I
Summary
Steigender Wettbewerbsdruck zwingt Unternehmen dazu, ihre Supply Chains effektiver zu gestalten. Diese Seminararbeit untersucht die Möglichkeiten und Ergebnisse E-Business in das Supply Chain Management zu integrieren. Dabei wird zu erst das Supply Chain Management anhand der verschiedenen Marketing Channels vorgestellt und das Supply Chain Konzept vorgestellt. Dann wird das umfangreiche Thema von E-Business mit seinen verschiedenen Anwendungen behandelt. Der Hauptteil der Seminararbeit besteht in der Beschreibung und kritischen Betrachtung der Zusammenführung beider Konzepte. Dabei werden verschiedene Lösungen aus den Bereichen Praxisinstrument sowie Anwendungen aufgezeigt. Diese werden mit praktischen Beispielen untermalt.
I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Abbildungsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
1. Problemstellung. 1
2. Grundlagen. 2
2.1 Supply Chain Management 2
2.1.1 Marketing Channels 2
2.1.2 Abgrenzung des Supply Chain Managements zu Marketing Channels. 3
2.1.3 Das Supply Chain Konzept 4
2.2 Electronic Business 6
2.2.1 Grundlagen 6
2.2.2 Portale 7
2.2.3 Elektronische Marktplätze. 8
2.2.4 Online-Shops 9
2.2.5 Intranet- und Extranet-Lösungen 9
3. E-Business und Supply Chain Management. 11
3.1 Zusammenhang von E-Business und Supply Chain Management 11
3.2 Informations- und Kommunikationstechnologien (Praxisinstrumente) 12
3.2.1 Informationstechnologien 12
3.2.2 Kommunikationstechnologien 15
3.3 Anwendungsbereiche 16
3.3.1 E-Commerce. 17
3.3.2 Electronic Procurement (E-Procurement) 18
3.3.3 E-Fulfillment. 21
3.3.4 E-Collaboration. 26
3.3.5 E-Information 27
3.3.6 E-Messaging. 28
4. Kritische Betrachtung. 29
5. Fazit. 30
Literaturverzeichnis. i
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Aufbau einer Supply Chain 4
Abbildung 2: Segmente des E-Business mit Relevanz für das SCM. 17
Abbildung 3: Startseite con click2procure 19
II
Abkürzungsverzeichnis
4 th Party Logistics 4PL APS Advanced Planning and Scheduling System ASP Application Service Provision B2B Business-to-Business B2C Business-to-Consumer d.h. das heißt E-Auction Electronic Auction E-Business Electronic Business E-Collaboration Electronic Collaboration E-Commerce Electronic Commerce ECR Efficient Consumer Response EDI Electronic Data Interchange EDIFACT Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and
Transport E-Fulfillment Electronic Fulfillment E-Information Electronic Information E-Mail Electronic Mail E-Messaging Electronic Messaging E-Procurement Electronic Procurement E-RFQ Electronic Request for Quotation ERP Enterprise Resource Planning GPS Global Positioning System IT Informationstechnologie PPS Produktionsplanung und -steuerung RFID Radio Frequency Identification SCE Supply Chain Execution SCM Supply Chain Management SCP Supply Chain Planning SMS Short Message Service VMI Vendor Managed Inventory XML Extensible Markup Language
Problemstellung 1
Aufgrund des steigenden Wettbewerbdrucks durch die Globalisierung sind die Unternehmen immer mehr gezwungen, nach Optimierungen in der Wertschöpfungskette zu streben. Durch ganzheitliche und prozessorientierte Ansätze wie das Supply Chain Management und das Electronic Business (E-Business) können Unternehmen drastische Einsparungen erzielen, den Kundenservice erhöhen und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Der Einsatz modernster Informations- und Kommunikationstechnologien stellt bereits heute einen wichtigen Wettbewerbsfaktor dar und wird in Zukunft einen noch größeren Stellenwert haben.
Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst grundlegende Begriffe und Ansätze des Supply Chain Managements und des Electronic Business zu erklären. Anschließend werden die Möglichkeiten der Integration des Electronic Business in das Supply Chain Management-Konzept untersucht. Dabei wird auch auf die bereits bestehende Software des Supply Chain Managements eingegangen. Zuletzt erfolgt die kritische Beurteilung über die Zusammenführung beider Konzepte.
Grundlagen 2
2.1 Supply Chain Management
2.1.1 Marketing Channels
Unter Marketing Channel versteht man die Zusammenarbeit mehrerer voneinander abhängiger Unternehmen, die gemeinsam ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten.
Marketing channels can be viewed as sets of interdependent organizations involved in the process of making a product available for use or consumption 1 .
