Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 4
II. Kurzbiographie Michael Schumann. 4
III. Sozialstrukturelle Ausdifferenzierung und Pluralisierung der Solidarität 5
1. Politisch-programmatische Begriffe versus gesellschaftliche Realentwicklung
5
2. Sozialstrukturelle Veränderungen: im und vorm Wolkenkratzer 6
1. Die Globale Klasse 7
2. Die Modernisierungsmacher 7
3. Die Modernisierungsmitgestalter 8
4. Die Modernisierungsausgesparten 9
5. Die Modernisierungsbedrohten. 10
6. Die Modernisierungsverlierer 11
3. Einbinden pluralistischer Perspektiven in eine Vision
gesamtgesellschaftlicher Solidarität 11
IV. Struktureller Wandel und Entwicklung der Qualifikationsanforderungen
13
1. Strukturwandel der Arbeit 13
2. Arbeitspolitik. 16
V. Fazit / Diskussion. 18
- 3 -
I. Einleitung
Das Bewusstsein der handwerklich tätigen Arbeiter hat sich in der geschichtlichen Entwicklung fortwährend verändert. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden verschiedene Etappen des Berufsethos vorgestellt, von Werner Sombarts „Herrn Mikrokosmos“ über die unterschiedlichen industriellen Entwicklungsstufen bis hin zur modernen Industriearbeit.
Diese Arbeit setzt sich mit dem Bild des Industriearbeiters aus Sicht von Michael Schumann auseinander, der diese Thematik in seinem Buch „Metamorphosen von Industriearbeit und Arbeiterbewusstsein“ unter anderem bearbeitet. Wir beschäftigen uns zum einen mit der sozialstrukturellen Veränderung, die von Schumann für das Ende der 1990er, Anfang des neuen Jahrtausends dargestellt wird. Vergleichend dazu haben wir einen aktuellen Presseartikel hinzugezogen. Des Weiteren gehen wir danach auf den strukturellen Wandel und die Entwicklung der neuen Qualifikationsanforderungen ein.
II. Kurzbiographie Michael Schumann
Michael Schumann wurde am 24.Februar 1937 geboren und absolvierte ein Studium der Soziologie an den Universitäten Frankfurt, Marburg und Göttingen. Von 1962 bis 1964 war Schumann als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung in Frankfurt tätig, bevor er dann in den Jahren 1964 bis 1969 als Forschungsassistent an das Soziologische Seminar der Georg-August-Universität Göttingen wechselte. Seit 1969 hat er auch die Führung des Soziologischen Forschungsinstitutes (SOFI) in Göttingen inne, bis 1997 als geschäftsführender Direktor und seit 1997 als Präsident.
Seine erste Professur für Soziologie hatte Schumann von 1975 bis 1985 an der Universität Bremen, bevor er 1985 ebenfalls nach Göttingen kam und dort Professor für Soziologie wurde (Quelle: http://www.sofi- goettingen.de/people/schumannlebenslauf.htm, 07.01.2005).
- 4 -
III. Sozialstrukturelle Ausdifferenzierung und Pluralisierung der Solidarität
1. Politisch-programmatische Begriffe versus gesellschaftliche Realentwicklung
Zwei wesentliche Begriffe sind die Hauptkriterien nach denen Schuhmann die Arbeiterklassen unterscheidet und definiert. Zuerst den „Individualismus“. Ihn sieht Schuhmann als „Befreiung“ von herkömmlichen Klassen- und Schichtgemeinsamkeiten und als politisches Aufklärungsprogramm von Autonomie, Humanität und Emanzipation. Aber trotz dass die traditionellen Arbeitermilieus aufgelöst und die Lebensformen vielfältiger geworden sind, gibt es einen großen Unterschied zwischen dem politischen Begriff „Individualismus“ und der mit der Individualisierungsthese gekennzeichneten reellen Entwicklung.
