Inhalt
Einleitung 3
1. „The Sun“ 4
1.1 Inhalt 4
1.2. Methoden und Absicht 5
2. „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ 7
2.1. Inhalt 7
2.2. Methoden und Absicht 8
3. Andrew Morton: „Diana - Ihre wahre Geschichte“ 9
3.1. Inhalt 9
3.2. Methoden und Absicht 9
4. Direkter Vergleich 12
4.1. Inhalt 12
4.2. Methoden 13
4.3. Absicht 13
Quellenverzeichnis 15
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Einleitung
Am 1.September 1997 gab es in den Zeitungen in ganz Europa, vielleicht sogar der ganzen Welt nur ein einziges Thema: Diana, die Prinzessin von Wales, war bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Diana hatte mit ihrem Lebensgefährten, dem Harrods-Erben Dodi Al Fayed ein Wochenende in Paris verbracht. Sie essen im „Ritz“ zu Abend, auf ihrer anschließenden Heimfahrt werden sie von Pressefotografen verfolgt. Am 31.August gegen 0.30 Uhr Ortszeit rast der Wagen im Tunnel unter dem Place d l’Alma in einen Pfeiler und überschlägt sich anschließend einige Male. Der Fahrer Henri Paul und Dodi Al Fayed sind sofort tot, Prinzessin Diana und ihr Leibwächter Trevor Rees-Jones werden schwer verletzt in ein Pariser Krankenhaus gebracht. Noch in derselben Nacht stellen die Ärzte den Tod der Prinzessin fest, Rees-Jones überlebt als einziger. Zuerst stehen die Pressefotografen im Kreuzfeuer der Schuldzuweisungen, sieben von ihnen werden festgenommen. Erst später wird bekannt gegeben, dass der Fahrer Alkohol im Blut hatte und zu schnell gefahren ist. In dieser Arbeit soll untersucht werden, wie Medien aus Deutschland und Großbritannien die Unfallnacht und die darauffolgenden Spekulationen über die Schuld an dem Unglück verarbeiten. Daraus soll dann allgemein deren Absicht herausgearbeitet werden.
Als Quelle dienen sechs Artikel aus der britischen Zeitung „The Sun“ vom 1. bis zum 9. September 1997, sowie zwei Texte aus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 1. September 1997 und ein Ausschnitt aus der von Andrew Morton verfassten Diana-Biographie „Diana - Ihre wahre Geschichte in ihren eigenen Worten“.
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1. „The Sun“
1.1 Inhalt
In der Sun-Ausgabe vom 1. September 1997 schreibt Trevor Kavanagh einen Artikel mit dem Titel „7 face death rap in crash probe“. Aus der Überschrift ließe sich schließen, dass sich der Text ausschließlich mit der Verhaftung von sieben Pressefotografen befasst, doch das tut er nur in den ersten paar Zeilen. Tatsächlich schreibt der Redakteur über die Rolle der Presse an sich, d ie Schuld, die ihr zugewiesen wird, unter anderem auch von Dianas Bruder Earl Spencer, dessen Zitat fast eine ganze Seite in Anspruch nimmt, und verteidigt am Ende die englische Presse. Das macht er mit einem Zitat von Michael Cole, einem Sprecher von Dodi Al Fayeds Vater Mohamed Al Fayed, der sagt, die britische Presse hätte so etwas nie getan, sie habe mehr Verantwortungsbewusstsein. „This tragedy would probably not have happened in Britain.”
Auch im Leitartikel dieser Ausgabe versucht die “Sun”, sich und die britische Presse im Allgemeinen zu verteidigen und sogar aus dem ganzen Fall heraus zu halten: Kein Britisches Gesetz könne weder Herausgeber in Amerika, Asien oder Afrika davon abhalten, ihre Scheckbücher zu zücken, noch könne es die Aktivitäten ausländischer Kameramänner im Ausland aufhalten. Diana sei in Frankreich
gestorben, „a country which has the toughest privacy laws imaginable - and the wildest of the paparazzi.“ Auch kritisiert der Autor dieses Artikels Dianas Bruder, der laut der „Sun“ gesagt haben soll: „I always knew the press would kill her in the end,“ sowie alle, die sich ein Urteil gegen die Medien erlaubt haben. Er bezeichnet es als eine Schande, dass sie „nicht nachdenken, bevor sie etwas sagen“. Ein anderer Artikel desselben Tages thematisiert ausschließlich die Trauer und die Bestürzung des „Sun“-Fotografen Arthur Edwards, der im Verlauf des Artikels als Dianas „trusted pal“ bezeichnet wird.
Ebenfalls am 1. September 1997 schreiben Jamie Pyatt und Nick Parker einen Artikel über den „3-hr battle to save her“, welcher eher die medizinische Seite des
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Falls beschreibt: Die Wiederbelebungsversuche, Interviews mit Ärzten, die Prinzessin Dianas Überlebenschancen von Anfang an gegen null schätzten und schließlich einen Absatz über Dianas Butler Paul Burell, der einige Minuten allein an Dianas Bett verbringen durfte und als „the only man she trusts“ dargestellt wird. Am darauffolgenden Tag erscheint auf der Titelseite der „Sun“ ein Artikel mit der Überschrift „Drunk at 121 mph“ von denselben Autoren. Hier wird die gesamte Schuld an dem Unfall auf den ebenfalls verstorbenen Fahrer Henri Paul geschoben, der, nach den neuesten Erkenntnissen, „was drunk and speeding at 121 mph“. Immer wieder bestehen die Redakteure auf die Unschuld der Presse. Als letzter Satz steht ein Zitat eines Untersuchenden des Falls: „The car was going too fast - simple as that“, das die Unschuld der Presse unanfechtbar machen soll.
1.2 Methoden und Absicht
Der inhaltliche Schwerpunkt der „Sun“ liegt also eindeutig auf den Emotionen, auf den Gefühlen und der Trauer aller Beteiligten und auf der Beteuerung der Unschuld der Presse.. Beispielsweise basiert ein Artikel mit etwa 350 Wörtern auf einem einzigen Satz Trevor Rees-Jones’, Dianas Bodyguard („I feel partly guilty. But I couldn’t do anything to prevent the accident.“). Oft kommt dabei jedoch der Informationsgehalt zu kurz.
Auch der Artikel über den Fotografen Arthur Edwards behandelt fast ausnahmslos das Thema der Emotionen. Das zeigt schon allein die Überschrift („This has been the saddest day of my life“), aber auch diverse Zitate im Text (zum Beispiel: „This is the saddest job I’ve ever had to do.“ und „The tears rolled down my cheeks (...).“). Im ganzen Artikel sind kaum Fakten zu finden - nichts Greifbares - nur Aussagen über die Gefühle des Fotografen.
Nun stellt sich die Frage, was die „Sun“ mit diesen emotionalen Darstellungen bezwecken will. Die Antwort liegt auf der Hand: Die Leser der „Sun“ erwarten emotionsgeladene Artikel, sie wollen sich verstanden fühlen. Diana war für die meisten Briten wie eine Königin, sie verehrten sie, für viele war ihr Tod ein großer
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Arbeit zitieren:
Janina Liedermann, 2004, Vergleich der Arbeitsweisen von The Sun und FAZ, München, GRIN Verlag GmbH
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