Inhalt II
Inhalt
Inhalt. II
Abbildungsverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis VI
Symbolverzeichnis VIII
Glossar XI
1 Einleitung. 1
2 Reformen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Bildung 3
2.1 Bildungsreform und Änderung der Förderbedingungen 3
2.1.1 Definition und Bedeutung von Weiterbildung 4
2.1.2 Bildungsreform 8
2.1.3 Förderbedingungen der Bundesagentur für Arbeit. 11
2.2 Arbeitsmarktreform II. 12
2.2.1 Hartz III - Umstrukturierung des Arbeitsamtes 18
2.2.2 Hartz IV - Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe. 20
2.3 Bedeutung dieser Entscheidungen für die Weiterbildungsbranche 22
3 Grundlagen für die Preisermittlung 26
3.1 Aufgaben der Kostenrechnung. 26
3.2 Kostenrechnungssysteme. 26
3.3 Teilbereiche der Kostenrechnung 27
4 Vorstellung verschiedener Verfahren zur Preisermittlung 30
4.1 Preisermittlung unter Anwendung der Kalkulation. 30
4.1.1 Aufgaben der Kalkulation. 30
4.1.2 Arten der Kalkulation 31
4.1.3 Kalkulationsverfahren 32
4.1.3.1 Divisionskalkulation. 32
4.1.3.2 Äquivalenzziffernkalkulation 37
Inhalt III
4.1.3.3 Zuschlagskalkulation. 40
4.1.3.4 Kuppelkalkulation. 48
4.2 Preisermittlung über die kalkulatorische Erfolgsrechnung 51
4.2.1 Grundlagen der Erfolgsrechnung. 52
4.2.2 Gesamtkostenverfahren 55
4.2.3 Umsatzkostenverfahren. 58
4.2.4 Deckungsbeitragsrechnung 62
4.2.4.1 Einstufige Deckungsbeitragsrechnung. 63
4.2.4.2 Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung. 65
5 Abstimmung der Preisermittlungsverfahren 68
5.1 Auswahl eines Verfahrens 68
5.2 Modifizierung. 69
6 Ausblick 75
Literaturverzeichnis 76
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.
Abbildung 2: Unterteilung der Weiterbildung
Abbildung 3: Entwicklung der beruflichen Weiterbildung von 1979 bis 1997.
Abbildung 4: Entwicklung der beruflichen Weiterbildung von 1998 bis 2003.
Abbildung 5: Ziele und Punkte der Arbeitsmarktreform II
Abbildung 6: Ausgaben der Bundesanstalt für Arbeit für die Förderung beruflicher
Weiterbildung von 1999 bis 2003.
Abbildung 7: Beteiligung ausgewählter Personengruppen an der Weiterbildung
Abbildung 8: Veränderung der Teilnehmerzahlen an FbW.
Abbildung 9: Überblick über Kostenrechnung
Abbildung 10: Aufbau einer Kostenrechnung im Unternehmen.
Abbildung 11: Arten der Kalkulation
Abbildung 12: Kalkulationsverfahren - Methoden.
Abbildung 13: Formen der Zuschlagskalkulation.
Abbildung 14: Kalkulationsschema bei einer Zuschlagskalkulation.
Abbildung 15: Von den Selbstkosten zum Listenverkaufspreis
Abbildung 16: Verfahren der kalkulatorischen Erfolgsrechnung
Abbildung 17: Das Gesamtkostenverfahren in Kontenform.
Abbildung 18: Das Umsatzkostenverfahren in Kontenform
Abbildung 19: Aufteilung der Fixkostenarten.
Abbildung 20: Ablauf der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung
Abbildung 21: Stoffplanung für die modulare Weiterbildung zum Kraftfahrer
Abbildung 22: Ablaufplan der Kalkulation für ein Weiterbildungsunternehmen
Abbildung 23: Grundlegende Daten für die Kalkulation.
