2
3.3.4 Abfall 43
4 Fazit 44
4.1 Vergleich der Strategien 44
4.2 Schlussbetrachtungen 48
5 Literaturverzeichnis 49
3
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Verteilung der Gase Quelle: Umweltbundesamt 19
Abbildung 2: Auswirkungen weltweiter Klimaänderungen Quelle: Umweltbundesamt Klimaschutz 2001 20
Abbildung 3: Aufteilung der Verkehrsteilnehmer Quelle: Umweltbundesamt 28
Abbildung 4: Formen der Biomassenutzung Quelle: Zukunftsenergien, Lehmann, H., Berlin 1995 39
Abbildung 5: CO 2 Emissionen nach Sektoren in Deutschland
4
Abkürzungsverzeichnis BHKW Blockheizkraftwerk C Grad Celsius ca. cirka CO 2 Kohlendioxid FCKW Fluorchlorkohlenwasserstoffe f. folgende Seiten GW Gigawatt ( 1 Milliarde Watt ) GJ Gigajoule ( 1 Milliarde Joule ) HKW Heizkraftwerk J Joule ( 1 Wattsekunde ) Kfz Kraftfahrzeug Kg Kilogramm Kj Kilojoule kW Kilowatt kWh Kilowattstunde Lkw Lastkraftwagen Mio. Millionen Mrd. Milliarden MT Megatonne MW Megawatt ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr Pkw Personenkraftwagen ppb parts per billion ( ein Teil auf eine Milliarde ) ppm parts per million ( ein Teil auf eine Million ) SO 2 Schwefeldioxid t Tonne TW Terrawatt TWh Terrawattstunde UV-B kurzwellige ultraviolette Strahlung z.B. zum Beispiel z.Zt. zur Zeit
5
1 Einleitung
1.1 Problemaufriß
Mit dem Beginn der Industrialisierung haben Menschen in einem vorher noch nie dagewesenen Maße die Natur aus gebeutet. Die verfügbaren Ressourcen wurden und werden mehr verbraucht als sie sich im gleichen Zeitraum regenerieren können. Die Biosphäre wird seit über einem Jahrhundert mit allen erdenklichen Schadstoffen vergiftet. Dieses Problem ist nicht national es ist global. Es ist auch kein Problem was sich irgendwann von selbst erledigt. Die große Mehrzahl der Länder und Menschen strebt danach, das Niveau des materiellen Wohlstands in den westlichen Industriestaaten zu erreichen und zwar durch Industrialisierung ihrer Wirtschaft nach westlichem Vorbild. Die Menschheit hat sich seit dem vorletzten Jahrhundert um den Faktor drei oder mehr vermehrt. Allen ist gemeinsam, daß sie ihre Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen befriedigen müssen. Niemand möchte aber verunreinigte Lebensmittel zu sich nehmen und in einer Behausung ohne Wärme und Licht wohnen. In diesem Jahrhundert zu leben bedeutet auch in entfernte Länder zu reisen. Und das mit den unterschiedlichsten Transportmitteln. Es bedeutet auch diese oder ähnliche Transportmittel im privaten Konsumbereich zu verwenden. Egal was wir tun, wir bedienen uns immer häufiger technischer Hilfsmittel, die Energie benötigen um ihre Arbeit aufzunehmen. Mit reiner Muskelkraft könnte in Fabriken nicht mit unserer heutigen gewinnoptimierten Fertigung produziert werden. Nur die hoch technisierte Fertigung besteht auf dem Markt. Was hier produziert wird, wird nicht unbedingt hier konsumiert. Das Gegenteil ist oft der Fall. Wir exportieren und importieren aus und in jedes L and. Kein Stoff mit dem wir produzieren ist mehr so wie er von der Natur geschaffen wurde. Wirtschaftsgüter werden physikalisch und chemisch wird mit den unterschiedlichsten Mitteln behandelt. Die Biomasse der Menschheit beträgt 52 Millionen Tonnen, die seiner Nutztiere ca. 265 Millionen Tonnen und die Gesamtmasse der übrigen tierischen Biomasse 2000 Millionen Tonnen. Das Gesamtgewicht aller Menschen beträgt gegenwärtig nur etwa 0,03 Promille der Masse allen Lebens auf der Erde. Er verbraucht aber über zehn Prozent der Gesamtproduktion. 1
