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Beschaffungsorganisation von Unternehmen in der "Vierten Industriellen Revolution"

Herausforderungen innerhalb des technischen Fortschritts unserer Zeit

Title: Beschaffungsorganisation von Unternehmen in der "Vierten Industriellen Revolution"

Master's Thesis , 2017 , 159 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Fabian Knarr (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung der realen mit der digitalen Welt beeinflusst bereits heute globale Märkte, Geschäftsbeziehungen und Wertschöpfungsketten und wird diese in Zukunft noch viel drastischer verändern. Traditionelle Denkmuster und bestehende Geschäftsmodelle verlieren zusehends an Wert und verlangen von Unternehmen innerhalb völlig neuer Rahmenbedingungen zu agieren. Diese digitale Transformation, das heißt die Integration neuer digitaler Technologien in die bestehende Fertigungswelt, wird im deutschsprachigen Raum vorwiegend unter dem Begriff Industrie 4.0 diskutiert. In der Debatte dominiert eine eher technologiezentrierte Perspektive, bei der allen voran technische Normen und Standards der Fertigung im Vordergrund stehen. Dabei wirken sich neue Technologien nicht nur auf das Produktionsumfeld, sondern stets auch auf Geschäftsprozesse und organisatorische Strukturen innerhalb der administrativen Unternehmensbereiche aus.

Es fehlt vielerorts ein Diskurs über die Konsequenzen der digitalen Transformation für einzelne Unternehmensbereiche wie allen voran der Beschaffung. Dabei ist gerade die Beschaffung jene Funktion eines Unternehmens, die nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Schnittstellen zu anderen Abteilungen und zur gesamten Wertschöpfungskette verstärkt eine tragende Rolle übernimmt und Innovationen von außen ins Unternehmen hineinträgt. Erste Studien zu diesem Themenkomplex basieren überwiegend auf quantitativen oder qualitativen Befragungen ausgewählter Experten aus der betrieblichen Praxis, die Einschätzungen zu künftigen Entwicklungen wiedergeben. Umfassende empirische Erhebungen liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach Erkenntnisstand nicht vor.
So bleiben bislang zentrale Kernfragen, welche die Entwicklungslinien der Beschaffung wie auch deren Organisation im Speziellen betreffen, unbeantwortet:

Inwieweit können Beschaffungsentscheidungen, Verhandlungen und Bezahlprozesse automatisiert und autonomisiert werden?
Was bedeuten Automatisierung und Autonomisierung für die Beschaffungsorganisation?
Wie verändern sich durch die Einflüsse von Industrie 4.0 die Anforderungen an die Beschaffungsmitarbeiter?

Ferner finden sich nahezu keine Veröffentlichungen, die Unternehmen mit ausgearbeiteten Strategien und konkreten Maßnahmenplänen eine adäquate Unterstützung bei der digitalen Transformation ihrer Organisationsstrukturen respektive einzelner Fachbereiche bieten. Diese Problematik ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2 Grundlegendes Verständnis von Industrie 4.0