Abbildung 24: Ermittlung der variablen Kosten für Modul eins (PU I)
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 25: Ermittlung der modulabhängigen Kosten für Modul eins (PU II)
Abbildung 26: Erfassung der modulunabhängigen Kosten (PU III)
Abbildung 27: Erfassung der Unternehmenskosten (PU IV)
Abbildung 28: Zusammenfassung der Daten und Ermittlung des Verkaufspreises
Abbildung 29: Durchführung der Fixkostendeckungsrechnung zur Kontrolle
Abbildung 30: Ermittlung des Break even-Punktes
Abkürzungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis
BBiG = Berufsbildungsgesetz
BDA = Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
BIBB = Bundesinstitut für Berufsbildung
BMBF = Bundesministerium für Bildung und Forschung
BMGS = Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherheit
Bsp. = Beispiel
BV = Bund-Verlag
BWA = Betriebswirtschaftliche Auswertung
bzw. = beziehungsweise
DB = Deckungsbeitrag
d.h. = das heißt
etc. = et cetera
f = folgend
ff = fortfolgend
FbW = Förderung von Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung
FbWi = Fachbereich Wirtschaft
GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB = Handelsgesetzbuch
JUMP = Jugend mit Perspektive
KOM = Kraftomnibus
LKW = Lastkraftwagen
Mio. = Million
o. A. = ohne Angabe
PSA = Personal Service Agenturen
PISA = Programm for International Student Assessment
Abkürzungsverzeichnis VII
PKW = Personenkraftwagen
PU = Preisuntergrenze
S. = Seite
SDZ = Süddeutsche Zeitung
SGB = Sozialgesetzbuch
TN = Teilnehmer
u. a.= unter anderem
UE = Unterrichtseinheiten
vgl. = Vergleich
z. B. = zum Beispiel
ZDF = Zweites Deutsches Fernsehen
ZWH = Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk
Symbolverzeichnis VIII
Symbolverzeichnis
a i = Äquivalenzziffer für Produkt i
a j = Äquivalenzziffer für Produkt j
a ri = Äquivalenzziffer für Produkt i der Produktionsstufe r
BE = Betriebsergebnis
B ij = j-te Bezugsgröße in der i-ten Kostenstelle
DB = Deckungsbeitrag
d i = Deckungsbeitrag je Mengeneinheit des Produktart i
EK = gesamte Einzelkosten einer Periode
FM = Fertigungsmaterialverbrauch (Einzelkosten)
FL = Fertigungslöhne (Einzelkosten)
GK = gesamte Gemeinkosten einer Periode
H ki = zusätzliche Herstellkosten auf der Stufe i
i= Index der Materialkostenstellen
j = Index der Fertigungskostenstellen
k = Kosten je Stück der Einheitssorte
K = Kosten
k ANi = Weiterverarbeitungskosten pro Einheit der Nebenerzeugnisart i
K E = Einzelkosten je Produkteinheit
K fix = gesamte Fixkosten
K H = Herstellkosten
k h = Herstellkosten je Produkteinheit des Hauptproduktes
K Hi = Herstellkosten für Produkt i
K HK = Gesamtkosten des Kuppelprozesses
k HK = Herstellkosten pro Haupterzeugniseinheit
K H,r = Herstellkosten der Produktionsstufe r je Periode
Symbolverzeichnis IX
k i = 1. kumulative Stückherstellkosten auf Produktionsstufe i (enthält die Herstellkosten aller Vorstufen) bei der Divisionskalkulation
2. Kosten je Stück der Produktes i bei der Äquivalenzziffernkalkulation
3. Herstellkosten je Mengeneinheit des Produktes i bei dem Gesamtkostenverfahren
k j = volle Selbstkosten des Produktes j mit j = 1, …, n
K Ki = Kosten der Weiterverarbeitung je Mengeneinheit des Kuppelprodukts i
K KP = gesamte Periodenkosten des Kuppelproduktionsprozesses
K r = restliche Periodenkosten
k s = Selbstkosten
k s,i = Selbstkosten je Stück des Produktes i
K Vw = Verwaltungskosten
K Vt = Vertriebskosten
m = Materialkostenstelle
m i-1,i = von Vorstufe i-1 weiterverarbeitete Leistungsmenge je Stufe i
n = Anzahl
p = Verkaufspreis je Stück
p i = Verkaufspreis je Mengeneinheit des Produktes i
