Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 4
2 DICHOTOMIE 4
3 WAS IST JAPANISCH RELIGIONEN UND WERTE 7
Buddhismus 8
Konfuzianismus 9
Shintô 9
3.1 Akkulturation 10
3.2 Nationalgedanken 11
4 GESELLSCHAFT 12
4.1 Die Familie 12
4.2 Volljährigkeit 13
5 IST JAPAN SO ANDERS 14
6 CONCLUSIO 16
7 QUELLENVERZEICHNIS: 16
3 NA
1 Einleitung
Die folgenden Seiten sind dem Thema „Werte und Traditionen in Japan“ gewidmet. Damit beziehe ich mich vor allem auf die heutige Gesellschaft und ihre Entstehung in den letzten Jahrzehnten.
Als jemand der noch nie in Japan war und auch so gut wie keinen Kontakt mit JapanerInnen hat(te), ist es eine schwierige Aufgabe die Werte und Traditionen zu erfassen, die sich tat- sächlich mit Kontinuität vorfinden. Ich muss mich auf deutsche und englische Sekundärlitera- tur allein beziehen und jenes in einem sehr kurzen Zeitraum; wenigstens um eine Kultur zu verstehen. Trotz all dieser eher ungünstigen Vorzeichen, war es mir eine große Freude eine Zeit lang, so weit es mir möglich war, in die Kultur Japans einzutauchen. Ich habe mich dabei bemüht eine Sensibilität aufzubauen, die verinnerlichte Traditionen und Werte in alltäglichen Situationen wieder finden sollte. Ich hoffe sehr, dass die nächsten Seiten in denen ich die Di- chotomie in der Gesellschaft, Religionen und Werte, Akkulturation, Nationalgedanken sowie die Familie und die Volljährigkeit näher behandle, die Erwartungen erfüllen. Mir liegt daran einen kleinen Einblick in die japanische Denkweise zu geben und zur weiteren Lektüre anzuregen. Als roten Faden, der sich durch die gesamte Arbeit ziehen sollte, stelle ich die Frage, ob Japan denn wirklich so anders ist.
2 Dichotomie
Ein Thema wie dieses ist von vielen Widersprüchen und Gegensätzen geprägt. Dies liegt in der Natur der Sache; schließlich ist in keiner Nation oder Kultur jeder derselben Meinung. Die verbreiteten Vorurteile von der homogenen japanischen Kultur sind natürlich zurückzuwei- sen. In Japan sieht die, trotzdem vorhandene, Widersprüchlichkeit so aus:
4
(Sasaki/Suzuki 2000:194)
Diese Abbildung stammt von einer Serie quantitativer Umfragen 1 , die seit 1953 und danach alle 5 Jahre durchgeführt wurden. Im oberen rechten Quadrat befinden sich Antworten, die unter das Label „traditionell“ fallen und im linken unteren sind die Antworten zusammenge- fasst die als „modern“ 2 gelten. Ohne jetzt auf die näheren, statistischen Zeichen eingehen zu wollen, möchte ich eine zweite Abbildung hinzufügen, durch die vieles klarer werden wird.
1
Am Institut für Statistik und Mathematik in Tokio wurden Umfragen durchgeführt die Einstellungen und Werte in Japan herausfinden sollten. Im Jahr 2000 wurde ein großer Teil dieser Daten von Masamichi Sasaki und Tat- suzo Suzuki in ihrem Buch „Social Attitudes in Japan“ vorgestellt.
2 Die Ausdrücke modern und traditionell wurden von der Studie selbst nicht benutzt.
5
(Sazaki/Suzuki 2000:197)
Diese Zusammenstellung ergab sich aus den selben Fragen wie die obere, wurde allerdings in den Vereinigten Staaten durchgeführt.
Auf den ersten Blick sehen wir, dass die beiden Abbildungen stark differieren. Dies heißt aber nicht dass die beiden Nationen Kulturen repräsentieren die fundamental unterschiedlich wä- ren. Ganz im Gegenteil stellten sich bei den Umfragen erstaunliche Gemeinsamkeiten heraus. Was ich mit den beiden Bildern zeigen will, ist die Differenzierung der Cluster-Bildung in beiden Gesellschaften. Wobei Japan, wie schon weiter oben erwähnt, eine Dichotomie bildet. Auf der einen Seite findet man traditionelle und auf der anderen moderne Ansichten wieder. Natürlich ist dies schwierig zu verallgemeinern, doch auch die qualitativen Forschungen kommen zu diesem Ergebnis.
In Amerika haben wir zwei Seiten, die unterschiedlich sind. Die linke Seite beinhaltet Ant- worten, die stark voneinander abhängig sind und nicht weit entfernt liegen. Die rechte Seite zeigt genau das Gegenteil; nämlich weit entfernt liegende, kaum gegenseitig abhängige und zahlenmäßig kleinere Einzeleinstellungen. Damit ist in Amerika eine „amerikanische“ Ein- stellung vorhanden, wobei die „japanische“ zweigeteilt ist.
Die Autoren weisen auch darauf hin, dass traditionelle und moderne Meinungen nicht notge- drungen zwei Bürgergruppen umfassen, in der alle denselben Ansichten zugehören. Man kann
6
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Sabine Putzgruber, 2003, Traditionen und Werte in Japan, Munich, GRIN Publishing GmbH
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