Diese beinhalten beispielsweise auch folgende negative Seiten:
- neue Unsicherheiten
- wachsende Probleme, seinen Weg zu finden und diesen zu planen
- Individualisierung als Vereinsamung, Isolation und Alleingelassensein
- durch die Zerstörung von sozialen Bindungen verliert man auch an Unterstützung Zweitens die „Solidarität“, welche er definiert als „Zusammengehörigkeit, Übereinstimmung, enge Verbundenheit, Gemeinschaftsbewusstsein, gemeinsames Handeln [aber auch als] Orientierungs- und Verhaltensprinzip“(Schuhmann, 2003, S.108). Im Verständnis der Arbeiterbewegung wird sie begriffen als ein „kollektives Zusammengehörigkeitsbewusstsein und Verhaltensmuster“ (ebd. S.108), welches die Arbeiter in die Lage versetzt, sich einander zu unterstützen und ihre Gemeinsamen Interessen zu vertreten und durchzusetzen. Aber auch hier gibt es wieder eine politische und reale Vision des Begriffs. Erstere soll alle Mitglieder in einer Gesellschaft vereinen und in der realen Entwicklung konnten dadurch wichtige soziale Verbesserungen (Wahlrecht, Streikrecht, Ausbildungssysteme, Reduzierung der Arbeitszeit) durchgesetzt werden. Die dadurch erreichten Fortschritte haben die alte Verbundenheit der Arbeiter verändert. Selbst die Begriffe „Arbeiter“ und „Angestellte“ sind nicht mehr eindeutig zu trennen und innerhalb der jeweiligen Gruppe gibt es oft sehr viele Gegensätze zwischen den Mitgliedern, so dass die
- 5 -
Solidarität auf sehr v erschiedene Vorstellungen und Wünsche trifft und oft mit anderen Verpflichtungen kollidiert.
Daraus zieht Schuhmann das Fazit: der monopolistische Gemeinschaftsbegriff muss in einen pluralistischen weiterentwickelt werden der trotzdem eine übergeordnete Einheit wahrt. (vgl., 2003, 109)
2. Sozialstrukturelle Veränderungen: im und vorm Wolkenkratzer
Um der Frage nach den durch die eben genannten Veränderungen neu entstehenden gesellschaftlichen Strukturen nachzugehen, erscheint ihm die Einteilung der Gesellschaft in „Arm“ und “Reich“, Modernisierungsgewinner und - verlierer zu einfach in Bezug auf die Solidaritätsfrage
Er greift dafür das Modell eines Wolkekratzers von Ralf Dahrendorf auf, in dem es der Mehrheit nicht gelingt, jemals an die Spitze zu kommen und manche Fahrstühle schon im 10. Stock enden während andere erst im 50. beginnen und andere nicht einmal innerhalb des Wolkenkratzers sitzen. Er teilt die Mitglieder in 6 Gruppierungen auf:
Abb. 1: Sozialstruktur im Wolkenkratzerbild
Arbeit zitieren:
Benjamin Behrens, Claudia Scholz, 2005, Metamorphosen von Industriearbeit und Arbeiterbewusstsein, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unterrichtseinheit: Einführung Sturm und Drang - Prometheus (großer St...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 14 Seiten
Produktionsorientierte Annäherung an ein expressionistisches Gedicht v...
Lehrprobenstunde als Teil der ...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 17 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Benjamin Behrens hat den Text Metamorphosen von Industriearbeit und Arbeiterbewusstsein veröffentlicht
Benjamin Behrens hat einen neuen Text hochgeladen
Fortgesetzte Metamorphosen / Continuing Metamorphoses
Ovid und die ästhetische Moder...
Monika Schmitz-Emans, Manfred Schmeling
Akten der Tagung der Interdisz...
Sabine Coelsch-Foisner, Michaela Schwarzbauer
Genese und Metamorphose des Alexandermythos
im Spiegel der griechischen ni...
Elias Koulakiotis
Metamorphosen des Seelenlebens I. Pfade der Seelenerlebnisse
Neun Vorträge, Berlin 1909
Rudolf Steiner
0 Kommentare