Geleitwort:
GOOGLE - dieses seltsame Wort habe ich das erste Mal in einer Veranstaltung für technische Informatik im Jahr 2001 gehört. Mit den Worten: „Wenn Ihr mehr wissen wollt - Google!“ machte uns ein Dozent auf eine neuartige Suchmaschine aufmerksam, die prima Ergebnisse liefert. Nach der ersten Suche auf dieser Seite gehörte ich auch zu den vielen Millionen begeisterten Menschen, die täglich Google zum Suchen im Internet benutzen.
In dem Seminar, zu dem diese Hausarbeit entstand, begann ich mich mehr dafür zu interessieren, was eigentlich hinter dieser leistungsstarken Suchmaschine steckt. Ich gehörte in die Referategruppe Suchportale und arbeitete an dem Stichpunkt Finanzierung von Suchmaschinen mit. Daher stammt mein Interesse, noch mehr über Google zu erfahren und schließlich diese Arbeit zu schreiben. Während des Schreibens habe ich gemerkt, dass ich mir zufällig das perfekte Jahr und den perfekten Monat für diese Hausarbeit ausgesucht habe. Am sechste n Geburtstag von Google habe ich auf ihrer Seite wieder Informationen gesucht und das Geburtstagslogo entdeckt. Der Börsengang und die Trennung von Yahoo aus diesem Jahr sind einige Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens.
Ich hoffe, diese Hausarbeit wird den Leser ebenso von dem Thema begeistern wie mich.
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Hausarbeit „Über den Suchgiganten GOOGLE“ (S Online-Dienste, SS 2004) von Susanne Richter
Gliederung:
1. EINLEITUNG - 5 -
2. GESCHICHTE DES UNTERNEHMENS. - 7 -
3. DIE GEHEIMEN ALGORITHMEN. - 10 -
4. FINANZIERUNG - 12 -
4.1 GOOGLE ADWORDS - 14 -
4.2 BÖRSENGANG - 16 -
5. ZUSÄTZLICHE DIENSTE - 17 -
6. GOOGLES KONKURRENZ. - 21 -
6.1 DER HAUPTKONKURRENT. - 23 -
7. FAZIT - 24 -
8. QUELLENANGABE - 26 -
9. ANHANG - 27 -
9.1 ZWANZIG JAHRE USENET. - 27 -
9.2 OFFENER BRIEF AN GOOGLE -GRÜNDER. - 30 -
9.3 BEZIEHUNGSGEFLECHT DER SUCHMASCHINEN. - 36 -
9.4 SUCHMASCHINEN-LISTE. - 38 -
9.5 CODE OF CONDUCT - 40 -
Ich möchte meine Arbeit mit einer Einführung in die Suchmaschinenproblematik und
einem kurzen Beleuchten der Vor- und Nachteile von Google beginnen. Um zu
zeigen , welche Unternehmensstruktur Google besitzt und wie diese dem Erfolg
zugute kommen, beschäftige ich mich unter Punkt 2 mit der Geschichte von den
Anf ängen bis heute. Unter Punkt 3 möchte ich die geheimen Algorithmen erläutern,
mit denen Google Ergebnisse einer Suche auflistet und zeigen, welche Probleme die
Suchmaschine mit dem Austricksen dieser doch nicht mehr allzu geheimen Technik
hat. Sehr interessant ist die Finanzierung einer Suchmaschine, die unter Punkt 4
erkl ärt werden soll. In den beiden Unterpunkten erläutere ich das Anzeigenprogramm
AdWords von Google und den Börsengang des Unternehmens.
Google bietet nicht nur die „normale“ Suche im Internet an. Über die Zeit sind viele
andere Dienste hinzugekommen. Die wichtigsten und interessantesten möchte ich
unter Punkt 5 vorstellen. Punkt 6 beschäftigt sich mit Googles Konkurrenten, also
jenen Anbietern, die die Zukunft des Suchmaschinenriesen gefährden könnten.
Schlie ßlich möchte ich meine Hausarbeit mit der Beantwortung der Frage: „Wird
Google auch in Zukunft den Suchmaschinenmarkt beherrschen?“ im Fazit beenden.
