ABBILDUNGSVERZEICHNIS 3
1 EINLEITUNG 4
2 FABRIKPLANUNG 4
2.1 Der Fabrikplanungsprozess 4
2.1.1 Anforderungen an den Fabrikplanungsprozess 5
2.2 Marktcharakteristische Entwicklungen für die Fabrikplanung 6
2.3 Aufgaben der Fabrikplanung 7
2.4 Phasen der Fabrikplanung 8
3 RISIKOMANAGEMENT 9
3.1 Risikodefinition 9
3.2 Arten des Risikos 10
3.3 Regelkreis des Risikomanagements 10
3.3.1 Risikoidentifikation (1 ) 11
3.3.2 Risikobewertung (2 ) 12
3.3.3 Risikohandhabung (3 ) 12
3.3.4 Risikocontrolling (4 ) 13
3.4 Risikomanagement - proaktiv oder reaktiv? 13
4 RISIKOMANAGEMENT IN DER FABRIKPLANUNG 14
4.1 Risiken der Planungsphasen und Methoden zu deren Bewältigung 14
4.1.1 Zielplanung 15
4.1.2 Vorplanung 15
4.1.3 Grobplanung 17
4.1.3 Feinplanung 18
4.1.4 Ausführungsplanung 19
4.1.5 Ausführung 20
4.2 Aufbau eines Risikomanagementsystems 21
2
4.3 Methoden des Risikomanagements 23
4.3.1 Risikostrukturblatt 23
4.3.2 Risikolandkarte 25
4.3.3 Risikoreporting 25
4.4 Methoden des Risikocontrollings 26
4.5 Weitere Methoden des Risikomanagements der Fabrikplanung 26
4.5.1 Wahrscheinlichkeits-Ereignis Analyse (PEA) 27
4.5.2 Prozess-Mapping 27
4.5.3 Kreativitätstechniken 27
4.5.4 Expertenbefragungen 28
4.5.5 Informationssysteme / Wissensmanagementsysteme 28
4.5.6 Risikoliste 28
5. SCHLUSSBETRACHTUNG 29
LITERATURVERZEICHNIS 31
ANHANG: ANWENDUNGSBEISPIEL I
Abbildungsverzeichnis
Abb 1 Planungsbedingungen und Zielfelder der Fabrikplanung
(Quelle: Grundig, Fabrikplanung, S 11 ) 6
Abb 2 Systematischer Rahmenablauf und Planungsinhalte von Fabrikplanungsaufgaben
(Quelle: Grundig, Fabrikplanung, S 41 ) 8
Abb 3 Regelkreis des Risikomanagements (Eigenerstellung) 11
Abb 4 Präventive und kurative Maßnahmen
(Quelle: Bundesverband der Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e V. (BME) S 8 ) 14
Abb. 5 Organisation eines Risikomanagementsystems (Eigenerstellung) 22
Abb 6 Risikostrukturblatt (Quelle: Dürr AG) 24
Abb. 7 Informationsverdichtung des Risikoreportings
(Quelle: Weber, J Hess, T Controlling Management) 25
Abb. 8 Risikoportfolio-Analyse unterschiedlicher Projektarten (Eigenerstellung) 26
Abb. 9 Risikolist (Quelle: Pastors, P. Risiken des Unternehmens, S. 430 ) 29
3
1 Einleitung
Zahlreiche Innovationen der Fabrikplanung haben den Fabrikplanungsprozess grundlegend gewandelt. Digitale und integrale Fabrikplanung, die fraktale Fabrik, Segmentierung der Fabrikplanung, sowie die komplexe Fabrik sind hier einige Schlagworte für den Wandel des letzten Jahrzehnts. Ausgelöst wurden diese neuen Methoden als Anpassungsprozess an die steigende Variantenvielfalt, dem Druck nach kürzer werdenden Time-to-Market-Zyklen, kürzeren Produktlebenszyklen sowie der Dezentralisierung von Produktionsstandorten. Moderne strategische Unternehmenskonzepte haben sich in der Fabrikplanung behauptet, um Risiken im Planungsprozess und der Umsetzung des Baus zu minimieren. Hierbei handelt es sich um vielfältige Risiken, die allesamt Folgekosten vereinen. Moderne Fabriken sollten den Anforderungen und Risiken der Zukunft gewappnet sein. Fabriken mit einem hohen Grad an Wandlungsfähigkeit helfen, sich ändernden Rahmenbedingungen mit geringerem Zeitverzug anpassen zu können. Ein umfassendes Risikomanagement-System hilft, den proaktiven Umgang mit Risiken zu ermöglichen, um somit Kostenvorteile und die frühere Besetzung des Marktes gegenüber Wettbewerbern zu erlangen.
