1. Einheit: „Wir wiederholen geometrische Formen und lernen die geometrischen Körper Quader, Würfel, Zylinder und Kugel kennen." - Wiederholung bekannter Formen und Einführung von geometrischen Körpern.
2. Einheit: „Wir erkennen geometrische Körper in unserer Umwelt und ordnen sie den Begriffen Quader, Würfel, Zylinder und Kugel zu.“ - Zuordnung verschiedener Gegenstände nach geometrischen Körpern.
3. Einheit: „Wir kneten geometrische Körper und erhalten einen Forscherauftrag.“ - Herstellen von geometrischen Körpern aus Knetmasse und Erkundung derer Eigenschaften.
4. Einheit: „Wir sind Künstler und stellen eigene Figuren aus geometrischen Körpern her“ - Entwicklung und Herstellung eigener Figuren aus Verpackungsmaterial.
5. Einheit: „Wir bauen mit Holzwürfeln.“ - Freies Bauen mit Holzwürfeln in den dreidimensionalen Raum und Verbalisierung der Vorgehensweise.
6. Einheit: „Wir bauen Würfelgebäude nach Schrägbildkonstruktionen.“ - Erfassen einer Schrägbildkonstruktion als Anleitung zum Nachbauen mit Würfeln.
7. Einheit: „Wir bauen Würfelgebäude und entwerfen dafür einen eigenen Bauplan.“ - Eigenständiges Bauen von Würfelkörpern und dessen schriftliche oder zeichnerische Fixierung.
8. Einheit: „Wir lernen mit einem Bauplan umzugehen.“ - Verstehen, Lesen und Umsetzung eines Bauplanes als Voraussetzung zur Herstellung eines Würfelgebäude-Buches der Klasse 2a.
9. Einheit: „Wir gestalten unser eigenes Würfelgebäude-Buch der Klasse 2a.“ -Herstellen eigener Würfelgebäude und deren schriftliche Festhaltung in einem Bauplan.
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Ziele der Unterrichtsreihe: Die Kinder sollen Körper und deren Eigenschaften
kennen lernen und im handelnden Umgang mit diesen ihre räumliche Vorstellungskraft vom zweidimensionalen in den dreidimensionalen Raum erweitern.
Ziel der Unterrichtsstunde:
Die Kinder sollen ihre Fähigkeiten zur Raumvorstellung vertiefen und lernen einen Bauplan zu verstehen, zu lesen und umzusetzen.
Die hauptsächlichen Lernchancen der heutigen Stunde sind:
Sachbezogene Lernchancen:
Die Kinder erhalten die Möglichkeit
v durch den handelnden und spielerischen Umgang mit den Bauplänen ihr räumliches Vorstellungsvermögen zu vertiefen. v Vermutungen zu äußern und Lösungen zu verbalisieren. v in ihrer Denkfähigkeit angeregt zu werden. v durch die Differenzierung Lösungsmöglichkeiten zu finden. v verschiedene Lagebeziehungen zu entdecken und zu erkennen. v ihre Lösungsvorschläge zu verschriftlichen. v Baupläne mit Hilfe von Rastern oder selbstständig zu entwerfen.
Soziale Lernchancen:
Die Kinder erhalten die Möglichkeit
v in einer frei wählbaren Sozialform zu agieren und anderen Kindern zu helfen bzw. die Hilfe anderer einzufordern.
v ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern und zu argumentieren. v sich abzusprechen und gemeinsame Lösungsmöglichkeiten zu finden. v sich gegenseitig in der Reflektionsphase zuzuhören und Lösungsvorschläge anzunehmen.
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Selbstbezogene Lernchancen: Die Kinder erhalten die Möglichkeit
v durch eigenständiges Ausprobieren handelnde Entdeckungen zu machen und selbstständig Lösungsmöglichkeiten zu finden.
v Sicherheit für das eigene Handeln, Denken, Arbeiten und Lösen zu gewinnen. v Vermutungen aufzustellen und diese auszuprobieren.
4.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
4.2 Spezielle Lernvoraussetzungen
4.3 Sachstrukturelle Lernvoraussetzungen
Im Bereich Geometrie haben die Kinder bereits vielseitige Erfahrungen gemacht. Den Kindern sind die geometrischen Grundformen bekannt. Zu Beginn der Reihe wurden diese wiederholt und die geometrischen Körper Quader, Würfel, Zylinder und Kugel behandelt. Es wurde großer Wert auf die Unterscheidung zwischen Formen und Körper gelegt. Die Körper wurden von den Kindern im handlungsorientierten Umgang erkundet und in ihrer Lebensumwelt entdeckt und gefunden. Verschiedene Körper wurden von den Kindern entsprechend ihrer Merkmale und Eigenschaften nach Würfel, Quader, Zylinder und Kugel wieder erkannt und zugeordnet.
Aus Quadern und Zylindern erstellten die Kinder Figuren, die in den dreidimensionalen Raum gebaut wurden.
Das freie Arbeiten mit den Würfeln war für die Kinder mit viel Motivation verbunden, wobei sie zahlreiche Würfelgebäude entwarfen und viele Ideen einbrachten. Der Bau von Würfelgebäuden nach Schrägbildkonstruktionen wurde von den Kindern schnell und mühelos bewältigt.
