2
Inhaltsverzeichnis
1. Biographie Seite 2
2. Inhalt Seite 3
3. Der Begriff „Taugenichts“ Seite 4
4. Der neue Troubadour. Seite 5
5. Die Zuordnungsproblematik Seite 6
6. Die Taugenichtsgestalt Seite 7
7. Die Welt des Taugenichts Seite10
8. Die Gedichte Seite 11
3
1. Biographie
Joseph Freiherr von Eichendorff ‚der letzte Ritter der Romantik’, wie er oft genannt wird, entstammte einer schlesischen Adelsfamilie, die zur Zeit seiner Geburt mehrere Güter besaß. Die Notzeiten der napoleonischen Kriege und die Misswirtschaft seines Vaters erschütterten jedoch die Erbbesitztümer, und sie mussten teilweise verkauft werden. Die Eichendorffs waren katholisch. In diesem Sinne erzogen sie auch ihren Sohn Joseph. 1
Joseph studierte Jura. Seine Studien betrieb er in Halle, Heidelberg, Berlin, abgeschlossen hat er sie in Wien. In Heidelberg besuchte Eichendorff das Kolleg von Joseph Görres, er lernte Loeben kennen und den Umkreis der beiden wichtigsten Vertreter der Heidelberger Romantik, Clemens Brentano und Achim von Arnim. 2
Wie sein Vater, der preußischer Offizier war, diente auch Joseph unter der gleichen Fahne. Dennoch war es Eichendorffs Bestreben, als Beamter in österreichische Dienste zu treten, was ihm, im Gegensatz zu seinem Bruder, nicht gelang. Deshalb versuchte er, eine Anstellung in Preußen zu finden. 3
1814 heiratete er gegen den Willen seiner Eltern - sie hatten sich eine bessere Partie vorgestellt - Luise von Larisch.
Ab 1816 stand er im preußischen Staatsdienst. Für Eichendorff begannen nun Jahre der schlecht bezahlten Tätigkeit als Beamter, die kaum ausreichte, die schnell wachsende Familie zu ernähren. Das Leben seines Taugenichts steht demnach im grellen Kontrast zu den alltäglichen Quälereien im Staatsdienst und der Einbindung ins familiäre Leben mit drei Kleinkindern. 4
1 Vgl. Joseph Freiherr von Eichendorff. In: A. Salzer u. E. Tunk (Hrsg.): Illustrierte Geschichte der Deutschen Literatur. Sonderausgabe. neu bearb. v. C. Heinrich u. J. Münster-Holzlar. 6 Bde., Frechen, Bd. 3, S 362 f. 2 Vgl. ebd. S 362. 3 Vgl. ebd. S 362.
4 Vgl. Hartwig Schultz: Erläuterungen und Dokumente. Joseph von Eichendorff. Aus dem Leben eines Taugenichts., Stuttgart 1994, S. 50.
4
Bis 1820 war er Referendar in Breslau, dann von 1820 bis 1823 Regierungsrat in Danzig, von 1824 bis 1830 Regierungsrat und Oberpräsidialrat in Königsberg, schließlich bis 1844, als er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt wurde, war er am Kultusministerium in Berlin tätig.
In dieser Zeit entstanden die meisten seiner Erzählungen: 1819 ‚Das Marmorbild’, 1826 ‚Aus dem Leben eines Taugenichts’ , 1832 ‚Viel Lärmen um nichts’, 1834 ‚Auch ich war in Arkadien’ sowie ‚Dichter und ihre Gesellen’, 1835/36 ‚Eine Meerfahrt’, 1837 ‚Das Schloß Dürande’ im selben Jahr auch die erste Gesamtausgabe der Gedichte, 1841 ‚Die Glücksritter’ und 1849 ‚Libertas und ihre Freier’.
In der Zeit nach der Pensionierung arbeitete er hauptsächlich publizistisch; ein Dichter, so schrieb er, müsse wissen, wann er aufzuhören habe.
Im Jahr 1855 zog er zu seiner Tochter nach Neiße in Oberschlesien, bald darauf starb seine Frau.
