Semesterarbeit Religion / Philosophie
Inhaltsverzeichnis
Seite
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Mahatma Gandhi (1869-1948) 3
Gandhis Kampf gegen die Unterdrückung
der Inder in Südafrika 4
Vorgeschichte der Schwarzen in Amerika
und der Inder 5
Der gewaltlose Widerstand von Martin
Luther King 6
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Der Einfluss Gandhis auf den gewaltlosen
Widerstand 7
Der gewaltlose Widerstand von Martin
Luther King in Bezug auf die Bibel 7
Der gewaltlose Widerstand in Bezug auf
die heutige Zeit 8
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Regina Jenzer und Barbara Wyttenbach 1
Semesterarbeit Religion / Philosophie
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Vorwort
Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema Gewalt wieder sehr aktuell. Gewalt in der Schule, Gewalt unter Jugendlichen, zu Hause aber auch von Vergewaltigung hört man viel. Da wir uns gerade auch hinsichtlich unseres Berufes oft mit diesem Thema beschäftigen, ist es sehr interessant zu sehen, wie heute und vor allem in der Vergangenheit gegen die Gewalt gekämpft wird und wurde. Den Lesern unserer Semesterarbeit wollen wir natürlich auch einige Denkanstösse geben und damit zeigen, dass man der Gewalt doch nicht einfach nur hilflos ausgeliefert ist und man durchaus etwas dagegen unternehmen kann. Die beiden Persönlichkeiten Mahatma Gandhi und Martin Luther King haben beide auf eine ähnliche Weise gegen die Gewalt gekämpft und protestiert. In unserer Semesterarbeit haben wir uns deshalb intensiv mit diesen beiden Personen befasst und versucht, die beiden auch miteinander zu vergleichen. Was haben sie gemeinsam oder wie haben sie auf unterschiedlichen Wegen ihr Ziel erreicht? Dieser Vergleich ist gerade auch deswegen so interessant, weil die beiden aus unterschiedlichen Religionen stammen, aber etwa das gleiche Ziel vor Augen hatten. Für uns hat dies deswegen eine grosse Bedeutung, weil es uns zeigt, dass es keine Rolle spielt, welche Religion wir ausüben oder an welchen Gott wir glauben, und dass man auch mit unterschiedlichem Glauben dasselbe Ziel erreichen kann.
Zudem haben wir versucht, Parallelen zur Bibel herzustellen, also zu sehen, welche Bibelstellen können wir mit ihren Grundsätzen in Verbindung setzen. Dabei ist natürlich klar, dass man bei Martin Luther King wahrscheinlich mehr Parallelen finden kann, da er ja überzeugter Christ war, Gandhi aber zum Hinduismus gehörte. Trotzdem hat auch er sich mit Jesus beschäftigt und sich ebenfalls für das Christentum interessiert.
Einleitung
Auf das Thema „Der gewaltlose Widerstand“ kamen wir durch Gandhi, welchen wir zu Beginn als Thema gewählt hatten. Dann kam Martin Luther King dazu, und somit konnten wir zwei Persönlichkeiten, die auf eine ähnliche Weise vorgingen, vergleichen. Es war interessant zu sehen, wie in zwei verschiedenen Religionen die gleichen Grundsätze zu dieser Thematik auftreten. Gandhi, der vom Hinduismus kommt, bezieht sich auf die „Bhagavadgita“ und Martin Luther King, der vom Christentum geprägt ist, bezieht sich auf die „Bergpredigt“. Jedoch haben beide auch Züge der anderen Religion verwendet:
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Semesterarbeit Religion / Philosophie
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Mahatma Gandhi (1869-1948)
1869 Am 2. Oktober kommt Mohandas Karamchand Gandhi in Indien zur Welt. Gandhi ist als Hinduist geboren worden und ist sein ganzes Leben lang streng gläubig geblieben. Er ist in die zweithöchste Kaste geboren worden, aber er hat sich sein ganzes Leben lang dafür eingesetzt, daß Menschen aus verschiedenen Kasten sich gut verstehen und er hat sich ganz besonders für die "untouchables" eingesetzt.
1888 Nachdem Gandhi die Schule in Indien beendet hat, geht er nach London, um dort an einer Universität Jura zu studieren. Dort liest er die Bhagavadgita und die Bibel.
1891 Er kehrt für kurze Zeit nach Indien zurück und arbeitet in einer Anwaltspraxis. 1893 Gandhi geht nach Südafrika, wo er bei einer indischen Firma arbeitet. Ein prägendes Erlebnis in Gandhis Leben findet in einem Zug in Südafrika statt. Er fährt im Ersteklassewagen, als ein weißer Südafrikaner herein kommt und sagt, er solle das Abteil verlassen, weil er nicht mit einem Inder am selben Ort sitzen wolle. Gandhi geht nicht und als der Kontrolleur kommt, zeigt er ihm sein Ticket. Trotz seines Studiums in London muss er das Abteil verlassen, andernfalls werde er beim nächsten Halt hinausgeworfen. Er hat sich zu entscheiden, ob er diese Unterdrückung dulden will, ob er einfach wieder zurück nach Indien geht oder ob er gegen die Unterdrückung und den Fremdenhaß ankämpft. Er entscheidet sich für das letztere und erstellt außerdem zwei Regeln für sich selbst , an denen er sich sein ganzes Leben orientierte: (UZLUGQLHZLHGHUGXOGHQXQWHUGUFNW]XZHUGHQ (U ZLUG LQ VHLQHQ .lPSIHQ QLHPDOV *HZDOW DQZHQGHQ VHOEVW ZHQQ DQGHUH*HZDOWJHJHQLKQDQZHQGHQ
Gandhi entwickelt sich zum politischen Führer der indischen Einwanderer in Südafrika. Er kämpft gegen die Unterdrückung und für die Rechte der Inder als Arbeiter.
1914 Gandhi kehrt nach Indien zurück. Er wird von einer Masse von Menschen erwartet und gefeiert. Er fühlt sich in der reichen Gesellschaft sehr unwohl. 1915 Der Dichter Rabindranath Tragore verleiht ihm den Ehrennamen „Mahatma“, was „die grosse Seele“ bedeutet. Er will das richtige Indien sehen, das Indien, in dem der Großteil der Bevölkerung lebt. Darum geht er auf Reisen. Gandhi fährt mit dem Zug durch Indien, um möglichst viel vom Land und den Leuten kennenzulernen und zu verstehen. Er lebt wie die meisten Menschen in Indien sein ganzes Leben als ein einfacher Mensch auf dem Land. Das ist auch ein Grund, warum die Leute ihn lieben.
1920 Gandhi beginnt seinen gewaltlosen Kampf gegen die britische Herrschaft, beeinflusst von der indischen Idee des Nichtverletzens, von der Bergpredigt und von den Lehren Tolstoys. Er boykottiert beispielsweise die britischen Textilien durch die Förderung des Spinnens in indischen Familien oder er organisiert einen landesweiten Streik. An dem Tag funktioniert in ganz Indien nichts mehr. Kein Bus oder Zug fährt, kein Geschäft ist geöffnet und was sehr wichtig 3 Regina Jenzer und Barbara Wyttenbach
Arbeit zitieren:
Regina Jenzer, 2001, Der gewaltlose Widerstand, München, GRIN Verlag GmbH
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