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Ägypten: Frühe Reisen mit der Kamera

Title: Ägypten: Frühe Reisen mit der Kamera

Seminar Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Caroline Rosenau (Author)

Art - Photography and Film
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Summary Excerpt Details

In dieser Seminararbeit möchte ich das Leben des französischen Photographen und Literaten Maxime Du Camp behandeln und darstellen. Sein Leben und seine photographische Vorgehensweise entnehme ich den Büchern „Frühe Reisen mit der Kamera“ von Hans-Christian Adam und Rainer Fabian sowie „Die Reise zum Nil“ von Bodo von Dewitz und Karin Schuller- Procopovici. Maxime Du Camp geboren am 08.02.1822 in Paris, gestorben am 09.02.1894 in Baden-Baden, war ein französischer Schriftsteller und Photograph. 1843 lernte er den französischen Literaten Gustave Flaubert kennen. Seine erste Reise führte 1844 nach Italien und Algerien. Im Jahre 1847 bereiste er mit Gustave Flaubert die Bretagne zu Fuß. Von 1849 – 1851 ging Maxime Du Camp zwei Jahre lang mit seinem Freund dem Schriftsteller Gustave Flaubert nach Ägypten, Palästina, Syrien und Griechenland. Dabei hielt er die Monumente, die Architektur bzw. das Land anhand von Aufnahmen fest. Warum Maxime Du Camp die Photographien im Orient erstellte hatte einen einfachen Grund: „Ich hatte auf meinen vorhergehenden Spielräumen festgestellt, dass ich viel wertvolle Zeit vergeudete, die versucht, Gebäude und Landschaft zu zeichnen, die mich ...interessierte um zu vergessen..., Ich glaubte, dass ich ein Instrument der Präzision benötigte, um meine Eindrücke zu speichern...“) Sein Buch, erschienen 1852 bei Gidé und J. Baudry in Paris „Égypte, Nubie, Palestine et Syrie, dessins photographiques recueillis pendant les années 1849, 1850 et 1851 (...) par Maxime Du Camp“ beinhaltete 125 Salzpapierfotografien und war damals eines der ersten Bildbänder über den Orient. Nach Veröffentlichung dieser Bilder erntete Maxime Du Camp große Anerkennung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Angaben zu Gustave Le Gray

1.2 Erläuterung zum Blanquard- Évrard Verfahren

2. Kurze Biografie von Gustave Flaubert

3.Aufbruch nach Ägypten – Die Reise in den Orient von Maxime Du Camp und Gustave Flaubert 1849 – 1851

3.1 Reisevorbereitung

3.2 Der Tag der Abreise

3.3 Reiseroute

4. Der Orient im Trend

4.1 Der Photograph Maxime Du Camp vs. Schriftsteller Gustave Flaubert

4.2 Die Entstehung der „Madame Bovary“

4.3 Stationen einer Orientreise

5. Die Entstehung der Photographien von Maxime Du Camp

5.1 Gustave Flaubert, der Photoassistent

5.2 Größenverhältnisse

5.3 Die photographischen Werke des Maxime Du Camp und ihr hinterbliebener Eindruck

5.4 Die angewandte Technik der Photographie

6. Francis Frith, englischer Zeitgenosse

6.1 Der Einsatz verschiedener technischer Herangehensweisen

6.2 Rückreise nach Old England

6.3 Der Erfolg des englischen Photographen Francis Frith im Vergleich zum französischem Photographen und Schriftsteller Maxime Du Camp

7. Die Rückkehr von Maxime Du Camp und Gustave Flaubert nach Frankreich

7.1 Der kurze Ruhm in der Heimat

7.2 Vorgetäuschte wissenschaftliche Kompetenz

7.3 Der Bruch zwischen Gustave Flaubert und Maxime Du Camp

7.4 Das Ende der Photokarriere

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken des französischen Literaten und Photographen Maxime Du Camp, insbesondere im Kontext seiner Orientreise mit Gustave Flaubert zwischen 1849 und 1851. Ziel ist es, die Bedeutung dieser Reise für die frühe Dokumentarfotografie sowie die wissenschaftliche und persönliche Rezeption der dabei entstandenen Aufnahmen kritisch zu beleuchten.

  • Die dokumentarische Bedeutung der Orientreise von Maxime Du Camp und Gustave Flaubert.
  • Die technischen Herausforderungen und Verfahren der frühen Fotografie im 19. Jahrhundert.
  • Die Dynamik der Freundschaft zwischen Du Camp und Flaubert sowie deren literarische und biografische Folgen.
  • Der Vergleich von Maxime Du Camp mit seinem englischen Zeitgenossen Francis Frith.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Entstehung der „Madame Bovary“

Gustave Flaubert träumt während der Orientreise von dem weidenbestandenen Ufern der Seine, von seiner Mutter, die er verlassen hat und von seiner Romanheldin „Madame Bovary“. Wenn man den Berichten Glauben schenkt, so würde wohl Gustave Flauberts berühmtester Roman in der Literaturgeschichte „Madame Bovary“ ohne Maxime Du Camp nicht existieren. Der Schriftsteller bat um Aufschub der Orientreise, um sein Werk „Die Versuchung des heiligen Antonius“ abschließen zu können. Er lud eines Tages seine zwei Freunde Louis Bouilhet und Maxime Du Camp zu sich nach Hause ein. Gustave Flaubert las ihnen vier Tage lang sein vollendetes Manuskript vor. Acht Stunden am Tag und ohne Unterbrechung hörten sie ihm zu. „Ohne Unterbrechung“ war für den Autor Bedingung.

