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Die Vermittlung technischer Grundlagen in Gitarrenschulen - dargelegt anhand ausgewählter Beispiele

Title: Die Vermittlung technischer Grundlagen in Gitarrenschulen - dargelegt anhand ausgewählter Beispiele

Diploma Thesis , 2003 , 59 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Torsten Jahnke (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Vorwort

Bei der Beschäftigung mit dem Thema ergaben sich für mich bei näherer Betrachtung einige Engen, denn von Vermittlung technischer Grundlagen kann meiner Meinung nach bei der alleinigen Arbeit mit Gitarreschulen nur mit gewissen Einschränkungen gesprochen werden, weil das Mittel für Vermittlung, nämlich Kommunikation, in nur sehr begrenztem Maße bzw. nicht über das Medium Buch bzw. Schriftsprache möglich ist. Findet Vermittlung nicht erst dann statt, wenn ein Lehrer hinzukommt, und Kommunikation stattfindet? Welche Aufgabe hätten Lehrer sonst zu erfüllen? Hierbei wiederum halte ich es für wichtig zu erwähnen, dass jede zwischenmenschliche Kommunikation ein recht komplexes Geschehen darstellt, denn sie findet immer auf mindestens zwei Ebenen, der Sachebene, also der „Übertragung“ der eigentlichen Nachricht betreffend, und der Beziehungsebene statt, wobei die Beziehungsebene die absolute Priorität innehat. Sie bildet die Grundlage bzw. den Kontext jeder Kommunikation. Tatsächlich hat Vermittlung der Unterrichtsinhalte sehr viel mit einer intakten Beziehung zwischen Lehrer und Schüler zu tun, mit der Vermittlung menschlicher Wärme, mit dem respektvollen, ja liebevollen Umgang mit dem Schüler, wodurch zum Beispiel Motivation überhaupt erst möglich wird. Wenn es nun allein um die Arbeit mit den Gitarreschulen geht, muss man davon ausgehen, dass in jedem Falle der Schüler - wie auch der Lehrer - aufgefordert ist, die in den Arbeitsheften angebotenen Inhalte zu interpretieren. Für den Lehrer ergibt sich darüber hinaus die Aufgabe, den Inhalt des zu vermittelnden Stoffes in eine für den Schüler verständliche Form zu bringen. Das wiederum bedeutet, dass außer wenn es um die Haltung des Instruments geht, der Schüler wenigstens schon über Grundkenntnisse beim Notenlesen verfügen sollte. Genau aus diesem Grunde steht auch in allen Gitarreschulen die Vermittlung von Notenkenntnissen im Vordergrund.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

1.1. Warum ist die Beschäftigung mit Spieltechnik notwendig?

1.2. Welche Ziele verfolgt diese Technikschule?

1.3. Über das Verhältnis Lehrer Schüler

1.4. Über das Körpergefühl beim Musizieren

1.5. Über das Üben

1.6. Über die Kraft von Gedanken

2. Über die Haltung der Gitarre

3. Die linke Hand

3.1. Beschreibung der Aufgabe der linken Hand

3.2. Der Zusammenhang von Kraftaufwand, Zeit und Weg

3.3. Welche Grundhaltung bzw. Ausgangshaltung ist, ausgehend von dieser Erkenntnis, für die linke Hand die günstigste?

3.4. Ein oft auftretendes Problem: „ Mein vierter Finger ist zu klein!“

3.5. Eine kleine tägliche Übung zur Verbesserung der Grundhaltung der linken Hand

4. Die rechte Hand

4.1 Die Aufgabe der rechten Hand

4.2 Zur Haltung der rechten Hand

4.3 Der angelegte Anschlag (apoyando)

4.4 Die Ausführung des angelegten Anschlages

4.5 Der nicht angelegte Anschlag

4.6 Eine kleine Übung zum Wechselschlag

4.7 Über Nagelformen

5. Was kann man aus der Geschichte des Gitarrespiels lernen?

Hinweise zu den „Bewegungsübungen“

1. Anschlagsübungen auf leeren Saiten

2. Arpeggio auf leeren Saiten

3. Übungen für die rechte und linke Hand

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Liste verwendeter Gitarreschulen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, fortgeschrittenen Gitarrenschülern und Autodidakten praxisorientierte Ansätze zur Verbesserung ihrer Spieltechnik zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die Analyse von Bewegungsabläufen und körperlicher Haltung, um ein ökonomisches, schmerzfreies und lustvolles Musizieren zu ermöglichen.

  • Analyse und Optimierung spieltechnischer Bewegungsabläufe
  • Bedeutung der körperlichen Haltung und Körperwahrnehmung beim Musizieren
  • Wissenschaftliche Fundierung durch Ansätze wie die Alexandertechnik
  • Effektive Übungsgestaltung und mentaler Fokus
  • Individuelle Anpassung von Technik an die Anatomie und Bedürfnisse des Schülers

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Zusammenhang von Kraftaufwand, Zeit und Weg

Für alle Instrumentalisten, egal ob Schlagzeuger, Bläser, Pianisten, Streicher oder eben auch Gitarristen gilt: je mehr sie in der Lage sind, ihr Instrument auf ökonomische Art und Weise zu spielen (also Kraftaufwand, Zeit und Weg zu sparen) umso mehr können sie. Sie sind dann nämlich in der Lage, viele Aktionen in kurzer Zeit zu erledigen. Die drei Größen Kraftaufwand, Zeit und Weg stehen dabei in sehr enger Wechselwirkung zueinander, so das es meiner Meinung nach nur Sinn macht sie tatsächlich als einen untrennbaren Zusammenhang zu betrachten.

