II
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 1
2 Protokollierung. 2
2.1 Strukturprotokoll der Sendung. 2
2.2 Feinprotokoll des Beitrages 3
3 Bildsprache 7
3.1 Einstellungsgrößen 7
3.2 Kameraperspektiven 10
3.3 Bildkomposition 11
3.4 Bilddramaturgie 12
4 Filmsprache. 13
4.1 Einstellungslängen 13
4.2 Kamerabewegungen und Bewegungen im Bild 16
5 Bild-Text-Verhältnis. 20
6 Inhaltsanalyse. 22
6.1 Journalistische Botschaft. 22
6.2 Sequenzprotokoll und Sequenzanalyse. 23
6.3 Elemente, welche die Rezeptionsmotivation steigern. 25
6.4 Verständlichkeit des Kommentartextes 27
7 Moderation. 28
8 Fazit. 29
Abk ürzungsverzeichnis. 31
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis. 32
Literatur 33
Einleitung 1
1 Einleitung
In der folgenden Hausarbeit wird ein Magazinbeitrag einer quantitativen und qualitativen Analyse unterzogen. Analysiert wird der Beitrag „Belgien. Die Stadt und der Kinderschänder“ aus dem Magazin Weltspiegel vom 15. 02. 2004. Dokumentiert werden die Ereignisse in der belgischen Kleinstadt Arlon, in der am 1. März 2004 der Prozess gegen den Kinderschänder Marc Dutroux begonnen hat. Die Fragestellung, unter welcher ich diesen Beitrag analysieren möchte, ergab sich vor allem durch das erste Anschauen. Schon hier fielen der besondere Aufbau, die kritische Betrachtungsweise der Ereignisse vor dem Prozessbeginn und die ungewöhnliche erste Einstellung auf, welche sofort Interesse geweckt hat. Des Weiteren auffällig waren die Vielzahl an Kamerabewegungen sowie Bewegungen der abgebildeten Objekte selbst. Beim Anfertigen des Feinprotokolls ergaben sich dann weitere Analyseziele, sodass ich den Beitrag unter folgender Fragestellung untersucht habe: Gibt es Elemente, welche die Rezeptionsmotivation beim Rezipienten steigern, Aufmerksamkeit erzeugen, den Beitrag dynamischer und visuell attraktiver wirken lassen? Wenn dies der Fall ist: Könnten diese aufgrund ihrer Anzahl die Informationsaufnahme und - Verarbeitung behindern? Inwieweit wird dies noch durch eine allgemein gute oder schlechte Verständlichkeit des Beitrages unterstützt oder relativiert? Der Frage, ob die Macher des Magazinbeitrages den Ereignissen in Arlon neutral oder auf eine bestimmte Art kritisch gegenüberstehen, soll gesondert untersucht werden. Um am Ende der Analyse eine verlässliche Antwort auf diese Fragestellungen geben zu können, wurde anhand eines integrierten Theorieteils sowie vor allem quantitativer, aber auch qualitativer Untersuchungen verschiedene Aspekte beleuchtet. Bild- und Filmsprache sollten beispielsweise Erkenntnisse darüber liefern, inwieweit beim Zuschauer durch Wahl von Einstellungslängen und - Größen Aufmerksamkeit erzeugt wird. Aufgrund des stark emotionalen Themas wird weiterhin untersucht, ob der Zuschauer durch die Wahl der Kameraperspektiven direkt mit dem Geschehen konfrontiert wird oder eher die Rolle des neutralen Beobachters einnimmt. Ausführungen zu Bildkomposition und - Dramaturgie sollen Aussagen über die visuelle Attraktivität des Bildes machen, welche den Zuschauer auch zur Rezeption motivieren. Untersucht wird weiterhin das Bild- Text- Verhältnis, um wichtige Aussagen zur Verständlichkeit des Beitrages machen zu können. Im Rahmen des Kapitels zur Inhaltsanalyse wird auf den Aufbau und die journalistische Botschaft des Beitrages eingegangen und die Verständlichkeit des Kommentartextes untersucht. Die Analyse wird abgerundet durch einige kurze Ausführungen zur Moderation. Im Fazit wird dann versucht, Antwort auf die oben genannte Fragestellung zu geben.
