III
Inhaltsverzeichnis
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Abk ürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis IV
1. Problemstellung 1
2. Arbeitslosigkeit in Deutschland 2
2.1 Entwicklung 2
2.2 Traditionelle Theorien und ihre Defizite 3
3. Hysteresis- Ansatz 5
3.1 Definition und Herkunft des Begriffes 5
3.2 Analogie zur Entwicklung des Arbeitsmarktes 6
4. Ökonomische Mechanismen zur Erklärung hysteretischer Effekte auf dem
deutschen Arbeitsmarkt 8
4.1 Humankapitalentwertung und Dauer der Arbeitslosigkeit 8
4.2 Die Insider- Outsider- Theorie. 9
4.3 Kapitalknappheitstheorie. 11
5. Fundierende Indikatoren des Arbeitsmarktes 13
5.1 Die Phillips- Kurve 13
5.2 Die Beveridge- Kurve 14
6. Fazit und Ausblick 16
Literaturverzeichnis 17
Versicherung 19
III
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung BRD Bundesrepublik Deutschland bzw. beziehungsweise d.h. das heißt et al. et alibi etc. et cetera f. folgende ff. fort folgende NAIRU Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment Nr. Nummer S. Seite sog. sogenannte (-r, -s) u.a. unter anderem vgl. vergleiche WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium WISU Das Wirtschaftsstudium z.B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
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Abb. 1: Entwicklung der Arbeitslosenq uote in der BRD ............................................... 3 Abb. 2: Hysteretische Entwicklung der Arbeitslosigkeit................................................ 7
IV
1. Problemstellung
4,047 Millionen Erwerbslose in Deutschland - diese Zahl grassierte unlängst in allen Medien und kehrte damit ins Bewusstsein der Bevölkerung ein. Damit stieg die Arbeitslosigkeit im Monat Juli 2002 auf den höchsten Juli- Stand seit drei Jahren. Eine deutliche Verringerung der Zahl der Arbeitslosen werde nach Einschä tzung der Bundesanstalt für Arbeit erst Ende des Jahres erfolgen. 1 Dies war leider wieder einmal eine traurige Bestätigung für das herausragende ökonomische und soziale Problem der Bundesrepublik Deutschland seit Beginn der siebziger Jahre: Die Arbeitslosigkeit.
Über die Notwendigkeit der Bekämpfung und Vermeidung der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit herrscht Einigkeit unter Wissenschaftlern und Politikern, was Letztere besonders im Rahmen des derzeitigen Wahlkampfes immer wieder explizit hervorheben, nicht zuletzt, um Stimmenanteile zu gewinnen. Dabei ist Arbeitslosigkeit in Deutschland kein wirklich neues Phänomen.
Es ist sicherlich unbestritten, dass die Ölpreisschocks 1973/74 und 1979/80 erheblich dazu beitrugen, dass die Arbeitslosenzahlen in Deutschland sprunghaft anstiegen. 2 Die Vermutung, dass ein Wegfall der Entstehungsursache auch die Wirkung, d.h. das Niveau der Arbeitslosenzahlen, beeinflusst, ließ sich nicht bestätigen. Ungeachtet einer substantiellen Rückbildung der Ölpreise, relativ hoher Wachstumsraten des Sozialprodukts sowie günstiger Entwicklung anderer Faktoren verharrten die Arbeitslosenzahlen nahezu unbeweglich auf dem jeweils erreichten hohen Niveau.
Dieses Verhalten der Arbeitsmärkte wird in den letzten Jahren in der Literatur zunehmend mit dem sog. Hysteresis- Phänomen erklärt. 3 Die Bedeutung dieses Phänomens sowie dessen Anwendbarkeit auf die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird im Folgenden detailliert herausgestellt.