Machen wir dazu doch einmal folgendes Gedankenexperiment: Wir spielen im ständigen Wechsel zwei auf der h-Saite gegriffene Töne (z. B. das „c“ und das „d“) allein mit dem ersten Finger. In der Realität würde natürlich kein Mensch einen schnellen Wechsel zwischen „c“ und „d“ allein mit dem ersten Finger, sondern ersten und dritten Finger spielen! Aber schließlich geht es hier ja auch nur um ein Experiment! Welche Aktionen laufen nun ab, wenn wir einmal davon ausgehen in genau diesem Moment das „c“ gegriffen zu haben? Ich glaube Folgendes muss passieren: a) Kraft muss aus dem Finger genommen werden, damit er b) von der Saite abheben kann. c) Nun legt der Finger (besser die Fingerspitze) einen mehr oder weniger großen Weg in Richtung Ton „d“ zurück, wofür eine bestimmte Zeit benötigt wird und die Hand bzw. der ganze linke Arm etwas bewegt werden muss. (Lagenwechsel) d) Die Fingerspitze berührt nun die h-Saite am 3. Buntstab und drückt sie e) mit einem gewissen Kraftaufwand bis auf diesen nieder. Es sind also insgesamt fünf Arbeitsschritte auszuführen, nur um zwei Töne zu spielen!

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert die Herausforderungen bei der Vermittlung technischer Grundlagen allein durch Gitarrenschulen und unterstreicht die Wichtigkeit der Kommunikation und Beziehung zwischen Lehrer und Schüler.

1. Einleitung: Diese Einführung richtet sich an fortgeschrittene Schüler und beleuchtet die Notwendigkeit, das eigene Üben selbstständig und methodisch zu gestalten.

2. Über die Haltung der Gitarre: Es werden verschiedene Haltungsmöglichkeiten diskutiert, wobei betont wird, dass eine individuell optimale Position das Fundament für entspanntes Musizieren bildet.

3. Die linke Hand: Dieses Kapitel fokussiert sich auf die präzise und ökonomische Greiftechnik unter Berücksichtigung der Zusammenhänge von Kraftaufwand, Zeit und Weg.

4. Die rechte Hand: Hier werden die verschiedenen Anschlagsarten (apoyando und nicht angelegt) sowie die Bedeutung der Handhaltung für den Klang analysiert.

5. Was kann man aus der Geschichte des Gitarrespiels lernen?: Der Autor reflektiert über den Pioniergeist großer Gitarristen und die stetige Entwicklung der Spieltechnik als einen suchenden Prozess.

Schlüsselwörter

Gitarrentechnik, Spieltechnik, Körperhaltung, Alexandertechnik, ökonomisches Musizieren, Instrumentalunterricht, Übungsplanung, Bewegungsabläufe, Kraftaufwand, Gitarrenschule, Musiker-Persönlichkeit, Nageltechnik, Anschlagsarten, Übungseffektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung technischer Grundlagen für Gitarristen, wobei der Schwerpunkt nicht auf einer bloßen Liedersammlung liegt, sondern auf der Analyse des "Wie" beim Gitarrespielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die ergonomische Körperhaltung, die effiziente Greiftechnik der linken Hand, die differenzierte Anschlagstechnik der rechten Hand sowie die Bedeutung mentaler Vorbereitung und effektiver Übungsmethodik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, den Schüler zum kritischen Nachdenken über sein eigenes Spiel und seine Übungsgewohnheiten anzuregen, um so zu einem schmerzfreien und musikalisch ausdrucksstärkeren Ergebnis zu gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen praxisorientierten, analytischen Ansatz, der eigene pädagogische Erfahrungen, Eigen- und Fremdbeobachtung sowie Bezüge zur Alexandertechnik und psychologischen Grundlagen (z.B. Logotherapie) integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Haltung der Gitarre, spezifische Techniken der linken und rechten Hand sowie praktische Bewegungsübungen beschrieben und kritisch hinterfragt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Gitarrentechnik, Körperhaltung, ökonomisches Musizieren, Übungsplanung, Bewegungsabläufe, Alexandertechnik, Anschlagstechnik und explorative Lerneinstellung.

Warum ist das Verständnis von "Kraftaufwand, Zeit und Weg" so wichtig für Gitarristen?

Dieses physikalische Prinzip ist essenziell, um Bewegungsabläufe zu ökonomisieren, Ermüdung zu vermeiden und in kurzer Zeit präzise musikalische Aktionen auszuführen.

Welche Bedeutung misst der Autor dem Nagelspiel bei?

Der Autor konstatiert die marktbeherrschende Präferenz für das Nagelspiel aufgrund der erzielbaren Klangfarben und Lautstärke, betont aber gleichzeitig, dass die individuelle Suche nach der optimalen Nagelform ein langwieriger, persönlicher Prozess ist.

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Details

Title
Die Vermittlung technischer Grundlagen in Gitarrenschulen - dargelegt anhand ausgewählter Beispiele
College
Academy of Music and Arts Rostock
Grade
1,3
Author
Torsten Jahnke (Author)
Publication Year
2003
Pages
59
Catalog Number
V36272
ISBN (eBook)
9783638359405
ISBN (Book)
9783638705004
Language
German
Tags
Vermittlung Grundlagen Gitarrenschulen Beispiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Jahnke (Author), 2003, Die Vermittlung technischer Grundlagen in Gitarrenschulen - dargelegt anhand ausgewählter Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36272
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