Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung 2
1. Phasen des Sokratisches Gesprächs
2. Anforderungen des Sokratischen Gesprächs
3. Fallbeispiel: Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“
4. Vor- und Nachteile des Sokratischen Gesprächs
5. Literatur 8
1
0. Einleitung
Sokratische Methode im weitesten Sinne wird praktiziert, wo und wann immer Menschen durch gemeinsames Erwägen von Gründen der Wahrheit in einer Frage näher zu kommen suchen. Sokratisch würde ich ein Gespräch nennen, in dem es nicht nur sporadisch auftritt, sondern durchgängig das Gespräch bestimmt; ein Gespräch, in dem durchgängig ein ge- meinsames Erwägen von Gründen stattfindet. (Heckmann 1981, 24)
Das Sokratische Gespräch als Unterrichtsmethode entspricht in vielerlei Hinsicht den di- daktischen Prinzipien Martin Wagenscheins, denn es ist „genetisch“, insofern es sich aus der Entstehung eines Problems ergibt, es ist „sokratisch“, insofern der Gesprächsleiter fra- gend den Teilnehmern beim eigenen Entdeckungsprozess hilft, und es ist „exemplarisch“, insofern an alltäglichen Fallerlebnissen das philosophische Allgemeine ergründet wird. Im Folgenden sollen zunächst die allgemeinen Phasen sowie die Anforderungen sowohl an die Gesprächsleiter als auch an die Teilnehmer dargestellt werden. Darauf erfolgt exempla- risch auszugsweise ein Protokoll eines Seminarversuchs, bei dem Studenten der Universi- tät Rostock ein Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“ durchgeführt haben. Dieses soll schließlich ausgewertet und Vor- und Nachteile der Unterrichtsmethode aufge- zeigt werden.
1. Phasen des Sokratischen Gesprächs
Idealtypisch läuft das Sokratische Gespräch in folgenden Schritten ab (cf. Krohn/Neißer/Walter 1999, 133):
1) Themenstellung: Vor Beginn des Gesprächs muss die Frage zu einem philosophischen (nicht empirischen) Thema feststehen.
2) Beispielsuche: Als Einstieg suchen alle Teilnehmer nach persönlichen Erfahrungsbei- spielen zur Themenfrage und stellen diese vor. Die Beispiele sollten selbst erlebt, in sich abgeschlossen, für alle Gesprächsteilnehmer nachvollziehbar und von möglichst einfacher Struktur sein. Die Gruppe wählt dann gemeinsam ein geeignetes Thema für den Gesprächsbeginn aus.
3) Arbeit am Beispiel: Nun werden Teilaspekte des Beispiels und der Zusammenhang zwischen Beispiel und Themenfrage in der Gruppe differenziert betrachtet, formuliert und festgeha lten.
4) Regressive Abstraktion: Von den konkreten, situativen Bedingungen des Beispiels sol- len die Teilnehmer im Gespräch auf abstrakte, allgemeine Prinzipien des Themas schließen.
5) Prüfung: Die intersubjektiv anerkannten Prinzipien können wiederum von den Teil- nehmern an anderen konkreten Beispielen überprüft werden, indem Gründe und Ge- gengründe diskutiert werden.
6) Konsens: Abschließend soll die Gruppe die als intersubjektiv geltend anerkannten und geprüften Kriterien des Themas, aber auch offen gebliebene Fragen gemeinsam formu- lieren.
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Sophia Gerber, 2004, Das Sokratische Gespräch in der Praxis, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Die Arbeit umfasst (von Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis einmal abgesehen) gerade einmal 6 Textseiten. Für mich war diese Arbeit mit dem Niveau einer mittelmäßigen Proseminararbeit überhaupt nicht nützlich.
on Saturday, February 05, 2011-