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1. Einleitung
Das Internet ist das riesige Netz von Computern auf der ganzen Welt. Sie sind zusammengeschlossen und theoretisch kann jeder von jedem Ort aus jeden erreichen. In diesem Netz befinden sich Billionen von mehr oder weniger wichtigen Informationen. Meistens interessiert man sich ja doch nur für einen winzigen Bruchteil dieses riesigen mächtigen Netzes. Aber wie kann man das Internet für sich nutzen? Wie kann man etwas finden, wenn man nur ein Schlagwort kennt? Wer hilft dem Benutzer, sich in dem riesigen Dschungel von Internetseiten zurechtzufinden? Die Antwort darauf heißt: Suchmaschinen, Kataloge, Datenbanken. Darunter befindet sich auch die meistgenutzte textbasierte Suchmaschine . Google ist auf dem Weg, zum wichtigsten Schleusenwärter des Internet zu werden. Denn mehr als 90 Prozent aller Nutzer von Online-Inhalten weltweit verwenden den Suchdienst regelmäßig. Inzwischen gibt die Suchmaschine täglich Antworten auf mehr als 200 Millionen Suchanfragen in 88 Sprachen. Sie ist die weltweit fünftgrößte Internetseite und mit 14 Millionen Nutzern die zweitgrößte aller Internetseiten Deutschlands (Quelle: Nielsen//NetRatings März 2003) [14]. In zahlreichen Umfragen und Tests (zum Beispiel von Stiftung Warentest) schneidet sie mit Abstand als beste Suchmaschine ab. Bei diesen Zahlen ist es sicher kein Zufall, dass der Name Google ein Wortspiel mit dem Begriff „googol“ ist. Dieser Begriff wurde von Milton Sirott, einem Neffen des amerikanischen Mathematikers Edward Kasner, geprägt und bezeichnet eine Zahl mit einer Eins und Hundert Nullen. Die Gründer des Unternehmens drücken sein Ziel also direkt im Namen aus: die Organisation der immensen Menge an Informationen aus dem World Wide Web und aus der übrigen Welt.
Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet Google mit einer einzigartigen Kombination der neuesten Hard- und Software. Die Geschwindigkeit, die man beim Suchen beobachten kann, basiert teilweise auf der Effektivität des Suchalgorithmus und teilweise auf den Tausenden von „Low-Cost“-PCs, die Google in einem Netzwerk zu einer Hochgeschwindigkeitssuchmaschine zusammengeschlossen hat. Nach eigenen Angaben kennt Google mit etwa 3,3 Milliarden WWW-Seiten deutlich mehr Online -Inhalte als andere Suchmaschinen. Zum Vergleich: als die Google-Gründer ihre Suchmaschine das erste Mal offiziell auf der 7. Internationalen World Wide Web Conference in 1998 Brisbane vorstellten, indizierte Google laut Conference-Paper „nur“ 24 Millionen Internetseiten. Experten wie der Hamburger Webdesigner Stefan Karzauninkat (Betreiber der Seite www.suchfibel.de, Autor des Buches „Die Suchfibel“) gehen heute davon aus, dass Google nur etwa ein Viertel aller Netzinhalte berücksichtigt. Und trotzdem: Der Aufstieg von Google gehört zu den ganz wenigen verbliebenen Erfolgstorys der New Economy. [7]
Auf den ersten Blick zeigt sich Google besonders offenherzig auf seiner Seite, wenn es darum geht, Informationen über sich preiszugeben. Erst bei näherem Hinsehen erkennt man, dass die meisten Informationen gleich mehrmals auf verschiedenen Seiten auftauchen und auch nur bereits bekannte Basisinformationen darstellen. An erster Stelle findet man Gründe, warum man Google benutzen sollte - und zwar weil
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„Google die relevantesten Suchergebnisse liefert, schnell und zuerst“. [14] Google bringt Ordnung ins Web und zeigt nur Seiten an, die den gewünschten Suchbegriff enthalten. Das Unternehmen wirbt aber auch mit den Worten „Google kann Sie glücklich machen!“ für sich. [14]
Meiner Meinung nach kann das Unternehmen sich dieses Urteil durchaus leisten. Das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2003 zur „Qualität und Nutzung von Suchmaschinen“ ergab unter 1000 Telefonbefragten, dass Google die mit Abstand am häufigsten genutzte Suchmaschine (69%) ist, gefolgt von Yahoo (10%) und Lycos (5%). [13] Dabei werden die Benutzer mit Sicherheit die schlichte, für heutige Verhältnisse fast schon asketisch wirkende Oberfläche zu schätzen wissen. Statt den Blick des Benutzers vom Wesentlichen abzulenken, ermöglicht das spartanische Layout eine schnelle Orientierung.