Protokollierung 2
2 Protokollierung
2.1 Strukturprotokoll
Tabelle 1: Strukturprotokoll
1 0’00 Vorspann
2 0’05 Moderation: Begrüßung, Verweis auf Inhalt des 2. Filmbeitrages
3 0’24 Themenübersicht
4 0’40 Moderation: Hinweis auf Prozessbeginn am 1.März in Arlon/ Belgien, viele Unklarheiten, aktuelle Geschehnisse in Arlon
5 1’36 1. Filmbeitrag: Belgien - Die Stadt und der Kinderschänder
6 8’11 Abmoderation: Neue Panne- Marc Dutroux kann vom Gefängnis aus pädophilie Briefe an 15-jährige Mädchen schreiben
7 8’25 Moderation: Im Iran „stirbt die Demokratie derzeit ihren leisen Tod“ - die konservativen Hardliner lösen die Reformer ab
8 9’16 2. Filmbeitrag: Iran - Die Mullahs und die Wahlen
9 15’23 Moderation: Die Bongos in Kenia sind fast ausgestorben, jetzt soll die „Operation Bongos“ einige Tiere umsiedeln
10 16’13 3. Filmbeitrag: Kenia - Die Rückkehr der Bongos
11 22’38 Moderation: Die von Saddam Hussein trockengelegten Sümpfe wurden nach seinem Sturz wieder mit Wasser durchflutet
12 23’28 4. Filmbeitrag: Irak - Neues Leben in der Wüste
13 31’49 Moderation: Der b erühmte russische Karikaturist Boris Jefimows ist
15 32’40 5. Filmbeitrag: Russland - Der alte Mann und die Macht
16 38’43 Moderation: Abschied, Hinweis auf nächste Sendung
17 39’00 Abspann
Protokollierung 3
2.2 Feinprotokoll des Beitrags
Tabelle 2: Feinprotokoll
Nr. Zeit Länge Inhalt Text in sec
Geschichte Belgiens, das Strafverfahren gegen den Kindermörder Marc Dutroux fast 8 Jahre nach dessen Festnahme. Mindestens 2 Kinder könnten noch leben, wenn damals nicht sämtliche Behörden versagt hätten. Die Serie von Pannen und Merkwürdigkeiten, von behinderten Ermittlungen und ungeklärten Morden lässt bis heute viele Belgier daran glauben, Dutroux sei kein Einzeltäter, sondern habe für ein Netz einflussreicher
Persönlichkeiten gearbeitet. Unsere Brüssler Kollegin Ingeborg Haffert hat beobachtet, wie der nahende Prozess nicht nur die Kleinstadt Arlon, sondern das ganze Land verändert. In den Schulen ist die juristische Aufarbeitung der Greultaten Pflichtfach, und passend zum Verfahren wird nun sogar ein Film über das Martyrium der Mädchen gedreht. 1 0’00
O-Ton: „Le mechant Marc“
2 0’20 8 N: Fran zieht ihre Jacke Kommentar: Gleich nebenan bereitet sich Fran an, auf ihre Rolle vor. Sie spielt die damals 12-
3 0’28 3 D: Fotoalbum Originalfotos dienen als Vorbild für Kostüm und Maske. 4 0’31
Protokollierung 4
Mund zugehalten
Dutroux. Davor sind die Plätze für die Verteidiger. Und gegenüber, sitzt die Jury. Die 12 Geschworenen.“
Arlon
10 1’43 5 T: fahrendes Taxi hat eine Vorladung bekommen in die engere Auswahl der Jurymitglieder.
möglicherweise über einen Mann richten werde, der -ich gehe mal davon aus - irgendwie immer noch ein menschliches Wesen ist. 12 1’56
Wo er auf seinen Prozess wartet. Wie wird es sein, wenn er dem Kinderschänder und mutmaßlichen Mörder persönlich 15 2’25
Unparteiisch zu bleiben. Aber das Gesetz sagt nun mal, dass ein Angeklagter so lange als unschuldig zu gelten hat, bis er verurteilt ist. Und meine Gefühle, meine Wut 16 2’45 6 G: Taxifahrer die ich gegen diesen Mann habe, die lasse ich einfach nicht raus. Bis der Prozess vorbei ist.“
Arbeit zitieren:
Magister Artium Heike Barth, 2004, Fernsehanalyse-Analyse eines Magazinbeitrages der ARD, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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