2 Fabrikplanung
Die Fabrikplanung stellt in seinem Wesen einen Investitionsprozess dar, dessen Kerninhalte die Erarbeitung wirtschaftlicher Lösungen von Fabrik- bzw. Produktionsprozessen und deren rationellen Umsetzung sind. 1
2.1 Der Fabrikplanungsprozess
Der Prozess der Fabrikplanung ist ein Prozess einer gedanklichen Vorwegnahme und Festlegung von zeitlich später statt findenden Aktivitäten und zu realisierenden Projektlösungen. Diese Aktivitäten und Projekte sind im Rahmen der Fabrikplanung mit zeitlichem Vorlauf hochwertig festzulegen. Die Fabrikplanung beinhaltet somit „vorausgedachte Produktion“.
In diesem Planungsprozess sind Kollisionen zwischen erforderlicher Planungstiefe, der Aussagekraft der verfügbaren Planungsdaten und Planungsvoraussetzungen und den sich im zeitlichen Ablauf verändernden Vorgaben und Bedingungen der Regelfall. Die praktische Planungstätigkeit von Unsicherheiten, Änderungen, Abschätzungen, Hochrechnung, Analysen, Korrekturen und Vergleichen ist in starkem Maße durch das Einbringen von Praxiserfahrung charakterisiert.
Der Fabrikplanungsprozess umfasst Lösungen von Problemstellungen der Planung, Realisierung und Inbetriebnahme von Fabriken. Dabei wird die Fabrik als Gesamtsystem
1 Vgl. Grundig, Fabrikplanung, S. 9ff.
4
betrachtet, welches durch die Gestaltungsergebnisse folgender Planungsfelder beschrieben wird:
Standortplanung (Bestimmung von geeigneten Standorten)
Generalbebauungsplanung (Entwicklung von Bebauungsplänen sowie die
Wahl und Anordnung von Raum- und Gebäudesystemen) Fabrikstrukturplanung (Umsetzung und Realisierung von Produktions- und
Logistikprozessen innerhalb definierter Flächen- und Raumsystemen einschließlich der erforderlichen Personal-/Organisationsplanung) 2
2.1.1 Anforderungen an den Fabrikplanungsprozess
Ein Fabrikplanungskonzept bildet in der konkreten Gestaltung diese Planungsfelder ab. Dieses Fabrikplanungskonzept unterliegt Zielsetzungen, die in drei wesentliche Zielfelder zusammengefasst werden können.
Sicherung einer hohen Wirtschaftlichkeit der Fabrik
(z.B. minimale Durchlaufzeit und Bestände, Vermeidung von nicht wertschöpfenden Tätigkeiten, bestmögliche Nutzung von Ausrüstung, Fläche, Räumen und Personal) Sicherung einer hohen Flexibilität und Variabilität der Fabrik
(z.B. flexible Ausrüstungen, Abläufe und Raumstrukturen, Sicherung der Fähigkeit zur Anpassung an marktbedingte Absatzschwankungen) Sicherung einer hohen Attraktivität der Fabrik
(z.B. in Form von motivierenden, humanen Arbeits-, Entlohnungs- und Sozialbedingungen, durch Erfüllung von ökologischen Kriterien)
Die folgende Abbildung zeigt, dass das Fabrikkonzept maßgeblich vom zu gestaltenden Produktionsprozess bestimmt wird, dieser wiederum durch das zu realisierende Produktionsprogramm als Ergebnis aktiver Absatztätigkeiten des Unternehmens bestimmt wird. 3
