Inhaltsverzeichnis
Seite
Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Werner Gitt: Das Fundament 5
2.1 Zum Schöpfungsbericht 5
2.2 Was ist der Schöpfungsbericht der Bibel 6
2.3 Naturwissenschaftliche Aussagen 8
2.4 Glaubensaussagen im Schöpfungsbericht 9
2.5 Muss man als Christ die Evolutionslehre ablehnen 10
2.5.1 Liberale bibelkritische Auffassung 10
2.5.2 Schrifttreue Auffassung 11
2.6 Was können wir tun 12
3. Religiöser Fundamentalismus 12
4. Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht 14
5. Resümee 17
Literaturverzeichnis 20
Internetverzeichnis 21
2
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Bsp. Beispiel
bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
Dipl.-Ing. Diplom- Ingenieur
evt l. eventuell
ggf. gegebenenfalls
Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel
o.ä. oder ähnliche, -er, -es
o. A. ohne Angaben
s. siehe
S. Seite
sog. so genannte, -er, -es
u.a. unter anderem
vgl. vergleiche
z.B. zum Beispiel
3
1. Einleitung
Die Bibel ist das meistgelesene Buch in der Geschichte der Menschheit. Die so genannte Urgeschichte am Anfang der Bibel hat ihre Faszination nicht verloren und auch an Aktualität nicht eingebüßt. Auch heute noch sind viele Millionen Menschen auf der ganzen Erde davon überzeugt, dass jedes Wort „ihrer Bibel“ das inspirierte Wort Gottes ist. Die Bibel sei in jedem Punkt buchstäblich wahr und es gibt in ihr keine Irrtümer und Widersprüche. Jedoch ist zweifellos vielen Bibellesern nicht klar, dass auch eine autorisierte Textfassung nur eine von vie- len Übersetzungen ist, die sie in den Händen halten. Sie glauben vielmehr, dass jedes Wort „ihrer“ Bibel offenbart und daher unfehlbar ist. 1
Auch Werner Gitt verdeutlicht eine solche Einstellung. Er verfasste z ahlreiche Publikationen zu dem Thema: Wunder der Bibel versus Naturgesetze. Auf den Abschnitt: „Die Bibel: die einzige verbindliche Informationsquelle für Herkunfts- fragen“ seines Buches „Das Fundament“ möchte ich im Folgenden Kapitel näher eingehen. Durch den Titel von Gitt´s Buch inspiriert, wird im dritten Kapitel das Thema Fundamentalismus im Hinblick auf die Kreationisten näher beleuchtet.
Dadurch wird aber auch immer deutlicher, dass der Streit um die Bibel, vor allem aber um dieses erste Buch der Bibel also noch lange nicht ausgestanden ist. Radikale Vertreter der Evolutionstheorie bezeichnen heute wieder den Glauben an Gott den Schöpfer als Wunschdenken. Die biologische Evolution zum Bei- spiel, die Lehre von der Entwicklung der Mannigfaltigkeit der Lebensformen auf der Erde, wird im Prinzip von allen Naturwissenschaftlern akzeptiert. Es wird zwar immer wieder Debatten über Details der Entwicklungsmechanismen geben, die Tatsache der Evolution als solche ist aber unbestritten. 2 Die Gegenposition der Schöpfungsvertreter erhebt jedoch auch lautstark den Ruf nach einer biblisch bestimmten Alternative zur Evolutionstheorie. Bei vielen Menschen löst diese Theorie jedoch starken emotionellen Widerstand aus, ob- wohl sie wenig oder nichts über die Beweisführung oder das logische Grundprin- zip wissen. Es genügen ihnen die Aussagen der Bibel, weiteres Hinterfragen wäre hier unnötig.
1 vgl. Asimov, Isaac: Genesis. Schöpfungsbericht und Urzeit im Widerstreit von Wissenschaft
und Offenbarung, S. 6
2 vgl. Schwarz, Hans: Die biblische Urgeschichte, S. 9
4
Was aber sagt die Bibel wirklich, und welches sind die Erkenntnisse der Wissen- schaft? In welchen Punkten stimmen sie überein, in welchen widersprechen sie sich? Das soll das Thema dieser Seminararbeit sein.
