Inhaltsverzeichnis:
1. Sachanalyse
1.1 Zum Begriff der Ernährung
1.2 Zwei Definitionen zum Begriff Ernährung
1.3 Die Nahrungsgruppen
2. Didaktische Analyse
2.1. Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.1.1. Begründung der Lernaufgabe
2.1.2. Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes für die Schüler
2.1.3. Didaktische Reduktion
2.1.4. Schwierigkeitsanalyse
2.2. Stellung des Unterrichtsinhaltes im größeren Zusammenhang
3. Voraussetzungen für den Unterricht
3.1. Situation der Klasse
3.2. Externe Voraussetzungen
4. Formulierung der Lernziele
4.1. Grobziel
4.2. Feinziele
5. Überlegungen zur Methodik
5.1. Einstiegsmöglichkeiten
5.2. Artikulation
5.3. Sozial- und Aktionsformen
5.4. Medien
5.5. Unterrichtsprinzipien
5.6. Tafelbild
6. Geplanter Unterrichtsverlauf
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang (hier nicht enthalten )
8.1 Folie: Eine satte Familie
8.2 Folie: Ernährungskreis
8.3 Arbeitsblätter zur Stundenbearbeitung S 10 11
8.4 Nilo-Sachbuch S 21 22 sowie 55 (Hausaufgabe)
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1. Sachanalyse
1.1 Zum Begriff der „Ernährung“
Was versteht man unter dem Begriff der „Ernährung“? Zunächst einmal ist die Existenz des Menschen von seiner Nahrungsaufnahme abhängig. Stellt der Mensch seine Nahrungsaufnahme gänzlich ein, so würde er über kurz oder lang verhungern. Spricht man von der „Nahrungsaufnahme“, so ist darunter neben der Aufnahme fester Nahrung auch die Aufnahme von Flüssigkeit zu verstehen. Man kann dieser durchaus die größere Rolle zuschreiben, da der menschliche Körper einen längeren Zeitraum ohne feste Nahrung, aber nicht ohne Flüssigkeit auszukommen in der Lage ist.
Die Aufnahme von Flüssigkeiten hat unter anderem die Aufgabe den Elektrolythaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten.
Feste „Nahrung stammt von Pflanzen und Tieren. Nur der Pflanze ist es möglich, mit Hilfe des Sonnenlichtes Stoffe aus Luft und Boden in Nährstoffe umzuwandeln und in dazu bestimmten Organen wie Wurzeln, Blättern und Früchten zu speichern.
Viele Tiere (z. B. Wiederkäuer) ernähren sich von Pflanzen. Anders als beim Menschen sind ihre Verdauungsorgane für die Verwertung von Heu und Gras eingerichtet. Das macht sich der Mensch zunutze, indem er pflanzliche Produkte veredelt zu hochwertigen tierischen Produkten wie Fleisch, Eier, Butter, Käse, Milch.
In Urzeiten ernährten sich die Menschen allein von dem, was sie in ihrer Umwelt an Eßbarem fanden oder erjagten. Die Entwicklung vom Sammler und Jäger zum seßhaften Ackerbauern ging einher mit der Kultivierung von Gräsern zu Korn, von Wildpflanzen zu Gemüse und mit der Domestikation von Wildtieren.
Trotz gesteigerter Nahrungsmittelproduktion und Überfluß in manchen Gebieten der Erde, bleibt die Erschließung neue r Nahrungsmittelquellen zur Versorgung der ständig wachsenden Erdbevölkerung ein Problem, um dessen Lösung sich die Forschung bemüht. Unsere Ernährung darf nicht einseitig sein. Der Gesamtorganismus des Menschen – die Beschaffenheit seiner Verdauungsorgane, zu denen wir Zähne, Magen und Darm rechnen- weisen auf eine gemischte Kost hin, in der alle lebensnotwendigen Stoffe in ausreichender Menge vorhanden sein müssen“ (Arbeitsbuch für den Sachunterricht, S.57-58).
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1.2 Zwei Definitionen zum Begriff „Ernährung“
1) „Ernährung, menschliche, Aufnahme von Nährstoffen durch den menschlichen Körper. Die höchst komplexen Vorgänge, denen Nährstoffe im Körper unterzogen
werden, sind noch ungenügend bekannte: So wissen wir erst ansatzweise, wie Nährstoffe sich gegenseitig beeinflussen, wie sie aufgespalten und als Energie
freigegeben werden, wie sie transportiert und verwendet werden, um unzählige spezialisierte Gewebe zu regenerieren und die Gesundheit des Menschen zu erhalten. Trotzdem müssen wichtige Ernährungsentscheidungen für den einzelnen,
für bestimmte Gruppen wie sehr junge und alte Menschen sowie für große Bevölkerungsteile getroffen werden, die an Fehlernährung leiden.
Ernährungsrichtlinien, die als Anhaltspunkte für eine ausgewogene Ernährung dienen können, werden weltweit von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von einzelnen Länder herausgegeben“ (Microsoft Encarta: „Ernährung,
menschliche).