Problematisch an der starken Stellung von Google ist aber nicht nur die drohende Marktbeherrschung, sondern auch die mangelnde Transparenz bei der Erstellung der Rankings. Dies hat auch Prof. Dr. Marcel Machill, Journalistik-Professor an der Universität Leipzig, für die Bertelsmann-Studie kritisiert. Dass einige Online-Anbieter bereits gezielt versucht haben, mit einer Fülle aufeinander verweisender eigener Seiten den Listenplatz zu verbessern, ist kein Geheimnis mehr (siehe Punkt 3). In solchen Fällen landen die Nutzer manchmal auf Homepages, die statt Inhalten nur Marketing und Website-Tipps bieten. [7] Diese mit sogenanntem Spam verseuchten Ergebnisse sind tatsächlich mehr ein Problem des Suchgiganten als bei kleineren Suchmaschinen. Denn der große Erfolg Googles ruft aus allen Ecken zwielichtige „Suchmaschinenoptimierer“ auf den Plan, die mit allerlei Tricks die Trefferlisten manipulieren. Selbst der beste noch so geheime Suchalgorithmus kann ausgetrickst werden, wie man an diesem Beispiel sieht. Als zusätzliche Schwäche des Suchmaschinen-Marktführers gilt seine mangelnde Aktualität. So werden neue Versionen von Web-Inhalten von den Google-Suchrobotern häufig erst nach Wochen registriert. Auf der Google-Seite selber erfährt man, dass der Index ungefähr alle 4 Wochen aktualisiert wird. Bei jeder Aktualisierung verändert sich dann der Index der vielen Internetseiten.
Im weiteren Verlauf möchte ich genauer zeigen, welche Eigenschaften Google seinen Ruf verleihen, mit welchen Schwierigkeiten die Suchmaschine zu kämpfen hat und wie diese die Zukunft Googles beeinflussen werden.
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2. Geschichte des Unternehmens
Wenn man die Geschichte von Hewlett-Packard oder Yahoo! kennt, dann kennt man auch die von Google, das sich zu diesen Erfolgsgeschichten gesellen darf. Alle drei Unternehmen wurden von zwei befreundeten Stanford-Studenten gegründet und anfangs als Hobby oder bescheiden in einer Garage betrieben. 1998 gründeten Sergey Brin und Larry Page das Unternehmen Google, Inc. Sergey Brin, der in Moskau geboren wurde, erlangte seinen Bachelor of S cience mit
Textsammlungen und wissenschaftlichen Daten. Er hat mehr als ein Dutzend akademischer Aufsätze veröffentlicht, darunter „Extracting Patterns and Relations from the World Wide Web” oder “Dynamic Data Mining: A New Architecture for Data with High Dimensionality” (zusammen mit Larry Page). Brin war auf mehreren internationalen akademischen, Wirtschafts-und Technologiekongressen
Hauptredner, unter anderem beim World Economic Forum und der Technology, Entertainment and Design Conference.