1 Vgl. Reichholf, Josef H., Der blaue Planet, München 1998, S. 47 f.
6
Der ganze riesige Bedarf an Energie muß um nutzbar zu werden erst einmal produziert werden. Zum Beispiel durch mit Öl oder Kohle befeuerte Kraftwerke. Der ganze produzierte und konsumierte Abfall muß irgendwie entsorgt werden. Alle Kraftfahrzeuge die bewegt werden benötigen zum transportieren Treibstoff. Der heutige und frühere Umgang mit den Ressourcen, um so zu leben wie wir leben, hinterläßt deutliche Spuren. Eine dieser Spuren ist der Treibhauseffekt, der unter anderem durch eine hohe Kohlendioxidbelastung entsteht. In der Presse und den Medien wird immer öfter über den Treibhauseffekt informiert. Ein verstärktes Interesse an dieser Thematik kam mit der Berichterstattung über das als El - Niño bekannte Wetterphänomen auf. Seit 1970 werden im Pazifischen Ozean länger andauernde und intensivere Temperaturanomalien mit den Unterschiedlichsten negativen Auswirkungen beobachtet. 2
In den subtropischen Breiten nahm der Niederschlag ab, über den nördlichen und mittleren Breiten nahm er um 0,5 bis 1% pro Dekade zu. Der Meeresspiegel erhöhte sich im vergangenen Jahrhundert um 10 bis 20cm und die Schneebedeckung der Nordhemisphäre sank seit 1960 um 10%. In der Arktis verschwindet jährlich eine Eisfläche von der Größe Nordrhein - Westfahlens. Seit Beginn der systematischen meteorologischen Aufzeichnungen 1861,war das Jahr 1998 das wärmste Jahr seit 1861. Die 90er Jahre waren das wärmste Jahrzehnt des Jahrhunderts. Spätestens von diesem Zeitpunkt an waren Auswirkungen dieses Problem f ür jedermann greifbar. Es wurde permanent über Wetter und Klimaverschiebungen, gewaltige Stürme, Überschwemmungen, Erntekatastrophen und Schäden in Millionenhöhe berichtet. 3
Ich stellte mir in diesem Zusammenhang die Frage, inwieweit bestimmte Handlungsstrategien zur Reduzierung des Kohlendioxidaufkommens sinnvoll anwendbar sind und somit für den Klimaschutz nützlich und notwendig sind.
Die meisten Berechnungen zeigen das Temperaturschwankungen schneller erfolgen werden als in den letzten 10.000 Jahren. Trotz eines gigantischen Umsatzes von 100
2
Vgl. Begon, M.E., Townsend, C.R., Harper, J.L., Ökologie, Heidelberg 1998, S. 458
3 Vgl. GEO, Weltklima, Ausgabe Nr.7, Gruner und Jahr Verlag, Hamburg 2001, S. 120
7
Gigatonnen Kohlenstoffe pro Jahr emittiert die belebte Welt netto nämlich gar nichts, denn CO 2 Ausstoß und Aufnahme heben sich auf. Der Mensch bringt zusätzlich 6 Gigatonnen zusätzlich durch Öl, Kohle und Gasförderung, und zusätzlich zwei Gigatonnen durch Feuer und Waldrodungen oder Grünflächenumwandlung in die Rechnung mit ein. Lediglich zwei Tonnen werden durch Ozeane aufgenommen. Die Biosphäre soll - so wird vermutet ca. zwei Gigatonnen aufnehmen und abbauen 4
1.2 Untersuchungsziele
Um die gesamte Umwelt qualitativ und quantitativ zu entlasten sind neben der bestehenden Umweltgesetzgebung weitere Maßnahmen notwendig. Untersucht werden sollen die
a.) Effizienzstrategie
b.) Substitutionsstrategie
c.) Suffizienzstrategie
Ich möchte herausfinden welche Strategie in bestimmten Einsatzbereichen welche Vorteile, aber auch eventuelle Nachteile in sich birgt. Auch sollen eventuelle Hindernisse in der Durchführung der Strategie beschrieben werden. Das alles mit spezieller Si chtweise hinsichtlich des Klimaschutzes. Insbesondere sollen Möglichkeiten zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes dargestellt werden.