2) „Ernährung, Aufnahme von Stoffen, die für die Erhaltung des Lebens, für
Wachstum, Bewegung und Fortpflanzung der Lebewesen vom Einzeller bis zum Menschen notwendig sind.
Zu E. des Menschen dienen Nahrungsmittel tierischer und pflanzl. Herkunft. Sie enthalten neben den organ. Nährstoffen (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette) und den Ballaststoffen weitere unentbehrliche, z . T. anorgan. Stoffe: Wasser, Salze
(Elektrolyte), Vitamine und Spurenstoffe. (...). Die Nährstoffe dienen dem Ersatz verbrauchter (...), aber auch dem Aufbau neuer Körperstoffe (Baustoffwechsel)
sowie als Energiespender im Betriebsstoffwechsel (...)“ (Grosses Universal Volkslexikon, S. 128-129).
1.3 Die Nahrungsgruppen
Unterschiedlichste Lebensmittel stehen für unsere Nahrung. Folgende Möglichkeiten bieten sich diese zu systematisieren:
• Die Lebensmittel nach der Häufigkeit der enthaltenen Nährstoffe gliedern.
• Das Aufteilen in tierische und pflanzliche Lebensmittel.
• Die Einteilung in die 6 Teile der Ernährungspyramide oder in die 7 Teile des Ernährungskreises.
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Die Ernährungspyramide sowie der Ernährungskreis visualisieren sehr deutlich, welche Nahrungsmittelgruppen eine ausgewogene Ernährung beinhalten sollte. „Die wichtigste Gruppe ist die der Getreideprodukte (40%). Es folgen Gemüse (20%), Milchprodukte (10-15%), Fleisch und fisch (5-10%) und schließlich Fett und Süßigkeiten (5%). Nahrungsbestandteile, die der Körper aus den Lebensmitteln verwerten kann, werden in folgende 6 Nährstoffe unterteilt:
Kohlenhydrate (Ballaststoffe, Stärke, Zucker), Fett, Eiweiß, Wasser, Vitamine und Mineralstoffe. Jedem dieser Nährstoffe ist in der Ernährungslehre eine Symbolfarbe zugeordnet: Kohlenhydrate = grün, Fett = gelb, Eiweiß = rot, Wasser = blau, Vitamine = lila, Mineralstoffe = blau. Nach ihrer Bedeutung für den Körper lassen sich 3 Nährstoff- Gruppen bilden:
1. Brenn- oder Energiestoffe (Kohlenhydrate und Fett) bilden im Körper Kraft und Wärme.
2. Baustoffe (Eiweiß und Wasser) bauen den Körper auf und ersetzen verbrauchte Körperzellen.
3. Schutz- und Reglerstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) schützen den Körper vor Krankheiten und regulieren die Körpervorgänge“ (Unterrichtsmappe „Korngesun- des Frühstück – mach mit!“, S.5)
2. Didaktische Analyse
2.1 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes
2.1.1 Begründung der Lernaufgabe
Die Entwicklung des Menschen, sowie seine Leistungs fähigkeit sind unter anderem verstärkt abhängig vom Zustand seines Körpers. Die Ernährung trägt hierbei im starken Maße zur Gesunderhaltung bei. „Alles, was der menschliche Körper zu seiner Erhaltung, für sein Wachstum und als Energiequelle für die verschiedenen Lebensvorgänge braucht, holt er sich aus seiner Nahrung“ (Arbeitsbuch für den Sachunterricht in der Grundschule, S. 58 ).
In unserer heutigen Gesellschaft spielt die Ernährung eine große Rolle. Die Anzahl der übergewichtigen Menschen, im Besonderen auch der Kinder ist ansteigend. Die gesundheitlichen Folgen durch Übergewicht sind vielfältig in ihrer Art. So können
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Rückenschäden, Hypertonien und Diabetes, um nur wenige Beispiele zu nennen, als Folgeschäden von Übergewicht auftreten. Als besonders beängstigend sind auftretende „Essstörungen“ bei Kindern und Jungendlichen zu verzeichnen. Eine Gesellschaft, welche einem schlanken Idealbild nachzueifern versucht, trägt nicht dazu bei, dass die Jugend ein normales Verhältnis zur Nahrung entwickeln kann. So sind die Formen von Bulimie oder Magersucht besonders bei Mädchen im pubertären Alter anzutreffen.