2 Vgl. Grundig, Fabrikplanung, S. 9 ff.
3 Vgl. Grundig, Fabrikplanung, S. 10 ff.
5
Abb.1 Planungsbedingungen und Zielfelder der Fabrikplanung (Quelle: Grundig, Fabrikplanung, S.11)
2.2 Marktcharakteristische Entwicklungen für die Fabrikplanung
Die Kerngrundlage der Fabrikplanung bildet das zu produzierende Produktionsprogramm, welches folgenden Tendenzen unterliegt:
- Steigende Variantenvielfalt und somit steigende Komplexität
- Sinkende Produktlebenszyklen
- Sinkende Stückzahlgrößen
- Kurzzeitige Produktwechsel
- Steigende Sortimentsbreiten
- Kurze Lieferzeiten
- Verkürzung der Innovationszyklen
- Schnellere Planungszyklen
- Dezentralisierung der Produktionsstandorte
Die Qualität der Prognose des kurz-, mittel-, bzw. langfristigen zu erwartenden Produktionsprogramms wird somit ein immer bedeutenderes Qualitätsmerkmal eines fundierten Fabrikplanungsprozesses. Diese Entwicklung zeigt die Anforderung und damit verbundenen Risiken an einen zukunftsbezogenen Planungsprozess der Fabrikplanung. Weitere Merkmale des Fabrikplanungsprozesses sind die Vielzahl variabler
6
Eingangsinformationen, die oftmals nur unscharfe Aussagen beispielsweise über Kapazitäten, Flächen, Kosten und andere ermöglichen 4 .
2.3 Aufgaben der Fabrikplanung
Die Aufgaben der Fabrikplanung besitzen grundsätzlich einen interdisziplinären Charakter. Dieser interdisziplinäre Charakter beruht auf der hohen Komplexität und der Verschiedenartigkeit der für den Planungsprozess benötigten Fachdisziplinen. Daher ist von Beginn an eine stark teamorientierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen durch das Management zu praktizieren. Abhängig von der Aufgabenstellung sind z.B. in das Planungsteam mit einzubeziehen:
- Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung
- Mitarbeiter der Organisationsbereiche
- Mitarbeiter der kaufmännischen Bereiche
- Bauingenieure/Architekten
- Spezialisten für Sondergewerke
- Spezialisten für Planungs- und Entscheidungstechniken
Fabrikplanungsaufgaben besitzen in der Regel Merkmale von Projekten, welche gekennzeichnet sind durch:
- Einmaligkeit der Aufgabenstellung
- Projektmanagement
- zeitliche Begrenzung
- projektbezogenes Budget
Fabrikplanungsobjekte entsprechen demzufolge den typischen Gesetzmäßigkeiten des Projektmanagements. Zu den wesentlichen Aufgaben des Managements gehören:
- Erarbeitung von Aufgabenstellungen, Konzepten, Studien, Projekten
- Sicherung der Entscheidungsfindung
- Ausführungsplanung des Realisierungsablaufs
- Projektrealisierung einschließlich der Inbetriebnahme- und Übergabeszenarien
Der Fabrikplanungsprozess stellt aus methodischer Sicht einen Transformationsprozess dar. Bei diesem Transformationsprozess werden Eingangsdaten z.B. durch die Anwendung von Berechnungsformeln, Vorschriften, oder je nach Aufgabenstellung in Zwischen- und
4 Vgl. Grundig, Fabrikplanung, S.10 ff.
7
Quote paper:
Daniel Fies, Jens König, 2005, Das Management von Risiken in der Planung von Fabriken, Munich, GRIN Publishing GmbH
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