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Das Wiederaufleben der europäischen Idee? Das Scheitern der EVG und die römischen Verträge 1954-57

Título: Das Wiederaufleben der europäischen Idee?  Das Scheitern der EVG und die römischen Verträge 1954-57

Trabajo Escrito , 2000 , 14 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Julia C. M. Willke (Autor)

Historia de Europa - Historia contemporánea, Unificación europea
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Weg der europäischen Einigung nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) im August 1954 weiter beschritten wurde. Dabei wird versucht zu analysieren, wie die verschiedenen verantwortlichen Persönlichkeiten, weltpolitischen Machtkonstellationen und Ereignisse diesen Prozess gestalteten. Erläutert werden soll, warum diese Entwicklung in der Unterzeichnung der römischen Verträge im März 1957 mündete und nicht in einem ähnlichen Debakel wie bei der EVG. Die Rolle Frankreichs wird hier vorrangig behandelt, denn eine Betrachtung aller involvierten Länder, ihrer Interessen und besonderen Situationen würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Da dem deutsch-französischen Verhältnis bei den europäischen Einigungsbemühungen eine Schlüsselfunktion zukam und zukommt, kann Deutschland hier jedoch nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Nur eine Aussöhnung der zwei „Erzfeinde“ und Nachbarn ermöglichte den Zusammenschluß Westeuropas überhaupt. Der verbreiteten Meinung, dass man die Verträge von Rom lediglich dem Wiederaufleben der europäischen Idee („relance européenne“) zu verdanken hat, wird hier nicht gefolgt. Vielmehr wird festgestellt werden müssen, dass das Zustandekommen der Verträge hauptsächlich der Beharrlichkeit von Persönlichkeiten (z.B. Spaak, Monnet, Mollet, Adenauer), die in dieser Zeit die politische Verantwortung trugen, und der für das Projekt Europa glücklichen geschichtlichen Umstände anzurechnen ist. Die wichtigsten Titel der Literatur waren hier die Sammelbände der Historiker-Verbindungsgruppe bei der Kommission der Europäischen Gemeinschaften. Zunächst einmal der von Enrico Serra herausgegebene Band 3 „Il rilancio dell‘Europa e i Trattati di Roma“. Dann der Band 4 „Die Europäische Integration vom Schuman-Plan bis zu den Verträgen von Rom“, der von Gilbert Trausch herausgegeben wurde. In diesen Sammelbänden findet man Beiträge der Mitglieder der Historiker-Verbindungsgruppe, aber auch anderer europäischer Historiker. Es ergibt sich so ein relativ ganzheitliches Bild zu dem jeweiligen Thema, da es von allen Länderperspektiven her beleuchtet wird. Der Aufsatz von Pierre Guillen im Vierteljahresheft für Zeitgeschichte „Frankreich und der europäische Wiederaufschwung“ war wertvoll hinsichtlich der Aufdeckung des falschen Eindrucks, dass nur die „relance européenne“ zu den römischen Verträgen geführt habe. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Wie es zu den römischen Verträgen kam

I. Die „relance européenne“: Sept. 1954 – Juni 1955

II. Der Ausschuß für Atomenergie: Juli - Okt. 1955

III. Der Spaak Bericht: Nov. 1955 – Juni 1956

IV. Die Verhandlungen: Juli 1956 – Juli 1957

C. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den europäischen Einigungsprozess nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) im Jahr 1954 und analysiert die politischen sowie ökonomischen Faktoren, die zur erfolgreichen Unterzeichnung der Römischen Verträge im Jahr 1957 führten, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf der Rolle Frankreichs liegt.

  • Die Bedeutung der „relance européenne“ im Kontext der europäischen Einigung.
  • Die Rolle der politischen Führungspersönlichkeiten wie Spaak, Monnet und Adenauer.
  • Die Herausforderungen und der taktische Umgang mit dem französischen Widerstand.
  • Der Einfluss der Suezkrise auf die europäische Integration.
  • Das Junktim zwischen der Euratom und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Auszug aus dem Buch

Die sogenannte „relance européenne: Sept. 1954 – Juni 1955

Drei Jahre vor der Unterzeichnung der römischen Verträge glaubten nur wenige, dass die politische und militärische Einigung Europas gelingen würde. Wie dies dann doch - trotz der starken Opposition gegen die Integration in Frankreich – glücken konnte, soll im Folgenden erläutert werden.

