I
INHALTSVERZEICHNIS
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS II
1 EINLEITUNG 1
2 DER BEGRIFF UND DIE FUNKTIONEN VON BÖRSEN 1
3 MARKTMODELL 2
3.1 MARKTKONFIGURATION UND MARKTFREQUENZ 2
3.2 MARKTSTRUKTUR 3
3.3 MARKTSEGMENTE 4
4 MARKTORGANISATION 5
4.1 AUKTIONSPRINZIP 5
4.2 MARKET-MAKER PRINZIP 6
5 AKTUELLE ENTWICKLUNG 7
6 FAZIT 8
LITERATURVERZEICHNIS 9
ONLINEVERZEICHNIS 11
II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abb. = Abbildung Aufl. = Auflage bzw. = beziehungsweise f. = folgende Seite Mio. = Millionen o.V. = ohne Verfasser S. = Seite sog. = so genannt USA = United States of Ame rica vgl. = vergleiche vs. = versus z.B. = zum Beispiel
AG = Aktiengesellschaft NASDAQ = National Association of Securities Dealers Automated Quotation IPO = Initial Public Offering Xetra = Exchange Electronic Trading
1
1 EINLEITUNG
Durch ein gestiegenes Interesse der privaten Anleger an Börsengeschäften, verstärkt durch eine wachsende internationale Konkurrenz der Kapitalmärkte untereinander, sind die Strukturen und die Organisationsformen von Börsenmärkten stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Zusätzlich wird das Interesse unter anderem durch den Wandel aufgrund technischer Innovationen und Zusammenschlüsse an Börsenplätzen verstärkt.
2 DER BEGRIFF UND DIE FUNKTIONEN VON BÖRSEN
Der Begriff „Börse“ konnte in der Vergangenheit trotz fehlender Legaldefinition 1 leicht abgegrenzt werden. Traditionell wurde die Börse als ein Ort beschrieben, an welchem zu bestimmten, regelmäßigen Zeiten ein öffentlicher, staatlich genehmigter Handel in Wertpapieren stattfindet, um mit H ilfe von verbindlichen Regeln die Interessen der Marktteilnehmer zusammenzuführen 2 .
Durch die technischen Entwicklungen und Rahmenbedingungen der jüngeren Vergangenheit wird diese Abgrenzung zunehmend diffuser. Zum eine n wird das Charakteristikum der Handelszeit durch den außerbörslichen Handel aufgeweicht 3 , zum anderen wird der feste Ort durch den Einsatz von Computernetzwerken, die die Einrichtung von elektronischen, standortunabhängigen Märkten ermöglichen, abgelöst 4 .
Eine wichtige Gliederung des Marktes besteht in der Aufteilung in den IPO bzw. Primärmarkt und den Sekundärmarkt 5 . Die wesentliche Aufgabe des Primärmarktes besteht darin, die Allokations-, Finanzierungs- und Gütesiegelfunktion für neu ausgegebene und an der Börse gehandelte Werte zu übernehmen. Dem Sekundärmarkt werden vor allem die Zirkulations-, Bewertungs- und die Transformationsfunktionen für schon länger am Markt befindliche Titel zugesprochen 6 .
1 vgl. Schenk (Börsenhandelssysteme 2001), S. 375.
2 vgl. Stenzel (Außerbörslicher Aktienhandel 1995), S.19 f.
3 vgl. Stenzel (Außerbörslicher Aktienhandel 1995), S. 20.
4 vgl. Schenk(Börsenhandelssysteme 2001), S. 375 und Gerke (Börse der Zukunft 1997), S. 44.
5 vgl. Bosch (Market-Maker 2001), S. 7 f.
6 vgl. Steinhübel (Die private Computerbörse 1998), S. 124.
2
3 MARKTMODELL
3.1 MARKTKONFIGURATION UND MARKTFREQUENZ
Der Börsenmarkt kann in den konventionellen Parketthandel (Präsenzhandel) und den jüngeren Computerhandel aufgeteilt werden 7 . D iese T eilung wird als Marktkonfiguration bezeichnet. U nter Marktfrequenz hingegen versteht man die Häufigkeit der Kursfeststellungen. Es darf hier jedoch nicht übersehen werden, dass der Parketthandel nicht ohne Computer auskommt und damit der Übergang zwischen „Computerisierten“ und „Computergestützten“ Märkten fließend ist.
