Gliederung:
1. Ursprung des Wortes Demokratie 3
2. Einführung 3
2. Situation im 7 Jahrhundert 4
3. Drakonische Gesetze 624 4
4. Solonische Gesetze 5
4.1. Beseitigung der Grundschuldlasten 5
4.2. Schaffung von Vermögensklassen 5
4.3. Konsequenzen des solonischen Werkes 6
5. Regierung des Peisistratos
5.1. Peisistratos als Tyranner 7
5.2. Einführung der Ertragssteuer 7
6. Reformen des Kleistheneses 8
6.1. Kleisthenesische Phylenreform 8
6.2. Der Rat 9
6.3. Ostrakismos 10
7. Volksversammlung 11
7.1. Volksversammlung als zentrale Institution Athens 11
7.2. Berechtigung für die Volksversammlung 11
7.3. Verlauf 12
7.4. Der freie Wille des Volkes 12
7.5. Abstimmung 13
7.6. Gegenstand der Beschlüsse 13
8. Geschworenengerichte 14
8.1. Begriff der Geschworenengerichte 14
8.2. Mitglieder 14
8.3. Gerichtshöfe 15
8.4. Gerichtswesen 15
9. Antike und moderne Demokratie 16
8. Literaturverzeichnis 19
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1. Ursprung und Bedeutung des Wortes Demokratie
Wenn wir uns näher mit dem Wort Demokratie befassen, finden wir heraus, dass schon allein das Wort griechischen Ursprungs ist. Es bedeutet „Volksherrschaft“. Das Wort ist nämlich aus: Demos = Volk und Kratein = herrschen gebildet.
Dieses Wort Demokratie entsteht zuerst im Kontext der griechischen vergleichenden Herrschaftslehre. In diesem Kontext steht es zwei anderen Begriffen gegenüber: der „Monarchie“, also der Herrschaft durch einen Einzelnen, und der „Aristokratie“, hier nicht verstanden als Bezeichnung eines Standes, sondern für die Herrschaft durch eine Gruppe von mehreren einzelnen, durch eine Elite. Demokratie also als Parallelbegriff für Monarchie und Aristokratie.
Aristoteles benutzt das Wort „Demokratie“ sogar noch für die Bezeichnung einer Entartungsform jener Herrschaftsform, die er als „Politie“ bezeichnet.
2. Einführung
In meiner Arbeit habe ich die Entwicklung Athens zur Demokratie dargestellt, und zwar schon seit dem 7. Jahrhundert v. Chr., wo noch keine geschriebenen Gesetze existierten, bis zur Entstehung politischer Organen in Athen. Sehr interessant ist, welche Rolle die politische Tätigkeit für die Athener spielte, u nd wer dazu berechtigt war, am politischen Leben teilzunehmen. Letztlich habe ich den Versuch unternommen, die attische Demokratie mit der modernen zu vergleichen um herauszufinden, ob die einzelnen Elemente der attischen Demokratie in der heutigen widergespiegelt sind.
Um die Wandlung Athens zur Demokratie nachzufolgen, kehren wir erst mal weit zurück, in das 7. Jahrhundert v. Chr. Damals gab es noch keine Gesetze. Der Staat war nur mit Beleidigungen der Götter beschäftigt.
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2. Situation im 7 . Jahrhundert
Um 650 wurden in Athen die Oligarchen von reichen Bürgern und unzufriedenen Adligen vertrieben. Es entstand eine Tyrannei. Tyrannen waren vorwiegend weise und umsichtige Herrscher, die ihre Macht meist durch illegale Mittel erlangt haben. Es herrschte Sklaverei und Menschenhandel. Die Bauern gerieten damals oft in die Krise. Viele von ihnen waren verschuldet. Da es möglich war, auf eigenen Körper zu leihen, konnte ein Bauer, der zahlungsunfähig war, vom Gläubiger versklavt oder sogar verkauft werden.
Ausserdem hatte man gar nichts gegen den damals herrschenden Mord und Raub einzuwenden. Jeder, der etwas mit einem anderen zu regeln hatte, war selbst dafür zuständig. Der „Staat“ befasste sich nur mit Beleidigungen der Götter.
Man forderte radikale Veränderungen. In der zweiten Hälfte des 7. Jahrhundert wurde es nach einem geschriebenen Gesetz verlangt.
3. Drakonische Gesetze
Die Gesetze, die praktisch schon in manchen griechischen Städten praktiziert wurden, sollten aufgezeichnet werden. Für Athen übernahm Drakon diese Aufgabe. Im Jahre 624 zeichnete er zum ersten Mal das
schon längst praktizierten Gesetze erfasst. Er scheint auch manche, auf die besondere Lage seiner Zeit, verweisende Neuerung eingeführt zu haben.