2.1 Definition und historische Einordnung

2.2 Technologische Treiber

2.2.1 Big Data

2.2.2 Cloud Computing

2.2.3 Cyber-physische Systeme

2.2.4 Internet of Things

2.2.5 Smart Factory

2.2.6 Industrie 4.0 als integratives Zusammenspiel

2.3 Zentrale Paradigmen

2.3.1 Vertikale und horizontale Integration

2.3.2 Dezentrale Intelligenz und dezentrale Steuerung

2.3.3 Durchgängiges digitales Engineering

2.4 Kritische Reflexion der 4.0-Konzeption

3 Organisationstheorie im Kontext von Industrie 4.0

3.1 Definition und Begriffsabgrenzung

3.1.1 Der Organisationsbegriff

3.1.2 Aufbau- und Ablauforganisation

3.1.3 Prozessorganisation

3.2 Bewertung organisationaler Leistungsfähigkeit

3.2.1 Konzeption des Organisationscontrollings

3.2.2 Situativer Ansatz

3.2.3 Nutzwertanalytische Verfahren

3.3 Einflussdimensionen von Industrie 4.0 auf die Organisationstheorie

3.3.1 Organisationsdesign

3.3.2 Arbeit und Beschäftigung

3.3.3 Qualifizierung und Bildung

4 Beschaffung im Kontext von Industrie 4.0

4.1 Rollenverständnis der Beschaffung in der digitalen Revolution

4.2 Gestaltungsdimensionen der Beschaffung 4.0

4.2.1 Technologien und Systeme

4.2.2 Beschaffungsportfolio

4.2.3 Management und Mensch

4.2.4 Organisation und Prozesse

4.3 Diskussion bestehender Organisationsformen der Beschaffung

4.3.1 Zentrale Beschaffung

4.3.2 Dezentrale Beschaffung

4.3.3 Category Management

4.3.4 Resümee zur 4.0-Eignung der generischen Formen

5 Zukunftsbild Beschaffungsorganisation 4.0

5.1 Strategieentwicklung und digitale Roadmap

5.2 Ablauforganisation und Prozessdesign

5.2.1 Strategische Beschaffungsaktivitäten

5.2.2 Operative Beschaffungsprozesse

5.3 Aufbauorganisatorische Gestaltung

5.3.1 Funktionale Betrachtung der Beschaffungsorganisation

5.3.2 Eingliederung in die Unternehmensorganisation

5.4 Reifegradmodell

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Digitalisierung im Kontext von Industrie 4.0 auf Beschaffungsorganisationen. Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Modells, das Unternehmen als Orientierungshilfe dient, um ihre Beschaffungsstrukturen an eine veränderte Wertschöpfungslogik anzupassen.

  • Grundlagen und technologische Treiber von Industrie 4.0
  • Organisationstheoretische Analyse unter dem Einfluss der digitalen Transformation
  • Analyse des Rollenverständnisses der Beschaffung
  • Vergleich generischer Organisationsformen im Kontext von Industrie 4.0
  • Entwicklung eines Reifegradmodells für die Beschaffungsorganisation 4.0

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Big Data

Mit der Vielzahl an Veröffentlichungen zum Thema Big Data geht eine Reihe unterschiedlicher Definitionen einher. Ein überwiegender Teil davon bleibt jedoch eine klare semantische Abgrenzung zur klassischen Datenhaltung und -verarbeitung im Unternehmen schuldig. Unter anderem eine Antwort auf eben jene Frage nach der Unterscheidung soll im vorliegenden Unterabschnitt erarbeitet werden.

Als Einstieg in die Begriffsbildung können unter Big Data solche Daten verstanden werden, „[…] die über das normale Maß in Bezug auf Datenmenge, Heterogenität der Daten und der Frequenz des Datenanfalls hinausgehen.“ Wenngleich in der Kürze noch etwas unscharf, kristallisieren sich aus diesem Verständnis die wichtigsten Merkmale heraus. So werden Big Data von den gängigsten Definitionen vier spezifische Eigenschaften zugewiesen, was gemeinhin als das 4V-Konzept bezeichnet wird; Volume, Velocity, Variety, Veracity. Die jeweilige Bedeutung dieser Definitionsmerkmale sind in der nachstehenden Tabelle gegenübergestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Herleitung der Problemstellung und der Notwendigkeit einer Transformation der Beschaffung im Kontext von Industrie 4.0 sowie Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.

2 Grundlegendes Verständnis von Industrie 4.0: Theoretische Fundierung durch Definition, historische Einordnung, technologische Treiber, zentrale Paradigmen sowie eine kritische Reflexion des Industrie-4.0-Konzepts.

3 Organisationstheorie im Kontext von Industrie 4.0: Erläuterung betriebswirtschaftlicher Organisationslehre, Methoden zur Bewertung von Organisationen und Analyse der Auswirkungen von Industrie 4.0 auf Organisationsdesign, Arbeit und Qualifizierung.

4 Beschaffung im Kontext von Industrie 4.0: Untersuchung der spezifischen Rollenänderung der Beschaffung, ihrer Gestaltungsdimensionen und der Eignung bekannter Organisationsformen (zentral, dezentral, Category Management) für die digitale Transformation.