1.3 Untersuchungsgegenstand
Die Strategien sollen aufzeigen wieviel Potenzial sie beinhalten, um die Umwelt nachhaltig zu schützen. Es soll auch aufgezeigt werden, wie realistisch die Verfolgung einer bestimmten Strategie mit ausgewählten Mitteln ist. Die Strategien sollten aufzeigen in wieweit sie Einfluß auf die Hauptquellen der Umweltgefahren haben. Es soll überprüft w erden, ob die Freisetzung von klimarelevanten Gasen bei den Umwandlungsprozessen ( Verbrennung ) und dem
4 Vgl. GEO, Weltklima, Ausgabe Nr.7, Gruner und Jahr Verlag, Hamburg 2001, S. 122
8
Transport von Energie reduziert oder verhindert werden kann. Weiterhin sollte der Ausstoß von anderen Schadstoffen reduziert werden oder gänzlich unterbunden werden. Nicht regenerierbare Ressourcen wie z.B. ÖL sollen nicht vergeudet werden, oder deren Verbrauch erheblich reduziert werden. Abfall soll möglichst nicht entstehen oder recycelt werden. Es soll alles in Kreisläufen wiederverwertet werden und der Konsum wenn möglich heruntergefahren werden.
1.4 Aufbau der Untersuchung
Zur Erstellung dieser Untersuchung wurde Sekundärliteratur bestehend aus Fachbüchern und Fachzeitschriften verwendet. Außerdem wurden Berichte von Unternehmen und deren Broschüren sowie Studien von Instituten verwendet.
Zuerst werden die Rahmenbedingungen des Umweltschutzes dargestellt und ein kurzer historischer Überblick über die Problematik erstellt.
1.5 Abgrenzungen
Bei der Untersuchung soll nicht auf die Problematik der Atomenergie eingegangen werden, da dieses Thema den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Es soll keine Analyse des politischen Systems in der Bundesrepublik Deutschland erfolgen. Auch die Gesetzgebungsverfahren und der Einfluß der Europäischen Union und ihrer Akteure soll nicht untersucht werden.
9
2 Rahmenbedingungen
2.1 Geschichtliche Entwicklung der Umweltpolitik
Die Geschichte der Umweltpolitik ist grob in zwei Phasen einzuteilen.
a.) Die Zeit bis zur industriellen Revolution: Hier gab es je nach historischer Zeitrechnung einzelne Gebote und Gesetze. Im ersten Zeitalter der Menschheit gelangten von den Jägern und Sammlern gebrauchte Gegenstände immer wieder in die natürlichen Kreisläufe zurück. Waren Ressourcen erschöpft zogen sie weiter und die Natur hatte genügen Zeit sich zu regenerieren. Mit dem Beginn des Seßhaft werdens und der Anhäufung von Gütern über den alltäglichen Bedarf hinaus (z.B. um Handel zu betreiben und Wohlstand zu repräsentieren ) und mit dem Beginn der Viehzucht und der Felderwirtschaft geriet das biologische Gleichgewicht langsam in ein Ungleichgewicht. Die ersten Gesetze galten jedoch meist nicht zum Schutz der Natur sondern um Untergebene zu leiten. Erste Gesetze für die Natur kamen erst in der Neuzeit. Gewisse Umwelttechnologien um die riesigen A bfallmengen von Lebensmitteln, Abwässern und Baustoffen bei den Bauvorhaben der Verstädterung der Römer zu delegieren, waren nicht zum Schutz der Natur sondern zur Bereicherung der Lebensqualität der Bewohner gedacht. 5
b.) Die Zeit nach der industriellen Revolution: Die Verschlechterung der Umweltbedingungen und auch der Lebensbedingungen für Mensch und Tier steigerte sich ab dem Beginn des Industriezeitalters nicht konstant, sondern Überproportional zu allen bisher aufgetretenen Belastungen. Es traten zusätzlich zu den wahrnehmbaren Belastungen wie Rauch, Ruß, Gerüche, verschmutztes Wasser, verschmutzter Boden und Krankheiten viele unsichtbare Belastungen auf. Sie konnten von der Bevölkerung nicht mit bloßem Auge wahrgenommen werden sondern äußerten sich meist über schwere Krankheiten. Hier handelte es sich um Schwermetalle, Gase, Radioaktivität und giftige organische Verbindungen.