Traditionell besteht ein Marketing Channel aus Hersteller, Großhändler und Einzelhändler. Jeder dieser Mitglieder übernimmt bestimmte Funktionen in diesem Zusammenspiel. Diese Funktionen werden innerhalb spezifischer Channel Arrangements wahrgenommen. Channel Arrangements bestehen wiederum aus Ownership Channel, Negotiations Channel, Financing Channel, Promotions Channel und Logistics Channel. 2
Im Ownership Channel g eht es um das Eigentumsrecht an der Ware. Alle Mitglieder im Ownership Channel übernehmen über die Lagerfunktion zeitweise das Eigentum an der Ware. Außerdem übernehmen sie auch alle Risiken, die mit der Lagerhaltung verbunden sind. Der Negotiations Channe l beinhaltet alle Kauf-und Verkaufsvereinbarungen. Beispielsweise werden hier die Lieferbedingungen festgelegt. Im Financing Channel legen die Mitglieder Zahlungsbedingungen sowie die Krediterteilung fest. Insbesondere ist hier die meist unterschiedliche Finanzierungskraft der Mitglieder zu berücksichtigen. Der Promotions Channel beinhaltet alle Aktionen zur Verkaufsförderung eines bestehenden oder neuen Produktes.
1 Johnson, J., Wood, D., Wardlow, D., Murphy, P. (1999), S. 31
2 Der Begriff Marketing Channel könnte mit Vertriebsweg übersetzt werden. Unter Channel
Arrangements versteht man die Gruppierung der Mitglieder nach bestimmten Aufgaben. Dabei
könnte man Ownership mit Besitztum, Financing mit Finanzierung, Promotions mit Werbung und
Logistics mit Logistik übersetzen.
Grundlagen 3
Die Hauptaufgabe im Logistics Channel ist die Sortiments-Zusammenstellung. Hierbei werden Produktsortimente so angeordnet, damit sie in geeigneter Weise beim Endkunden ankommen. 3
2.1.2 Abgrenzung des Supply Chain Managements zu Marketing
Channels
Supply Chain Management ist die unternehmensübergreifende Koordination und Optimierung der Material-, Informations- und Wertflüsse über den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Rohstoffgewinnung über die einzelnen Veredelungsstufen bis hin zum Endkunden mit dem Ziel, den Gesamtprozess sowohl zeit- als auch kostenoptimal zu gestalten. 4
Das Supply Chain Management kann in insgesamt sieben Bereichen zum Marketing Channel-Konzept abgegrenzt werden. Der wohl wichtigste Unterschied zwischen Supply Chains und Marketing Channels ist die Länge. Während ein Marketing Channel nur die Lieferkette vom Hersteller bis zum Endverbrauc her beinhaltet, umfasst das Supply Chain Management die gesamte Lieferkette vom Lieferanten der Rohmaterialien über Zwischenlieferanten, Hersteller, Großhändler, Einzelhändler bis zum Endkunden. Ein weiterer Aspekt des Supply Chain Managements ist die Möglichkeit der Produktneugestaltung. Während sich die Mitglieder des Marketing Channels auf bereits bestehende Produkte konzentrieren, wird in SCM der stetige Produktfluss in den Vordergrund gestellt. Dabei ist es auch möglich, Produkte neu zu gestalten, damit sie besser in die Kette passen, oder sogar ganz neue Produkte zu entwickeln. Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist der Übergang vom „Push-System“ zum „Pull-System“. Das Pull-System im Supply Chain Management sieht vor, dass nur das produziert wird, was der Kunde verlangt, während im Push-System eine maximal mögliche Kapazitätsauslastung angestrebt wird und die daraus resultierenden Überschüsse notfalls mit besonderen Werbemaßnahmen an den Kunden gebracht werden.
3 Vgl. Johnson, J., Wood, D., Wardlow, D., Murphy, P. (1999), S. 31-42
4 Vgl. Arndt, H. (2004), S. 46
Grundlagen 4
Weitere Eigenschaften des Supply Chain Managements sind eine effizientere Lagerhaltung, bessere Kommunikationsmöglichkeiten, eine firmenübergreifende Koordination und der Abschluss von Langzeitverträgen. 5
2.1.3 Das Supply Chain Konzept
Das Supply Chain Konzept beinhaltet im Gegensatz zu klassischen Logistikkonzepten die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit aller Unternehmen der Wertschöpfungskette , bei der der Güter- und Informationsfluss aller Beteiligten aufeinander abgestimmt wird. 6 Dieses Konzept bezieht sich nicht nur a uf zwei Unternehmen, sondern auf alle Unternehmen der gesamten vertikalen Wertschöpfungskette, das heißt von den „Lieferanten der Lieferanten“ bis zu den „Kunden der Kunden“. 7
Die nachfolgende Abbildung zeigt die Verknüpfung der einzelnen Mitglieder in einer Supply Chain. Der Warenfluss erfolgt hier vom Zulieferer über alle Wertschöpfungsstufen hinweg zum Endkunden. Der Informations - und Geldfluss dagegen geht vom Endkunden aus in umgekehrter Richtung bis zum Rohstofflieferanten.
5 Vgl. Johnson, J., Wood, D., Wardlow, D., Murphy, P. (1999), S. 38 - 42
6 Vgl. Corsten, Gössinger, (2001), S. 83
7 White, J. zitiert in: Johnson, J., Wood, D., Wardlow, D., Murphy, P. (1999), S. 38
Arbeit zitieren:
Daniela Pfeffer, 2004, Integration von E-Business in das Supply Chain Management, München, GRIN Verlag GmbH
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