„Für die Funktionalisten war das Ende der EVG Anlaß zur Rückbesinnung auf den mit der Gemeinschaft für Kohle und Stahl beschrittenen integrationspolitisch weniger ambitionierten Weg, auf dem mit der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft alsbald fortgeschritten wurde“. Der wirtschaftliche Weg schien einfacher zu sein, da es schon den Erfolg der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vorzuweisen gab, und ökonomische Fragen weniger Aufruhr in der Öffentlichkeit verursachten als politische oder gar militärische Probleme.

Die Beunruhigung hinsichtlich der Entstehung einer nationalen Armee in Deutschland trieb eine Gruppe von französischen Politikern und Funktionalisten an, die Vergemeinschaftung weiterzuverfolgen. Als dann mit den Pariser Verträgen im Oktober 1954 Deutschland zwar seine politische Souveränität erlangte, gleichzeitig aber Rüstungsbegrenzungen und -kontrollen unterlag, waren die euro-atlantischen Sicherheitsbelange geregelt. Somit war auch die europäische Einigung ihres wichtigsten Motivs beraubt, nämlich des Sicherheitsbedürfnisses der Nachbarn Deutschlands gegenüber den Deutschen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung steckt den Untersuchungsrahmen ab und stellt die Forschungsfrage nach den Bedingungen für die europäische Integration nach dem Scheitern der EVG.

B. Wie es zu den römischen Verträgen kam: Dieser Hauptteil beleuchtet chronologisch die Phasen der Verhandlungen von der Konferenz von Messina über den Spaak-Bericht bis hin zum Abschluss der Verträge.

C. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die entscheidenden Faktoren wie politische Beharrlichkeit, die Nutzung von Krisen und das Junktim der zwei Projekte, die den Erfolg der Römischen Verträge ermöglichten.

Schlüsselwörter

Europäische Einigung, Römische Verträge, EVG, Euratom, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Frankreich, Westeuropa, EGKS, Integration, politische Souveränität, Suezkrise, Spaak-Bericht, wirtschaftliche Kooperation, Adenauer, Mollet.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Prozess der europäischen Einigung in der Zeit zwischen dem Scheitern der EVG 1954 und der Unterzeichnung der Römischen Verträge 1957.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Rolle Frankreichs bei den Einigungsbemühungen, das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland sowie die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen der damaligen Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum nach dem Scheitern der EVG dennoch eine Einigung erreicht werden konnte und welche Akteure sowie Umstände diesen Erfolg ermöglichten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur und historischen Sammelbänden, um ein ganzheitliches Bild der europäischen Integration aus verschiedenen Länderperspektiven zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Phasen, die den Weg von der „relance européenne“ über den Spaak-Bericht bis zu den finalen Verhandlungen der Römischen Verträge detailliert nachzeichnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Europäische Einigung, Römische Verträge, Euratom, Wirtschaftsgemeinschaft, Frankreich, Integration und der Einfluss politischer Führungspersönlichkeiten.

Welchen Einfluss hatte die Suezkrise konkret auf die Einigungsverhandlungen?

Die Krise verdeutlichte Frankreich seine begrenzte Rolle als Großmacht gegenüber den Supermächten und beschleunigte den politischen Willen zur europäischen Integration, da nur innerhalb einer Gemeinschaft die Handlungsfähigkeit auf der Weltbühne gewahrt schien.

Warum war das sogenannte „Junktim“ zwischen Euratom und der Wirtschaftsgemeinschaft so wichtig?

Das Junktim war notwendig, weil es Frankreich ermöglichte, die Euratom als nukleare Kooperation durchzusetzen, während die anderen Partnerländer ein stärkeres Interesse am Gemeinsamen Markt hatten; nur die Kopplung beider Projekte führte zum Konsens aller sechs beteiligten Staaten.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Wiederaufleben der europäischen Idee? Das Scheitern der EVG und die römischen Verträge 1954-57
Universidad
University of Constance
Curso
Frankreich in der Welt 1945-69
Calificación
2
Autor
Julia C. M. Willke (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
14
No. de catálogo
V36947
ISBN (Ebook)
9783638364409
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wiederaufleben Idee Scheitern Verträge Frankreich Welt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia C. M. Willke (Autor), 2000, Das Wiederaufleben der europäischen Idee? Das Scheitern der EVG und die römischen Verträge 1954-57, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36947
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