5 Zukunftsbild Beschaffungsorganisation 4.0: Entwicklung eines ganzheitlichen Modells zur Strategieentwicklung, Prozessgestaltung und Aufbauorganisation sowie Konzeption eines Reifegradmodells für die Beschaffung 4.0.

6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Implikationen für die betriebswirtschaftliche Forschung sowie die unternehmerische Praxis.

Schlüsselwörter

Industrie 4.0, Beschaffung 4.0, Digitale Transformation, Wertschöpfungskette, Prozessorganisation, Category Management, Reifegradmodell, Big Data, Cyber-physische Systeme, Organisationsdesign, Strategischer Einkauf, Netzwerkorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptziel dieser Masterthesis?

Das Hauptziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Modells für die Beschaffungsorganisation der Zukunft, das die durch Industrie 4.0 ausgelösten Paradigmenwechsel berücksichtigt und als Orientierungshilfe für effiziente Strukturen dient.

Welche technologischen Treiber von Industrie 4.0 stehen im Fokus?

Die Arbeit behandelt primär Big Data, Cloud Computing, Cyber-physische Systeme, das Internet of Things sowie das Konzept der Smart Factory als zentrale Treiber.

Welche Rolle spielt die Beschaffung in der digitalen Revolution?

Die Beschaffung wandelt sich vom operativen Erfüllungsgehilfen zum strategischen Innovationstreiber und Netzwerkgestalter, der durch seine Schnittstellenfunktion maßgeblich zur Integration von Wertschöpfungspartnern beiträgt.

Welche Organisationsmodelle werden untersucht?

Die Arbeit vergleicht die zentrale Beschaffung, die dezentrale Beschaffung und das Category Management hinsichtlich ihrer Eignung für die Anforderungen von Industrie 4.0.

Wie bewertet der Autor die untersuchten Organisationsformen?

Mittels einer Nutzwertanalyse untersucht der Autor, wie gut die jeweiligen Modelle die Anforderungen an Industrie 4.0 erfüllen. Das Category Management schneidet dabei mit deutlichem Vorsprung am besten ab.

Was ist das "Reifegradmodell der Beschaffungsorganisation 4.0"?

Es ist ein in der Arbeit entwickeltes Instrument, mit dem Unternehmen ihren aktuellen Status im digitalen Transformationsprozess (in fünf Stufen von "Outsider" bis "Star") bestimmen und spezifische Handlungsfelder identifizieren können.

Warum wird eine "digitale Roadmap" für die Beschaffung empfohlen?

Eine digitale Roadmap ist essenziell, um die übergeordnete Unternehmensstrategie mit konkreten Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und zeitlichen Meilensteinen zu verknüpfen und so eine strukturierte Transformation der Beschaffung zu gewährleisten.

Inwiefern beeinflusst Industrie 4.0 die Arbeitsinhalte in der Beschaffung?

Operative, repetitive Aufgaben werden zunehmend durch autonome Systeme ersetzt. Strategische Beschaffungsmanager werden hingegen zu Multitalenten mit ausgeprägten Kompetenzen in den Bereichen Datenanalyse, Projektmanagement und interdisziplinäre Kommunikation.

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Details

Title
Beschaffungsorganisation von Unternehmen in der "Vierten Industriellen Revolution"
Subtitle
Herausforderungen innerhalb des technischen Fortschritts unserer Zeit
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Grade
1,0
Author
Fabian Knarr (Author)
Publication Year
2017
Pages
159
Catalog Number
V368467
ISBN (eBook)
9783668487093
ISBN (Book)
9783668487109
Language
German
Tags
Einkauf 4.0 Beschaffung 4.0 Industrie 4.0 Organisation 4.0 Einkaufsorganisation Einkaufsprozesse Beschaffungsmanagement Beschaffungsprozesse Beschaffungsorganisation Big Data Internet of Things Smart Factory Cyber physische Systeme Category Management Beschaffungsstrategie Digitalisierung Strategische Beschaffung Strategischer Einkauf Arbeit 4.0 Digitales Engineerring Dezentrale Intelligenz Organisationsdesign industrielle Revolution Netzwerkorganisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Knarr (Author), 2017, Beschaffungsorganisation von Unternehmen in der "Vierten Industriellen Revolution", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368467
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