Inhalt
1 Einleitung 3
2 Problemstellung 3
3 Das Konstrukt des subjektiven Gesundheitskonzeptes 4
4 Forschungsstand 5
5 Zwischenfazit 5
6 Untersuchung 6
7 Ergebnisdarstellung 7
8 Resümee 10
Literatur 11
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1 Einleitung
Mit der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, in einem kurzen Überblick zusammenzutragen, warum die Kenntnis der subjektiven Gesundheitskonzepte jugendlicher Sportler von praktischer Relevanz ist. Hierzu soll insbesondere die Jugendsportstudie NRW (Kurz, Sack & Brinkhoff, 1996) - genauer die Sekundäranalyse dieser Studie von Sygusch (2000, 2001) - herangezogen werden. In einem ersten Schritt werden die Problemstellung präzisiert (Abschnitt 2) und der Definitionsrahmen abgesteckt (Abschnitt 3), bevor es in den folgenden Schritten kurz um den gegenwärtigen Forschungsstand und einem ersten Zwischenfazit (Abschnitte 4 und 5), der Untersuchung selbst und um ausgewählte Ergebnisaspekte geht (Abschnitte 6 und 7). In einem abschließenden Resümee (Abschnitt 8) soll dann die Ausgangsfrage beantwortet werden und ein Ausblick versucht werden.
2 Problemstellung
Im Vordergrund dieser Betrachtung zu den subjektiven Gesundheitskonzepten jugendlicher Sportler stehen - entsprechend der Themenstellung - folgende Aspekte: (1) Der Jugendbezug. Es soll vor dem Hintergrund bereits vorhandener Programme zur Gesundheitsförderung (vgl. u.a. BZgA, 1996, 1999; Selschow & Knaur-Berk, 1999) nachgefragt werden, ob diese in ihrer bestehenden Form überhaupt „jugendgerecht“ sind. Da es im Zuge allgemeiner Gesundheitsförderung auch um die - offensichtlich immer kritischer zu beurteilende - Jugendgesundheit geht, muss eruiert werden, ob möglicherweise hierfür nicht spezielle Bedingungen anzunehmen sind. Im Kern dieser Konzepte steht das Gesundheitsmotiv, und es ist auf Grundlage des aktuellen For-schungsstands fraglich, ob dies für Jugendliche als Motiv ausreichend ist, um gesundheitsfördernde Maßnahmen zu ergreifen. (2) Der Sportbezug. Es wird davon ausgegangen, dass Sport eine Möglichkeit zur positiven Entwicklung von Gesundheit darstellt, und dass die geeignetste Form zur Realisierung von Gesundheitsförderung durch Sport der organisierte Sport, insbesondere der Vereinssport, ist (vgl. Kurz & Tietjens, 1998, S. 106). (3) Der Bezug zu den subjektiven Gesundheitskonzepten. Um jetzt diese jugendlichen Sportler, die im Fokus dieser Betrachtung stehen, mit den Gesundheitsförderungsprogrammen auch zu erreichen, ist es eine notwendige Voraussetzung am „richtigen Hebel“ anzusetzen. Und dieser Hebel sind nach Kolip (1994, S. 16) - im Ggs. zu den weithin vieldiskutierten objektiven Gesundheitskonzepten - die subjektiven Gesundheitskonzepte, die deswegen einen Zugang zum Gesundheitsbewusstsein der Jugendlichen ermöglichen können (S. 16), weil sie Aufschluss über die konkrete Motivation zum Sporttreiben geben. Diese subjektiven Gesundheitskonzepte sind jedoch bisher nur sehr unzureichend untersucht worden (vgl. Sygusch, 2001). Insofern ist Frage nach den subjektiven Gesundheitskonzepten von erheblicher
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praktischer Relevanz, wenn man versucht, die Jugendlichen für gesundheitsförderliche Maßnahmen zu gewinnen.
Zusammenfassend steht also folgende Annahme zur kritischen Überprüfung: Gesundheit ist auch für Jugendliche ein Motiv für das Sporttreiben.
Wenn dies der Fall ist, so könnten die bestehenden Programme - zumindest unter diesem Blickwinkel - auch zur Gesundheitsförderung für Jugendliche Anwendung finden. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, so müssten Lösungen dafür gefunden werden, wie diese Programme, die im Wesentlichen auf objektiven Gesundheitskonzepten basieren, auf Grundlage der subjektiven Gesundheitskonzepte jugendgerecht aufbereitet werden können, besonders wenn diese auf den Sport als ein (berechtigtes) Mittel zurückgreifen.
3 Das Konstrukt des subjektiven Gesundheitskonzeptes
Wenn im Folgenden von subjektiven Gesundheitskonzepten die Rede ist, wird darunter „die Gesamtheit der gesundheitsbezogenen Kognitionen, Bewertungen und Handlungspläne eines Individuums“ (Mrazek, 1987, S. 83) verstanden. Dieses ist neben Körperschema, Leistungsschema und sozialem Selbstschema innerhalb des Allgemeinen Selbstkonzepts verortet und gliedert sich in physische, psychische und soziale Aspekte (vgl. Belz-Merk, 1995; Sygusch, 2000). Sygusch (2001, S. 381 f.) fasst drei wesentliche Dimensionen subjektiver Gesundheitskonzepte zusammen, die Bedeutsamkeit für Verhalten bzw. Verhaltensänderungen haben (vgl. auch Belz-Merk, 1995): (1) Der Stellenwert von Gesundheit. Hiermit wird die Stellung des Gesundheitskonzeptes innerhalb des Allgemeinen Selbstkonzepts beschrieben. Es wird genau dann zu einer (gesundheitsbezogenen) Verhaltensänderung kommen, wenn diese Stellung vergleichsweise hoch (zentral) ist. (2) Die Elaboriertheit des Gesundheitsschemas und die Position von Subschemen. Analog des Stellenwertes vom Gesundheitskonzept insgesamt innerhalb des Allgemeinen Selbstkonzepts, kommt es zu einer unterschiedlichen Gewichtung der drei Aspekte (physisch, psychisch, sozial) oder Subschemen innerhalb des Gesundheitskonzepts. Diese Gewichtung gibt Aufschluss darüber, wie gezielt das gesundheitsrelevante Verhalten einer Person auf diesen Bereich ist (vgl. Sygusch, 2000, S. 43 f.). (3) Real-Ideal-Diskrepanz. Diese Annahme geht davon aus, dass es dann zu einer gesundheitsbezogenen Motivation und Verhaltensänderung kommt, wenn - bezogen auf das individuelle Selbstkonzept samt der Differenzierungen und Gewichtungen - subjektiv eine Gefährdung der eigenen Gesundheit befürchtet wird, wenn also der (subjektive) Ist-Zustand nicht dem (subjektiven) Soll-Zustand entspricht.
Auf einen sehr bedeutsamen Aspekt im Hinblick auf eine gesundheitsrelevante Verhaltensänderung weist Sygusch (2001) hin: „Nur wenn Gesundheitszustand, Körpersignale und Beeinträchti-
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Arbeit zitieren:
Sebastian Rosenkranz, 2005, Subjektive Gesundheitskonzepte jugendlicher Sportler, München, GRIN Verlag GmbH
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Beim Durchlesen fällt leider schnell auf, dass hier keine erhoffte Untersuchung stattfindet, sondern eine auszugsweise Zusammenfassung von R. Sygusch's 'Sportliche Aktivität und subjektive Gesundheitskonzepte' anhand exakt drei Datenextraktionen. Forschungsstand teilweise mit zwei Sätzen abgefertigt. Tippfehler runden das Bild ab.
am Tuesday, July 27, 2010-