„Die Versuchung des heiligen Antonius“, ist die Geschichte eines Einsiedlers aus der ägyptischen Wüste. Sein Protagonist erfährt in einer einzigen Nacht alle Qualen, Heimsuchungen und Zweifel seiner Seele und seines Geistes. Maxime Du Camp sowie Louis Bouilhet fanden den Roman langweilig und ermüdend. Sie gaben Gustave Flaubert den Ratschlag dieses Werk zu vernichten und sich einem anderen Thema zu widmen. Sein Freund Du Camp schlug dem Autor statt dessen ein anderes und aktuelleres Thema vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Leben von Maxime Du Camp und die Zielsetzung der Seminararbeit.

2. Kurze Biografie von Gustave Flaubert: Darstellung der persönlichen und beruflichen Entwicklung des Schriftstellers vor der gemeinsamen Reise.

3. Aufbruch nach Ägypten – Die Reise in den Orient von Maxime Du Camp und Gustave Flaubert 1849 – 1851: Schilderung der Reisevorbereitungen und der Reiseroute.

4. Der Orient im Trend: Analyse des zeitgenössischen Interesses am Orient und der unterschiedlichen Wahrnehmungen von Du Camp und Flaubert.

5. Die Entstehung der Photographien von Maxime Du Camp: Untersuchung der technischen Umsetzung, der Rolle des Photoassistenten und des künstlerischen Ausdrucks der Werke.

6. Francis Frith, englischer Zeitgenosse: Vergleich der fotografischen Ansätze und des Erfolgs zwischen Maxime Du Camp und dem englischen Fotografen Francis Frith.

7. Die Rückkehr von Maxime Du Camp und Gustave Flaubert nach Frankreich: Betrachtung der Rückkehr, der professionellen Folgen für Du Camp und des Bruchs der Freundschaft mit Flaubert.

Schlüsselwörter

Maxime Du Camp, Gustave Flaubert, Orientreise, Fotografiegeschichte, Salzpapierfotografie, Ägypten, Dokumentarfotografie, Blanquard-Évrard-Verfahren, Francis Frith, Madame Bovary, Reisefotografie, 19. Jahrhundert, Bildband, Ästhetik des Orients.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Leben und die fotografische Arbeit des französischen Literaten Maxime Du Camp, insbesondere im Kontext seiner Orientreise 1849–1851.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die frühen Techniken der Fotografie, die Rezeption des Orients durch europäische Künstler und die komplizierte Freundschaft zwischen Du Camp und Gustave Flaubert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll dargestellt werden, wie Du Camp die Fotografie als wissenschaftliches Dokumentationsinstrument nutzte und welchen Einfluss dies auf seinen Ruhm und seine spätere Abkehr von der Fotografie hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine biografische und literaturhistorische Analyse, die auf zeitgenössischen Reiseberichten, Korrespondenzen und kunsthistorischer Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Reisevorbereitungen, die technischen Probleme vor Ort, die Entstehung der berühmten Fotografien und den Vergleich mit dem englischen Zeitgenossen Francis Frith.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Maxime Du Camp, Gustave Flaubert, Ägypten, Fotografiegeschichte, Orientreise, Salzpapierfotografie, Francis Frith.

Inwiefern beeinflusste die Reise das Werk „Madame Bovary“?

Du Camp und Louis Bouilhet kritisierten Flauberts Manuskript „Die Versuchung des heiligen Antonius“ als langweilig und schlugen ihm vor, sich einem anderen, aktuelleren Thema aus der normannischen Provinz zu widmen, woraus letztlich „Madame Bovary“ entstand.

Warum kehrte Du Camp der Fotografie den Rücken?

Nach seiner Rückkehr und einem gewissen Ruhm betrachtete er die Fotografie zunehmend als „Jugendtorheit“ und sah seine eigentliche Berufung in der Literatur.

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Details

Title
Ägypten: Frühe Reisen mit der Kamera
College
State Academy of Design Karlsruhe  (Kunstwissenschaft)
Course
Seminar: Kulturelle Orte in der Photografie
Grade
1,5
Author
Caroline Rosenau (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V36868
ISBN (eBook)
9783638363839
Language
German
Tags
Frühe Reisen Kamera Seminar Kulturelle Orte Photografie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Caroline Rosenau (Author), 2002, Ägypten: Frühe Reisen mit der Kamera, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36868
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