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Exegese Römer 7, 4- 6

Titel: Exegese Römer 7, 4- 6

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 44 Seiten , Note: 1,75

Autor:in: Marco Rothenhöfer (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Empfänger des Briefes

Schon bei der Frage der Empfänger dieses Briefes sind sich die namhaften Ausleger nicht hundertprozentig sicher. Ob der Brief so wie er uns vorliegt überhaupt nach Rom ging oder ob er an die Gemeinde in Ephesus gerichtet war, ist bei manchen Exegeten eine Überlegung.

Ebenso ist es für F. F. Bruce fraglich, ob es in Rom überhaupt eine Gemeinde gab, wie wir sie uns heute vorstellen würden. Der Apostel Paulus schrieb diesen Brief nicht, wie es für ihn üblich wäre an “die Gemeinde Gottes die in Rom ist“ … “sondern an alle Geliebten Gottes, die in Rom sind“ (Basiswissen Neues Testament 200). Dies kann seiner Meinung nach bedeuten, dass sich viele Christen in Rom aufhielten, welche sich in den Synagogen oder kleinen Hausgemeinden trafen (z. B. Römer 16, 5), aber dass es keine große, von einer Leitung verwalteten Gesamtgemeinde gab.
Das von ihm hier angeführte Abschiedskapitel in unserem Brief sei auch eine absolute Ausnahme bei Paulus, denn er pflegt niemals einzelne Glieder der Gemeinde in diesem Umfang aufzuführen und zu grüßen, außer wenn es keine Gemeinde als Ganzes gibt. Gleichermaßen sieht es Schnelle in seiner Einleitung in das Neue Testament. Er geht nach Römer 16, 14ff von mehreren selbständigen Hausgemeinden aus (vgl. Schnelle 140). Auf die große Problematik des Römerbrief- Schlusses werde ich aber später noch näher eingehen.

Für Schirrmacher ist diese Argumentation jedoch überhaupt nicht bindend. Seiner Meinung nach ist es nämlich so, dass der Apostel Paulus dies “ohne Grund tat und nur einfach andere Bezeichnungen verwendet“ ( Der Römerbrief Band I 25).
Für T. W. Manson gibt es jedoch berechtigte Gründe für die Annahme, dass es neben der Gemeinde in Rom noch weitere Empfänger für diesen Brief gab, und weitere Kopien davon angefertigt und an andere Gemeinden gesandt wurden. Diese Meinung kann ich sehr gut nachvollziehen, denn auch F. F. Bruce bemerkt dazu in seinem Kommentar, dass sich die Hinweise für diese These am Ende des 15en Kapitels befinden. Es ist gut vorstellbar, dass Paulus diesen Brief bis zu dem oben erwähnten Kapitel als „geistliches Zeugnis“ für die umliegenden Gemeinden vorgesehen hat, da er sich in diesem Brief in besonderer Art und Weise der Erklärung des Evangeliums widmet (vgl. Der Römerbrief 20). Aus diesem Anlass gibt es auch in dem griechisch- lateinische Kodex G und bei Origenes diesen Text in Römer 1, 7: in Rom nicht...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Eigene Übersetzung

