Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 3
Offene Jugendarbeit
2. Was ist Offene Jugendarbeit? 3
3. Prinzipien der Offenen Jugendarbeit 4
4. Geschichte der Offenen Jugendarbeit 6
5. Rechtliche Grundlagen 7
6. Träger der Offenen Jugendarbeit 7
6.1 Dachorganisationen der Offenen Jugendarbeit 8
6.2 Freie Träger 8
6.3 Öffentliche Träger 9
7. Finanzierung 9
8. Probleme der Offenen Jugendarbeit 11
Heimerziehung
9. Was ist Heimerziehung? 11
10. Die Geschichtliche Entwicklung der Heimerziehung und die Entwicklung 12
von den bis heute geltenden Prinzipien
10.1 Betreuung von hilfsbedürftigen Kindern im Mittelalter 12
10.2 Von der Entstehung der ersten Waisenhäuser zu den ersten Versuchen 12
ein wirklich kindgerechtes Umfeld zu schaffen
10.3 Die rasante Entwicklung des vergangenen Jahrhunderts, sowie die 14
Entstehung der heute geltenden Prinzipien und Rechtsgrundlagen
11. Träger 15
12. Finanzierung 16
13. Probleme der Heimerziehung 16
14. Schlussbetrachtung 17
15. Literaturverzeichnis 18
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1. Einleitung
In unserer Hausarbeit beschäftigen wir uns mit der ‚Offenen Jugendarbeit‘ und der ‚Heimerziehug‘.
Beide Themen haben wir unter gleichen Gesichtspunkten bearbeitet. Dabei haben wir uns die Fragen gestellt: Worum handelt es sich dabei und welche Prinzipien werden zu Grunde gelegt?
Wir durchleuchten die Offene Jugendarbeit und Heimerziehung auf ihre Träger und Finanzierung.
Wichtig war es uns, die Entstehung hervorzuheben und zu sehen, wo in der heutigen Zeit die Probleme liegen.
Die Geschichte und Entwicklung haben wir besonders bei der Heimarbeit in den Vordergrund gestellt, da wir bei der Recherche viel Interessantes und Wichtiges herausarbeiten konnten.
Offene Jugendarbeit
2. Was ist Offene Jugendarbeit ?
Allgemein kann man sagen, dass die offene Jugendarbeit natürlich zum großen Feld der Jugendhilfe gehört und sie dementsprechend im KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) verankert ist. So heißt es im §11 (2): „Jugendarbeit wird angeboten von Verbänden, Gruppen und Initiativen der Jugend, von anderen Trägern der Jugendarbeit und den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe. Sie umfasst für Mitglieder bestimmte Angebote, die Offene Jugendarbeit und gemeinwesenorientierte Angebote.“
Mit dieser Formulierung im Gesetzestext lässt der Gesetzgeber die quantitative sowie die qualitative Ausgestaltung offen. Damit gehört die Offene Jugendarbeit zu den „weichen“ Pflichtleistungen. (Deinet/Sturzenhecker, S. 9)
Laut B. Kammerer ist Offene Jugendarbeit ein Angebot für junge Menschen, das durch Freiwilligkeit und Unverbindlichkeit gekennzeichnet ist und sich an alle Kinder und Jugendlichen eines Stadtteils, einer Stadt richtet und zwar unabhängig vom Geschlecht, dem sozialen Status und der soziale n Schicht.