5 Vgl. Goudie, Andrew, Mensch und Umwelt, Heidelberg 1994, S.12 f.
10
Erste Umfassende Auseinandersetzungen mit der Vergiftung der Umwelt traten erst in den 60er Jahren auf. Dem Smog von London wurde 1952 auch noch mit der lokalen Maßnahme des Verbots von schwefelhaltiger Kohle entgegen getreten. 6
Die UN- Umweltkonferenz von Stockholm 1972 ist quasi das Geburtsjahr des Umweltschutzes. Den gesetzlichen Rahmen fanden die umweltpolitischen Maßnahmen der Sozial-Liberalen Koalition von 1969 im Sofortprogramm zum Umweltschutz von 1970 und dem Umweltprogramm der Bundesregierung von 1971. Es folgten das Abfallbeseitigungsgesetz ( AbfG ) von 1972, das Bundes-Immissionsschutzgesetz ( BImSchG ) von 1974, Wasserhaushaltsgesetz ( WHG ) sowie das Abwasserabgabengesetz ( AbwAG ) von 1976 und das Bundesnaturschutzgesetz ( BnatSchG ) von 1976. 7
1988 fordert in Toronto eine internationale Allianz aus Wissenschaftlern, Umweltpolitikern und Organisationen die Reduzierung des CO 2 Ausstoßes um 20 Prozent bis 2005. 1992 unterzeichnen 155 Staaten in Rio den Beschluß den CO 2 Ausstoß im Jahr 2000 auf den von 1990 zurückzufahren. 1995 wird in Berlin für Deutschland beschlossen den CO 2 Ausstoß bis 2005 um 25% gegenüber von 1990 zu senken. Das kommt auch in Kyoto ins Gespräch und bis 2012 sollen nun die CO 2 Emissionen gegenüber 1990 global um 5,2 Prozent gesenkt werden. Der Streit um die sogenannten Kohlenstoffsenken führten zum Scheitern der Konferenz in Den Haag. 8
Offen bleibt, welche Ergebnisse die Klimakonferenz am 16.07.2001 in Bonn hervor bringt.
6 Vgl. Rogall, Holger, Bausteine einer zukunftsfähigen Umwelt - und Wirtschaftspolitik, Berlin 2000, S.
35 f.
7 Vgl. Rogall, Holger, Bausteine einer zukunftsfähigen Umwelt - und Wirtschaftspolitik, Berlin 2000, S.
36
8 Vgl. GEO, Weltklima, Ausgabe Nr.7, Gruner und Jahr Verlag, Hamburg 2001, S. 122 f.
Arbeit zitieren:
Sascha Anders, 2002, Effizienz-Suffizienz- und Substitutionsstrategien im Klimaschutz (Speziell CO2), München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
„Green New Deal" auf Chinesisch?
Ein Vergleich der Konjunkturpa...
Politik - Internationale Politik - Klima- und Umweltpolitik
Forschungsarbeit, 76 Seiten
How to Fight Against the Global Warming Disaster Efficiently
Hausarbeit, 22 Seiten
Volkswirtschaftliche Modelle zur Internalisierung externer Effekte
VWL - Mikroökonomie, allgemein
Seminararbeit, 26 Seiten
Business Literacy - Musikindustrie - Der Weg aus der Krise
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Hausarbeit, 24 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Ziel- und Ergebnisorientierte Steuerung: Betrachtung einer aktuellen S...
Hausarbeit, 15 Seiten
Das Gleichnis 'Vom verlorenen Schaf', Lukas 15, 1-7
Theologie - Biblische Theologie
Seminararbeit, 21 Seiten
Sascha Anders hat den Text Effizienz-Suffizienz- und Substitutionsstrategien im Klimaschutz (Speziell CO2) veröffentlicht
Sascha Anders hat einen neuen Text hochgeladen
Green New Deal, Suffizienz oder Ökosozialismus?
Konzepte für gesellschaftliche...
Frank Adler, Ulrich Schachtschneider
Non-CO2 Greenhouse Gases: Why and How to Control?
Proceedings of an Internationa...
J. van Ham, Rob J. Swart, L. J. H. M. Janssen
Non-CO2 Greenhouse Gases: Scientific Understanding, Control and Implem...
J. van Ham, R. Ybema, L. A. Meyer, A. P. M. Baede
Non-CO2 Greenhouse Gases: Scientific Understanding, Control and Implem...
A. P. M. Baede, J. van Ham, R. Ybema, L. A. Meyer
Praxis der Bilanzierung und Besteuerung von CO2-Emissionsrechten
Grundlagen, Risiken, Fallstudi...
Katharina Völker-Lehmkuhl
0 Kommentare