2 Einleitungsfragen zum Römerbrief

2.1 Empfänger des Briefes

2.1.1 Zusammensetzung der Gemeinde

2.1.1.1 Teilweise Judenchristen

2.1.1.2 Teilweise Heidenchristen

2.1.2 Vorgeschichte und Umfeld der Gemeinde in Rom

2.2 Verfasserschaft, Echtheit und Einheitlichkeit des Briefes

2.2.1 Verfasser des Briefes

2.2.2 Echtheit des Briefes

2.2.3 Einheitlichkeit des Briefes

2.3 Abfassungsort des Briefes

2.4 Abfassungszeit des Briefes

2.5 Bedeutung des Briefes

2.6 Überbringer des Briefes

2.7 Zweck des Briefes

3 Betrachtung zur Art des Buches

4 Abgrenzung der Perikope

4.1 Der weitere Kontext

4.2 Der nähere Kontext

4.2.1 Funktion der Perikope im Buch

4.2.1.1 Grammatische Verbindung

4.2.1.2 Logische Verbindung

4.3 Textkritik

4.3.1 Befund

4.3.2 Äußere Beweise

4.3.2.1 Für avpoqano,ntej:

4.3.2.2 Für tou/ qana,tou:

4.3.2.3 Für h`ma/j:

4.3.2.4 Für u`ma/j:

4.3.3 Innere Beweise

4.3.3.1 Für die Lesart: avpoqano,ntej oder tou/ qana,tou:

4.3.3.2 Für die Lesart: h`ma/j oder u`ma/j:

5 Betrachtung zur grammatischen Struktur

5.1 Grammatische Analyse

6 Betrachtungen zur Grammatik im Einzelnen

7 Betrachtungen zu einzelnen Worten

7.1 Kleines Wortstudium

7.1.1 evqanatw,qhte

7.1.2 gene,sqai

7.1.3 evgerqe,nti

7.1.4 karpoforh,swmen

7.1.5 tou? no,mou

7.1.6 paqh,mata

7.1.7 qana,tw|

7.1.8 douleu,ein

7.1.9 pneu,matoj

7.1.10 gra,mmatoj

7.2 Großes Wortstudium

7.2.1 Bedeutung der Wortwurzel

7.2.1.1 Identifizieren der Wortwurzel

7.2.1.2 Wortfeld erarbeiten

7.2.2 Bedeutung in der klassischen Zeit

7.2.3 Bedeutung in der Koine- Zeit

7.2.4 Bedeutung in der LXX

7.2.5 Verwendung bei jüdischen Schreibern zur NT- Zeit

7.2.6 Verwendung bei den einzelnen NT- Verfassern

7.2.6.1 Paulus

7.2.6.1.1 Kolosserbrief

7.2.6.1.2 Epheserbrief

7.2.6.2 Johannes

7.2.6.2.1 Johannesevangelium

7.2.6.2.2 Johannesbriefe

7.2.6.3 Hebräerbrief

7.2.6.4 Petrusbriefe

7.2.6.5 Judasbrief

7.2.7 Zusammenfassung und Formulierung der relevanten Bedeutung

8 Betrachtung der Textprobleme

8.1 Grammatische Probleme

8.2 Inhaltliche Schwierigkeiten

8.2.1 Kultureller Hintergrund

8.2.2 Form und Gattung

8.2.3 Thema des Schriftstückes

8.2.4 Historische oder theologische Selektion

8.2.5 Parallelen im Neuen Testament

9 Betrachtung zur Textaussage

9.1 Darstellung des Inhalts

9.2 Wiedergabe in freier und verständlicher Form

10 Betrachtung zur Gliederung

10.1 Entwicklung des Hauptgedankens

10.2 Darstellung der Nebengedanken

11 Betrachtungen zur Anwendung: Hermeneutische Erwägungen

11.1 Der Charakter des Textes

11.2 Heilsgeschichtliche Einordnung

11.3 Der Platz des Textes im Rahmen der Systematischen Theologie

11.4 Anwendung von gewonnenen Aussagen und Prinzipien

12 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine exegetische Analyse von Römer 7, 4-6 durchzuführen, um das Verhältnis des Christen zum Gesetz und die daraus resultierende neue Lebenswirklichkeit im Geist theologisch zu fundieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, inwiefern der „Tod für das Gesetz“ als einmaliger Akt die Grundlage für ein fruchtbringendes Leben in der Gemeinschaft mit Christus bildet.

  • Exegetische Analyse der Verse 4-6 von Römer 7
  • Die grammatische und logische Struktur der Textaussage
  • Wortstudien zu zentralen Begriffen wie Fleisch (sarx) und Gesetz (nomos)
  • Hermeneutische Anwendung der heilsgeschichtlichen Prinzipien auf den heutigen Glaubensalltag

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Vorgeschichte und Umfeld der Gemeinde in Rom

Um das breit gestreute Spektrum der Themen im Römerbrief zu verstehen, müssen wir uns auch um die Entstehung der Gemeinde und deren Umfeld kümmern.

Es handelt sich bei der Gemeinde in Rom um eine Gemeinde, welche nicht von Paulus gegründet wurde. Aus diesem Grund möchte er sie ja schon seit Jahren besuchen, um unter ihnen das Evangelium zu verkünden (Römer 1, 15). Diese Aussage war für mich bis zu dieser Ausarbeitung sehr fragwürdig, denn wieso sollte er in einer Gemeinde die gute Nachricht erneut verkündigen?

Dafür war dann Kapitel 18 Vers 2ff in der Apostelgeschichte sehr hilfreich, denn hier können wir lesen, dass Aquila und seine Frau Priszilla aus Italien gekommen waren, weil Kaiser Claudius ein Edikt erlassen hatte welches allen Juden geboten hatte, Rom zu verlassen. Die Ursache für dieses Edikt waren - wie schon erwähnt - die Streitigkeiten über die Person des Christus und die Ablehnung der Christen des Kaiserkultes. Dieser Kult war zur damaligen Zeit üblich und in vollem Gange.

Dieses Judenedikt wurde 49 n. Chr. erlassen. Die Beweise hierfür liefert die sog. Gallio-Inschrift, welche in einem 1905 erstmalig veröffentlichten Brief des Kaiser Claudius enthalten ist (vgl. Lohse Die Entstehung des Neuen Testaments 32). Nach F. F. Bruce, “datiert übrigens auch Orosius das Edikt“ auf das Jahr 49 n. Chr. ( Teil II 100).