Die Preisfeststellung beim Präsenzhandel kann mit zwei verschiedenen Methoden erfolgen. Für Wertpapiere, die zum fortlaufenden (variablen) Handel zugelassen sind, werden die Kurse während der ganzen Börsenzeit erstellt, wenn Kauf- und Verkaufaufträge übereinstimmen 8 . Zusätzlich werden zu Beginn und am Ende der Handelszeit Kurse nach dem Meistausführungsprinzip erstellt. „Nach dem geltenden Meistausführungsprinzip ist das derjenige Kurs, zu dem bei der bis zur Preisermittlung vorliegenden Auftragslage der höchste Umsatz erzielt werden kann.“ 9 Für Wertpapiere des amtlichen Handels, die aufgrund ihrer geringen Liquidität nicht zum variablen Handel zugelassen sind, wird börsentäglich ein amtlicher Kurs (Kassakurs) nach dem Meistausführungsprinzip festgestellt 10 . Auch bei der Preisfeststellung mit elektronischen Handelssystemen wie Xetra wird zu bestimmten Zeiten börsentäglich auf das Meistausführungsprinzip zurückgegriffen. Dieses gilt für alle auf XETRA gehandelten Werte, auch für solche, die für den variablen Handel zugelassen sind. Hierfür wird für die Zeit der untertägigen Auktion der fortlaufende Handel kurzzeitig ausgesetzt. I m fortlaufenden Handel werden nur solche Aufträge (Orders) berücksic htigt und unverzüglich zusammengeführt (Matching), die aus der wertpapierspezifischen Mindestschlussgröße oder aus einem natürlichen Vielfachen (Round-Lots) bestehen 11 . Aufträge, die nicht der Mindestschlussgröße entsprechen (Odd-Lots), werden dann zu dem gesondert festgestellten Kurs ausgeführt 12 .
7 vgl. Gerke (Börsenlexikon 2002), Stichwort: Computerbörse, S. 198 f.
8 vgl. Rosen (Börsen und Börsenhandel 2001), Sp. 368.
9 vgl. Rosen (Börsen und Börsenhandel 2001), Sp. 367.
10 vgl. Gerke (Börsenlexikon 2002), Stichwort: Kassakurs, S. 468.
11 vgl. Rosen (Börsen und Börsenhandel 2001), Sp. 367.
12 vgl. Gerke (Börsenlexikon 2002), Stichwort: XETRA, S. 871.
Arbeit zitieren:
Christian Krauß, 2004, Organisation von Börsenmärkten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Revenue Management am Beispiel von Airline Revenue Management
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Hausarbeit (Hauptseminar), 34 Seiten
Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen des fabrikatsg...
Studienarbeit, 41 Seiten
Die Neuordnung der Börsensegmente durch die Deutsche Börse AG Best...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 22 Seiten
Optionsbewertung nach Robert C. Merton (1973)
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Die prozeßorientierte Darstellung des börsenmäßigen Wertpapierhandels ...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Diplomarbeit, 74 Seiten
Optionsbewertung nach Black und Scholes - Modell und Praxisbezug
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 19 Seiten
Fallstudie ALDI - Philosophie und Unternehmenskultur, strategische Ana...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 36 Seiten
Die Neustrukturierung der Frankfurter Wertpapierbörse im Hinblick auf ...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Diplomarbeit, 74 Seiten
BWL - Bank, Börse, Versicherung: Organisation von Börsenmärkten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Christian Krauß hat den Text Organisation von Börsenmärkten veröffentlicht
Christian Krauß hat einen neuen Text hochgeladen
Reading Seminar XI: Lacan's Four Fundamental Concepts of Psychoanalysi...
Richard Feldstein, Maire Jaanus, Bruce Fink
International Seminar on Nuclear War and Planetary Emergencies - 32nd ...
R. Ragaini, A. Zichichi
How to Develop and Promote Successful Seminars and Workshops: The Defi...
Howard L. Shenson, Shenson
Proceedings of the Seminar for Arabian Studies, Volume 37: Papers from...
St John Simpson, Lloyd Weeks
0 Kommentare