p j = Verkaufspreis je Mengeneinheit des Produktes j
P Ni = Preis pro Einheit der Nebenerzeugnisart i
Summe =
SEKF = Sondereinzelkosten der Fertigung
SEKV = Sondereinzelkosten des Vertriebs
v i = Äquivalenzziffer für das Produkt i für die Verwaltungs- und Vertriebskosten
v j = Äquivalenzziffer für das Produkt j für die Verwaltungs- und Vertriebs- kosten
Symbolverzeichnis X
x 1 = auf Lager genommene Produktmenge (x 1 > 0) bzw. vom Lager verkaufte Produktmenge (x 1 < 0)
x a = Absatzmenge
x a,i = abgesetzte Stückzahl des Produktes i
x a,j = abgesetzte Stückzahl des Produktes j
x H = Menge des Haupterzeugnisses
x h,i = hergestellte Menge des Produktes i
x Ki = Verkaufsmenge des Kuppelprodukts i
x Ni = Menge des Nebenerzeugnisart i
x p = Produktionsmenge
x p,i = hergestellte Menge des Produktes i
x p,j = hergestellte Menge des Produktes j
x p,rj = hergestellte Menge des Produktes j auf der Produktionsstufe r
y h,j = hergestellte Menge des unfertigen Erzeugnisses j
y v,j = verbrauchte Menge des unfertigen Erzeugnisses j
Z FM = Gemeinkostenzuschlagssatz auf Fertigungsmaterialverbrauch
Z FL = Gemeinkostenzuschlagssatz auf Fertigungslöhne
Z ij = Kalkulationssatz, der auf B ij anzuwenden ist
Z Vt = Gemeinkostenzuschlagsatz auf die Herstellkosten zur Abdeckung der Vertriebskosten
Z Vw = Gemeinkostenzuschlagsatz auf die Herstellkosten zur Abdeckung der Verwaltungskosten
Glossar XI
Glossar
Aufwand: Der gesamte Werteverzehr von Vermögens-
Betriebsabrechnungsbogen: Die vertikale Achse des Betriebsabrechungsbogens
Break even-Punkt: An diesem Punkt decken die Nettoerlöse einer
Das Unternehmen stellt die Produkte selbst her. 4 Eigenfertigung:
Eindeutigkeit: Eine Kostenstelle wird eindeutig bestimmt und soll mit der Leistung in Zusammenhang stehen. 5
Einzelkosten: Einzelkosten sind Kosten, welche dem Produkt direkt
1 Vgl. Preißner, A. (2003) S. 19.
2 Vgl. Free (2004) S. 2f.
3 Vgl. Becker/Lutz (2002) S. 41.
4 Vgl. Olfert/Rahn (2000) S. 255.
5 Vgl. Uni-Köln (2004) S. 1.
6 Vgl. Free (2004) S. 4.
Glossar XII
Equal-Treatment-Vorgaben: Der Leiharbeiter wird damit dem Angestellten in
Fixe Kosten: Fixe Kosten sind von der Produktionsmenge
Fremdfertigung: Ein Unternehmen bezieht die Produkte von einem anderen Unternehmen. 10
Gemeinkosten: Gemeinkosten können nicht direkt auf den Kosten-
Gesamtkosten: Gesamtkosten sind die Summe aller einzelnen
Herstellkosten: Herstellkosten sind die Kosten, welche den Produkti-
7 Vgl. Presseservice (2003)S. 1.
8 Vgl. Preißner, A. (2003) S. 20.
9 Vgl. Brühl, R. (2004) S. 239.
10 Vgl. Olfert/Rahn (2000) S. 255.
11 Vgl. Free (2004) S. 5.
12 Vgl. Preißner, A. (2003) S. 19.
13 Vgl. Free (2004) S. 6.
14 Vgl. Preißner, A. (2003) S. 23.
Glossar XIII
Kosten: Unter Kosten ist der Aufwand zu verstehen, welcher
Klarheit: Einem sachverständigen Dritten muss es möglich
Opportunitätskosten: Sie sind der Gewinn bei alternativer Verwendung
Periodengerechtigkeit: Die Aufwendungen und Erträge werden in dem Zeit-
Preisuntergrenze: Die Ermittlung der Preisuntergrenze ist von der
15 Vgl. Preißner, A. (2003) S. 19.
16 Vgl. Free (2004) S. 9.
17 Vgl. Trenkel, H. (2004) S. 7.
18 Vgl. Heinhold, M. (2004) S. 141.
19 Vgl. Doppik (2004) S. 1.
20 Vgl. Schultz, V. (2003) S. 196.
Glossar XIV
Profit-Center: Eine Abteilung innerhalb eines Unternehmens kann
Selbstkosten: Selbstkosten sind die Kosten, die für die Herstellung,
Sondereinzelkosten: Sondereinzelkosten sind Kosten, welche nicht einem
Stückkosten: Stückkosten ergeben, sich in dem die Gesamtkosten durch die Produktionsmenge geteilt werden.