Zusammenfassung der Kapitel

Eigene Übersetzung: Der Autor präsentiert seine deutsche Übersetzung der Perikope Römer 7, 4-6.

Einleitungsfragen zum Römerbrief: Es werden zentrale Fragen zu den Empfängern, der Verfasserschaft und dem historischen Kontext des Briefes sowie der Situation der Gemeinde in Rom geklärt.

Betrachtung zur Art des Buches: Eine Einordnung des Römerbriefs als religiöser Brief mit theologischer Entfaltung und als Epistel.

Abgrenzung der Perikope: Die Einbettung der Verse 4-6 in den weiteren Kontext des Römerbriefs und die Darstellung der logischen sowie grammatischen Zusammenhänge.

Textkritik: Untersuchung der verschiedenen griechischen Lesarten der Perikope und Bewertung durch äußere und innere Beweise.

Betrachtung zur grammatischen Struktur: Eine detaillierte grafische und methodische Analyse der Satzstruktur der gewählten Verse.

Betrachtungen zur Grammatik im Einzelnen: Eine systematische Untersuchung der grammatikalischen Merkmale der Schlüsselbegriffe in der Perikope.

Betrachtungen zu einzelnen Worten: Ein linguistisches und theologisches Wortstudium, das sowohl Kurz- als auch Langanalysen, insbesondere zum Begriff „Fleisch“ (sarx), umfasst.

Betrachtung der Textprobleme: Auseinandersetzung mit grammatischen und inhaltlichen Schwierigkeiten, insbesondere der Frage nach dem Zweck der Fruchtbringung.

Betrachtung zur Textaussage: Die inhaltliche Darstellung und freie Wiedergabe der Kernaussage des Textes.

Betrachtung zur Gliederung: Eine strukturierte Herleitung des Hauptgedankens und der daraus folgenden Nebengedanken für das Verständnis der Perikope.

Betrachtungen zur Anwendung: Hermeneutische Erwägungen: Die Übertragung der exegetischen Ergebnisse auf die heutige Lebenswirklichkeit und die systematische Theologie.

Schlüsselwörter

Römerbrief, Exegese, Paulus, Gesetz, Fleisch, Sarx, Freiheit, Rechtfertigung, Soteriologie, Heiligung, Gemeinde in Rom, Griechische Grammatik, Textkritik, Neue Kreatur, Gotteserkenntnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit widmet sich einer exegetischen Untersuchung von Römer 7, 4-6, um die biblische Befreiung des Menschen vom Gesetz und die neue Existenz in Christus zu beleuchten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt Themen wie die Geschichte der römischen Gemeinde, textkritische Fragen zu den Originalmanuskripten, detaillierte grammatikalische Strukturanalysen sowie ein umfangreiches Wortstudium zum griechischen Begriff für Fleisch.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie der „Tod für das Gesetz“ theologisch und existenziell zu verstehen ist und welche Konsequenzen dieser Statuswechsel für die Lebensführung eines Christen hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet die klassische exegetische Methode, bestehend aus historisch-kritischen Einleitungsfragen, Textkritik, grammatischer Satzanalyse und der anschließenden hermeneutischen Anwendung.

Was beinhaltet der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Untersuchung der Textart, die Abgrenzung des Kontexts, eine tiefgehende textkritische Analyse, eine akribische grammatische Aufarbeitung und ein sprachwissenschaftliches Wortstudium.

Welche Schlüsselbegriffe sind für die Arbeit charakteristisch?

Zentral sind Begriffe wie „Gesetz“ (nomos) und „Fleisch“ (sarx), ergänzt durch theologisch relevante Ausdrücke wie „Gerechtigkeit Gottes“ und „neues Leben im Geist“.

Warum ist die Analyse des Begriffs „Fleisch“ (sarx) so ausführlich?

Der Begriff nimmt im Römerbrief eine Schlüsselrolle ein; die umfangreiche Analyse ist notwendig, um abzugrenzen, ob das Fleisch lediglich physische Sterblichkeit oder eine sündige, gottfeindliche Macht bezeichnet.

Welchen Schluss zieht der Autor aus der grammatischen Analyse?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der „Tod für das Gesetz“ ein vollendeter, einmaliger Akt Gottes ist, der den Menschen von den Ansprüchen des Gesetzes befreit, damit dieser nun aus einer neuen Identität heraus Gott dienen kann.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Exegese Römer 7, 4- 6
Hochschule
Missionswerk Neues Leben e.V.
Note
1,75
Autor
Marco Rothenhöfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
44
Katalognummer
V37281
ISBN (eBook)
9783638366717
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Römer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Rothenhöfer (Autor:in), 2004, Exegese Römer 7, 4- 6, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37281
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Leseprobe aus  44  Seiten
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