Larry Page übernahm bei der Gründung von Google die Position des CEO (Chief
in Ann Arbor war Page Präsident der Eta Kappa Nu Honor Society der Universität und baute einen programmierbaren Plotter und Tintenstrahldrucker aus Lego™. Ebenfalls w ährend seines Doktorandenstudiums der Informatik an der Universität Stanford lernte Page Sergey Brin kennen. Nach dem Abschluss als Master ließ sich Page von Stanford beurlauben. Wie Brin wurde auch er vom Insitituto de Empresa mit einem Ehren-MBA bedacht und erhielt als erster den Recent Engineering Graduate Award der Alumni Society der Universität von Michigan. Page war Redner bei Kongressen wie der Technology, Entertainment and Design Conference, The Wall Street Journal Technology Summit, dem World Economic Forum und dem Commonwealth Club. Er wurde 2002 vom World Economic Forum als "internationale Führungspersönlichkeit der Zukunft" und von der Zeitschrift "Technology Review" des Massachusetts Institute of Technology (MIT) als "junger Innovator, der die
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Zukunft erschaffen wird" bezeichnet. Page ist Mitglied des National Advisory Committee (NAC) des College für Ingenieurwesen der Universität von Michigan. Er wurde vom Research and Development Magazine zum "Innovator des Jahres" ernannt und 2004 in die National Academy of Engineering gewählt. Außerdem wurden er und Sergey Brin auch 2004 in ABC World News Tonight zu den "Personen der Woche" ernannt.
Wie bereits erwähnt heißt der Geschäftsführer seit August 2001 Dr. Eric Schmidt.
leitete er die Entwicklung von Java, der plattformunabhängigen Programmiersprache von Sun, und hat die dortige Internetsoftwarestrategie bestimmt. Vor Sun war Schmidt Mitglied der Forschungsabteilung im Xerox Palo Alto Research Center (PARC). Er war außerdem in der Bell-Forschungsabteilung und bei Zilog angestellt. Schmidt hat einen Bachelor of Science in Elektrotechnik an der Universität von Princeton sowie eine n Master und einen Doktor in Informatik der Universität von Kalifornien in Berkley. [14]
Weitere kompetente Menschen bilden neben den drei schon genannten das Management von Google und sorgen in dieser Kombination für den großen Erfolg des Unternehmens , das übrigens vor kurzem
am 7.September seinen sechsten Geburtstag feierte. Chief Financial Officer ist seit 2002 Georges Reyes, der sich bereits vor Google 13 Jahre lang
Unternehmens Sun Microsystems kümmerte. Der Vizepräsident für Engineering heißt Wayne Rosing, der mehr als 30 Jahre Ingenieur - und
Forschungserfahrung sowie Erfahrung im Bilden leistungsfähiger Ingenieursteams in einigen der bekanntesten Unternehmen in Silicon Valley, darunter ebenfalls Sun Microsystems und Apple Computer, mitbrachte. Omid Kordestani (Senior Vize President, Worlwide Sales and Field Operations) ist für die Erzielung von Umsätzen zuständig. Als unermüdlicher Leiter einer internationalen Verkaufsstrategie hat er Google in Rekordzeit zur Rentabilität geführt. Vor Google war er bei bekannten Unternehmen wie The 3DO Company, Go Corperation, Hewlett-Packard und Netscape Communications beschäftigt. Cindy McCaffrey, Vizepräsident Corporate Marketing, ist für die Unternehmenskommunikation sowie das Marketing von Google-Produkten und Dienstleistungen bei Konsumenten und Geschäftskunden verantwortlich. Ihre Erfahrung erhielt sie in 20 Jahren bei Firmen wie Apple Computer, E*TRADE, The 3DO Company und SmartForce. Vizepräsident für Product Management ist seit 2002 Jonathan Rosenberg. Für diese Position bringt er mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich Informationsdienste, Internet sowie Onlinedienste
