Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
1. Problemstellung 1
2. Ausgangsbedingungen 1
3. Berechnungen 2
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Berechnungen für Beibehaltungsalternative 3
Abb. 2 Berechnungen für Investitionsalternative 4
Abb. 3 Bilanzen der beiden Alternativen von t0 bis t5 5
Abb. 4 Bilanzen der beiden Alternativen von t6 bis t10 6
1. Problemstellung
Einem Elektrogroßhandel bieten sich zwei Investitionsalternativen: 1) Beibehalten der alten Struktur mit 8 dislozierten Außenlagern oder 2) Errichten eines Logistikzentrums mit sofortigem Abbau der bisherigen Außenlager.
Der Elektrogroßhandel wird diejenige Alternative wählen, bei der das Eigenkapital nach einem Betrachtungszeitraum von 10 Jahren am größten ist, wenn keine Gewinnausschüttungen erfolgen.
2. Ausgangsbedingungen
Das Unternehmen hat ein Eigenkapital von 21 Mio. DM. Der Anlagezinssatz beträgt 3,0% p.a., die Inflation ist 2,5% p.a. Die effektiven Kosten je Arbeitsplatz betragen im ersten Jahr 65.000 DM, während diese in den folgenden Jahren der Inflation angepaßt werden sollen. Der Körperschaftsteuersatz beläuft sich auf 45,0%, der Steuersatz der Gewerbeertragsteuer ist 5,0% und der Hebesatz wird mit 500,0% angegeben.
Konditionen Beibehaltungsalternative:
max. Kapazität = 8.000 Aufträge pro Tag anfängliche Auslastung = 70% Fixkosten je Außenlager = 1 Mio. DM p.a. Variable Kosten = 7,0% vom Umsatz Verwaltungskosten = 18,0% vom Umsatz Materialeinkaufskosten = 50,0% vom Umsatz Anzahl Arbeitsplätze = 300
Abschreibung entfällt, da Außenlager bereits vollständig abgeschrieben sind
Konditionen Investitionsalternative:
Investitionssumme = 60 Mio. DM Kredithöhe = 65% der Investitionssumme Fremdkapitalkosten = 6,5% p.a. Kreditlaufzeit = 10 Jahre
Tilgung des Kredits in gleichen Raten lineare Abschreibung = 20 Jahre max. Kapazität = 30.000 Aufträge pro Tag bzw. 400.000 Artikel pro Tag Umsatz bei max. Auslastung = 1 Mrd. DM p.a. Fixkosten = 25 Mio. DM p.a. Variable Kosten = 5,0% vom Umsatz Verwaltungskosten = 12,0% vom Umsatz Materialeinkaufskosten = 50,0% vom Umsatz einmalige Umstellungskosten = 15.000 DM Anzahl Arbeitsplätze = 170 Arbeitsplatzförderung = 120% im ersten Jahr Verkauf der Außenlager = 50.000 DM je Außenlager
Das Unternehmen rechnet mit einer jährlichen Steigerung des Umsatzes von 10,0% unabhängig von der Entscheidung. Ebenso wird sich der Absatz, ungeachtet der Wahl einer Alternative, jährlich mit 4,0% erhöhen.
3. Berechnungen
Zur Berechnung geht man nach dem GuV – Schema vor, d.h. es werden die Betriebseinnahmen den Betriebsausgaben gegenübergestellt und das Operative Ergebnis vor Steuer errechnet. Daran anschließend wird die Höhe der Steuerbelastung ermittelt und diese von dem Operativen Ergebnis vor Steuer subtrahiert. Bei dem Ausweis des Jahresüberschusses wird vom Operativen Ergebnis nach Steuer die Abschreibung abgezogen und der Tilgungsaufwand wieder hinzugerechnet.
Nach diesem Vorgehen für beide Alternativen zeigt sich, daß die Investitionsalternative dem Elektrogroßhandel ein höheres Eigenkapital bringt. Demzufolge wird das Unternehmen das neue Logistikzentrum erbauen und die Außenlager abschaffen.
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André Friedrich, 2000, Fallstudie Investitionsplanung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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