2. Werner Gitt: Das Fundament
2.1 Zum Schöpfungsbericht
Der Schöpfungsbericht nach dem ersten Buch Mose1 und 2 ist nach Ansicht von Werner Gitt als Fundament aller nachstehenden biblischen Schriften anzusehen. Der Schöpfungsbericht diene als Verständnis zu den wichtigen Herkunftsfragen unserer Welt, sowie allen Lebens. Werner Gitt meint, wer dies verleugnet, oder in Frage stellt verliert den Anschluss an das bibeltreue Verständnis überhaupt. 3
Im Folgenden geht er auf die Herkunft des Schöpfungsberichtes ein. Gitt nennt Jesus, als den Sohn Gottes, als verlässlichste Informationsquelle, denn Jesus´ Wort sei glaubwürdiger als alle anderen Lehrmeinungen der Welt. Die Verlässlichkeit des Schöpfungsberichtes sei nicht in Frage gestellt; Gitt geht fest davon aus, das Mose sie geschrieben hat, denn Jesus korrigiert ja auch nir- gendwo diese Auffassung. Er bringt in diesem Zusammenhang ein Zitat aus der Bibel an: „…und der Herr sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedächtnis in ei- nem Buch“ (2 Mos 17,14). 4 Hier wird zum ersten Mal der Standpunkt von Werner Gitt sehr deutlich. Er geht fest davon aus, dass der Pentateuch, und damit auch der darin enthaltene Schöpfungsbericht ganz allein Mose zuzuschreiben ist, obwohl durch viele ex- egetische Nachforschungen belegt ist, dass gerade die Urgeschichte nur schwer von einem Autor stammen kann.
Der Autor nennt im Weiteren auch Schöpfungsideen anderer Völker, denn da die Menschen schon immer daran interessiert waren, woher sie eigentlich kommen, gibt es viele verschiedene Schöpfungsideen:
§ altägyptische Vorstellung: wobei „Neb-er-Djer“ über seine Glieder weinte, und Menschen aus seinen Tränen entstanden
3 vgl. Gitt, Werner: Das Fundament, S. 149
4 vgl. Gitt, Werner: Das Fundament, S. 149
5
§ babylonische Vorstellung: aus den Leichen Marduk und Tiamat, die vor- her im gemeinsamen Kampf gefallen waren, formte Gott das Universum
§ europäische Vorstellung (während der Wikingerzeit): Sammlung von Ed- da; dabei wachsen einem Riesen Ymir Reifnachkommen unter einem Arm. Aus einem Tropfen Reif entsteht eine Kuh, diese leckt Reif vom Stein, daraus entstand der Mensch 5
Werner Gitt will mit der Darstellung dieser verschiedenen Schöpfungsideen deut- lich machen, dass die heutige Evolutionstheorie noch weit schlechter da steht: es seien keine Ideengeber zu nennen, sogar die Naturwissenschaft kann die Evolution nicht eindeutig begründen und nennt sie einen “bedauerlichen Ir rläufer des heutigen Zeitgeistes“ 6 .
Der Autor misst der Schöpfung bezugnehmend auf Abraham Meister eine hohe Bedeutung für den Menschen zu; würde die Schöpfungsgeschichte, also das erste Buch der Bibel fehlen, würden die Menschen in eine große Leere fallen. Er beschreibt das als eine große Lücke, und eine tiefe Finsternis. Der Mensch braucht also Halt um zu wissen, wohin er geht, wenn er einen Schritt rückwärts setzt. Ansonsten sucht er, findet aber sein Leben lang keine Sicherheit.
In diesem Abschnitt bezieht Gitt deutlich Stellung, und hält damit kompromisslos an seinen religiösen Grundsätzen fest. Als Alternative zur Schöpfung nennt er nur „gedankenlose Weltentstehungslehrern anderer Völker“ 7 , wie z.B. die boden- losen Fabeln der heidnischen Völker. Für ihn scheint hier das biblische Schöp- fungszeugnis in unversöhnlichen Gegensatz zu den faktischen Erkenntnissen der Naturwissenschaft zu stehen. 8
2.2 Was ist der Schöpfungsbericht der Bibel
In diesem Abschnitt zeigt Werner Gitt auf, wie der Schöpfungsbericht der Bibel zu sehen ist, und welche Bedeutung ihm beizumessen ist.
Er lenkt ein, dass die Bedeutung des Schöpfungsberichtes in der heutigen Welt eher schwer zu bestimmen ist. Da ein neues evolutives Weltverständnis mit
5 vgl. Gitt, Werner: Das Fundament, S. 150
6 Gitt, Werner: Das Fundament, S. 151 7 Gitt, Werner: Das Fundament, S. 151 8 vgl. Gitt, Werner: Das Fundament, S. 152
6
Quote paper:
Katharina Korff, 2003, Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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