Drakon galt den Athenern später als strenger Gesetzgeber. Erstens, hat er die private Blutrache abgeschafft, und zweitens, legte er die Tötungsdelikte in die Hände des Adelsrates. Die Strafen waren sprichwörtlich hart.
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Man hat Drakon zu Unrecht bezeichnet, der Urheber dieser „drakonischen“ Strafen zu sein, denn in Wirklichkeit hielt er sie selbst als überzogen, was er auch aussprach.
4. Solonische Gesetze
4.1. Die Beseitigung der Grundschuldlasten
Die weitreichenden Reformen des Solons gaben der Demokratiebewegung neuen Schwung. Solon wurde im Jahre 594 zum Archon gewählt. Archonrat war damals das oberste Amt in Athen. Seine Aufgabe war, die zerfallene Bevölkerung Attikas wieder zu versöhnen. In damaligen Zeiten waren zahlreiche Bauern in Abhängigkeit von Adligen gekommen oder hatten gar ihr Landstück verloren. Viele waren in Schuldknechtschaft geraten oder aus Attika geflohen, um dieser zu entgehen. Die wichtigste Aufgabe von Solon war also die Beseitigung der
dafür, dass die Menschen Attikas überhaupt wieder zu einer Gemeinschaft wurden. Tausende von geflüchteten konnten jetzt zurückkehren, die „verkauften“ wurden losgekauft und der Rest der vorher verschuldeten fühlte sich jetzt von dem Druck der Schulden befreit. Die „Lastenabschüttelung“ war ein notwendiger Eingriff in die Wirtschaft.
4.2. Schaffung von Vermögensklassen
Solons wichtigste Reform lag in der Verknüpfung der politischen Rechte
Vermögensklassen geteilt. Die Fähigkeit zum politischen Einfluss war jetzt nicht mehr an die Herkunft, sondern an das Vermögen geknüpft (bis jetzt hatten die Adligen das politische Leben geprägt ). Zu den zwei institutionalisierten Klassen gehörten jetzt die Reitern (das waren hauptsächlich die Adligen) und die Zeugiten. Die dritte Klasse waren die
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reichsten Grundbesitzer. Die Vornehmsten und Reichsten wurden dann an die Spitze der drei Vermögensklassen gestellt. Sie wurden schließlich durch die Schuldentilgung am meisten getroffen, also mussten sie auf diese Weise versöhnt werden.
Alle drei Vermögensklassen mussten bestimmten Ertrag nachweisen, denn so wurden sie zu politischen Rechten gesetzt. Die Obergrenze des zu nachweisenden Ertrages war allerdings nicht so hoch, damit auch die weniger besitzenden Bürger in der Volksversammlung erfasst würden. Zu den politisch Berechtigten sind auch die Bürger „infra classem“ zu zählen, doch waren sie keine „Aktiv-Bürger“. 1 Da sie kein Vermögen besassen, konnten sie auch keinen Einfluss auf die Politik ausüben. Die Konsequenzen der solonischen Reform waren tatsächlich weitreichend. Die Schaffung von neuen „Aktiv-Bürgern“ hat das Bewusstsein der politischen Einheit u nd Verantwortlichkeit gestärkt. Abgesehen davon, bestimmte das Vermögen und nicht mehr die Herkunft die Zugehörigkeit zu den politischen Mündigen. Das bedeutet, dass jeder im Prinzip in den Kreis hineinwachsen konnte.
Mit dieser Reform wurden die Athener zu einer Masse und damit gewann die Stadt an politischem Profil.
Die Ungerechtigkeit der Klassenverteilung lag aber darin, dass die Armen aus politischem Leben ausgeschlossen wurden.
4.3. Konsequenzen des solonischen Werkes
Solons Werk hat in die Entwicklung der Demokratie Athens viel beigetragen. Das wichtigste aber, dass die zerstrittenen Gruppen versöhnt wurden und staatliche Ordnung wieder eintrat. Jeder Bürger hatte eine, ihm speziell zugemessene Stelle in der Gesellschaft. Die Reformen haben bewirkt, dass das politische Bewusstsein der Bevölkerung erweckt wurde und dadurch auch das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen für das Ganze. Alle Menschen wurden in die staatliche Verantwortung gezogen.
1 Vgl. Bleicken, Jochen: Die athenische Demokratie, Padeborn,...1995, S.27.
Arbeit zitieren:
Malgorzata Krieger, 2001, Attische Demokratie, München, GRIN Verlag GmbH
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