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1. EINLEITUNG 3
2. BESONDERHEITEN 3
2.1 ÖKONOMIE VERSUS OBJEKTIVITÄT. 3
2.2 SUBJEKTIVITÄT VERSUS OBJEKTIVITÄT. 4
3. (MEDIE-N)PR IN DER THEORIE. 5
3.1 DER PR-BEGRIFF 5
3.2 DIE MEDIEN-PR. 6
3.2.1 Medien-PR innerhalb von Marketingstrategie. 7
3.2.2 Medien-PR und Instrumente der Produkt-Publicity. 7
3.2.3 Klassische PR-Instrumente. 8
3.2.4 Redaktionelle PR. 8
3.3 ZUSAMMENFASSUNG. 9
4. MEDIEN-PR IN DER PRAXIS 9
4.1 DER SPRINGER-VERLAG. 10
4.2 DIE BILD-ZEITUNG 10
4.3 DIE ABTEILUNG INFORMATION UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT 11
4.3.1 Die interne Kommunikation des Springer-Verlags 11
4.3.1.1 Die MitarbeiterInnenzeitung "Springer Aktuell" 11
4.3.1.2 "SpringerNet" 12
4.3.1.3 E-Mail-Kommunikation 12
4.3.2 Die externe Kommunikation des Springer-Verlags 13
4.3.2.1 Das Internet. 13
4.3.2.2 Product Publicity. 14
4.3.2.3 Redaktionelle PR 14
4.4 ZUSAMMENFASSUNG. 15
5. LITERATURVERZEICHNIS: 15
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1. Einleitung
Fallen die Stichworte 'PR' und 'Tageszeitung', werden erste Assoziationen 'Presse als Instrument bzw. Ziel von PR-Arbeit' sein. Presse - und allgemein Medien - sind wichtigster Partner der PR, da sie im gesellschaftlichen Kommunikationsprozess als Mittler auftreten. Weischenberg (1994, S.429) sieht eine zentrale Funktion, die Medien wahrnehmen, darin, "aktuelle Informationsangebote aus den diversen sozialen Systemen (Umwelt) zu sammeln, auszuwählen, zu bearbeiten und dann diesen sozialen Systemen (Umwelt) wieder zur Verfügung zu stellen." Für die PR bedeutet dies, den Medien Informationen aus den sozialen Systemen zur Verfügung zu stellen. Doch dies ist nur ein Aspekt, der 'PR' und 'Tageszeitung' verbindet. Tageszeitungen sind Produkte eines Unternehmens auf einem "Käufermarkt (d.h. das Angebot ist größer als die Nachfrage" (Mast, 2002, S.17) und auf einem Werbe-/ Anzeigenmarkt. Unternehmen müsse also die Kommunikation mit ihren Umwelten organisieren, um "über den Weg der Image- und Vertrauensbildung (...) den Boden für das Organisationsziel >Gewinn< (zu) bereiten." (Bentele/ Wehmeier, 2001, S.2.010/ 16) Dies bedeutet, dass die Unternehmen, deren Zweck es ist, Tageszeitungen zu produzieren, darauf angewiesen sind, PR zu betreiben. Wie dies aussieht, damit wird sich der vorliegende Aufsatz beschäftigen. In Kapitel 2 werden Besonderheiten der Thematik herausgestellt, Kapitel 3 wird auf die theoretischen Hintergründe von PR und Medien-PR eingehen und Kapitel 4 wird die Praxis am Beispiel der Bild-Zeitung aus dem Springer-Verlag darstellen.
2. Besonderheiten
2.1 Ökonomie versus Objektivität
Tageszeitungen bzw. die Presse im Allgemeinen betreiben einen ständigen Spagat. Einerseits sollen sie die Funktion erfüllen, so objektiv wie möglich zu sein, d.h. die "Darstellung der Wirklichkeit in den Medien, sollte der nicht- medialen Wirklichkeit so ähnlich wie möglich sein." (Bentele, 1994). Somit haben sie eine demokratietheoretisch begründete "Informationsfunktion" (Pürer, 2001, S. 7), die gesellschaftliche Diskussionsprozesse, inklusive Meinungs- und Willensbildung, ermöglichen soll.
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Andererseits sind Tageszeitungen Produkte, die "von gewinnorientierten Verlagsunternehmen herausgegeben" (Maier/ Trappelt, 2001, S.163) werden und sich gerade auf dem Mediensektor einem verschärftem Wettbewerb stellen müssen, der nicht zuletzt den Kampf um Anzeigenkunden beinhaltet und somit auch die Produktion eines angemessenen Umfelds für ein möglichst breites und für die Werbung interessantes Publikum. Dass dabei die Objektivität auf der Strecke bleiben KANN, erscheint plausibel und lässt sich auch durch Verweis auf verschiedene Medienskandale (gefälschte Hitlertagebücher, Prominentenklatsch etc.) erhärten. Dass aber eine funktionierende Ökonomie Voraussetzung für eine Zeitung ist, um dem Versuch nachzugehen, objektiv zu berichten, ist auch klar.