Im Besonderen Kinder und Jugendliche, welche sich noch im Wachstum, deren Körper noch dabei ist sich zu entwickeln und deren Leistungsstärke noch „unverbrauc ht“ sein sollte, sind auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung angewiesen. Doch gerade hier stellt man zunehmend Essstörungen und damit verbunden Adiposita- oder Kachexieformen fest. „Übermäßiges Körpergewicht ist heute eine wesentliche Ursache für Gesundheitsstörungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Übergewicht ist in den letzten Jahren hierzulande deutlich gestiegen. Insbesondere sind Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Bevölkerungsschichten betroffen. Die Entstehung von Übergewicht und seiner krankhaften Form, der Adipositas, ist auf multikausale Faktoren zurückzuführen. (...). Die Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Bewegung sowie über Lebensmittel und ihre Zubereitung sind in weiten Teilen der Bevölkerung unzureichend. Zudem entspricht die Verpflegung in vielen Kindertagesstätten und Schulen nicht den Anforderungen an eine ausgewogene Ernährung“ (Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, www3.verbrauerministerium.de).
Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, bedarf es der Aufklärung der Kinder und Jugendlichen, denn nur das Wissen innerhalb einer Sache lässt mich mit dieser verantwortungsvoll und sachgerecht umgehen. F. Bahl, G. Fahrenberger und G. Schopf kommen sehr treffend zu der folgenden Feststellung: „Kinder denken über das Essen nicht viel nach. Sie haben im Allgemeinen eine Vorliebe für bestimmte Speisen und vermögen nicht einzusehen, warum sie etwas essen sollen, was ihnen nicht schmeckt. Indem wir Kenntnisse vermitteln über die Zusammensetzung unserer Nahrungsmittel, wecken wir das Verständnis dafür, dass Gesundheit und Leistungsfähigkeit eine vollwertige Ernährung voraussetzen“ (Arbeitsbuch für den Sachunterricht in der Grundschule, S. 58). Die Aufklärung der Schüler im Punkt „gesunde Ernährung“ ist also exemplarisch für den verantwortungsvollen Umgang mit Nahrungsmitteln an sich anzusehen.
Es handelt sich bei dem Thema „Gesunde Ernährung“ um einen Bereich aus der Lebenswelt der Schüler, dem sie darüber hinaus täglich begegnen. Somit ist es die Aufgabe
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des Sachunterrichtes sich damit auseinanderzusetzen. „Wo immer sinnvoll gegeben, sollte sich der Lehrer bei der Planung und Gestaltung des Unterrichtes an der Alltagswirklichkeit seiner Schüler orientieren und Ziele, Inhalte und Verfahren auf ihre konkreten Lernerfahrungen und Lebensbedürfnisse beziehen“ (Lehrplan Sachunterricht Grundschule, S. 6).
Innerhalb der differenzierten Angaben der Unterrichtsgebiete für die Klassenstufen 1-4, findet sich die Thematik der „gesunden Ernährung“ lediglich angedeutet. So schlägt der Lehrplan für das Fach Sachunterricht unter dem Thema „einen Einkaufszettel erstellen“, das „gemeinsame Frühstück vor“ wobei davon ausgegangen werden kann, dass dies mit gesunden Nahrungsmitteln durchgeführt werden sollte (Lehrplan Sachunterricht Grundschule, S. 45). Es ist als selbstverständlich anzusehen, dass eine vorherige Besprechung der unterschiedlichen Qualitäten von Nahrungsmitteln durchzuführen ist.
2.1.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhaltes für die Schüler
Die gesunde Ernährung ist für die Schüler unbewusst von großer Bedeutung, da sie ein Faktor ist, welcher den körperlichen Zustand des Schülers mitbestimmt. Unbewusst, da sich die Schüler dieser Altersstufe noch keine Gedanken um ihre Ernährung machen. Sie nehmen zu sich, was ihnen angeboten wird, insofern es ihrem Geschmack entspricht, die Inhaltsstoffe spielen dabei keine Rolle.
In der heutigen Zeit sind die Schüler jedoch einer großen Anzahl von, man kann sage n ungesunden Nahrungsmitteln ausgesetzt. „Fast Food“ und haltbar gemachte Nahrungsmittel bestimmen den Alltag. Darüber hinaus sind in vielen Familien auch die Mütter berufstätig, was die „schnelle Küche“ nach sich zieht, in welcher frische Lebensmittel eine untergeordnete Rolle spielen. Auch der „kleine Pausensnack“ in Form von Schokoriegeln, Milchschnitten und anderen Süßigkeiten ist mittlerweile bestens vertreten.
Damit die Schüler jetzt und später die Möglichkeit haben sich gesund zu ernähren, benötigen sie das Wissen um die gesunde Ernährung. Ich gebe ihnen mit der Basis dieses Wissens die Gelegenheit eigenverantwortlich, im Hinblick auf ihre Ernährung, zu handeln. Darüber hinaus sind gerade Kinder dieses Alters noch sehr wissbegierig und einsichtig, sodass ein Umsetzen des Gelernten zu erwarten ist.
Für adipöse Schüler ist das Thema gesunde Ernährung von besonderer Bedeutung, doch auch dem vorzubeugen, wird es gerecht. Innerhalb der Klasse 2a befinden sich keine
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Quote paper:
Christina Schulz, 2004, Langplanung zum Thema "Gesunde Ernährung", Munich, GRIN Publishing GmbH
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