Um die Würfelgebäude dauerhaft festzuhalten, haben die Kinder versucht, Würfelgebäude schriftlich bzw. zeichnerisch zu Papier zu bringen. Hierbei zeigten die meisten eine hohe Kreativität. Jedoch traten bei fast allen Schwierigkeiten auf, die Würfelgebäude so in der Ebene zu zeichnen, dass der
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räumliche Eindruck erhalten blieb. Statt des Würfels zeichneten die meisten Kinder Quadrate, nur Marvin gelang es, einfache Würfelgebäude in einem Schrägbild festzuhalten. Bei komplexeren Würfelgebäuden traten aber auch bei ihm Probleme auf im dreidimensionalen Raum zu zeichnen.
Sandra malte in zwei Quadrate jeweils noch ein kleines weiteres Quadrat hinein, um die Anzahl der übereinander liegenden Würfel darzustellen. Außerdem gaben sie und Joelynn immer die Anzahl der gesamten Würfel pro Würfelgebäude an. Viele Kinder zeichneten ihr Gebäude in Quadraten nach vorne gesehen. Das Problem, welches in der Reflexion von den Kindern festgestellt wurde, war die Tatsache, dass das schriftliche Festhalten der Würfelgebäude sehr schwierig ist und sie es nicht zeichnen können.
Die Geometrie bietet „ein weites Feld, in dem Kinder Entdeckungen machen können, und dies mit geringen Vorkenntnissen, noch nicht formalisiert, im wörtlichen Sinne mit Händen und Füßen.“ (Floer, J., Haarmann, D 1982, S.77)
Neben der Kugel regt der Würfel die Kinder am meisten zum Spielen und Experimentieren an. Er fasziniert durch seine schlichte, hochsymmetrische Form. Kinder kennen den Würfel zumeist aus Spielen oder dem Baukasten. Ein Würfel hat 8 Ecken, acht gleich lange Kanten und sechs gleichgroße quadratische Flächen.
Die Holzwürfel, die den Kindern zur Verfügung stehen, haben eine Kantenlänge von 3 cm.
Ein Würfelgebäude besteht aus mehreren einzelnen Würfeln, wobei sich benachbarte Würfel an den quadratischen Seitenflächen voll berühren. Um ein Würfelgebäude auf dem Papier so festzuhalten, dass es von einem anderen Kind nachgebaut werden kann, gibt es mehrere Möglichkeiten. Es kann zum Beispiel in einer Schrägbildkonstruktion festgehalten oder in kurzen Sätzen beschrieben werden. Der Bauplan, der dieser Stunde zugrunde liegt, entsteht, indem zuerst das Gebäude umrandet wird. Die Standfläche bildet also den Grundriss des Bauplans. Jeder Grundriss wird in kleine Quadrate geteilt. In die Quadrate werden Ziffern geschrieben, welche die Anzahl der übereinander stehenden Würfel angibt. Die Ansicht erfolgt hierbei von oben. „Das Zuordnen eines Bauplans zu dem Schrägbild
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eines Würfelgebäudes beinhaltet das Übersetzen eines dreidimensionalen Gebildes in eine zweidimensionale Darstellungsform.“ (Nussknacker Lehrerband 2004, S. 242) Die Schrägbildkonstruktion stellt zwar eine Möglichkeit dar, Würfelanordnungen des dreidimensionalen Raumes in einer zweidimensionalen Ebene wiederzugeben, diese selbst zu zeichnen, ist aber für die meisten Kinder eine sehr hohe Anforderung. Der oben beschriebene Bauplan ist eine gute Möglichkeit, einen Würfelkörper schnell und problemlos zweidimensional festzuhalten.
Die Zeichnungen, die die Kinder in der vorausgegangenen Stunde zu ihren Würfelgebäuden angefertigt haben, hängen zu Beginn der Stunde an der Tafel. Die Kinder sollen sich noch einmal kurz dazu äußern.
Den Kindern wird von einem „Bau-Experten“ erzählt, der eine Lösung gefunden hat, wie man die Würfelgebäude schnell und problemlos in einem Bauplan festhalten kann. Die Kinder erhalten paarweise einen solchen Bauplan und sollen die Struktur bzw. die Lösung des Bau-Experten entdecken. Entsprechend des kindlichen Neugierverhaltens sollte diese herausfordernde Situation und der bereitgestellte Bauplan Anreiz sein, die noch verborgene Gesetzmäßigkeit des Bauplanes zu entdecken.
Durch die Partnerarbeit ist e s den Kindern möglich, den Lerngegenstand der heutigen Stunde selbstständig zu erarbeiten. Auch schwächere Kinder können sich einbringen und sich an den Überlegungen beteiligen. Für die Zwischenreflexion kommen die Kinder zurück in den Theater-Halbkreis. Nachdem die Gesetzmäßigkeiten des Bauplanes erklärt wurden, wird die Verfahrensweise noch einmal an einem anderen Beispiel verdeutlicht. Tritt der Fall ein, dass keine Gruppe den Bauplan durchschaut hat, werde ich versuchen, den Kindern gezielte Impulse zu geben. Das Gebäude wird dann Würfel für Würfel aufgebaut.
Danach gehen die Kinder in die Arbeitsphase und können verschiedene Angebote bearbeiten.
Es stehen den Kindern drei Stationen zur Verfügung, die sie differenziert bearbeiten können.
Falls die Aufgaben sehr schnell von den Kindern bearbeitet werden, wird noch zusätzliches Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt.
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Arbeit zitieren:
Ines Konietzka, 2005, Unterrichtsstunde für eine 2. Klasse: Handlungsorientierter Umgang mit geometrischen Körpern zur Vertiefung der räumlichen Vorstellungskraft, München, GRIN Verlag GmbH
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