Variable Kosten: Variable Kosten sind von der produzierten Menge
Vollständigkeit: Die gesamten Geschäftsvorfälle sind vollständig zu erfassen. 25
Wertschöpfungs-Center: Die Abteilung soll einen Wertschöpfungsbeitrag für
21 Vgl. Jung, H. (2003) S. 45f.
22 Vgl. Schneck, O. (2000) S. 840.
23 Vgl. Free (2004) S. 19.
24 Vgl. Preißner, A. (2003) S. 19.
25 Vgl. Trenkel, H. (2004) S. 7.
26 Vgl. Scholz, C. (2000) S. 197.
1 Einleitung 1
1 Einleitung
Innerhalb des letzten Jahrhunderts hat sich unsere Gesellschaft von der Produktion weg und hin zur Dienstleistung entwickelt. Besonders haben sich die Technologien (Maschinen, Erfindung des Computers) verändert. Das Zeitalter in dem wir leben wird immer schnelllebiger. Das was heute erlernt wird und dem neusten Stand der Entwicklung entspricht, ist morgen schon veraltet. Das bedeutet für jeden, sich weiterzubilden. Nur so ist es möglich die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu erfüllen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung. Sie kann beispielsweise bei einem Bildungsunternehmen oder an einer Volkshochschule erfolgen. An der Volkshochschule können die Kurse zu günstigen Preisen besucht werden, da sie vom Staat subventioniert werden. Der Besuch bei einer Weiterbildungseinrichtung kann kostenlos erfolgen, wenn der Kurs von der Agentur für Arbeit gefördert wird. Dann erfolgt die Zahlung der Teilnahmegebühr von der Agentur direkt an das Weiterbildungsunternehmen.
Durch die Reformen im Rahmen der „Agenda 2010“ sind die Förderungen durch die Agentur für Arbeit stark zurückgegangen. Für viele Weiterbildungsunternehmen bedeutet dies, sich neue Kundengruppen aufzubauen. Durch die „Agenda 2010“ werden Sse gezwungen sich umzustrukturieren, um weiterhin am Markt bleiben zu können. Die SGB III geförderten Kurse verlieren weiterhin an Bedeutung und ihr Anteil an den Umsatzerlösen wird weiter zurückgehen. Demzufolge besteht für die Unternehmen die Notwendigkeit, eine neue Zielgruppe von Kunden zu erschließen. Diese Kunden werden die Weiterbildung zum großen Teil selbst bezahlen. Deshalb wird ein Verfahren zur Preisermittlung gesucht.
Im zweiten Kapitel wird die Weiterbildung eingehender betrachtet und die Reformen der „Agenda 2010“ werden beschrieben. Welche Auswirkungen sie auf die Weiterbildungsbranche haben wird aufgeführt.
Da ein Verfahren zur Preisermittlung gesucht wird, werden im dritten Kapitel die Grundlagen der Kostenrechnung kurz dargelegt. Die Kostenrechnung ist notwendig, da sie mit den relevanten Zahlen für die Preisermittlung dient. Im vierten Kapitel werden die verschiedenen Verfahren, getrennt nach der Anwendung der Kalkulation oder über die kalkulatorische Erfolgsrechnung, vorgestellt. Im
1 Einleitung 2
darauffolgenden Kapitel wird ein Verfahren ausgewählt und anhand eines Beispielkurses abgestimmt.
2 Reformen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Bildung 3
2 Reformen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Bildung
Die Gesellschaft inklusive der Wirtschaft befindet sich am Anfang des 21. Jahr-hunderts in einem ständigen, sich beschleunigenden Wandel. Er betrifft alle Lebensbereiche. 32 Durch zunehmende wirtschaftliche Verflechtungen, internationale Konkurrenzsituationen und technologische Entwicklungen wird ein Strukturwandel bewirkt. Die Strukturveränderungen haben zu einem Fachkräftemangel in Deutschland geführt. Um diesen auszugleichen, muss das Bildungssystem verändert werden. 33
Aber nicht nur die Anforderungen an die Bildung verändern sich. Im Rahmen der „Agenda 2010“ wurden die Bildungs- und die Arbeitsmarktreform beschlossen. Dabei geht es um die sogenannten „Hartz-Gesetze“.