1 vgl. Westfalen-Blatt, Nr. 182 vom 08. August 2002, S. 2
2 vgl. Berthold/ Fehn (1995), S. 110
3 vgl. Grassinger (1993), S. 1
1
2. Arbeitslosigkeit in Deutschland
2.1 Entwicklung
Das Phänomen der Unterbeschäftigung ist in Deutschland erstmalig im Anschluss an den ersten Ölpreisschock 1973 aufgetreten. Die erhöhten Importpreise für Rohstoffe führten zu einer Verteuerung der Produktion und somit zu einem Rückgang der Arbeitsnachfrage. In den achtziger Jahren haben vergleichsweise hohe Realzinsen die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen für Neuinvestitionen verschlechtert. 4 Ein weiterer negativer Impuls kam von der eher restriktiven Geld-und Fiskalpolitik. Die daraus folgende Verschiebung der Arbeitsnachfragekurve benötigt allerdings ein gerütteltes Maß an Lohnstarrheit, um einen dauerha ften Anstieg der Arbeitslosigkeit erklären zu können. Denn nur, wenn der Reallohnalso der Preis für die Arbeit, gemessen in der Kaufkraft der Geldlöhne - sich nicht anpasst, bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften auf Dauer geringer als das Arbeitsangebot. 5
Viele Erklärungen stellen auf die sog. Pfadabhängigkeit von Arbeitslosigkeit ab. Damit lässt sich ein Zusammenhang zwischen Konjunktureinbrüchen in der Vergangenheit und der heutigen Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt herstellen. Es deutet nämlich darauf hin, als ob die derzeitigen Arbeitslosigkeitsquoten erheblich durch die hohen Arbeitslosigkeitsquoten der Vergangenheit bestimmt würden. Einmal auf einem höheren Niveau angelangt, fielen die Arbeitslosenquoten nur sehr langsam. 6 Gleichzeitig waren die Preissteigerungen nahezu stabil bzw. sind nur leicht gefallen. Insofern liegt die Schlussfolgerung nahe, dass die NAIRU (Non Accelerating Inflation Rate of Unemployment), also jene Arbeitsl osenquote, die gleichbleibende Preissteigerungsraten garantiert, in Deutschland angestiegen ist. 7 Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den letzten 25 Jahren ist also vor allem durch ihren treppenförmigen Anstieg um jeweils etwa 800.000 Personen nach j eder Rezession zu charakterisieren, ohne dass dieser Anstieg bis zur folgenden konjunkturellen Schwächephase wieder abgebaut worden wäre, im Gegensatz zur USA, wo zwar auch ein vergleichbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit nach einem
4 vgl. Schuster (1991), S. 1
5 vgl. Borchert/ Schulz (2000), S. 722
6 vgl. Landmann/ Jerger (1999), S. 13
7 vgl. Stephan (1996), S. 240ff.
2
nach Arbeitskräften von der Höhe des Reallohnsatzes ab, je höher der Reallohnsatz, desto geringer die Arbeitsnachfrage, da die Arbeit als Kostenfaktor den Gewinn beeinflusst. Das Angebot der Haushalte an Arbeit hängt ebenfalls vom Reallohnsatz ab, je höher der Reallohnsatz, desto höher das Arbeitsangebot, weil sich die Haushalte zwischen Arbeit und Freizeit entscheiden müssen.
10
Im Arbeitsmarktgleichgewicht entspricht das Arbeitsangebot der Arbeitsnachfrage. Beim zugehörigen Gleichgewichtsreallohnsatz ist zugleich Vollbeschäftigung gegeben, da sämtliche zu diesem Lohnsatz angebotene Arbeit auch nachgefragt wird, so dass keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit existiert. Das mit Hilfe dieses Arbeitseinsatzes erstellte Sozialprodukt nennt man Vollbeschäftigungssozialprodukt.
11
Liegt der Reallohnsatz über dem Gleichgewichtsreallohnsatz, so ergibt sich ein Angebots-
8 vgl.Härtel (2002), S. 182f.
9 Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit 2002
10 vgl. Grassinger (1993), S. 3
11 vgl. Berthold/ Fehn (1995), S. 111
3
Arbeit zitieren:
Katja Krämer, 2002, Die Arbeitslosigkeit in Deutschland - Ein Hysteresis- Phänomen?, München, GRIN Verlag GmbH
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