Es wird somit deutlich, dass das Produkt 'Tageszeitung' durch ihre Existenz im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Objektivität eine Sonderstellung einnimmt, die sie von anderen Produkten, für die Objektivität keine Rolle spielt, wie bspw. Autos, deutlich abhebt.
2.2 Subjektivität versus Objektivität
Ein weiteres Spannungsfeld ist bei der Betrachtung des Verhältnisses zwischen PR und Journalismus erkennbar. Da, wie in der Einleitung beschrieben, die Presse ein sehr wichtiges Instrument von PR-Arbeit ist und dies von PR-Seite auch artikuliert wird, sieht sich der Journalismus mit seiner normativen Objektivität in eine Abwehrposition gedrängt, aus der heraus er sich als moralischer Widerpart sieht. Dies lässt sich auf die Formel Subjektivität (PR-Arbeit verfolgt eigene [letztlich materielle] Interessen) versus Objektivität (Journalismus als der Wahrheit verpflichtet) verkürzen. "Presse distanziert sich daher von PR" beschreibt Avenarius (1997, S.2.000/ 1) die Situation, die sich aber im Laufe der letzten Jahre gewandelt hat. So ist es inzwischen bei Tageszeitungen verbreitete Praxis, eigene Medienseiten zu betreiben, auf dene n über die Konkurrenten auf dem Medienmarkt, aber auch über den eigenen Verlag berichtet wird. Diese Seiten sind dann wiederum quasi das Ziel der PR-Arbeit anderer Medien, aber auch des eigenen Verlages. So ist es bspw. ein beliebtes Instrument für Radiosender, Pressemitteilungen an Tageszeitungen zu schicken, damit diese dann eine angepriesene Sendung rezensieren. Neben dieser Medien-PR, deren Ziel Tageszeitungen sind, betreiben Tageszeitungen aber auch Eigen- PR bzw. Redaktions- PR. Beliebtestes Mittel dieser PR sind Vor- abveröffentlichungen von wichtigen Neuigkeiten oder Schlagzeilen (z.B. ein Exklu-
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sivinterview mit einem geheimen Liebhaber eines/ einer Prominenten), worüber dann in anderen Medien berichtet wird oder eher profane Sachen, wie z.B. den, den Tagesspiegel lesenden, Bundespräsidenten im Tagesspiegel auf der Titelseite abzubilden. (vgl. Grabner, 2000, S.163)
Die Einsicht in die Notwendigkeit eigener PR-Arbeit hat auch zu einem sehr viel entspannterem Umgang mit PR geführt. Die Presse weiß längst, "dass sie ohne die Auskünfte aus wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Organisationen, also ohne PR-Arbeit, nichts ausrichten könnte." (Avenarius, 1997, S. 2.000/ 3) Zusammengefasst lässt sich eine Besonderheit der Medien-PR darin erkennen, dass ihr Ziel bzw. Instrument das Produkt ihres eigenen Unternehmens ist. Dies bedeutet nichts anderes, als dass JournalistInnen "nicht nur interne Öffentlichkeit, sondern gleichzeitig Zielgruppe unserer (des Springer-Verlags, d.A.) externen PR, der klassischen Pressearbeit also" (Fels, 2000, S. 172) sind, sie also den subjektiven Interessen der PR ihren objektiven Anspruch entgegenstellen und somit ihre journalistischen Interessen ihrer Position als abhängig Beschäftigte entgegenstellen müssen.
3. (Medien-)PR in der Theorie
3.1 Der PR-Begriff
Nachdem die Spannungsfelder, in denen Medien-PR arbeitet, angerissen wurden stellt sich die Frage, was diese Medien-PR eigentlich ist und allgemeiner, auf welchem PR-Begriff sie aufbaut.
Bentele (1997, S.22-23) definiert PR als "das Management von Informations- und Kommunikationsprozessen zwischen Organisationen einerseits und ihren internen oder externen Umwelten (Teilöffentlichkeiten) andererseits. Funktionen von Public Relations sind Information, Kommunikation, Persuasion, Imagegestaltung, kontinuierlicher Vertrauenserwerb, Konfliktmanagement und das Herstellen von gesellschaftlichem Konsens." Die Betonung sollte hier auf Management liegen, denn es geht um die AKTIVE Form, Inhalte zu kommunizieren, wobei diese Betonung in gewissem Sinne tautologisch ist, geht doch der Begriff Kommunikation zumindest aus einer modernen wissenschaftlichen Perspektive davon aus, dass Kommunikation etwas intentionales, also etwas aktives, etwas beabsichtigtes ist. Insofern kann auch 'nicht reden' intentional, also Kommunikation, also auch PR sein (z.B. wenn Zigaret- tenfirmen die Folgen des Rauchens nicht kommunizieren). Watzlawicks Postulat,
Arbeit zitieren:
Matthias Kießling, 2003, PR für Tageszeitungen - Überblick über Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag GmbH
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