohnstätten führte. Diese Tendenzen verstärkten sich in augusteischer Zeit zunehmend und die Polarisierung der städtischen Gesellschaft gipfelte in einer sozialräumlichen Differenzierung. 3
IV. Alltagsgeographische Phänomene:
IV. 1. Wohnkultur
Aus der nach mythologischer Überlieferung im Jahre 753 vor Christus gegründeten Stadt Rom, die anfangs nur aus einem Zusammenschluß von Fischersiedlungen mit einfachsten Hüttenbauten bestand, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte die Hauptstadt der damals bekannten Welt. Grundsätzlich besteht in der heutigen Zeit eine große Diskrepanz zwischen den Vorstellungen der meisten Menschen über das städtische Leben in der Blütezeit des Römischen Reiches und seiner Wirklichkeit. Die meisten Menschen lebten mitnichten in einem luxuriösen Herrenhaus, welches auf dem Lande villa und in der Stadt domus genannt wurde, sondern bewohnte einfache, mehrstöckige Mietshäuser. Denn schon damals hing die Qualität der Wohnstätte enorm von der sozialen Stellung und dem Einkommen des Bewohners ab. „Während die Vornehmen und Wohlhabenden in einem komfortablen Haus lebten, spielte sich das Leben der Masse wesentlich im öffentlichen Straßenraum ab.“ 4
2 Vgl. Lichtenberger, Elisabeth: Die Stadt. Von der Polis zur Metropolis, Darmstadt 2002, S. 17.
3 Vgl. Schnackers, Brigitte: Rom. Eine Millionenstadt in der Antike, in: Geographie heute, Heft 207/2003, 24.
Jahrgang, S. 26.
4 Kunst, Christiane (Hrsg.): Römische Wohn- und Lebenswelten. Quellen zur Geschichte der römischen Stadt,
Darmstadt 2000, S. 5.
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Arbeit zitieren:
Patrick Schweitzer, 2004, Rom - alltagsgeographische Phänomene einer antiken Metropole, München, GRIN Verlag GmbH
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