2.1 Bildungsreform und Änderung der Förderbedingungen
Die Wirtschaft und damit die Arbeitswelt verändern sich immer schneller. Das Wissen, welches in der Schule, während der Berufsausbildung und des Studiums gewonnen wird, reicht nicht mehr aus um den Anforderungen der Arbeitswelt dauerhaft zu genügen. Deshalb ist die Weiterbildung für jeden wichtig und nimmt in ihrer Bedeutung immer mehr zu. 34
Der Wissenserwerb, die Qualifizierung und die Bildung sind in der heutigen Zeit lebenslange Prozesse. 35 Das Lernen endet heute nicht mit dem Abschluss der Berufsausbildung, 36 denn die Gültigkeit und die Aktualität des Erlernten verfallen immer schneller. 37 Lebenslanges Lernen wird für den Arbeitnehmer und für das
32 Vgl. BMBF (2001b) S. 2.
33 Vgl. Weiterbildung (2002) S. 1.
34 Vgl. BMBF (2001b) S. 1.
35 Vgl. BDA (2003) S. 3.
36 Vgl. Pro-Mittelstand (2004) S. 1.
37 Vgl. BDA (2003) S. 3.
2 Reformen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Bildung 4
Unternehmen selbst immer wichtiger, da der Wettbewerb in Zukunft stärker durch das Wissen entschieden wird. 38 Damit stehen die Unternehmen vor der Aufgabe ihre Mitarbeiter weiter zu qualifizieren. Die Anforderungen an die Weiterbildung selbst und an die Weiterbildungsbranche steigen. 39
2.1.1 Definition und Bedeutung von Weiterbildung
Die Weiterbildung kann in verschiedene Bereiche gegliedert werden. Die Übergänge zwischen diesen Bereichen werden zunehmend fließender. Allgemeine und politische Weiterbildung bilden zusammen die nichtberufliche Weiterbildung. Die wichtigsten Themenbereiche in diesem Gebiet sind Gesundheit, Leben, Erziehung, Kunst, Kultur, Politik und Gesellschaft. 40
Der zweite Teilbereich der Weiterbildung ist die berufliche Weiterbildung. Sie besteht aus den drei Bereichen Fortbildung, Umschulung und Lernen am Arbeitsplatz. Zu der Fortbildung gehören die Erhaltungs-, Erweiterung-, Anpassungs- und die Aufstiegsfortbildung. 41
Bei der Erhaltungsfortbildung werden Kenntnis- und/oder Fertigkeitsverlust ausgeglichen, die auf Grund der fehlenden Ausübung des Berufes oder von Berufsteilen entstanden sind. Der Erwerb zusätzlicher beruflicher Kenntnisse, ohne dass die betriebliche Aufgabenstellung dies erfordert, ist die Erweiterungsfortbildung. Die Anpassungsfortbildung dient der Angleichung der Kenntnisse an die veränderten Anforderungen des Arbeitsplatzes. 42 D.h., die Qualifikation wird den technischen Entwicklungen angepasst. 43 Es erfolgt hierbei keine Höherqualifizierung. Die Bewältigung höherer Aufgaben wird mit der Aufstiegsfortbildung angestrebt. Es wird verstärkt Führungswissen vermittelt und das Führungsverhalten trainiert. 44
38 Vgl. Pro-Mittelstand (2004) S. 1.
39 Vgl. BMBF (2001b) S. 1.
40 Vgl. Baethge, M. (2003) S. 89.
41 Vgl. Baethge, M. (2003) S. 88 und Olfert/Steinbuch (2001) S. 432.
42 Vgl. Olfert/Seinbuch (2001) S. 432.
43 Vgl. Hadeler, T. (2000) S. 383.
44 Vgl. Olfert/Steinbuch (2001) S. 432.
2 Reformen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Bildung 5
Den Mitarbeitern wird das notwendige Managementwissen vermittelt, 45 um einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen. 46
47 Abbildung 1: Gliederung der Weiterbildung
Für die Weiterbildung gibt es viele Formen wie z. B. Vorträge, Lehrgänge, Seminare und Workshops. 48
Die Bildung hat die folgenden Hauptziele. 49 Als erstes Ziel bietet die Bildung persönliche Orientierung in einer immer komplexer werdenden Welt. Durch die Bildung wird das Teilhaben und die Gestaltung des persönlichen und gesellschaftlichen Lebens ermöglicht. Außerdem ist die Bildung der Schlüssel zum Arbeitsmarkt und Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung. 50 Sie „dient dem Erwerb von Wissen, Kenntnissen und Erfahrungen zur Erhaltung oder Erweiterung der beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel der Anpassung an geän-
45 Vgl. Olfert/Rahn (1999)S. 349.
46 Vgl. Hadeler, T. (2000) S. 383.
47 Modifiziert nach Baethge, M. (2003) S. 88 und Olfert/Steinbuch (2001) S. 432.
48 Vgl. BMBF (2001b) S. 1.
49 Vgl. Forum Bildung (2001) S. 2.
50 Vgl. BIBB (2004) S. 3ff.
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kauffrau Wibke Neuschulz, 2004, Möglichkeiten der Preisermittlung bei einem Weiterbildungsunternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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