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Zu den Angeboten zählen Jugendzentren, Jugendclubs, Beratungs- und Informationsstellen, Projekte der Kinder- und Jugenderholung und -begegnung. (Deinet, S.356)
3. Prinzipien der Offenen Jugendarbeit
Den zu Beginn der Siebziger Jahre entwickelten Konzeptionen der Offenen Jugendarbeit liegen die folgenden Prinzipien zugrunde:
- Offenheit: für alle zugänglich, ohne Rücksicht auf Mitgliedschaftserklärungen und soziale Milieus, gegen die traditionellen, elitären Vorstellungen der früheren Jugendverbände, in denen es um Verbindlichkeit und Zugehörigkeit ging, wo verbandseigene Werte und Normen angenommen Traditionen und weltanschauliche Werte angenommen werden sollten. Exklusivität und Selektion waren Kennzeichen, die in der Offenen Jugendarbeit keine Rolle spielen sollten. Vielmehr ging es hier um Neutralität und demokratische Offenheit gegenüber allen. Jeder, also die Gesamtheit der jungen Generation, sollte Zugang zu den Angeboten und Einrichtungen finden. Es wurden also niedrigschwellige Konzepte entwickelt, die jeder ohne Vorbedingungen nutzen konnte. Diese Offenheit musste in vielfältiger Weise umgesetzt werden, damit alle die Möglichkeit haben ständig die vielseitigen Angebote nutzen zu können. Es ging also um:
- Vorstellung von der einheitlichen jungen Generation: hinter dem Prinzip der Offenheit verbarg sich ein pädagogisch politischer Traum. Man glaubte, dass die junge Generation zu einer Einheit verschmelzen und veraltete Strukturen aufbrechen und überwinden könnte. Die Jugend sollte neue Formen des demokratischen Dialoges finden, neue Impulse zur gesellschaftlichen Reform geben. Dabei verfolgte die Offene Jugendarbeit pädagogisch-politische Perspektiven, die zutiefst dem
Emanzipationsanspruch der neuen sozialen Bewegungen und der kritischen Pädagogik verpflichtet war. Unbewusst hatte man Elemente der bürgerlichen Jugendbewegung,
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die man eigentlich ablehnte, übernommen. Im Laufe der Jahre musste man zudem erkennen, dass sich die Idee einer einheitlichen Generation nicht umsetzen lässt, und dass sich in der heutigen Zeit die Differenzen zwischen verschiedenen Jugendgruppen, trotz eines einheitlichen Bildungssystems, eher vergrößert als verkleinert haben. Benachteiligung und die unterschiedliche Verteilung von formellen und informellen Ressourcen, steigende Arbeitslosigkeit, wachsende Konkurrenz und größer werdende schichtspezifische Unterschiede lassen den Traum einer einheitlichen Jugend vollends platzen.
- Bedürfnisorientierung / Selbstorganisation statt Angebotspädagogik: Jugendarbeit orientiert sich zu aller erst einmal an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen. Dieser Grundsatz wurde von vielen Jugendzentren zum Grundsatz der Selbstorganisation weiterentwickelt. Das bedeutet, in diesen Häusern sollte nicht nur auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingegangen werden, sondern die Jugendlichen sollten sich ihrer Interessen bewusst werden, sie artikulieren und selbst umsetzen können. Im Jugendzentrum sollten sie das Durchsetzen ihrer Belange üben und Erfahrungen sammeln. Um den Jugendlichen freie Hand zu lassen, nahmen sich die Pädagogen zurück, delegierten Aufgaben und Befugnisse und verzichteten auf das hierarchische Erzieher-Zögling-Verhältnis. Ziel d er Pädagogen war es, dass die Jugendlichen das im Jugendzentrum gelernte, auch in ihrem Alltag anwenden, sie somit also selbstbewusste, politisch denkende, mündige Bürger würden. Doch diese Selbsterziehungsgemeinschaft brachte einige Probleme auf beiden Seiten mit sich. Auf der einen Seite standen die Pädagogen, die oftmals nicht wussten, wie weit ihre Zuständigkeiten gingen, wo sie sich einmischen und wo sie sich besser raushalten sollten. Und auf der anderen Seite standen die Jugendlichen, die oftmals überfordert und von den ständigen Gremien und Vollversammlungen etc. gelangweilt waren. - Politische Bildung: Angestrebt war nicht die theoretische, sondern die praktische, erfahrbare Seite der politischen Bildung. Die Jugendlichen sollten erkennen, dass sie durch ihr Zutun Anteil haben können an demokratischen Entscheidungen, dass sie ihre Umwelt und ihre Gemeinschaft selbst mitgestalten können. „Jugendzentren verstanden sich als Orte des politisch-praktischen Lernens“. Neue Werte, wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, ein ökologisches Bewusstsein aufgrund knapper werdender Ressourcen oder die Sicherung der ökonomischen Gerechtigkeit zwischen
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Arbeit zitieren:
Kerry Herrmann, 2004, Offene Jugendarbeit und Heimerziehung - geschichtliche Entwicklung, Aspekte, Chancen und Probleme, München, GRIN Verlag GmbH
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