Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Entwicklung der Ideenlehre. 4
3. Zum Begriff der Ideen. 5
4. Was ist die Idee (Versuch einer möglichen Definition) 8
5. Das Sonnengleichnis 9
6. Die Höchste Idee, die Idee des Guten 12
7. Literatur 14
3
1. Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit setzt sich mit Platons Entwicklung der Ideenlehre und dem Sonnengleichnis in der Politheia auseinander. Im ersten Teil der Hausarbeit soll die Entwicklung Platons zur Ideenlehre umrissen und dargestellt werden. Im Weiteren verlauf wird die Frage was die Idee/n ist/sind aufgestellt.
Platon legt einzig in der Politheia die Frage nach der Idee des Guten im sechsten und siebten Buch offen und thematisiert sie. Er beantwortet sein Thema mit den drei Gleichnissen der Sonne, Höhle und Linie. 1 Damit sind die Gleichnisse der zentrale Punkt in einem seiner wichtigsten Dialoge. Die Ideen waren für Platon Repräsentanten der „Jenseitigen“ Welt an denen sich die Realität dieser Welt beispielhaft hervorheben ließ. Durch sie wurde ein Zugang zu der Welt des „Ewigen“ gescha ffen und dadurch auch gleichzeitig zur Seele. In den späteren Dialogen 2 verdrängt die Erkennende und wirkende Seele die Ideen aus ihrer Rolle als höchste Form des Seienden. 3
2. Entwicklung der Ideenlehre
Platons Entwicklung der Ideenlehre wird im Wesentlichen durch die Wanderjahre und die griechische Mathematik Initiiert, und gefördert. Durch seine erste Sizilienreise (389 - 388) gerät Platon nicht nur in den Einflussbereich von Mathematikern z.b. Archytas von Tarent. In dem Herrscher Archytas sah Platon seine Ideale des Philosophenherrschers vereint. Durch die er die politischen Verhältnisse in Griechenland gerettet sah. Durch diese Reise inspiriert, setzte Platon seine Reise mit dem Ziel Syrakus fort. Dort wollte er den Tyrannen Dionysis zu einem Philosophenherrscher erziehen. Kurz vor Platons erster Reise nach Sizilien und ein Jahrzehnt nach dem Tod Sokrates, will Platon zu der Überzeugung gelangt sein, dass die gerechte Regelung der privaten und öffentlichen Angelegenheiten nur vom Standpunkt der richtigen Philosophie aus zu erkennen ist. Genauer bedeutet dies dass die Philosophen herrschen oder die Herrscher philosophieren müssen.
1 Rath, Ingo, Wenn Pan gewährt, Platons Philosophie als mytho-logische Grenzerfahrung, Passagen Wien 1995
2 Vgl. Sophisten (248a - 249d) und Timaios (29e - 30d)
3 Kutschera, Franz von, Platons Philosophie, Mentis Paderborn 2002 S. 187
4
Einen weiteren Einfluss auf Platon nahmen, neben den bereits erwähnten Archytas, auch die der Eleaten insbesondere Parmenides ein. Doch bereits schon vor seiner Reise soll Platon mit den Anhängern von Parmenides verkehrt haben. 4
Die Ideenlehre motiviert sich aus der Wandelbarkeit der Welt. Eine wandelbare Welt ermöglichte nach Meinung Platons keine sicheren Aussagen über die Dinge, weil es in ihrer Natur liegt sich ständig zu wandeln. Erst durch die Konzeption der Ideenlehre, in der Ideen als etwas nicht wandelbares angesehen werden, lassen sich Aussagen über die Welt treffen. Der Gedanke, der dieser Konzeption zu Grunde liegt, war es eine Instanz aufzubauen gegen den Relativismus und Skeptizismus. Ein Bericht Aristoteles bringt uns der Entwicklung der Ideenlehre näher. Der junge Platon gewinnt an Sokrates ein erkenntnistheoretisches Bekehrungserlebnis, das ihn von der Skepsis der Herakliteer befreit und in der Folge über Sokrates hinaus zum Glauben an die Ideen führt. Platon, der sich primär für Politik interessiert findet den Weg zu Philosophie erst durch die Enttäuschung seiner politischen Hoffnungen. Wobei das Schicksal Sokrates eine untergeordnete Rolle spielte. 5 Ein gemeinsamer Antrieb der Ideenlehre lässt sich zur Gründungszeit der Akademie finden. Die dort Versammelten wollten über die bloße verbale Dialektik des Sokrates und der Sophisten zu einem stabilen Fundament der Erkenntnis vordringen. Und wählten als Weg zu diesem Ziel die Hypostasierung der Aspekte oder Gesichtspunkte, unter denen Sachen verständig angesehen und beredet werden können, zu Immerseienden, invarianten Gegenständen. 6 Ideen waren für Platon Repräsentanten der jenseitigen und noetischen Welt. Mit deren Hilfe er die Realität dieser Welt demonstrieren konnte. Sie bildeten einen Zugang zur Welt des Ewigen, zur Heimat der menschlichen Seele, die nicht nur in seiner Metaphysik, sondern auch in seiner Konzeption vom guten Leben die zentrale Rolle spielt.
3. Zum Begriff der Ideen
Durch die fehlende physische Präsenz der Ideen in Form von Objekten, können wir sie auch nicht durch unsere Sinne erfahren. Sie entziehen sich uns und sind nur im Denken fassbar. Aus dieser Problematik stellt die Frage nach dem Ursprung der Ideen. Der Ursprung der Ideen ist nur durch eine Art von erfahrungsgemäßen Zustand möglich. Als Lösung wird uns die „Schau“ angeboten. Dadurch, dass die Ideen einer äußeren Wirklichkeit angehören ist die
4 Ferber, Rafael, Platos Idee des Guten, Sankt Augustin Academia 1989
5 Schmitz Herman, Die Ideenlehre des Aristoteles, Platon und Aristoteles, Bonn Bouvier 1985 S.2
6 Schmitz, Herman, S. 3
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Arbeit zitieren:
MA Daniel Spindler, 2003, Platons Ideenlehre und das Sonnengleichnis, München, GRIN Verlag GmbH
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