Inhaltsverzeichnis:
Abk ürzungsverzeichnis. II
1. Problemstellung 1
2. Qualität 1
2.1. Klassischer Qualitätsbegriff. 1
2.2. Prüfungsqualität. 2
3. Signalisierung von Prüfungsqualität 5
3.1. Signale 5
3.2. Signalisierungswirkung der normativen Rahmenbedingungen. 6
3.3. Prüferspezifische Faktoren 10
4. Thesenförmige Zusammenfassung 12
Literaturverzeichnis III
I
Abkürzungsverzeichnis
a.a.O. am angegebenen Ort Aufl. Auflage bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise ders. derselbe ebd. ebenda evtl. eventuell GoA Grundsätze ordungsmäßiger Abschlussprüfung Hrsg. Herausgeber i.S. im Sinne IDW Institut der Wirtschaftsprüfer Jg. Jahrgang S. Seite u.a. und andere (in den Fußnoten) u.a. unter anderem (im Text) v. von Vgl. Vergleiche VO Verordnung Vol. Volume WPK Wirtschaftsprüfungskammer WPO Wirtschaftsprüferordnung z.B. zum Beispiel ZFP Zeitschrift für Forschung und Praxis
II
1. Problemstellung
Wirtschaftsprüferpraxen sind Dienstleistungsunternehmen, denen es wegen zune hmenden Wettbewerbs, fortschreitender Globalisierung, steigender Haftungsproblematik sowie größer werdender Komplexität der Jahresabschlussprüfung immer schwerer fällt zu einem sachgerechten Urteil zu kommen. 1 Aufgrund zahlreicher Unternehmenskrisen und Z usammenbrüche ist der Beruf des Wirtschaftsprüfers zunehmender Kritik ausgesetzt. Dabei bemängelt die Öffentlichkeit, dass die Prüfer häufig, obwohl die Krise schon erkennbar war, einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilten. Sie stellt deswegen die Qualität der Wirtschaftsprüfer sowie deren Leistung immer mehr in Frage. 2 Um das Vertrauen in die Wirtschaftsprüfer zurück zu gewinnen, wird die Gewährleistung von Prüfungsqualität gefordert. Prüfungen vollziehen sich jedoch zu weiten Teilen nicht beobachtbar, so dass sich die Frage stellt, wie man Prüfungsqualität beurteilen kann. Es ist daher interessant zu untersuchen, inwieweit die Wirtschaftsprüfer ihren Mandanten bzw. der Öffentlichkeit die Qualität ihrer Arbeit vermitteln oder, wie im Verlauf der Arbeit beschrieben, signalisieren. Dabei kann man zwischen Möglichkeiten der Signalisierung einzelner und aller Wirtschaftsprüfer unterscheiden. Einzelne Prüfer können sich, wie im Weiteren beschrieben, durch gezielte Signalisierung abheben; aber auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht lässt sich untersuchen, welche Möglichkeiten der gesamte Berufsstand hat, das Vertrauen der Öffentlichkeit in seine Arbeit zu gewinnen. 3 Zuerst ist zu klären, was Prüfungsqualität aus der Sicht der Adressaten überhaupt ist und wie sie sich zusammensetzt, denn nur so kann man untersuchen, welche Möglichkeiten die Wirtschaftsprüfer haben diese gegenüber der Öffentlichkeit zu signalisieren und wo die Grenzen der Signalisierung liegen.
2. Qualität
2.1. Klassischer Qualitätsbegriff
Das Wort Qualität stammt aus dem lateinischen „qualitas“ und meint Beschaffenheit, Güte oder den Wert einer Sache, wobei bestimmte Eigenschaften jedoch noch nicht
1 Vgl. Lück, Wolfgang: Überwachung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der
Wirtschaftsprüferpraxis, in: Der Betrieb, 53. Jg. (2000), S. 333-337, hier S. 1; vgl. ders.: Quality
Control, in : Der Betrieb, 53. Jg. (2000), S. 1-6, hier S. 1; vgl. ders: Prüfung der Rechnungslegung.
Jahresabschlußprüfung, München u.a. 1999, S. 204.
2 Vgl. Lindgens-Strache, Ursula: Peer Review - Ein probates Mittel zur Sicherung und Verbesserung
der Prüfungsqualität in Deutschland? - Anmerkungen aus der Sicht der Praxis, in:
Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, 1997, S. 266-291, hier S. 266.
3 Vgl. Doll, Rainer: Wahrnehmung und Signalisierung von Prüfungsqualität, Frankfurt am Main u.a.
2000, S. 1.
1
in eine hierarchische Reihenfolge gebracht werden. Dies geschieht dann, wenn man Qualität auch als wertenden Begriff versteht, also Qualität in Form von Eigenschaften eines Objekts in Bezug auf eine Erreichung von Zwecken und Zielen sieht. 4 Das deutsche Institut für Normung spricht von „einer Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen“. 5 Dabei steht für die Einheit das, was betrachtet werden soll, wie etwa eine Tätigkeit oder ein Prozess; die Erfordernisse werden durch Qualitätsanforderungen beschrieben, also durch veränderbare kundenspezifische Bedürfnisse. 6 Erweitert man den Qualitätsbegriff auf den Bereich der Dienstleistung, kann man laut Grönroos zwei Ebenen des Qualitätsbegriffs feststellen: Der technische Qualitätsbegriff umfasst messbare Merkmale der Dienstleistung, wie z.B. die Pünktlichkeit. Die Art und Weise, wie die Dienstleistung erbracht wird, beschreibt der funktionale Qualitätsbegriff, dessen Merkmale z.B. das Erscheinungsbild des Personals oder die Kommunikation zwischen Personal und Kunde sind. 7
2.2. Prüfungsqualität
Prüfungsqualität wird in der Literatur insgesamt recht uneinheitlich gesehen und es existiert nirgendwo eine exakte Definition, so dass es notwendig ist, sich mit diesem Begriff genauer auseinanderzusetzen, um seine Bedeutung einzugrenzen.
Da es sich bei Wirtschaftsprüferleistungen um operativ schwer messbare Dienstleistungen handelt, ist der Qualitätsbegriff um eine dienstleistungstheoretische Perspektive zu erweitern. Hierbei ist es sinnvoll, zunächst einmal die Anforderungen an professionelle Dienstleistungen zu behandeln.
Wirtschaftsprüfer sind hoch qualifizierte Personen, die für ihren Beruf eine Spezialausbildung durchlaufen haben. Die Prüfungstätigkeit ist problemlösungs-orientiert und soll die Bedürfnisse der Nachfrager befriedigen. Der Beruf des Wirtschaftsprüfers ist in einen normativen Rahmen eingebettet, der einen gewissen
4 Vgl. ebd., S. 22.
5 Vgl. Deutsches Institut für Normung: DIN EN ISO 8402, Qualitätsmanagement, Begriffe,
Dreisprachige Fassung, 1995, S.3.
6 Vgl. ebd., S.6.
7 Vgl. Grönroos, Christian: A Service Quality Model and its Marketing Implications, in: European
Journal of Marketing, 18. Jg. (1984), S. 36-44, hier S. 38-40.
2
Arbeit zitieren:
Lars Obernberger, 2004, Möglichkeiten und Grenzen zur Signalisierung von Prüfungsqualität, München, GRIN Verlag GmbH
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