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und Software mit. Er ist Gründungsmitglied der Produktgruppe @Home und war außerdem bei Apple Computer tätig. David C. Drummond ist bei Google seit 2002 Vizepräsident Corporate Development und in dieser Position arbeitet er gemeinsam mit dem Management-Team an der Bewertung und Vorantreibung neuer strategischer Geschäftsmöglichkeiten. 1998 arbeitete Drummond bei einer der führenden Anwaltskanzleien des Landes für Technologiefirmen und unterstützte Google zunächst als externen Berater. Gemeinsam mit Page und Brin betrieb er die Gründung der Firma sowie die Sicherung der Anfangsfinanzierung. Unmittelbar vor seinem Eintritt bei Google war er als Vizepräsident Finanzen und Leiter der Finanzabteilung für SmartForce tätig. Die zehnte Person in einem übersichtlichen Managementsystem übernimmt seit 2003 Shona Brown mit der Position Vizepräsident Business Operations. Vorher war sie fast 10 Jahre als Beraterin von Technologieunternehmen für McKinsey and Company tätig. [14]
Diese zehn Führungspersönlichkeiten bringen allesamt Erfahrungen mit, die sie bei den bekanntesten Firmen der IT-Branche und darüber hinaus sammeln konnten. Das kommt dem Unternehmen Google natürlich zugute und verspricht viel Erfolg heute und zukünftig. Aber nicht nur die „Führungsetage“ ist dem Aufstieg zuträglich. Auch die differenzierte Infrastruktur trägt dazu bei. Statt sich ein paar schnelle Rechner zu besorgen, die bis zum Anschlag genutzt werden konnten, mussten die Google-Gründer mit ausgedienten Maschinen aus dem Informatikinstitut auskommen. Page und Brin gingen also regelmäßig zum Lager, um zu sehen, wer neue Rechner bekam und fragten dann, ob sie die alten, nun nicht mehr benötigten Maschinen haben könnten. Von Anfang an mussten Brin und Page also verteilte Rechenoperationen entwickeln, die auf einem Netzwerk wenig zuverlässiger Rechner laufen würden. Diese Philosophie steckt heute immer noch in der DNA der Firma. Google kauft die billigsten Rechner, die man bekommen kann und steckt sie in die unzähligen Racks in einem seiner wahrscheinlich sechs Datacenter auf der ganzen Welt. Dazu sagte Urs Hölzle, ehemaliger Vizepräsident für Engineering und heutiger Google Fellow: „PC’s sind soweit verlässlich. Wenn man aber 1000 davon hat, wird täglich einer ausfallen. Wenn man nun 10% mehr Rechner kauft, ist das aber immer noch billiger, als eine verlässlichere Maschine zu kaufen.“ [5] Wegen seiner großen Infrastruktur musste Google Werkzeuge und Techniken entwickeln, um diese Maschinen zu managen, Performance-Problemen auf die Schliche zu kommen und mit Fehlern schnell umzugehen. Solche Software kann man nicht kaufen, sie muss mit großer Anstrengung im eigenen Haus entwickelt werden. [5]
Diese in der Geschichte des Unternehmens liegende Grundlagen sichern noch heute das Bestehen von Google. Aber wie sieht es in der Zukunft aus? Schon heute kennen wir Probleme, mit denen Google auch zukünftig zu kämpfen hat. Davon merkt man dem Google-Hauptstandort, dem sogenannten Googleplex [14], selbst aber recht wenig an. In einem edlen Bürokomplex in der kalifornischen Stadt Mountain View lebt der Büroalltag der Zukunft. Die aktuell 2300 im Schnitt 29jährigen Angestellten kommen in Sandalen und T-Shirt und bringen ihre Kinder und Hunde mit. „Sie spielen Flipper und Tischtennis während der Arbeitszeit. Sie entspannen bei Gratis-Massagen und lassen sich in der Edelkantine mit Gratis-Speisen versorgen. Auch Kaffee, Eis und Süßigkeiten gibt es umsonst und unbegrenzt. Einmal in der Woche fährt sogar der Zahnarzt mit dem Bus vor - zur kostenlosen Visite“ so schreibt DER SPIEGEL vom "revolutionärsten Arbeitsumfeld der Welt", wie Google in ihren Stellenanzeigen schwärmt. Hier, am Amphitheatre Parkway in Mountain View, lebt die New Economy weiter, als hätte es 2000 den Zusammenbruch nie gegeben, der Tausende Internet-Firmen in den Ruin stürzte. [21] Larry Page und Sergey Brin
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Arbeit zitieren:
Susanne Richter, 2004, Über den Suchgiganten Google oder die Antwort auf die Frage: Wird Google auch zukünftig den Suchmaschinenmarkt beherrschen?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
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