Am 26. November 1857 starb Joseph von Eichendorff im Alter von 69 Jahren, an einer Lungenentzündung.
2. Inhalt
Der Ich - Erzähler, ein Müllersohn, hat Sehnsucht nach der Ferne. Als sein Vater ihn einen Taugenichts nennt, und ihn zum Wandern auffordert, kommt er dem gerne nach und zieht in die Welt hinaus.
Eine Kutsche mit zwei jungen Damen nimmt ihn mit. Er wird auf ihrem Schloss in der Nähe von Wien Gärtner. Der Taugenichts verliebt sich in die jüngere der beiden Damen, Aurelie, doch sie scheint - als vermeintliche Adelige - unerreichbar für ihn. Deshalb beschließt er, weiterzuwandern, und er gelangt schließlich nach Rom. Dort verfängt er sich in ein wirres Netz von undurchsichtigen Liebesabenteuern. Als aber seine Sehnsucht nach Aurelie unerträglich wird, beschließt er, umzukehren.
Mit Hilfe mehrerer Prager Studenten gelingt es ihm, heimzukehren. Als er zu Hause ankommt, stellt sich heraus, dass Aurelie keine unnahbare Adelige, son-
Arbeit zitieren:
Christiane Perdacher, 2001, Joseph von Eichendorff: - Aus dem Leben eines Taugenichts, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Darstellung der Phönizier in Homers Epen
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Hausarbeit, 19 Seiten
Der Parzival-Erzähler, ein dominanter Erzähler?
Eine Analyse des Erzählverhalt...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 14 Seiten
Der Entstehungskontext, der Einfluss anderer Autoren und die Verwendun...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Goethes Naturbild im Wandel - Eine Untersuchung anhand der Gedichte &q...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 22 Seiten
Propaganda im Nationalsozialismus - eine Analyse der sprachlichen und ...
Hausarbeit (Hauptseminar), 39 Seiten
Catharina von Georgien. Untersuchung des Trauerspiels von Andreas Gryp...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 19 Seiten
Zu: Fritz W. Scharpf - Regieren in Europa
Politik - Internationale Politik - Thema: Europäische Union
Rezension / Literaturbericht, 13 Seiten
Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen. Schwerpunkt: Frauen bei Fontane ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 23 Seiten
Künstler und Bürger in Joseph von Eichendorffs Novelle "Aus dem L...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Das mittelalterliche Drama als sozial-religiöses Medium
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Königsideologie bei den Ptolemäern
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Hausarbeit, 24 Seiten
Kommunikationsmodelle - Grundlagen, Gesprächsstrategien, Konflikte un...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Zwischenprüfungsarbeit, 31 Seiten
Vergangenheit, die nicht vergehen will - Die Rede des Bundestagspräsid...
Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Der transatlantische Sklavenhandel als Antriebsmotor der Globalisierun...
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Sprachlenkung am Beispiel des Dritten Reiches
Hausarbeit (Hauptseminar), 32 Seiten
Darstellung und Bedeutung der Naturphänomene in Goethes Balladen
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Die Widersprüchlichkeit in der Person des Galilei - Eine Interpretatio...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 29 Seiten
Aufbau und Struktur der Novelle am Beispiel "Kleider machen Leute...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 16 Seiten
Christiane Perdacher hat den Text Joseph von Eichendorff: - Aus dem Leben eines Taugenichts veröffentlicht
Christiane Perdacher hat einen neuen Text hochgeladen
Aus dem Leben eines Taugenichts. Interpretationshilfe Deutsch
Joseph von Eichendorff, Friedhelm Klöhr
Aus dem Leben eines Taugenichts. Textausgabe
Klasse 11 - 13
Joseph von Eichendorff, Johannes Diekhans
Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts
Inhalt . Hintergrund . Interpr...
Michael Rumpf
Das Marmorbild / Aus dem Leben eines Taugenichts. Interpretationen
Joseph von Eichendorff, Karl Hanß
Aus dem Leben eines Taugenichts
Lektüre mit Materialien
Joseph von Eichendorff, N. König, Thomas Kopfermann
0 Kommentare